Tag 1905 – Abweichender Biorhythmus.

Unsere Kernarbeitszeit ist zwar zur Zeit aufgehoben, Arbeit nach 21:00 Uhr wird trotzdem nicht akzeptiert. Könnte ich mich immer wieder drüber aufregen, dass die Arbeit dann still und heimlich nicht gezählt wird, wenn man sie zu der Zeit einträgt, zu der man sie erledigt hat. Es sei denn, es sind „echte“ Überstunden, die werden gezählt. Es ist alles sehr seltsam. Jedenfalls habe ich eben erst den Computer zugemacht, aber die knappen zwei Stunden am späten Abend im Zeiterfassungssystem eben am Morgen an meinen Arbeitstag drangebapscht, jetzt sieht es aus, als wäre ich um acht am Schreibtisch gewesen und nicht erst um viertel vor zehn.

Man könnte jetzt sagen, so what, ich arbeite halt lieber spät und schlafe lange, aber das bekomme ich noch nicht gut hin. Ich fühle mich den halben Tag schuldig, dass ich spät anfange und schlecht aus dem Quark komme, bis dann nach dem Mittagessen so langsam meine produktive Zeit anfängt. Meinen Höhepunkt habe ich so gegen 16 Uhr – also pünktlich zum eigentlichen Feierabend.

Das ist Käse, aber mir fällt auch keine Lösung dafür ein, außer älter werden – meine Eulen-Kollegen ohne oder mit älteren Kindern scheinen nicht so das Problem zu haben, mehr ihrem Biorhythmus entsprechend zu arbeiten.

(Noch ein Monat bis wenigstens die Uhrzeit wieder normal ist.)

Tag 1904 – Kacktag.

Es gibt jetzt norwegische Äpfel. Mjammi! Hab nur deshalb heute keine gekauft, weil ich sie nicht nach Hause schleppen wollte. Norwegische Äpfel sind, genau wie norwegische Erdbeeren, leider geil.

Heute habe ich was vermutlich erwachsenes getan und die Helsestasjon angerufen, weil wir Hilfe brauchen mit Michel, möglichst bevor wir ihn an der Tanke aussetzen. Erwachsen sein ist scheiße, nach wie vor. Nachmittags hab ich mir dann Baby- und Kleinkindbilder von ihm angeguckt und das war auch keine gute Idee. Ich will doch einfach nur mein Kind zurück.

Apropos erwachsen sein ist scheiße: Finanzplanung für die nächsten x Jahre ist auch scheiße. Versicherungen hier, Altersvorsorge da, sparen auf dies und das und tralala. Ich möchte das nicht. Wenn ich mir vorstelle, was 2050 in der Welt los sein könnte (und 2050 bin ich aller Voraussicht nach noch nicht in Rente!), kommt mir das alles komplett sinnlos vor.

Was war noch kacke: ach ja. Ich arbeite bei der Arbeit an so einem kleinen Projekt und das wird noch richtig unschön, das zeichnet sich schon ab. Also intern wird es unschön. Es ist ne krass undankbare Aufgabe, die aber ja irgendwer machen muss und ich nehme den K(r)ampf auch gern auf mich, aber naja. Beliebt mache ich mich damit nicht.

Das klingt jetzt alles sehr negativ. Vielleicht sollte ich einfach mehr schlafen.

Tag 1856 – Darf nichts spannendes erzählen.

Die einzigen interessanten Dinge, die mir heute passiert sind, unterliegen leider der Schweigepflicht. Tjanun.

Ich kann ja erzählen, dass meine Kollegin und ich uns ein bisschen zum Horst gemacht haben, weil wir beide drei Tage lang nicht gemerkt haben, dass wir von einem Dokument nur die ungeraden Seiten bekommen hatten (wahrscheinlich ein Scanfehler). Das war ein bisschen lustig, immerhin. Oder dass ich heute als „überraschend positiv“ bezeichnet wurde, das war… überraschend. Dabei bin ich doch so ein grundpositiver Mensch, ähm. Hrmhrm.

Etwas schönes habe ich auch, nämlich dass Muffin das Meerschwein nicht nur des Öfteren liegend, sondern heute das erste mal auch schlafend, mit geschlossenen Augen gesichtet wurde. Das freut mich sehr, denn das heißt, dass er sich bei uns wohl und sicher fühlt und die Rangordnungskämpfe wohl beigelegt sind. Man sieht ihm ja schon länger immer mehr an, dass es ihm gut geht, er hat jetzt so ca. doppelt so viel Fell wie als er zu uns kam. Vor allem sieht das Fell auch gesund aus, es glänzt und die Schuppen sind verschwunden. Dazu hat er ordentlich an Gewicht zugelegt und ist jetzt so schwer wie die Ladies (wirkt aber wegen des vielen Fells viel massiver). Dass er nur 850 g wog, als er hier einzog, macht mich nachträglich immer noch traurig.

Ich hoffe an der Schweinefront bleibt alles eine Weile so flauschig wie es grade ist.

Tag 1852 – Ahnungslos und Lack gesoffen.

Mein Arbeitstag war sehr… durchwachsen, möchte ich sagen. Ich habe mich in Dinge eingemischt (direkt einfach mal recht weit oben, weil ich momentan keine Lust mehr auf lauter Blabla mit der Basis habe) und die Reaktion war durchwachsen irgendwo zwischen „nope“ und „super Idee“. Weiterhin habe ich in zwei langen Meetings gesessen, in denen es um Dinge ging, die ich wirklich kaum verstanden habe, schon allein die Problemstellung war böhmische Dörfer für mich. Bisschen unangenehm, wenn dann drüber gelästert wird, dass Personen x, y und z, alle seit drölf Jahren im Werk, ja keine Ahnung vom Regelwerk haben. Tjaja, äh, ich kenn wen hier im Raum, die versucht grad unsichtbar zu werden und dabei möglichst viel zu lernen.

Nachmittags mit heraufziehenden, üblen Kopfschmerzen, die, Spoiler, inzwischen zu einer Migräne geworden sind, Michel zum Kornettunterricht begleitet, beziehungsweise gebracht, weil ich natürlich eh nicht mit rein durfte. Nach dem Kornettunterricht Pippi vom Freund mit dem furchtbar klingenden Namen abgeholt. Gekocht, dabei hilfesuchende Mails des neuen Kollegen zu unserem Zeiterfassungssystem beantwortet, gegessen, Kinder mit verfertigt gemacht und dann mit bohrenden, vom Nacken am Hinterkopf lang in die linke Schläfe ziehenden, Kopfschmerzen noch mal an die Arbeit gesetzt, weil meine eine Chefin um halb sieben abends Mails mit „Ich brauche bis morgen Mittag deine Covid19-relatierten Arbeitsstunden als Anteil an deiner gesamten Arbeit, aufgedröselt nach Wochen und das Ganze seit [Zitat] vor dem Sommer“ schreibt. Wann ist „vor dem Sommer“? Hab ihr also alle meine Covid19-relatierten Arbeitsstunden seit 16. März geschickt. Aufgedröselt nach Wochen und als Anteil an den Gesamtarbeitsstunden. Rekonstruiert anhand anderer Exceltabellen, meinem Outlook-Kalender und unserem Archiv. Für September habe ich dann auch direkt erst mal 1,25 h Covid19-Arbeit reingeschrieben: Zeiterfassung.

Ernsthaft mal: was geht? Wenn ich nicht morgen früh das Auto zur Werkstatt bringen müsste, damit die endlich den hinteren Getränkehalter fixen (Luxusproblem), ich hätte ihr das morgen um 11:59 geschickt. Pffrrrrrrm.

Tag 1831 – Pandemiearbeiten.

Whoop whoop ich war im Büro und da waren tatsächlich fast alle meiner Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich am meisten zu tun habe (also: Das Inspektorat(TM) und die Zulassungen- (und Zertifikate-) Gruppe. Das haben wir jetzt jeden Montag so, Präsenztag im Büro, Freitags dürfen wir, wenn wir wollen, ansonsten Homeoffice. An anderen Tagen sind andere da, aber nie mehr als 40% der Belegschaft gleichzeitig. Es gibt allerlei teils seltsam anmutende Vorsichtsmaßnahmen, wie zum Beispiel einen recht… willkürlich erscheinenden Sitzplan. Das norwegische Pandemie-Mantra ist ja „Abstand, Abstand, Abstand!“, ich frage mich aber schon, was es bringen soll, in der Kantine oder in Meetingräumen mit mindestens einem Meter Abstand zueinander zu sitzen, während eine Klimaanlage die Luft fröhlich im Raum verquirlt und im ganzen Haus verteilt. Bevor ich die Filter (die ja hoffentlich in der Ventilationsanlage irgendwo verbaut sind) selbst inspiziert hab, gehe ich davon aus, das wir uns das ganze Abstandsgehampel im Zweifel in die Haare schmieren können, wenn bei uns jemand infiziert und infektiös bei der Arbeit erscheint, sind die Bedingungen für ein Super-Spreading-Event mindestens gut.

Jetzt wo das gesagt ist: es war leider richtig gut, mal wieder unter Menschen zu sein, nah an Menschen dran, die nicht alle nur im Bildschirm zu sehen. Richtig schön. Wie sozial dann doch selbst die Introvertierten sind, merkt man nach ein paar Monaten mit deutlich eingeschränkten Sozialkontakten dann eben doch. Wie es den Extrovertierten dann erst gehen muss.

Ich habe effizienter als im Homeoffice ein paar Sachen weggearbeitet, die mich schon länger gestört haben, dann gab es auch ein paar gute Nachrichten für mich persönlich, hach, es war einfach rundum ein guter Arbeitstag.

Nach der Arbeit waren wir dann noch schwimmen im Badesee ums Eck, der ist jetzt endlich warm genug. Also so warm, dass alle drin waren nur ich nicht, mir war es ab den Knien noch zu kalt. Ich bin jetzt auch in dem Alter, wo ich für spritzende Jugendliche die humorlose Trulla bin, die im Badesee stehend nicht nassgespritzt werden will. Schlimm.

Michels Fuß geht es auch deutlich besser. Baden darf er ja sowieso ohne die Schiene, aber auch sonst würde er, wenn wir ihn ließen, einfach weiter machen wie immer, weil es nicht mehr wehtut und er alles bewegen kann. Was natürlich nicht heißt, dass er den Fuß normal bewegen und belasten soll, aber die Einsicht ist mit sieben noch nicht ganz so einfach.

Tag 1824 – Uffz.

Ein etwas zäher aber im Großen und Ganzen ereignisloser Arbeitstag liegt hinter mir. Was gut ist, in Covid19-Zeiten* als Medikamentenbehörde, denn das heißt, es brennt grad nicht überall die Hütte. Hinter Herrn Rabe liegt ein aufregenderer Arbeitstag, denn der hat heute bei einem neuen Kunden angefangen und arbeitet jetzt für das norwegische Finanzamt. Auch da macht er natürlich wieder irgendwas mit Computern, fragen Sie mich einfach nicht, sondern im Zweifel ihn auf einem Kanal Ihrer Wahl. Morgen ist er auch wieder im Büro und ich fahre auch ins Büro, aufregend, alle aus dem Haus!

Hier ist der Spätsommer noch mal im vollen Gange. Generell nicht meine allerliebste Jahreszeit aber es ist wenigstens warm und sonnig und die Hitzewelle bedeutet für uns bis knapp unter 30 Grad mit dem üblichen Wind – es ist sehr gut auszuhalten. Selbst die gestrige Gartenarbeit ging sehr gut bei dem Wetter.

Herr Rabe hat heute mein Sportprogramm mitgemacht, das möchte er jetzt öfter machen, er ist nämlich neidisch auf meine schicken Muckis schmerzfreien Schultern. Es hat auch echt Spaß gemacht, nicht alleine zu sporteln. Meine Beine sind jetzt zwar der totale Pudding aber von nichts kommt ja nichts, auch keine starken Oberschenkel.

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*die norwegischen Zahlen deuten den Beginn einer zweiten Welle an. Tourismus, Studentenfeiern, Familienzusammenkünfte. Schkotze ehrlich gesagt, und sehe schon unseren Inspektionsplan für den Herbst wanken. Das wäre gelinde gesagt uncool, denn das ist ja alles nur aufgeschoben und wird eh durch den Backlog von März-Juni schon einigermaßen stressig.

Tag 1819 – Homeoffice.

Morgen fahre Ich wieder ins Büro. Zu Hause komme ich echt schlecht aus dem Quark und NOCH dürfen wir im Büro arbeiten, wann wir wollen, NOCH ist der ÖPNV selbst zu den Stoßzeiten halbwegs leer, NOCH ist die zweite Welle nur auf den scheiß Kreuzfahrtschiffen nicht da, NOCH geht das also alles relativ gut. Ich trage übrigens im ÖPNV freiwillig eine Community Mask, einfach so, weil ich’s kann, weil es eventuell wen schützt, den Covid19 vielleicht härter treffen würde als mich (ich bin ja nun wirklich nicht Risikogruppe, auch wenn das natürlich keine Garantie ist, dass ich nicht draufgehen würde, Statistik eben) und weil ich mit gutem Beispiel voran gehen möchte. Ich bin ohnehin sicher, dass eine Maskenempfehlung auch hier noch kommt. (Reines Raten. Ich weiß auch nicht mehr über sowas als die Durchschnittsnorwegerin.)

Vor lauter Trägheit heute habe ich mich kaum bewegt und abends tat mir direkt wieder die Schulter weh. Es ist doch zum Mäusemelken. Jetzt, nach einem Schulter-Arme-Nacken-Oberkörper-Workout, geht es wieder besser. Trotzdem nervt mich das ungemein.

Apropos Workout: ich finde echt schade, dass ich Mitte dreißig werden musste, um erkennbar trainierte Arme an mir und auch anderen Frauen schön zu finden. Vor zehn Jahren noch habe ich mich beim Fitnesstraining in der Uni allen Armübungen widersetzt, weil ich ja schnell Muskeln aufbaue und wirklich Angst hatte, einen Bodybuilderinnenkörper zu bekommen. So ein Quatsch, denke ich heute, her mit den Muckis, überall, grade an den Armen und den Oberschenkeln – mit meinen immer schon muskulösen Beinen habe ich auch sehr lange gehadert. Gut, es wär halt auch mal schön gewesen, hätten mir Stiefel gepasst, zu Zeiten, als ich gerne Stiefel haben wollte. Geht halt nicht, deshalb habe ich genau zwei paar Stiefel: ein gebraucht gekauftes und quasi vorgedehntes Paar braune Lederstiefel, das ich so gut wie nie trage, und Gummistiefel. Aber für Leute wie mich wurden Stiefeletten erfunden und da habe ich diverse.

Sport macht müde. Oder frühes Aufstehen. Oder beides. (Gute Nacht!)

Tag 1818 – Back in the Game.

Ach, eigentlich war das Arbeiten heute sogar ganz schön. Ich fuhr ins Büro, da war es leer und leise, was mir Zeit ließ, mich zu akklimatisieren. Zum warm werden ging ich alte Inspektionen durch, überprüfte, ob meine Kollegin die abgeschlossen hat und fütterte daraufhin die Dokumentenvernichtungstonne mit den entsprechenden Unterlagen. Sehr viel Papier fand da heute den Weg rein und jetzt habe ich viel viel weniger Papier zu Hause und auch deutlich weniger im Büro. Ich liebe Wegwerfen. Was ich sonst noch so gemacht habe: Schreibtischstuhl beschriften, Passwörter ändern, Festplatte und Cloudspeicher aufräumen, Daten synchronisieren, To-Do-Liste aufräumen und neu aufsetzen, Kalender pflegen, und das gar nicht so schlimme Projekt Inbox Zero. Ein easy Start.

Beim Mittagessen mit meiner einzigen Kollegin, die da war, habe ich gemerkt, dass mir das Soziale schwer fällt nach all der Zeit. Ich hoffe, sie nimmt mir nicht übel, dass ich bei der Unterhaltung mit ihr die meiste Zeit an ihr vorbei aus dem Fenster geguckt habe. Es ging nicht anders.

Trotzdem ein guter Tag. Ich mag meine Arbeit. Ich hab’s eh gerne sauber und ordentlich und kein Papier auf dem Schreibtisch und ich reinige auch gerne meine Tastatur mit Desinfektionsmittel. Dann noch für eine Gesundheitsbehörde arbeiten dürfen. Besser geht’s doch eigentlich nicht.

Nachmittags habe ich das gute Wetter genutzt, um die Meerschweinkiste sauber zu machen. Drei Meerschweinchen pullern ja doch deutlich mehr als eins. Muffin hat immerhin keine neuen Bisswunden.

Pippi schlief wohl heute im Kindergarten ein. Hatte sie trotzdem immerhin um halb neun im Bett – war halt ein langer Tag nach langen Ferien. Michel konnte leider nicht vor halb zehn einschlafen, aber momentan freue ich mich immer, wenn er kuscheln oder normal erzählen will, dann schreit er mich wenigstens nicht wütend an. Think pink.

Tag 1777 – Corontäne Tag 3 v2.

Ich liebe meine Arbeit und deshalb ist es auch nicht soooo schlimm, dass sie grad sehr viel ist, aber diese Woche vorm Urlaub würd ich ja immer gerne überspringen. Tausend kleine Kackdinge müssen fertig werden und trotzdem werden garantiert in Woche 1 des Urlaubs noch irgendwelche Anträge eintrudeln oder Rückfragen kommen und dann dauert es halt 5 Wochen, bis ich da draufgucken kann und in der Zeit hat Firma X leider keine Zulassung für Y und SOP A wird dann doch nicht fertig und es ist sehr verlockend, doch noch hier und da mal kurz und Ich muss aber echt dringend Urlaub haben aus genau dem Grund. Gnarfz.

Das eine Gewächs im Hochbeet ist Mohn*. Ein weiteres sind Sonnenblumen*. Auf eines warte ich noch* und eines hat hübsche weiße Blüten bekommen, aber ich weiß nicht, was es ist*. Und über allem thront die riesigste Stockrose, die ich überhaupt jemals gesehen habe. Es ist ein Monster.

Apropos Monster: Oregano ist ja mal mega krass. Erstens wächst er zwischen den Ritzen des Hochbeets unbezwingbar raus, zweitens habe ich als neues Hobby den (und Disteln) aus dem RingelBlumenbeet zu rupfen, wo er sich einfach hingesät hat. Wir haben also inzwischen mehrere Kräutermonster: Oregano, Estragon, Petersilie, Koriander und 2 Sorten Minze in Töpfen. Alle wuchern wie bekloppt. Die Kartoffeln (im Topf) auch. Es ist faszinierend und ein bisschen gruselig. Wenn ich nicht dauernd an allem rumschnippeln würde, wären wir wahrscheinlich innerhalb von 2 Wochen von Küchenkräutern überwuchert.

Passend dazu habe ich heute mit Pippi den Apfelbaum ausgegeizt und ca. 20 kleine Äpfelchen entfernt, damit die restlichen ca. 20 (!!!) wenigstens eine Chance haben, was zu werden. Am letztes Jahr gepflanzten Minibäumchen. Es waren noch viel mehr Fruchtansätze dran, aber einen Großteil hatte das Bäumchen schon selbst abgeworfen. Schlaues Bäumchen.

Die erste Erdbeere war heute auch endlich reif und auch die Kinder haben noch ein paar optimistisch als reif angesehen.

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*jaja ich kann voll gut mit Blumen und hab auch was mit Bio studiert, aber ich erkenne die trotzdem nicht wirklich, bevor sie blühen und manche nicht mal dann

Tag 1775 – Corontäne Tag 1 v2.

Also 10 Tage Quarantäne, weil ich im Risikogebiet war, Tjanun. Morgen werd ich erst mal ausprobieren, wie ich die Kinder abholen kann, ohne deren Einrichtungen zu betreten, weil Herr Rabe ins Risikogebiet in die Hauptstadt fährt und da den Tag über bleibt. Stelle mir das so vor, dass ich im Auto sitzend hupe und die Kinder unter missbilligenden Blicken zu ihrer aussätzigen Mutter geschickt werden.

Wie auch immer. Der Tag war einigermaßen ereignislos. Ich hab mich in Arbeit vergraben, was nötig ist, weil Endspurt vorm Urlaub. Abends Kinder ins Bett gebracht, ein bisschen gekuschelt, dann Meerschweindamen sauber gemacht mit anschließendem Meerschweindamen-TÜV. Muffin ist dann morgen dran. Die Meerschweindamen sind Superschweinchen, haben jede ca. 25 Gramm wieder zugenommen (von den ca. 50 die sie, vermutlich durch etwas anderes Futter, nach dem Umzug zu uns abgenommen hatten), haben sehr viel Fell, hübsche Zähne, Ohren und Augen und jetzt auch frisch manikürte Pfoten. Niemand hat mich angepullert, insofern ein voller Erfolg.

Und jetzt muss ich wenigstens ein bisschen Schlaf nachholen. Heute war ein bisschen arg müde.