Tag 44

Es gibt jetzt eine blogroll-Langform. Jucheh.

Ich bin aber auch müde und so, deshalb nur fix was heute und gestern so war:

  • Das Kind hustet und schläft schlecht, will auf mir drauf liegen aber das geht nicht, weil da schon das Baby liegt. Außerdem knirscht es mit den Zähnen.
  • Ich schlafe dementsprechend schlecht bis gar nicht.
  • Statistikkurs war eher so meh heute wieder. Außer das Kollegin A. aus dem Urlaub wieder da ist und jetzt mit mir leidet. Und das Baby bewundert, wie niedlich es die ganze Zeit schläft (an mir dran).
  • Möglicherweise haben wir endlich einen Schnuller, der vom Baby akzeptiert wird. Das heißt, wir müssen jetzt vielleicht nicht mehr ständig unsere kleinen Finger ins Baby halten.
  • Das Baby hat heute beim Abhalten ins Waschbecken gekackt und das Kind damit schwer beeindruckt (das Kind saß auf dem Klo, deshalb das Waschbecken).
  • Gestern Barselgruppentreffen. Meine Bullshittoleranz wird sehr auf die Probe gestellt von der einen. „Also ich arbeite ja im Kindergarten, und das ist sooo ein großer Unterschied zwischen Mädchen und Jungen, Mädchen sind halt ruhiger und Jungs haben mehr Energie…“ Ich wünsche mir Valium oder dass ich nochmal deutlich besseres norwegisch kann, damit ich der mal auseinandersetzen kann, wie solche Annahmen erstens zustandekommen und zweitens durch Leute wie sie die sozial konstruierten Geschlechterunterschiede für die nächste Generation wieder zementiert werden.
  • In meinem linken Ohr piepts immer noch.
  • Hab ich erwähnt, dass ich müde bin?

Tag 43 – Zwei Monate

Liebes Baby,

jetzt bist du genau zwei Monate und zwei Minuten alt.
Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Das sagen immer alle, und es nervt, dass man es dauernd hören muss. Es nervt, weil es stimmt.
Du kannst schon deinen Kopf super selber halten, auch in Bauchlage drückst du dich richtig hoch, noch mit erstauntem Gesicht zwar, aber voller Begeisterung.
Du kannst dich auf die Seite drehen, aber nur wenn du nackig bist.
Du redest mit mir, Papa, dem Kind, dem Bienchen, dem Bärchen und allem, was dir freundlich gesinnt erscheint. Dein Vokabular reicht von Quietschen und Jauchzen über Höck und Grgl zu Ao.
Manchmal willst du deine Faust in den Mund stecken und du wirst super sauer, wenn das nicht klappt. Manchmal klappts aber auch und dann wird gelutscht, was das Zeug hält.
Wenn du pillerst machst du ein sehr lustiges Gesicht, als wolltest du von dem ablenken, was du gerade tust.
Wenn du stillst, sieht es aus, als würdest du mich aufessen wollen. Und es hört sich auch so an. Da bist du ganz konzentriert bei der Sache.
Deinen neuen Haaren kann man beim wachsen förmlich zusehen, auch der kleine Wirbel an der Stirn ist wieder sehr deutlich zu erkennen. Ich glaube, du wirst blond, wie das Kind. Und später dann braun, wie der Papa. Deine Augen werden jedenfalls langsam braun.
Das alles ist in zwei Monaten passiert. Und es fühlt sich an wie gestern, dass Herr Rabe und ich ins Krankenhaus fahren wollten, ich mich vorm Einsteigen ins Auto noch schnell an der Tür festhalten musste um eine Wehe zu veratmen und just in dem Moment der Nachbar vorbeikam.

Von meiner Elternzeit ist jetzt schon fast 1/4 rum.
In nochmal zwei Monaten kannst du, wenn du Bock hast, ab und an von unserem Essen naschen.
Noch vier Monate und wir können deinen ersten Zahn erwarten. Das Kind wird sicher genau verfolgen, was dein Zahnstatus so macht. Und da unser Argument ja immer ist „das kann das Baby nicht essen, es hat ja noch keine Zähne“, wird dir das Kind ab Erscheinen des ersten Zähnchens höchstwahrscheinlich alles in den Mund stecken, was es selbst gerne mag. Also alles außer Tomaten.
Wahrscheinlich wirst du in vier Monaten auch sitzen können und dann wird es Zeit für den Buggy. Falls du den denn magst. Ich trag dich sonst auch gerne noch ne Weile herum, aaaaber…
… noch fünf mal diese zwei Monate, die so schnell vergangen sind, und du wirst vielleicht laufen können. Und ein minibisschen sprechen. Es wird Sommer sein und dein erster Geburtstag. Ich werde Kuchen backen und ein Tränchen verdrücken oder zwei. Und kurz darauf wirst du in den Kindergarten gehen. Hoffentlich in den selben wie das Kind. Der ist nämlich ganz ganz toll. Trotzdem werde ich dann auch wieder ein Tränchen verdrücken.
Von der voraussichtlichen Wickelzeit ist auch schon ca. 1/15 rum. Hurra!

Ich möchte jetzt gerne die Zeit ein bisschen langsamer laufen lassen können. Im Moment vergeht sie mir viel zu schnell.

Deine Mama

Tag 41

Gespräche mit dem Kind.

Wir wollen herausfinden, wen wir zum Geburtstag einladen sollen. Das Kind wird drei, mehr als fünf dreijährige in einer 70 qm-Wohnung führen bekanntlich zu sofortigem Ertauben, aber so drei, vier dürfte es schon einladen.

Ich: Kind, mit wem spielst du denn gerne im Kindergarten?
Kind: *langes Nachdenken* Zug!
Ich: Jaaa, du spielst gerne Zug, aber mit wem denn? Wer spielt da sonst noch mit.
Kind: *guckt mich verständnislos an*
(Ok, schrauben wir die Ansprüche herunter.)
Ich: Wer geht denn noch so in den Kindergarten?
Kind: *zeigt mit seinen Fingern* So! Zwei!
Ich: Zwei Kinder gehen in den Kindergarten?
Kind: Ja.
(So kommen wir nicht weiter. Vielleicht direkter sein?)
Ich: Wen sollen wir denn zu deinem Geburtstag einladen?
Kind: *lacht und flüstert* Traktor!

5 Minuten später ist mit endlich ein Name eingefallen.
Ich: Den A. aus dem Kindergarten, magst du den?
Kind: *freudestrahlend* Neihein!

Solche und ähnliche Gespräche führe ich täglich und ich ziehe den Hut vor allen, die sich das mehrere Jahre lang in Vollzeit antun.

Tag 40 – Schwitzekind

Heute hab ich das Kind zum allerersten mal in eine Kindertanzgruppe gebracht. Wir sind dafür extra ganz früh (um halb acht) aufgestanden und sind dann zu dritt (Baby, Kind und ich) in das rosa Fitnessstudio gefahren. Mit dem Bus. Ich fand das auch sehr mutig von mir, ja. Wie dem auch sei, das Kind hatte sich schon ewig auf den Kurs gefreut, weil es tanzen einfach ganz ganz toll findet. Es musste natürlich sein Kleid anziehen, weil man „ohne Kleid nicht gut tanzen kann“. Ich sehe da noch Bedarf an einigen aufklärenden Tanzvideos auf Youtube mit normal™ gekleideten Menschen. Vorschläge willkommen.

In dem Kurs waren erwartungsgemäß ein Haufen kleiner rosa Ballerinas* aber auch viele Jungs, alle mit Eltern da, die meisten mit zwei Elternteilen, manche auch noch die Oma dabei. Unheimlich voll der Raum, Geräuschkulisse schon ohne Musik leicht belästigend. Da das Kind immer erst etwas schüchtern ist, musste ich die ersten 15 Minuten mit ihm an der Hand mitmachen, aber spätestens bei „und dann rennen alle ganz schnell im Kreis und wenn die Musik anhält stehen alle auf einem Bein!“ kam ich beim im Kreis rennen hinter dem kleinen Roadrunner nicht mehr hinterher und blieb einfach irgendwo stehen und sah dem Flitzer beim Rennen zu, während ich einen Riesen Haufen Rührungstränen herunterschluckte. Das müssen diese Hormone sein, aber ich hatte einfach die ganze Zeit Pipi in den Augen. Da rennt mein eben noch kleines Baby im Kreis, rudert wild mit den Armen, Kopf schon knallrot vor Anstrengung (ganz die Mama) und schwitzig in den Haaren und kann einfach nicht genug kriegen. Die Augen leuchteten so hell vor Freude, dass ich nicht mal mitbekam, dass ich beknackte Kinderlieder sang und fröhlich dazu klatschte und tanzte. Am Ende wollte das Kind auf gar keinen Fall nach Hause und ich sehe schon die Wutausbrüche kommen, wenn wir ihm sagen, dass der Kurs nur alle zwei Wochen stattfindet.

Aber mehr würden meine Nerven (und inkontinenten Tränendrüsen) auch nicht aushalten.

*Was ich beim Ballett trage? Strumpfhose (schwarz), Body, Hose die lang genug ist um die Cellulite zu verdecken, T-Shirt oder Top. Schläppchen (schwarz). Kein Kleid. Kein Rosa. Kein Tütü.

Tag 37 – Barselgruppe

Barselgruppe heißt übersetzt ca. Säuglingsgruppe und ist ein Angebot der Kommune, um frisch gebackene Mütter zusammenzubringen und soziale Kontakte herzustellen. Das klingt absurd, ist es irgendwie auch, aber bei den leicht antisozialen Norwegern notwendig, damit nicht jede Mutter hier anfängt zu bloggen alleine zu Hause hockt. Und bevor jetzt einer schreit „und die Väter???“: Nix da, Väter. Dieses Angebot richtet sich ausdrücklich nur an die Mütter. Leider.

Heute war ich also beim Barselgruppe-Treffen. Mit 8 anderen Muttis und 9 anderen Babys saßen ich und das Baby da und waren aufgeregt, also das Baby zuerst nicht weil es geschlafen hat. Als erstes ging es um die genauen Geburtsdaten. Wir stellten dann fest, dass alle unsere Babys innerhalb von 10 Tagen geboren sind, also alle fast gleich alt. Die Unterschiede zwischen den Babys überraschen mich immer wieder. Ein Baby wog schon bei seiner Geburt soviel wie meins bei seinem 6-Wochen-Checkup. Das sieht jetzt aus wie 4-5 Monate. Die Zwillinge sind natürlich viel viel kleiner. Obwohl (fast) ausgetragen. Wogen zusammen bei der Geburt so viel wie das Brocken-Baby. Aber auch zwei von den anderen Babys sind noch so winzig, dass mein Baby sie wahrscheinlich plattmachen würde, könnte es mehr als seinen Kopf heben oder die Hand anlutschen. Aber gut, die Babys sind natürlich niedlich und so, aber interessant sind für mich ja eher die anderen Muttis. Und wie soll ich sagen… Vielleicht eine, maximal zwei aus der Runde. Das reicht ja eigentlich auch, man muss ja nicht mit allen super dicke werden. Eine hat die ganze Zeit mit offenem Mund Kaugummi gekaut und in meinem Kopf sagte meine doofe Grundschullehrerin gemeine Sachen über Wiederkäuer. Eine ist Zahnärztin, ca. 40, erstes Kind, hypernervös mit dem Kind. Eine redete sehr viel, ist eigentlich nett, sagte dann aber so ganz falsche Sachen über Tragehilfen („Ach, voll doof, ich hab den Ergobaby gekauft und aber nicht den 360, da kann das Baby nicht nach vorne gucken, jetzt kann ich damit ja gar nix anfangen…“) und ich musste mir die Zunge nahezu abbeißen um nicht rumzuklugscheißern und mich gleich beim ersten Treffen unbeliebt zu machen. Die anderen aus der Runde nickten auch so verständnisvoll zu ihren Ausführungen, da muss ich an meiner Bullshittoleranz arbeiten, wenn wir uns öfter treffen. Oder mit sehr guten Argumenten Überzeugungsarbeit leisten. Also besseren als „Aber das ist ganz FALSCH!“. Eine weitere Mutti ist ziemlich langweilig, zwei sind etwas weniger langweilig, waren heute sehr still, aber das war ich auch. Eine Mutti ist aus den USA und hat einen sehr charmanten Akzent. (Sicher charmanter als meiner.) Wir werden sehen, was draus wird, jetzt legt die eine erstmal ne Facebookgruppe an und dann können wir zusammen spazieren gehen und/oder Kaffee trinken und/oder uns in unseren Zuhausen besuchen.

Nach dem Treffen hab ich das Kind abgeholt. Das war heute in einen Wasserlauf gefallen. Was ich total super finde an Norwegen, ist dass die mit den Kindern ganz viele Sachen draußen machen, die in Deutschland fast gar nicht denkbar wären. Heute sind sie zum Fjord gefahren, haben Krebse aus dem Wasser gefischt und Algen, sind herumgekrabbelt auf den Steinen und die Mutigen sind auf Bäume geklettert. Die ganz Mutigen auch ganz hoch. Das Kind hat sich noch nicht so ganz getraut, aber das kommt sicher noch. Dafür hat das Kind halt an so einem Tümpelchen gespielt und mit dem Betreuer ein „Boot“ fahren lassen, eigentlich nur ein kleines Brett. Irgendwann wollte das Kind dann wohl auch Boot fahren und der Betreuer konnte es nicht mehr stoppen, da stand es schon auf dem sinkenden Boot und fiel in das knietiefe Wasser, kippte nach vorne und landete auf allen vieren. Im Bus haben die Kinder alle Wechselklamotten, nur Schuhe hatte es nur die, die es angehabt hatte und die Jacke war auch nass, aber das war wohl ganz am Schluss und sie wollten eh fahren.

Das Kind und ich haben dann zu Hause erstmal Wäsche gewaschen. Dann gabs Bratnudeln für die Fressmaschine zum überbrücken und zum Abendessen Blumenkohlsuppe. Das Kind fand es „fempegodt“ („fuperlecker“) und wollte danach mal wieder nur von mir vorgelesen bekommen. Danach war ich auch wieder motiviert für den letzten Rest der Statistik-Übungsaufgaben. Jetzt bin ich damit fertig und gehe gleich ins Bett, das erste mal seit tausend Jahren vor 22 Uhr.

Tag 36

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Das Baby hat seinen Gesundheitscheck heile überstanden. Die Mama auch. Nächste Woche folgt die Impfung gegen Rotaviren. Ich bin gespannt. Rotaviren verursachen Magen-Darm-Infekte. Magen-Darm ist die Pest, niemand braucht Magen-Darm, also immer her damit. Und wenn das Kind jemals trotzdem Magen-Darm bekommt, schreie ich ganz laut, dass Impfungen nicht wirken.

Spaß.

Der Aufregendere Teil des Tages war ja ohnehin der Besuch der Kollegin C. Wir hatten einen netten frühen Nachmittag, ich glaube, sie war genauso aufgeregt wie ich, wir tranken Tee und sie hatte offensichtlich Redebedarf was die Geburt ihres Kindes angeht, also ließ ich sie erzählen. Wenig überraschend: auch hier fangen die Schuldgefühle von wegen „nicht geschafft“ schon bei der PDA an. Dabei hatte sie wohl stundenlang schon Presswehen bei noch nicht vollständiger Öffnung und sehr kurze und nicht schmerzfreie Pausen zwischen den Wehen über lange Zeit. Versteh ich nicht, dass frau dann denkt, sie hätte es „nicht ganz geschafft“. Das Kinder gebären ist doch kein Wettbewerb, in dem Doping verpönt ist. Ich meine, wo fängt man dann an bei der Schmerzlinderung und wo hört man auf? Sagen dann unsere Kinder irgendwann „Ich habs ja leider nicht ohne Hypnobirthing geschafft, ich hätte den Schmerz gerne so ganz unmittelbar erlebt, aber naja, Hauptsache gesund…“? Natürlich ist es doof, dass man mit der PDA nicht mehr die freie Wahl hat, was Geburtsposition und so angeht (ich kenne zumindest niemanden, bei dem das mit der „walking“ PDA einwandfrei funktioniert hätte, irgendwie wurde bei allen mindestens ein Bein taub oder der Kreislauf war nicht mehr auf der Höhe oder was weiß ich. Oder es gab gar nicht erst ne Wirkung.) und ich war auch bei der ersten Geburt traurig, dass ich nicht mehr ins Wasser durfte mit dem Schlauch im Rücken. Aber das sind eben Nebenwirkungen einer sehr potenten Schmerzbehandlung, im Idealfall wird man darüber frühzeitig aufgeklärt und kann dann eine informierte Entscheidung treffen, ob man das in Kauf nehmen will. Aber bald müssen sie wohl in den Informationsbogen einen Satz aufnehmen: „Eine häufige Nebenwirkung sind verstärkte Schuldgefühle wegen des vermeintlichen Nicht-Schaffens einer natürlichen™ Geburt“.

Nun ja, soviel zu dem Treffen. Vielleicht eine Muttifreundin. Wir werden sehen.

Eine andere (schon etwas engere) Muttifreundin treffen wir am Sonntag wieder, des Kindes Fahrradfahrkumpel E. wird nämlich drei. Wohoo. Ich hasse ja Kindergeburtstage und sehne den Tag herbei, wo man das Kind da einfach abliefert und Schnaps Kaffee trinken geht. Aber wir können uns hoffentlich Inspiration einholen, was das Feiern von dritten Geburtstagen angeht, weil das Kind ja auch bald Geburtstag hat. Also, falls wir das Kind nicht bis dahin verkauft haben. Es muss grad wieder so ne Phase oder ein Schub oder sonst was los sein (Gebiss ist vollständig, das kanns nicht sein), jedenfalls ist das Kind ziemlich, ähhh, nervtötend die meiste Zeit. Aber dann stopft es im nächsten Moment die Babydecke fest, damit die „nicht wegfliegt und das Baby traurig wird“ und dann wird mir doch wieder ganz warm ums Herz.

Tag 34

Am Donnerstag ist Statistikkurs-Übungsaufgaben-Besprechungs-Pflichttermin.
Bis dahin muss ich also die Übungsaufgaben gemacht haben.
Meh.
Hab dann jetzt endlich mal so richtig damit angefangen. Die sind ok aber aufwändig und für eine muss ich tatsächlich ins Büro an meinen Mauslosen PC (jemand hat meine Maus geklaut! Noch nicht mal zwei Monate weg, und jemand klaut einfach meine Maus!), jemandem seine Maus klauen und da dann die blöde Aufgabe mit ihren drölfzig Teilaufgaben machen, weil ich dafür SPSS brauche und das hab ich zu Hause nicht. Excel hängt sich wegen schierer Überforderung auf und für die free online Version müsste ich erst mal eine GNU-distrbution haben und für die reicht mein Speicherplatz nicht. Doof alles. Alternativ könnte ich auch an den IT-desk der Fakultät schreiben, dass ich einen remote desktop eingerichtet haben will, damit ich per teamviewer oder so von zu Hause aus auf den Unirechner zugreifen kann. Das geht aber bestimmt rechtlich nicht (ich persönlich würde mir mit so ner Idee ja was husten), aber ich schreib trotzdem mal, wer nicht wagt der nicht ausgelacht wird. Ich werde berichten.

Ansonsten war das Kind heute morgen unausstehlich, eine nervenstrapazierende Kombination aus weinerlich und hyperaktiv. Das sind so Tage, da möchte man sein Kind gerne verkaufen, gleichzeitig sind das aber auch die Tage wo man noch Geld draufzahlen müsste damits jemand nimmt. Als wir dann aber auf einen Geburtstag fuhren (der Sohn W. meines Kollegen und unseres Freundes T. ist vier geworden) und somit dem Kind Kuchen in Aussicht gestellt war, gings halbwegs. Wurde dann wieder nervtötend Richtung Bettgehzeit, aber nach dem Vorlesen von vier Büchern und dem Absingen diverser Tierlieder im großen Bett ging er dann in seins und schlief da recht schnell ein. (Apropos: Warum werden in Kinderliedern dauernd Tiere getötet? Mein Highlight heute:

„Eia popeia, schlagt`s Gockerle tot!
Er legt mir keine Eier und frisst mir mein Brot.
So rupfen wir ihm dann die Federchen aus
und machen dem Kindlein ein Bettlein daraus.“

Äh, da mag ich schon gar nicht mehr Vorsingen. Aber ich hab auch Schwierigkeiten, beim Singen der ersten Strophe parallel die zweite schon mal zu überfliegen und auf Psychopathen-content zu checken. Da kommt dann sehr wirres Zeug aus meinem Mund und das Kind guckt mich komisch an.

Das Baby ist übrigens riesig. Es passt in die Manduca, mit nicht mal acht Wochen. OHNE den Baby-Sitzverkleinerer. Ich muss morgen mal ein Foto machen, damit ich mir das selber glaube und das für die Nachwelt festhalten kann. Eigentlich wollte ich das mit der Manduca nur mal probieren, weil man die viel schneller um- und abhat und für so Strecken wie „nach unten wo der Kinderwagen steht“ oder „ins Auto“ sich einfach besser anbietet als das Tragetuch. Und siehe da: passt schon. Im Moment finde ich das Tragetuch trotzdem noch bequemer, weil man da das Gewicht besser verteilen kann (wenn mans kann). Also für die Langstrecke Tuch, für kurz mal Manduca. Und ja, wir fahren auch Kinderwagen, aber das findet das Baby halt so mäßig sobald sich der Wagen nicht mehr genug bewegt (leider auch schon auf asphaltiertem Grund).

So, es ist spät, ich muss schlafen. Hoffen wir mal, dass sich morgen das Fitnessstudio noch meldet, dass ich nachrücken konnte.

UPDATE 0:00 Uhr: Hab einen Platz im Fitnesskurs bekommen. Vielleicht sollte ich sowas öfter mal im Blog schreiben? Mal versuchen –

Hoffen wir mal, dass ich morgen die Pfandlotterie gewinne, die 10.000 NOK könnten wir gut gebrauchen!

Tag 32

Mit meiner Laune grade könnte man einen Vulkan mittlerer Größe vollständig gefrieren lassen.

Es fing damit an dass ich nach dem Muttisport zu Hause duschen wollte. Das Baby war im Kinderwagen auf dem Rückweg eingeschlafen, also war die Gelegenheit günstig. Allerdings wachte das Baby auf, als ich gerade nackt im Bad stand, sodass ich mir kurz was überwarf und umdisponierte auf Frühstückmittagessen mit Baby auf dem Bauch. Joghurt mit Müsli kann man ja in jeder erdenklichen Position essen. Das ist erprobt! Und so gesund und nahrhaft und so. Jaja. Also aß ich mit einem Arm das Baby schuckelnd. Inzwischen bin ich da ganz gut drin, die ersten Versuche waren wie dieses Spiel wo man mit der einen Hand Kreise auf seinen Bauch streichelt und mit der anderen Hand auf seinen Kopf klatscht, eine koordinative Herausforderung. Aber das Baby ist halt manchmal nur durch schuckeln zu beruhigen und mein Hunger trotzdem groß, also – was tut man nicht alles. Naja, nach ca. 30 Minuten hatte ich aufgegessen und das Baby war eingeschlafen, meckerte aber sofort los, wenn ich versuchte, es von meiner Brust zu entfernen. Also ließ ich es auf meinem Bauch schlafen und las derweil das Internet durch. Unter Anderem versuchte ich mich für den Muttisportkurs am Montag anzumelden, landete aber nur auf der Warteliste. Doof. Dann stolperte ich auch noch nach einer Google-Suche zu „Familienbett“* über folgenden Satz: „Lasse dein Kind grundsätzlich lieber zwischen dir und der Wand als zwischen dir und deinem Partner liegen. Väter schlafen meist wie Steine.“ Maternal gatekeeping at its best. Da wird dem zuvor löblicherweise Partner genannten Vater mal eben die, ähhh, Kompetenz? abgesprochen, nachts sein Baby nicht plattzuwalzen. Wo vorher noch der Tenor war „Befürchtungen man könne sein Kind erdrücken oder ersticken sind unbegründet, denn Babys lassen sich nicht ohne Gegenwehr ersticken: selbst ein Neugeborenes strampelt und schreit, wenn etwas seine Atmung behindert.“, gilt dieser jetzt scheinbar nur noch für die Mütter. Soll der Papa doch bitte auf dem Sofa schlafen. Der muss ja auch seinen Schlaf kriegen, einer muss ja die Brötchen verdienen. Die Mutter hingegen schläft ja viel viel besser mit dem Baby nah dran. (Ich kann bestätigen, dass ich persönlich besser schlafe, wenn ich nicht aufstehen muss zum Stillen und mich jederzeit ohne auch nur die Augen zu öffnen vergewissern kann dass das Baby noch schnauft atmet. Aber es werden diese Nächte kommen wo das Baby alle halbe Stunde stillen will und da werde ich dann auch verfluchen, dass es so nah an mir ist und mich nicht in Frieden lässt. Been there, done that!) Generell finde ich ja man sollte nicht so generalisieren, manch eine Mutter kann wahrscheinlich deutlich besser schlafen ohne Füße im Gesicht. Aber das ist auch wieder ein anderes Thema, an dem ansonsten sehr guten und ausführlichen Artikel störte mich eigentlich nur dieser eine Satz mit den gefährlichen Vätern. Grrrr…

Nach zwei Stunden in relativ unbequemer Position die ich mich aber aus Rücksicht auf das schlafende Baby nicht zu verlassen traute (ich liege ja in dieser Erzählung immer noch auf dem Sofa, neben mir die Müslischüssel) wachte das Baby dann wieder auf und hatte Hunger. Nach einer ausgiebigen Stillmahlzeit schlief es dann endlich mal so fest, dass ich High-Speed-Duschen konnte. Hurra. Laune minimal angehoben.

Danach fix das Baby gewickelt und aus Jux und Dollerei (und weil ich auf dem Sofa diesen Artikel gelesen habe) testweise überm Klo abgehalten. Und siehe da: Baby pullert ins Klo. Mal sehen, vielleicht mach ich das jetzt öfter. Vielleicht auch nicht.

Dann das Kind vom Kindergarten abgeholt. Weinte schon wieder seit ner halben Stunde. Ohne Mittagsschlaf hält es leider keinen Kindergartentag durch, noch nicht mal einen so kurzen wie im Moment. Ich hab jetzt aber mit den Erziehern vereinbart, dass das Kind gegen Mittag zumindest eine Pause macht, sich hinsetzt und ein Buch anguckt oder so. Weil jeden Tag ein heulendes Kind einsammeln ist nicht so spaßig. Naja, ein Eis später war die Laune wieder Bombe und wir auf dem Spielplatz wo das Kind zunächst auch ganz prima mit ein paar anderen Kindern im Sandkasten spielte. Dann wollte aber ein anderes Kind sein Laufrad probefahren, was das Kind auch zuerst erlaubte, es sich aber nach ca. 20 Sekunden anders überlegte. Nach einer längeren Diskussion zwischen dem Laufrad-leihenden Kind und dessen Oma gab das leihende Kind dem inzwischen mich anschreienden Kind das Laufrad zurück. Das Kind schmiss sich gleich in den Sattel und sauste los. Vom Spielplatz weg. Am Sportplatz vorbei. Um die Kurve. Ich brüllte, es solle anhalten und lief ihm hinterher, aber ich hatte ja das Baby im Tragetuch dabei, deshalb konnte ich laaaange nicht so schnell laufen wie ein Dreijähriges Kind auf einem Laufrad. Als ich um die Kurve war, sah ich noch gerade so das Kind lachend und in selbstmörderischer Geschwindigkeit um die nächste Kurve flitzen. Richtung Einkaufszentrum. Und Straße. Ich brüllte und brüllte und rannte und rannte aber das Kind ließ sich davon mal so gar nicht beeindrucken. Schlussendlich wurde es zwei Meter vor der Straße von einem netten Herren gestoppt. Der dann als ich angerannt kam alle meine geplanten Erziehungsmaßnahmen zunichte machte indem er dem Kind jovial zuzwinkerte und sagte „Wirst mal ein großer Fahrradfahrer, ne?“. Ich habs dem Kind natürlich trotzdem erklärt, dass es SOFORT und JEDES MAL anhalten soll, wenn ich rufe. Das ich das nicht lustig finde. Und das wir wenn das nicht klappt das Laufrad nicht mehr mitnehmen können, wenn er und ich alleine sind. Und ich hörte mich an wie meine Mutter. Herrje.

Dann gingen wir nach Hause, das Kind war müde, das Baby hatte Hunger und meine Laune war mies. Das Kind trödelte unglaublich auf dem Heimweg und legte sich dann auf die Treppe statt sie hochzusteigen. Ich stieg elegant wie eine Seekuh an Land über das Kind hinweg und ging die Treppe rauf. Das Kind brüllte „Mama, Stooooop!“. tja, man kann ja nicht Wasser predigen und Wein saufen. Also lief ich in vier (!) Etappen in den zweiten (norwegisch dritten) Stock. Endlich in der Wohnung angekommen riss ich mir quasi das Tragetuch vom Leib um das inzwischen wie am Spieß brüllende Baby zu stillen. Während ich handlungsunfähig war, räumte das Kind das Schlafzimmer um, verblätterte die Seite in meinem Buch und fing dann an, wahllos Gerichte einzufordern, die es gerne jetzt sofort essen würde. Ich konterte alles mit zunehmend genervten  Variationen von „Gleich, mein Schatz, sobald das Baby fertig getrunken hat, kannst du grøt essen, ja, gleich…“ Gut, dass da auch Herr Rabe nach Hause kam,  sonst wäre mir wohl noch der Arsch geplatzt. So bekam der arme Mann ein Grunzen als Antwort auf die Frage, wie denn mein Tag so gewesen wäre und dann beide Kinder aufs Auge gedrückt. Ich durfte dann eine halbe Stunde Wäsche machen und bekam dann das Baby zurück, damit Herr Rabe essen machen konnte. Das Baby schlief, aber nur mit meinem Finger im Mund. Ich guckte also eine Stunde lang aus dem Fenster und war fast schon froh, als das Kind irgendwann „Klo!“ rief. Nicht mehr ganz so froh war ich, als das Kind in einer Wolke aus Mief sitzend 15 Minuten lang behauptete, es sei noch nicht fertig. Aber ich müsse unbedingt da bleiben.

Dann war das Essen fertig. Und das Baby schrie. Wir aßen also im Schichtdienst, einer mit dem Kind, einer schuckelt das Baby, dann Wechsel. Wie man sich das so vorstellt in einer Familie…

Nach dem Essen war dann das Kind so müde, dass das ins-Bett-gehen ein ziemliches Drama wurde, aber da war Herr Rabe für zuständig heute. Ich hätte auch nicht mehr die Nerven gehabt.

Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, Herr Rabe reicht mir Schokopudding, um die mordlüsterne Bestie in mir zu besänftigen.

*Das Baby mag sein Beistellbettchen nicht und ich suchte eine Bestätigung, dass es total okay ist, wenn es in unserem Bett schläft.

Tag 30 – Besuch

Wir hatten jetzt seit Freitagnacht Besuch. Meine Freundin C. war da, die ich seit dem Studium kenne (also schon 11 Jahre!!!Einself!), ihr Mann A. und Besuchskind M., im ca. gleichen Alter wie das Kind. Das letzte Mal gesehen hatten wir uns im Sommer 2013, da waren die Kinder noch Babies. Trotzdem war es ein ganz toller Besuch, stressig zwar auch aber insgesamt richtig toll. Toll. Hach.

Erstmal: Das Kind und das Besuchskind. Liebe auf den ersten Blick. Im Highspeed-modus wurde unsere Wohnung auf den Kopf und wieder zurück gestellt, alle Spielsachen mussten vorgezeigt und bewundert werden, das schuhschachtelgroße Kinderzimmer inspiziert und der Klositz probiert werden. (Im Übrigen: zwei Stoffwindelkinder und beide keinen Deut früher dran mit trocken werden als der gefühlte Durchschnitt.) Nur zusammen in einem Zimmer schlafen klappte nicht. Weil: das Besuchskind braucht ABSOLUTE RUHE und alleine sein zum einschlafen. Es singt sich dann selbst in den Schlaf. (*Insert extremes Staunen here*) Ich würde es nicht glauben, wenn ich es nicht durch die Zimmertür gehört hätte. Ein Teil von mir glaubt es auch immer noch nicht. Ein anderer Teil sitzt in einer Ecke und wiegt sich hin und her bei dem Gedanken, dass sich das Kind wahrscheinlich eines Tages aus der warmen Umarmung eines_r Partners_in befreien und in unser Bett kriechen wird. Dann wird es seinen bärtigen Kopf auf meinen legen und Herrn Rabe seine Füße Größe 45 in den Rücken schieben. Und nach Pitsch-Patsch-Pinguin zum Einschlafen verlangen. Egal, jedenfalls wegen dieser Diskrepanz an Einschlafritualen konnten die Kinder nicht in einem Raum schlafen. Aber geschenkt, dafür spielten sich die Kinder so dermaßen in Grund und Boden, dass wir schon glaubten, sie würden nie mehr schlafen. Oder irgendwann einfach umfallen und dann drei Tage durchpennen. Und das Ganze relativ streitarm, jedenfalls für Kinder diesen Alters. Und weil die Kinder sich so prima selbst beschäftigten (bzw. mit maximal einem Erwachsenen als Reittier/Streitschlichter/Zugbaumeister/Buchvorleser dabei), hatten auch wir Großen Zeit für Austausch von Informationen aller Art. War ja auch trotz Facebook und co. nötig, nach der langen Zeit.

Sonntag sind wir dann alle aufgebrochen in den Norden, zum Namsskogan Familienpark. Mit dem Zug hin, eine Übernachtung im nicht so ganz empfehlenswerten Hotel, am nächsten Tag in den Park, der auch wegen Nebensaison nur von 10-15 Uhr aufhat. Dann zurück wieder mit dem Zug. Der Plan ging auf, wir waren in dem Park. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf, weil das mit dem Familienzimmer („Doppelbett im Loft, geräumige Schlafcouch im Wohnzimmer“) sich irgendwie als sehr viel enger und einräumiger herausstellte als gedacht. Und die Schlafcouch war auch kaputt und hing an einer Ecke herunter. In Verbindung mit undichten Pull-ups und übermüdeten Wutzwergen nicht grad ein Spaß. Aber der Park war sehr schön und quasi leer außer uns. Man kann auch fast glücklich sein, dass alle Attraktionen außer der Tiere geschlossen waren denn für Klettergarten und so sind die Kinder ja eh noch zu klein aber im perfekten Alter für uneingeschränkte Uneinsichtigkeit. So konnten wir immer ehrlich sagen: Das geht leider nicht, das hat heute zu. Und uns denken: Schlau von uns, genau diesen Zeitpunkt auszuwählen, nicht wahr? Im Tierpark gibt es heimische Tierarten (Bären, Luchse, Elche, Rentiere, Wölfe…) und nicht ganz so einheimische (Strauße, Alpacas, Kanadische Minischweine…). Allen gemein ist dass sie riesig viel Platz und sehr schöne Gehege haben, mit Rückzugsmöglichkeiten und so. Fast schon artgerecht. Trotzdem erkennt man als erfahrener Sendung mit der Maus-gucker, dass z.B. die Wölfe sehr an Menschen gewöhnt sind. Oder vielleicht haben sie auch nur überlegt, welchen von den Mini-Menschen wir wohl als erstes über den Zaun werfen würden. Jedenfalls waren das Kind und das Besuchskind hellauf begeistert. Und wir hatten alle unseren Spaß an Erkenntnissen der Kategorie „Alle Tiere kacken!“.

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Willkommen im norwegischen Nichts.

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Suchbild mit Hase.

Nachdem es nach ausgiebigem Tiere gucken und Picknick auch irgendwie schon halb drei war, haben wir noch kurz den Spielplatz besichtigt und Minibagger gefunden. MINIBAGGER SIND TOTAL GEIL. Äh, sagen die Kinder. *Hüstel* Ein Bällebad gab es auch. Und keinen, der kontrolliert hätte, ob wirklich nur die Kinder ins Bällebad hüpfen. I <3 Nebensaison!

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Hell yeah, Minibagger.

Nach dem Park und einer klitzekleinen Warterei ging es zurück in einem Zug mit drehbaren Sitzen und einem Spielplatz innendrin. Die Kinder waren aus dem Häuschen. Verständlich. Trotzdem waren bei den beiden inzwischen die Akkus so leer, dass sie irgendwann einschliefen, eins kuschelnd, das andere im Buggy alleine. Problem nur: wie zwei schlafende Kleinkinder und ein Baby mit einem Kinderwagen und einem Buggy vom Zug nach Hause bekommen? Gut dass das Besuchskind kleiner und schlanker ist als das Kind, ich hatte schon „schweres Kleinkind Tragetuch“ gegoogelt und mich wegen der drohenden Rückenschmerzen bemitleidet, aber das Besuchskind passte mit heraushängenden Gummistiefelfüßen tatsächlich noch in den Kinderwagen. Und das Baby hatte ja schon den halben Tag im Kinderwagen geschlafen (Norwegen halt: Wollschlafi an, Kinderwagen mit Lammfell drin, Daunendecke drauf und dann draußen sein –> Baby schläft zwei mal drei Stunden wie ein Stein), da konnte es den Wagen entbehren. Zu Hause haben wir sie dann tatsächlich alle schlafend in Betten verfrachten können. So schön :)

Gestern waren wir dann shoppen. Das Besuchskind zeigte erste Erschöpfungssymptome und wollte ohne Abendessen ins Bett. Heute haben alle Schnupfen und Herr Rabe musste nach einer sehr kurzen Nacht nach Oslo auf eine Konferenz, aber der verbleibende Rest hat noch einmal den Fjord besichtigt und dann einen Spielplatz. Da badete das Kind sehr effizient in einer Pfütze und musste dann mit meiner Jacke als Rock um die nackten Beine gewickelt nach Hause transportiert werden. Dann war es auch schon an der Zeit, unsere Freunde zum Bus zu bringen. Das Kind hatte leider wenig Verständnis dafür, dass sein neuer Lieblingsmensch M. jetzt nach Hause fliegt, es selbst aber nicht Flugzeug fliegen darf. Ich erklärte dem Kind, dass wir sicher auch bald wieder mit einem Flugzeug fliegen. Ergebnis: beim Abendessen erklärte mir das Kind „Morgen Flugzeug fliegen Deutschland! Morgen nicht Kindergarten.“. Das wird noch ein Spaß.