Tag 349 – Wie es war in Bildern. 

Wir sind wieder da, liegen in richtigen Betten mit richtigen Matratzen und wir haben W-LAN und so. Die gefühlten sechs Tonnen Einkäufe sind auch verräumt, also hier die versprochene Nachlieferung an Bildern.

Erstmal was vom Campingplatz.

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Schon schön hier. 😍

Noch eine Bemerkung zur Hardware: Das Zelt ist gut, blitzschnell ‚aufgebaut‘ und für drei Erwachsene geräumig. Für 2 Erwachsene, ein wühlendes Kleinkind und ein kuschliges Kleinstkind ist es so lala geräumig. Aber dann gibt’s irgendwann, wenn die Kinder groß genug sind um im eigenen Zelt zu schlafen, das Update auf ein weiteres Zelt nur für die Kinder. Dunkel ist es innen auch. Luftig nur, wenn man die Belüftungklappen aufmacht: dann ist es aber nicht mehr dunkel. Ab sechs Uhr morgens hat man also trotzdem Pest oder Cholera.


Dann wären wir ja im Zoo, davon gibt es wenige Bilder, weil ich beschäftigt war mit den Kindern, dem Kinderwagen, den Wasserflaschen, den Bananen…

Aber im Freizeitpark hatte ich ungewollt viel Zeit, zum Beispiel um dieses „Kunstwerk“ zu bewundern.


Vor dieser Bahn stand ich gefühlte Ewigkeiten, weil Herr Rabe  Michel eine Runde nach der anderen darauf drehen wollte – aber nicht alleine.

Währenddessen regnete es auch ein bisschen. Pippi findet die Regenpelle aber eher so mittel.


Dann drehten Herr Rabe und Michel noch eine Runde mit einem Zug durch den gesamten Zoo. Pippi wuchs derweil an einem potthässlichen Zug-Dings fest (Züge! Überall Züge in diesem Park!)


Detailaufnahme.


Währenddessen wurde mein Gehirn von der dämlichen Musik püriert und ich war auch irgendwie sehr froh um die Tetanusimpfungen von Pippi.

Nach dem Park wollten die Kinder unbedingt Baden. Es war echt kalt. Das juckte die Zwei aber nicht im geringsten. Heute sind wir alle erkältet. Tjanun.

Michel hat seine Badehose selbst angezogen.

Nach dem Baden grillten wir unter anderem Würstchen aus Quorn: einer Proteinmatsche aus irgendeinem Pilz. Schmeckt ganz ok, aber die Tofuwürstchen die wir immer haben finde ich besser. Michel ist das egal, Hauptsache es sieht aus wie Pølse, dann isst er es auch. Die norwegischen Pølse kaufen wir nur nicht weil wegen Fleischabfälle, zusammengematscht mit Salz und Wasser… Nee, dann lieber Tofu. Oder eben Quorn.

Die Kinder waren dann früh im Bett, wir saßen noch vorm Zelt und tranken schwedisches Bier (nur 11:40 SEK! Und die Marke, die sich im Auslandssemester durch extensives Testen als beste in der Geschmack-Kater-Bilanz herausgestellt hat, gibt es noch! <3). Das war sehr schön.

Heute wurde dann nur noch gepackt, eingekauft (der Durchschnitts-Norweger kauft billiges Fleisch. Wir kaufen Käse, Olivenöl, Essig, Milch, Eier, Limettensaft, Speisefarbe und Schokolade. Alle kaufen Alkohol) und Abfahrt. Die Fahrt zog sich dann eeeeeewig. Schon alleine an zwei Baustellenampeln standen wir gut 15 Minuten (jeweils!). Führt übrigens auch nicht grad zu guter Rotphasen-Compliance, die Ampelphasen möglichst lang zu machen *hust*. Und für Eltern mit einem Wieso-bewegt-sich-das-Auto-denn-nicht-ich-schrei-jetzt-alles-zusammen-Kind ist sowas eine Zumutung. Zusätzlich goss es einen Großteil der Fahrt wie aus Kübeln, ich bekam wegen schlagartig beschlagender Scheiben im Tunnel dezent Panik und überhaupt, blöde Fahrerei.

Nun ja. Wir sind jedenfalls wieder zu Hause, haben eine der 10 SEK/kg Zucchinis gesessen, Michel hat seinen Dinosaurier fertig ausgebrütet und zeigt ihm jetzt die Welt (da schreibe ich mal gesondert drüber) und das ist sehr niedlich, die Schnecken leben auch noch, also: alles gut. Und wenn nicht, hilft Ignorin.

Tag 348 – Penis!

Heute ziemlich viel Peniscontent über den Tag verteilt. Lag zum Einen an der etwas merkwürdigen Musikauswahl des Frösö Zoo-Tivolis (deutscher Ballermann-Schlager. Grauenvoll. Gehirnzerfressend. Sexistisch ohne Ende, gegenüber Männern (dauergeil und gefühlskalt) und Frauen (nur gutaussenhend und gut zu f***en, nen Charakter haben die nicht) gleichermaßen. Und sexually explicit. Sehr.) und zum Anderen an, ach, lassen wir das. 

Schweden jedenfalls ist sehr schön (wie immer), total günstig (aus norwegischer Perspektive) und auch das Wetter ist bisher bestens. Der Zoo war so, naja, Zoo halt, eingesperrte Tiere und so, dafür aber sehr sauber und groß und die Tiere machten einen sehr gesunden und faulen Eindruck. Der Tivoli im Zoo war grauenhaft. Rostige Gefährte, schreckliche Beschallung, überteuert. 

Morgen geht’s zurück und dann werden auch Bilder nachgeliefert. Ich hab nämlich weder W-Lan noch ist der Akku voll genug zum Hochladen. 

Tag 343 – Sommer!

Morgen wird Sommer. Also morgen wird der Sommer sein, vielleicht übermorgen noch ein bisschen, aber ich mache mir nicht allzu große Hoffnungen, dass es dann wochenlang schön bleibt. Da man so kurze Sommer ja nutzen muss, werde ich morgen nur super fix zur Arbeit fahren, meine Zellen ein bisschen betüddeln und dann wieder abdüsen und den Tag mit der Familie und meiner Schwägerin, die heute spät abends noch kommt, am See oder am Fjord verbringen. Mit allem drum und dran und Grillen und Baden und allem Scheiß. Das wird toll und dafür liebe ich Norwegen sehr: jeder, der morgen bei der Arbeit länger als unbedingt nötig rumhängt, wird schief angeguckt werden. Anwesenheitskultur? Nicht bei 28 Grad! 

Und damit ich morgen wirklich nur die paar Futzisachen machen muss, habe ich heute den ganzen Rest der To-Do-Liste weggearbeitet, die Proben die ich gestern gemessen hab ausgewertet, in die Tischkante gebissen und die Hälfte der Daten aus der Auswertung geschmissen hübsch fertig gemacht mit Diagramm und allem Schnubbeldibupp und an die „Auftraggeber“ geschickt. Gedöns vorbereitet für Freitag (auch da werd ich nicht allzu lange arbeiten, es ist ja Pippis Geburtstag) und dann habe ich eineinhalb Stunden damit zugebracht, den Kram, den ich in den letzten zwei Wochen gemacht habe in mein Laborjournal nachzutragen. Manche Sachen lerne ich wohl einfach nie. Zum Beispiel, dass es viel einfacher (und genauer und schneller) ist, am Ende vom Arbeitstag 5 Minuten was aufzuschreiben, als dann hinterher ewig dazusitzen und zu überlegen „Wann hab ich denn nochmal das gemacht? Am Donnerstag? Nee, kann nicht sein, weil dann hätte ich ja am Freitag…“. Alle paar Wochen nehme ich mir wieder aufs Neue vor, es nicht wieder schleifen zu lassen und Tadaaa: sechs, acht Wochen später sitze ich wieder kopfkratzend in meinem Büro. 

Egal. Morgen ist Sommer. 

(Ich habe sogar, weil sonst keiner da war, als ich nach Hause kam, schon mal meine Sommerkleider gebügelt. Ja, Mehrzahl, dann ziehe ich mich eben dreimal um morgen. Jahaaaa, gebügelt! Ich! habe gebügelt*. )

*hier Tom Hanks in Cast Away vorstellen, wie er ausruft „ICH habe FEUER gemacht!“. 

Tag 342 – Entscheidung? Pending. 

Ich habe heute endlich die Proben gemessen. Ergebnis gibt’s morgen, ist aber auch eigentlich egal, Hauptsache es kommt irgendwas dabei raus, sind ja nicht meine Proben. 

Was ich mit der Hochzeit mache, weiß ich aber immer noch nicht. Herr Rabe brachte jetzt ins Spiel, doch ohne Pippi zu fliegen und dafür nur bis Samstag zu bleiben. Tja. (Falls Sie dachten, hä, wieso sieht die denn ihre Cousine nur alle  Jubeljahre mal, Portugal ist doch nicht soooo weit weg? – Meine Cousine und ihr jetziger Freund, bald Mann, wohnen in Canada. Die heiraten nur in Portugal, weil seine Familie da her kommt. Canadier haben auch ungefähr keinen Urlaub, sodass sie nicht mal zu Weihnachten regelmäßig kommen kann.)

Tag 341.2 – Dicke Finger. 

Ich so: Dicke Finger.

Egal. Also jedenfalls rief ich meine Omi an, in der sicheren Annahme bei Nennung des Preises aus dem Schneider zu sein, weil leider leider so furchtbar teuer. 

Meine Omi fand das günstig. Und sie stünden zu ihrem Wort. 

Und jetzt weiß ich auch nicht. 

1. scheint meine Omi ein gewisser Realitätsverlust heimzusuchen. 

2. drei Tage Portugal, gutes Wetter, gutes Essen, Wein, Feierei…

3. meine Cousine hab ich auch schon über drei Jahre nicht gesehen. Und wir standen uns mal sehr nah.

4. Flugzeuge. Ich hasse Flugzeuge. 

5. Donnerstag hin, ganzen Tag eigentlich unterwegs sein, Freitag Nachmittag Trauung, Feiern bis spät (mit Pippi umgebunden oder wie?), Samstag durchhängen, Sonntag zurück. Uff. 

6. Montag arbeiten, Dienstag Michels Geburtstag, Mittwoch Uff, Donnerstag nach Deutschland, Freitag Uff, Samstag Hochzeit von Herrn Rabes Bruder. 

7. ok, wenn ich so drüber nachdenke, wärs ganz schön bescheuert. 

8. früher™ machte ich gerne augenscheinlich bescheuerte Sachen. 

Es ist echt schwierig. Ich könnte es auch würfeln. Moaaaann, erwachsen sein ist blöd. Kann das nicht wer für mich entscheiden?

Tag 339 – Der härteste Job Alaskas. 

To-Do-Listen Status: Wir haben uns heute aufgeteilt. Herr Rabe ging mit den Kindern einkaufen, besorgte einen Fenstersauger und ich nähte mich durch den Reperaturberg. Ein Teil für mich, sechs für Michel. Zwei sind noch in der Kiste, eins ist nicht so ganz fertig.

Mail an die Cousine ist auch geschrieben. Dabei verstand sie was falsch und geht scheinbar fest davon aus, dass ich und Pippi kommen. Tjanun, mal sehen.

Dann fuhren Herr Rabe und die Kinder zum Fjord, Krebse fischen. In der Zeit tat ich… auch lassen wir das. Jedenfalls hatte sich Michel gestern von einem Norweger zeigen lassen, wie man am besten Krebse angelt und sucht und hatte direkt Erfolg mit der neuen Technik.

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Fang des Tages

Auch einen Seestern haben sie gefunden.

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Der Sohn präsentiert einen seiner Seesterne.

Und als hätte sich Herr Rabe nicht eh schon für den allerbesten Mann und Papa der ganzen Welt qualifiziert heute, machte er danach Essen und:


Und würde es jetzt nicht in Strömen gießen, ich wette er putzte immer noch.

Ach so, vergessen: Gestern Nacht zwei Mal große Traurigkeit weil nicht mehr an Mama genuckelt werden darf. Aber dann an mich bzw. Herrn Rabe gekuschelt relativ schnell und ruhig wieder eingeschlafen.

Tag 338 – Procrastination running circles in my head

Morgen geh ich los und kauf‘ so ein Fenstersaugerding. Mich kotzt das an, dass unsere Fenster so abartig dreckig sind und nächste Woche kommt Besuch, den ich hier sonst leider nicht reinlassen kann möchte. Und mit so einem neuen Gadget lässt sich Herr Rabe viel besser zum Fensterputzen zwingen überreden. (Ich mach das nicht, ich hab Höhenangst und die Fenster auf der einen Seite gehen nur nach außen auf.)

Morgen fange ich an, Pippi nachts abzustillen. Dieses nicht-schlafen ist kein Zustand mehr. 

Morgen schreibe ich meiner Cousine, wo denn diese ominöse Hochzeit ist, damit ich endlich, endlich da absagen kann wegen bekloppt langer Anreise. 

Morgen schreibe ich der Versicherung unseren Kilometerstand.

Morgen melde ich mein Fahrrad im Fahrradregister an. 

Morgen schreibe ich meinem Chef ne Mail, und frage mal gewisse Dinge an (mein Name auf Artikeln, aus einem wirren Artikel zwei knackige machen…).

Morgen nähe ich den Reperaturberg weg.

Mir scheint, ich habe morgen viel vor. Aber heute mach ich nix mehr. 

Tag 337 – Nix. 

Ich habe heute keine Lust, was zu schreiben. An mangelndem Inhalt (Ärztinnen-Termin, Schwimmbadbesuch, Arbeitsspaß, Kitaferien, Pippis Geburtstag, …) liegts nicht, nur an der Motivation. 

Ach ja, was ich schon lange mal loswerden will: Menschen, die ihr mich auf euren Blogrolls habt: DANKE! Echt! Ich freu mich immer total, und bin auch ganz gerührt und werde rot und so, wenn ich mich bei euch finde! Dafür einen Haufen Liebe und <3!!!

Tag 336 – Das Terrarium. 

Heute sind die Schnecken umgezogen. Dass es überhaupt dazu kam ist für mich noch überraschend, doch fangen wir doch einfach chronologisch an. 

20.06. ca 20:45 Uhr: Ich bestelle ein Terrarium. Bei einem Anbieter, der die scheinbar selbst baut und ab 800 NOK Bestellwert kostenfrei (innerhalb Norwegens) versendet. Kurz vorher hatte ich mich nämlich sehr über einen Anbieter geärgert, bei dem die Terrarien an sich super günstig waren, bei dem sich aber nach einem ewig langen Anmeldungsprozedere herausstellte, dass er für den Versand 1500 NOK berechnete. 130 €. Ähh, nee. Jedenfalls erhalte ich auch gleich eine Bestellbestätigung und der Betrag wird auf meiner Kreditkarte reserviert (aber noch nicht abgebucht).

22.06. ich bestelle die Schnecken und hake bei dem Terrarienladen nach, weil ich nichts weiter gehört habe. 

22.06. spät abends: „Das Terrarium wird am 23.06. versendet.“

23.06. Der Betrag wird von meiner Kreditkarte abgebucht.

24.06. Ich besorge mit den Kindern ein Behelfsterrarium und alles was dazu gehört. 

28.06. Die Schnecken werden endlich losgeschickt. 

29.06. Die Schnecken sind da. Das Terrarium nicht. 

04.07. sehr früh morgens: Ich hake noch mal bei dem Terrarienladen nach. Immerhin ist inzwischen Geld geflossen. Mein Ton in der E-Mail wird langsam etwas weniger freundlich (Ich glaube aber nicht, dass Norweger das raushören, zumal im geschriebenen Wort).

04.07. später: „Die Bestellung wurde am 23.06. versandt. Ich melde mich heute Vormittag, wenn ich im Laden bin, nochmal.“

04.07. kurz vor Mitternacht: „Aus irgend einem Grund stand das Paket noch unbearbeitet bei der Post. Wir haben es jetzt auf die Reise geschickt.“ Immerhin kriege ich jetzt auch ne Sendungsverfolgungsnummer. Von der Geschichte glaube ich kein Wort, aber Schwann drüber. 

05.07. Das Paket soll laut Sendungsverfolgung heute noch ankommen. 

05.07. 15:45 Uhr: Das Paket ist immer noch in Stokke (südlich von Oslo). 

05.07. 18:32 Uhr: SMS von der Post „Das Paket wird verspätet geliefert, voraussichtlich am 06.07.

06.07. 06:03 Uhr: Das Paket ist im Trondheimer Verteilzentrum. 

06.07. Ich warte auf die Lieferbestätigung der Post, die per SMS kommen sollte. Das Paket wird nur bis zur nächsten Shop-im-Shop Post gebracht, da muss man es dann abholen. Das ist aber keine 300 m von uns entfernt, also wirklich kein Problem. 

07.07. Ich bringe ein anderes Paket zu einer anderen Post und frage mal dezent nach, wie es sein kann, dass ein Paket mehr als einen ganzen Tag durch Trondheim braucht. Trondheim ist ja bekanntlich nicht so wirklich groß. Ich bekomme den Rat, bei der Hotline anzurufen (schönen Dank für Nichts!).

07.07. 17:45 Uhr: Ich rufe bei der Hotline an und gebe die ca. 30-Stellige Sendungsnummer durch. Die Hotlinetante ruft im Laden an (um die Ecke, ne?) und bestätigt mir dann: das Paket ist da, man hatte vergessen, es zu scannen. 

07.07. 17:47 Uhr: Ich bekomme die Abholbestätigung per SMS. Herr Rabe und Michel gehen los, das Paket holen. Währenddessen bekomme ich drei (!) Anfragen „Wie beurteilen Sie das letzte Gespräch mit unserem Kundenservice?“, per Mail, per SMS und nochmal per SMS. Moaaaan!

07.07. spät: wir packen das Monstrum aus. Es ist in 10 cm dicke Styroporplatten verpackt. Michel haut mit seinem Hammer auf den Platten herum und verteilt Styroporkügelchen und -Fitzelchen in der ganzen Wohnung. Pippi isst ein paar davon. Ich trage sie weg und mache sie bettfertig, Herr Rabe packt weiter aus. Ich höre ihn fluchen und dann den Staubsauger holen. Das Terrarium an sich ist wie erwartet, allerdings ist die eine Tür kaputt. Und hat überall rumgesplittert. Wunderbar. 

08.07. früh: ich schreibe eine Mail mit dem Sachverhalt an den Terrarienladen. 

08.07. erstaunlich schnell: „Wie ist denn das Maß, dann schicke ich Ihnen eine neue Tür.“ Ich messe und schicke die Daten. 

08.07. abends: „Die Tür ist jetzt versandt.“ mit Nummer und allem. 

09.07. – 11.07. Die Tür ist unterwegs. 

09.07. Herr Rabe bringt den Styropormüll weg. 

11.07. diesmal kriege ich direkt eine SMS und ziehe mit Michel los, die Tür abholen. Und Eier kaufen. Dämliche Kombi: auf dem Heimweg balanciere ich die Eier auf dem wieder riesigen Styroporungetüm (mehr Müll! Yeah!). Es ist ein Spaß. Zu Hause packen wir aus und die Tür hat einen kleinen Kratzer und ein Minifitzel ist abgebrochen. Ist mir inzwischen egal, solange sie geht und das tut sie. Hurra. 

12.07. Ich versuche ein Regal aufzutreiben. Ärgere mich zwischendurch tierisch über die mangelnden Umgangsformen der Norweger. Finde aber am Ende doch eines. 

13.07. 16:45 ich mache mich mit Pippi auf, das Regal abholen. Die Tante wohnt mitten im Wald und es ist alles etwas gruselig. Zu viele skandinavische Krimis habe ich gelesen. Ich verfahre mich auch ein bisschen und lande beim Nachbarn, der mir ohne Schneidezähne, dafür aber drei mal erklärt, wie ich zu Nummer 160b komme. 

Trondheim. Fährste ne halbe Stunde aus dem Zentrum raus, biste im Nichts.


Das Regal passt um zwei cm nicht in den Kofferraum. Bzw. die Klappe geht nicht zu. Wir, also ich und die Verkäuferin (die mich nicht mit der Stichsäge, die zuerst noch auf dem Regal lag, zersägen wollte, puh!) versuchen alles, aber es geht einfach nicht. Zum Kofferraum zubinden habe ich auch nichts. Am Ende fahre ich mit locker aufgelegtem Kofferraumdeckel los. Ich fahre extra vorsichtig und passe auf die Buckel auf und fahre solange es geht nicht auf der Stadtautobahn, weil mir das nicht ganz geheuer erscheint. Irgendwann komme ich trotzdem zu Hause an. 

Und jetzt? Michel und ich haben eingerichtet und dekoriert („Den Stock auch noch, Mama! Und den! Und da auch so zum drauf klettern!“) und dann hieß es: Umzug!

In diesem Bild sind vier Schnecken versteckt. Findest du sie?

Papa-Schnecke hat beim Umsetzen das Auberginenstück einfach festgehalten. Na gut, dann darf sies behalten.


Ich hab dann das zweite Stück Sepiaschale auch noch reingelegt, nicht, dass den Schnecken das zu weit ist den ganzen Weg durch das Terrarium! (Ach, ich freu mich drauf, dass die größer werden!)