Tag 1834 – Platt und missmutig.

Diese monatlichen Stimmungsschwankungen sind etwas anstrengend, auch heute wieder. Je normaler der Zyklus*, desto schlimmer das PMDS, desto früher will ich also Leute anlasslos langsam zu Tode foltern. Was, das vermute ich allerdings nur, eigentlich eine Projektion meines – genauso anlasslosen – Selbsthasses ist. Hormone. Geile Sache.

Jetzt liege ich also auf dem Sofa und hoffe, dass ich noch mal hoch komme, sehe da aber die ein oder andere Herausforderung drin. Ich muss aber noch so viel, Pizzateig machen zum Beispiel, und Sport machen. Ich möchte aber ein weiteres Schokoladeneis (eins hatte ich schon beim Arbeiten) und schlafen, schlafen, schlafen, auf dass die Laune morgen besser ist. Als würde ich nie dazu lernen, weil die Laune einfach nicht von sich aus besser werden wird, weil die Hormone erst kurz vor der Periode fertig sind damit, mir die Laune zu verhageln. Biologie. SO SCHÖN.

(Ach würd ich nur hormonelle Verhütung besser vertragen. Aber das ist es nicht wert.)

Dabei war heute gar kein schlechter Tag, so insgesamt. Wir inspizieren wieder, und zwar zum Ausprobieren Teil-Remote. Wir gehen schon vor der eigentlichen Inspektion einen ordentlichen Batzen Dokumentation durch, treffen mit dem Hersteller auch schon mal detaillierte Absprachen, was wir alles noch anschauen wollen, damit die entsprechend vorausplanen können, wer wann erreichbar oder vor Ort sein muss und eventuell Leute instruieren können, Verfahren xyz zusätzlich zu ihrem eigentlichen Spezialgebiet abc zu präsentieren. Wir versuchen dadurch, Zeit On-Site zu sparen und auch Kontakte On-Site zu minimieren. Das macht für uns unterm Strich leider mehr Arbeit, aber so ist das eben 2020. Ich finde es allerdings tatsächlich spannend, neue Wege auszuprobieren und es war auch offen gestanden eine wahre Wohltat, wieder ganz stinknormale Inspektionsaufgaben zu erledigen. Insofern war der Arbeitstag gut.

Jetzt muss ich nur noch, aus Gründen, wie so eine Löwenmutter drum kämpfen, dass unser neuer Kollege, der in eineinhalb Wochen anfängt, nicht ganz allein in eine andere Etage gesetzt wird. Herrje. Wer denkt sich sowas aus???**

___

*Ich habe jetzt ab und an anovulatorische Zyklen. Das ist in meinem fortgeschrittenen (hahaha) Alter wohl normal, finde das trotzdem nicht unbedingt amüsant.

**HR.

Tag 1833 – Nicht viel los gewesen.

Alltag halt (yeah!). Homeoffice mit vielen Meetings und emails. Michel hat’s in der Schule mit dem Fuß übertrieben und jetzt ist der Fuß wieder ein bisschen dick und tut auch wieder weh. Michel war nach der Schule im Hort und die waren wieder bei der Betreuerin mit den Pferden, diesmal haben wir ihm aber Ceterizin mitgegeben und die Betreuer*Innen instruiert, dass er eine halbe davon nehmen soll, bevor sie los fahren. Das hat gut geklappt und Michel konnte dann sogar ein bisschen Sulky fahren. Pippi war im Kindergarten und die haben einen Ausflug nur mit den Vorschulkindern gemacht. Dementsprechend platt war Pippi aber nachmittags. Abends Sport mit Herrn Rabe und uns tut inzwischen alles weh vor Muskelkater aber das ist das gute Wehtun, nicht das verspannte Homeoffice-blöde-Stühle Wehtun.

Jetzt Bett. Die neue Unsicherheit angesichts steigender Fallzahlen überall frisst viel meiner Energie und ich brauche wieder mehr Schlaf. Gute Nacht!

Tag 1829 – Dies und das.

Ich war heute relativ viel alleine und das war schön. Erst war ich bei der Friseurin, jetzt sehe ich etwas anders aus als vorher:

Undercut und Jutebeutel…

Dann bin ich ins große Einkaufszentrum gefahren, dabei habe ich laut Musik gehört (wieder einmal eine ausgeprägte Muse-Phase bei mir, ich liebe es einfach) und im Einkaufszentrum habe ich dann außer der Dinge auf der Liste (Federmappe für Michel, Anspitzer, Trinkflasche, Socken für Michel) noch Zeug für mich gekauft, nämlich einen Arbeitsrucksack, der nett aussieht, bequeme Gurte hat und in den mein Laptop samt Lade- und sonstigem Gedöns passt:

War im Angebot. Hätte ich vielleicht auch für den eigentlichen Preis gekauft, weil ich nach sowas schon länger erfolglos gesucht habe.

und Socken und Unterhosen. Alle 5 Jahre kann eine mal neue Unterhosen kaufen, finde ich. Zum ersten Mal habe ich gleich einen ganzen Satz gekauft, obwohl die einzeln und nicht im x-Fach-Pack verkauft wurden. Über sowas preislich nicht so sehr nachdenken müssen, ist schon sehr schön und auch privilegiert, ich weiß das aus erster Hand, leider. Als nächstes kaufe ich mir dann 10-20 Paar Falke-Socken (nein, Happy Socks können nicht gegen Falke anstinken, sorry). Bis dahin müssen es die Lindex-Socken tun, aber die haben in der Qualität leider stark nachgelassen, von den zuletzt gekauften 4 Paar lebt nach nicht mal zwei Jahren nur noch eines.

Abends habe ich dann mit Herrn Rabe erst die Bude gründlich gelüftet (Hitzewelle jetzt auch bei uns, aber voll im Rahmen mit knapp unter 30 Grad und nächtlicher, deutlicher Abkühlung) und dann Pippis Geburtstagskuchen gebacken, für die Kinderparty morgen. Es wird ein Regenbogenkuchen mit… naja. Interessanten Farben. Vom Regenbogen inspiriert. Oder so.

Leberwurst und grau dürfen halt in keinem Regenbogen fehlen.

In der Form sah es schon besser aus.

Ich werde berichten, wie es fertig gebacken aussah. Von außen schon mal gut, von innen gibt es eben erst morgen.

Tag 1828 – Wer kann da widerstehen?

Heute war Michel, aus Gründen, nicht im Sporthort. Pippis Kindergarten hat heute und Montag zu, Aber Pippi spielte den ganzen Tag mit und bei den Nachbarsmädchen, deren Kindergärten auch alle geschlossen waren. Michel nicht. Michel wollte unterhalten werden. Möglichst mit wenig bewegen. Ich hatte aber auch Pläne und so kam es, dass ich mit Michel zum Bauernhof fuhr, wo ich Gemüse erntete und Eier holte, während Michel im Auto ein Stück namens „Pro kil“ komponierte. Ich war nach dem Ernten gar gekocht – erst auf dem Feld bei 30 Grad und dann noch im Gewächshaus aka Riesensauna mit Kräuter-Tomaten-Gurkengrünaufguss – Michel hatte die Klimaanlage laufen und sehr viel Spaß. Ich hatte auch Spaß, so ist das ja nicht, ich krieche da gerne durchs Feld.

Diese wunderbare Insektenweide ist nicht rechtzeitig geernteter Brokkoli. Ja, aus den grünen Köpfen entwickeln sich die Blüten.
Roter Grünkohl, hübsch und lecker. Nein, man muss wohl heutzutage nicht mehr bis zum Frost warten, um Grünkohl zu ernten.

Ich werde noch Grünkohl-Missionarin. Das ist so lecker! Mjaaaamm!

Das war wie immer schön und mit ein paar rhythmischen Anpassungen ist auch „Pro kil“ ein cooles Lied.

Tag 1827 – Endlich wieder Blasen an den Füßen.

Herr Rabe musste heute alleine trainieren, denn ich war fremdsporteln. Meine Freundin M. (schon wieder ne M. Hmm also für die Referenz: die Nähmutter) hat organisiert, dass der Papa eines weiteren Kindergartenfreundes von Pippi und auch I. während der Sommerferien ein kleines Grüppchen Ex-Tanz-Mütter unterrichtet. Bei ihr zu Hause. Gestern lud sie mich dazu ein, ich guckte ein Video an, es sah beim groben Drübergucken ohne Ton aus wie HipHop, ich dachte „scheiß drauf, Hauptsache Tanzen“ und sagte zu.

Und so hatte ich dann etwas unvorbereitet eine Stunde in zeitgenössischem afrikanischen Tanz. Nix HipHop. (Was gut war, HipHop hab ich zuletzt vor mindestens 15 Jahren getanzt.) Es war richtig gut und sau anstrengend, der Lehrer hat ein ordentliches Tempo vorgelegt und die Musik wurde immer schneller. Die Musik hat mir auch sehr gut gefallen, aktuelle afrikanische Club-Musik kannte ich noch nicht, macht aber Spaß. Ich würde mich sonst wohl eher nicht zu afrikanischem Tanz anmelden, weil ich ganz schreckliche Cringe-Gefühle beim Gedanken an kalkweiße Nordeuropäer*Innen in erdfarbenen Gewändern, die sich zu Trommelmusik wiegen, kriege. (Diese Sorge ist nicht unbegründet, ich habe da viel Schlimmes gesehen, als ich noch deutlich aktiver getanzt habe. Da kannte ich den Ausdruck kulturelle Aneignung noch nicht, aber das hat wohl das Fremdschämen ausgelöst.) Heute waren aber keine erdfarbenen Gewänder zu sehen, nur schwitzende Mittdreißigerinnen und ein gut gelaunter und sehr professioneller und auch schwitzender Tanzlehrer, der uns Ex-Ballerinas geduldig sozusagen immer tiefer in den Boden drückte. Mit guter Laune und ohne Erbarmen. Kurz was trinken und dann nochmal und nochmal und nochmal. Der Schweiß lief, aber nochmal und nochmal und so lange bis die Choreografie sitzt und dann noch mal so lange bis die Konzentration zu sehr nachlässt und man wieder anfängt, sich zu vertun. Dann kurz was anderes zum Hirn auflockern und dann noch drei mal. So muss ein gutes Tanztraining sein.

Ich hab sicher 2 Liter Wasser ausgeschwitzt, laut Uhr 497 kCal verbrannt, mir an jedem großen Zeh eine fette Blase geholt und habe eine Stunde lang zwar sehr viel geschnauft, aber auch fast durchgehend gegrinst. Herrje, wie mir das Tanzen fehlt. Herrje, wie albern glücklich mich das macht.

(Netter Nebeneffekt: bis auf die Blasen tut mir endlich mal wieder NICHTS weh. Einmal alles durchgeschüttelt.)

Hach ja. Vielleicht sollte ich mich doch in der Tanzschule anmelden. Dann kann ich halt die Hälfte der Termine nicht. An der anderen Hälfte hab ich aber Spaß.

Tag 1824 – Uffz.

Ein etwas zäher aber im Großen und Ganzen ereignisloser Arbeitstag liegt hinter mir. Was gut ist, in Covid19-Zeiten* als Medikamentenbehörde, denn das heißt, es brennt grad nicht überall die Hütte. Hinter Herrn Rabe liegt ein aufregenderer Arbeitstag, denn der hat heute bei einem neuen Kunden angefangen und arbeitet jetzt für das norwegische Finanzamt. Auch da macht er natürlich wieder irgendwas mit Computern, fragen Sie mich einfach nicht, sondern im Zweifel ihn auf einem Kanal Ihrer Wahl. Morgen ist er auch wieder im Büro und ich fahre auch ins Büro, aufregend, alle aus dem Haus!

Hier ist der Spätsommer noch mal im vollen Gange. Generell nicht meine allerliebste Jahreszeit aber es ist wenigstens warm und sonnig und die Hitzewelle bedeutet für uns bis knapp unter 30 Grad mit dem üblichen Wind – es ist sehr gut auszuhalten. Selbst die gestrige Gartenarbeit ging sehr gut bei dem Wetter.

Herr Rabe hat heute mein Sportprogramm mitgemacht, das möchte er jetzt öfter machen, er ist nämlich neidisch auf meine schicken Muckis schmerzfreien Schultern. Es hat auch echt Spaß gemacht, nicht alleine zu sporteln. Meine Beine sind jetzt zwar der totale Pudding aber von nichts kommt ja nichts, auch keine starken Oberschenkel.

___

*die norwegischen Zahlen deuten den Beginn einer zweiten Welle an. Tourismus, Studentenfeiern, Familienzusammenkünfte. Schkotze ehrlich gesagt, und sehe schon unseren Inspektionsplan für den Herbst wanken. Das wäre gelinde gesagt uncool, denn das ist ja alles nur aufgeschoben und wird eh durch den Backlog von März-Juni schon einigermaßen stressig.

Tag 1820 – Eigentlich.

Ich müsste eigentlich schlafen. Heute auf dem Heimweg bin ich fast über dem Versuch, im Zug die ICH Q9 (Quality Risk Management) zu lesen, eingeschlafen. Ist ja fast immer kein Problem, außer halt man sitzt im Zug nach Lillehammer. Dann wacht man halt im Zweifel in Lillehammer auf, und da will man nicht sein. Ich saß natürlich im Zug nach Lillehammer, nachdem ich eigentlich den Zug zehn Minuten früher nehmen wollte. Das hätte eigentlich auch geklappt, aber ich muss mich noch an neue Routinen gewöhnen, unter anderem daran, dass das Verlassen meines Arbeitsplatzes wegen Infektionsschutzmaßnahmen (Schreibtisch weitgehend leer räumen, private Dinge einschließen, alles in die Spülmaschine räumen, was man angefasst hat und spülmaschinenfest ist, Schreibtisch abwischen) länger dauert. Meine Blase kommt auch noch nicht ganz mit den eigentlich normalen und leider über die Ferien etwas schleifen gelassenen drei Litern Wasser am Tag klar, also muss ich eh noch mal aufs Klo, danach ausgiebiges Händewaschen, Hände desinfizieren – schwupps, sind mindestens fünf Minuten mehr rum als eigentlich üblich.

Eigentlich würde ich auch gerne nähen, bin aber zu müde. Eigentlich müsste ich auch die Schneckenerde tauschen, aber dito.

Eigentlich würde ich über diese ganzen Pläne, die ich nicht einhalte, mich vermutlich fertig machen. Aber das versuche ich zu lassen, weil das eigentlich alles relativ egale Pläne sind oder waren. Ich gehe einfach gleich ins Bett und dann ist morgen, Überraschung, auch noch ein Tag. Mit Homeoffice, das minimiert die Chancen, im Zug einzuschlafen, drastisch.

(Eventuell einer, bei dem ich bei der Hausärztin anrufen muss, weil es in meinem Hals kratzt, was ich sehr unpassend von meinem Hals finde, so vier Tage nach einer Fahrt mit einer Fähre, fünf Tage nach Aufbruch aus Deutschland. Vielleicht habe ich aber auch einfach ein bisschen zu trockenes Brot gegessen.)

Tag 1819 – Homeoffice.

Morgen fahre Ich wieder ins Büro. Zu Hause komme ich echt schlecht aus dem Quark und NOCH dürfen wir im Büro arbeiten, wann wir wollen, NOCH ist der ÖPNV selbst zu den Stoßzeiten halbwegs leer, NOCH ist die zweite Welle nur auf den scheiß Kreuzfahrtschiffen nicht da, NOCH geht das also alles relativ gut. Ich trage übrigens im ÖPNV freiwillig eine Community Mask, einfach so, weil ich’s kann, weil es eventuell wen schützt, den Covid19 vielleicht härter treffen würde als mich (ich bin ja nun wirklich nicht Risikogruppe, auch wenn das natürlich keine Garantie ist, dass ich nicht draufgehen würde, Statistik eben) und weil ich mit gutem Beispiel voran gehen möchte. Ich bin ohnehin sicher, dass eine Maskenempfehlung auch hier noch kommt. (Reines Raten. Ich weiß auch nicht mehr über sowas als die Durchschnittsnorwegerin.)

Vor lauter Trägheit heute habe ich mich kaum bewegt und abends tat mir direkt wieder die Schulter weh. Es ist doch zum Mäusemelken. Jetzt, nach einem Schulter-Arme-Nacken-Oberkörper-Workout, geht es wieder besser. Trotzdem nervt mich das ungemein.

Apropos Workout: ich finde echt schade, dass ich Mitte dreißig werden musste, um erkennbar trainierte Arme an mir und auch anderen Frauen schön zu finden. Vor zehn Jahren noch habe ich mich beim Fitnesstraining in der Uni allen Armübungen widersetzt, weil ich ja schnell Muskeln aufbaue und wirklich Angst hatte, einen Bodybuilderinnenkörper zu bekommen. So ein Quatsch, denke ich heute, her mit den Muckis, überall, grade an den Armen und den Oberschenkeln – mit meinen immer schon muskulösen Beinen habe ich auch sehr lange gehadert. Gut, es wär halt auch mal schön gewesen, hätten mir Stiefel gepasst, zu Zeiten, als ich gerne Stiefel haben wollte. Geht halt nicht, deshalb habe ich genau zwei paar Stiefel: ein gebraucht gekauftes und quasi vorgedehntes Paar braune Lederstiefel, das ich so gut wie nie trage, und Gummistiefel. Aber für Leute wie mich wurden Stiefeletten erfunden und da habe ich diverse.

Sport macht müde. Oder frühes Aufstehen. Oder beides. (Gute Nacht!)

Tag 1818 – Back in the Game.

Ach, eigentlich war das Arbeiten heute sogar ganz schön. Ich fuhr ins Büro, da war es leer und leise, was mir Zeit ließ, mich zu akklimatisieren. Zum warm werden ging ich alte Inspektionen durch, überprüfte, ob meine Kollegin die abgeschlossen hat und fütterte daraufhin die Dokumentenvernichtungstonne mit den entsprechenden Unterlagen. Sehr viel Papier fand da heute den Weg rein und jetzt habe ich viel viel weniger Papier zu Hause und auch deutlich weniger im Büro. Ich liebe Wegwerfen. Was ich sonst noch so gemacht habe: Schreibtischstuhl beschriften, Passwörter ändern, Festplatte und Cloudspeicher aufräumen, Daten synchronisieren, To-Do-Liste aufräumen und neu aufsetzen, Kalender pflegen, und das gar nicht so schlimme Projekt Inbox Zero. Ein easy Start.

Beim Mittagessen mit meiner einzigen Kollegin, die da war, habe ich gemerkt, dass mir das Soziale schwer fällt nach all der Zeit. Ich hoffe, sie nimmt mir nicht übel, dass ich bei der Unterhaltung mit ihr die meiste Zeit an ihr vorbei aus dem Fenster geguckt habe. Es ging nicht anders.

Trotzdem ein guter Tag. Ich mag meine Arbeit. Ich hab’s eh gerne sauber und ordentlich und kein Papier auf dem Schreibtisch und ich reinige auch gerne meine Tastatur mit Desinfektionsmittel. Dann noch für eine Gesundheitsbehörde arbeiten dürfen. Besser geht’s doch eigentlich nicht.

Nachmittags habe ich das gute Wetter genutzt, um die Meerschweinkiste sauber zu machen. Drei Meerschweinchen pullern ja doch deutlich mehr als eins. Muffin hat immerhin keine neuen Bisswunden.

Pippi schlief wohl heute im Kindergarten ein. Hatte sie trotzdem immerhin um halb neun im Bett – war halt ein langer Tag nach langen Ferien. Michel konnte leider nicht vor halb zehn einschlafen, aber momentan freue ich mich immer, wenn er kuscheln oder normal erzählen will, dann schreit er mich wenigstens nicht wütend an. Think pink.

Tag 1817 – Zu Hause ist’s doch am schönsten.

Endlich wieder zu Hause. Mein Kopfkissen, meine Matratze, mein Kühlschrank mit meiner Ordnung. Meine Kaffeemaschine (fürs nächste Mal: die funktioniert am besten, wenn man sie einstöpselt).

Morgen ist mein Urlaub vorbei und ich mag nicht, irgendwie. Vielleicht sind fünf Wochen Urlaub zu lang. Ich fühle mich, als wäre ich komplett raus.

Das heißt auch, früh aufstehen. Ob ich das noch kann?

Michel und Pippi gehen morgen wieder in ihre Betreuungseinrichtungen. Michel in den Hort, Pippi beginnt ihr letztes Kindergartenjahr. Nur noch ein Jahr Kindergarten für sie, und damit auch für uns als Familie. Das fühlt sich seltsam an.

Die Meerschweinchen hatten eine gute Woche ohne uns. Alle drei haben ein bisschen zugenommen, sogar Muffin, obwohl der offenbar ein bisschen auf die Mütze bekommen hat. Irgendwer hat ihm wohl ordentlich in den A… gebissen. Ich vermute, Pølse war’s, die ist nämlich sonst die Königin, Muffin scheint das aber nicht uneingeschränkt so zu sehen. Vermutlich hat er aufgemuckt und den Hintern versohlt bekommen. Passiert bei Rudeltieren, muss ich dann mal ein Auge drauf behalten, sowohl ob alles heilt wie es soll als auch ob sie die Rangordnung bald mal geklärt bekommen.

Mehr habe ich nicht zu erzählen. Pippi wäre sicher sauer, wenn ich schreiben würde, dass ihre Eltern nachts den von ihr gemopsten und versteckten Schlüssel eine halbe Stunde lang im ganzen Haus gesucht, schlussendlich aber auch gefunden haben. (Dieses Kind, ey!)