Tag 31

Es heißt ja, man wächst mit seinen Aufgaben.

Früher konnte ich zum Beispiel kein Blut sehen. Ich ekelte mich extrem vor Erbrochenem und hatte panische Angst vor Spinnen aller Art.

Heute klebe ich geduldig Pflaster auf Kinne und Wangen (nachdem ich den Schnodder entfernt habe natürlich) und sehe nach ob all das Blut im Mund nicht doch von einem ausgeschlagenen Zahn herrührt. Ich beziehe vollgekotzte Betten, Kinder und mich neu und tröste zeitgleich das schockierte Kind. Und wenn das Kind angerannt kommt und freudestrahlend ruft „Mama, komm, Spinne!“ schaffe ich es immerhin ein Glas über die halbtote Hausspinne zu stülpen, damit „der Papa die gleich rausbringen kann“.

Tag 30 – Besuch

Wir hatten jetzt seit Freitagnacht Besuch. Meine Freundin C. war da, die ich seit dem Studium kenne (also schon 11 Jahre!!!Einself!), ihr Mann A. und Besuchskind M., im ca. gleichen Alter wie das Kind. Das letzte Mal gesehen hatten wir uns im Sommer 2013, da waren die Kinder noch Babies. Trotzdem war es ein ganz toller Besuch, stressig zwar auch aber insgesamt richtig toll. Toll. Hach.

Erstmal: Das Kind und das Besuchskind. Liebe auf den ersten Blick. Im Highspeed-modus wurde unsere Wohnung auf den Kopf und wieder zurück gestellt, alle Spielsachen mussten vorgezeigt und bewundert werden, das schuhschachtelgroße Kinderzimmer inspiziert und der Klositz probiert werden. (Im Übrigen: zwei Stoffwindelkinder und beide keinen Deut früher dran mit trocken werden als der gefühlte Durchschnitt.) Nur zusammen in einem Zimmer schlafen klappte nicht. Weil: das Besuchskind braucht ABSOLUTE RUHE und alleine sein zum einschlafen. Es singt sich dann selbst in den Schlaf. (*Insert extremes Staunen here*) Ich würde es nicht glauben, wenn ich es nicht durch die Zimmertür gehört hätte. Ein Teil von mir glaubt es auch immer noch nicht. Ein anderer Teil sitzt in einer Ecke und wiegt sich hin und her bei dem Gedanken, dass sich das Kind wahrscheinlich eines Tages aus der warmen Umarmung eines_r Partners_in befreien und in unser Bett kriechen wird. Dann wird es seinen bärtigen Kopf auf meinen legen und Herrn Rabe seine Füße Größe 45 in den Rücken schieben. Und nach Pitsch-Patsch-Pinguin zum Einschlafen verlangen. Egal, jedenfalls wegen dieser Diskrepanz an Einschlafritualen konnten die Kinder nicht in einem Raum schlafen. Aber geschenkt, dafür spielten sich die Kinder so dermaßen in Grund und Boden, dass wir schon glaubten, sie würden nie mehr schlafen. Oder irgendwann einfach umfallen und dann drei Tage durchpennen. Und das Ganze relativ streitarm, jedenfalls für Kinder diesen Alters. Und weil die Kinder sich so prima selbst beschäftigten (bzw. mit maximal einem Erwachsenen als Reittier/Streitschlichter/Zugbaumeister/Buchvorleser dabei), hatten auch wir Großen Zeit für Austausch von Informationen aller Art. War ja auch trotz Facebook und co. nötig, nach der langen Zeit.

Sonntag sind wir dann alle aufgebrochen in den Norden, zum Namsskogan Familienpark. Mit dem Zug hin, eine Übernachtung im nicht so ganz empfehlenswerten Hotel, am nächsten Tag in den Park, der auch wegen Nebensaison nur von 10-15 Uhr aufhat. Dann zurück wieder mit dem Zug. Der Plan ging auf, wir waren in dem Park. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf, weil das mit dem Familienzimmer („Doppelbett im Loft, geräumige Schlafcouch im Wohnzimmer“) sich irgendwie als sehr viel enger und einräumiger herausstellte als gedacht. Und die Schlafcouch war auch kaputt und hing an einer Ecke herunter. In Verbindung mit undichten Pull-ups und übermüdeten Wutzwergen nicht grad ein Spaß. Aber der Park war sehr schön und quasi leer außer uns. Man kann auch fast glücklich sein, dass alle Attraktionen außer der Tiere geschlossen waren denn für Klettergarten und so sind die Kinder ja eh noch zu klein aber im perfekten Alter für uneingeschränkte Uneinsichtigkeit. So konnten wir immer ehrlich sagen: Das geht leider nicht, das hat heute zu. Und uns denken: Schlau von uns, genau diesen Zeitpunkt auszuwählen, nicht wahr? Im Tierpark gibt es heimische Tierarten (Bären, Luchse, Elche, Rentiere, Wölfe…) und nicht ganz so einheimische (Strauße, Alpacas, Kanadische Minischweine…). Allen gemein ist dass sie riesig viel Platz und sehr schöne Gehege haben, mit Rückzugsmöglichkeiten und so. Fast schon artgerecht. Trotzdem erkennt man als erfahrener Sendung mit der Maus-gucker, dass z.B. die Wölfe sehr an Menschen gewöhnt sind. Oder vielleicht haben sie auch nur überlegt, welchen von den Mini-Menschen wir wohl als erstes über den Zaun werfen würden. Jedenfalls waren das Kind und das Besuchskind hellauf begeistert. Und wir hatten alle unseren Spaß an Erkenntnissen der Kategorie „Alle Tiere kacken!“.

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Willkommen im norwegischen Nichts.

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Suchbild mit Hase.

Nachdem es nach ausgiebigem Tiere gucken und Picknick auch irgendwie schon halb drei war, haben wir noch kurz den Spielplatz besichtigt und Minibagger gefunden. MINIBAGGER SIND TOTAL GEIL. Äh, sagen die Kinder. *Hüstel* Ein Bällebad gab es auch. Und keinen, der kontrolliert hätte, ob wirklich nur die Kinder ins Bällebad hüpfen. I <3 Nebensaison!

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Hell yeah, Minibagger.

Nach dem Park und einer klitzekleinen Warterei ging es zurück in einem Zug mit drehbaren Sitzen und einem Spielplatz innendrin. Die Kinder waren aus dem Häuschen. Verständlich. Trotzdem waren bei den beiden inzwischen die Akkus so leer, dass sie irgendwann einschliefen, eins kuschelnd, das andere im Buggy alleine. Problem nur: wie zwei schlafende Kleinkinder und ein Baby mit einem Kinderwagen und einem Buggy vom Zug nach Hause bekommen? Gut dass das Besuchskind kleiner und schlanker ist als das Kind, ich hatte schon „schweres Kleinkind Tragetuch“ gegoogelt und mich wegen der drohenden Rückenschmerzen bemitleidet, aber das Besuchskind passte mit heraushängenden Gummistiefelfüßen tatsächlich noch in den Kinderwagen. Und das Baby hatte ja schon den halben Tag im Kinderwagen geschlafen (Norwegen halt: Wollschlafi an, Kinderwagen mit Lammfell drin, Daunendecke drauf und dann draußen sein –> Baby schläft zwei mal drei Stunden wie ein Stein), da konnte es den Wagen entbehren. Zu Hause haben wir sie dann tatsächlich alle schlafend in Betten verfrachten können. So schön :)

Gestern waren wir dann shoppen. Das Besuchskind zeigte erste Erschöpfungssymptome und wollte ohne Abendessen ins Bett. Heute haben alle Schnupfen und Herr Rabe musste nach einer sehr kurzen Nacht nach Oslo auf eine Konferenz, aber der verbleibende Rest hat noch einmal den Fjord besichtigt und dann einen Spielplatz. Da badete das Kind sehr effizient in einer Pfütze und musste dann mit meiner Jacke als Rock um die nackten Beine gewickelt nach Hause transportiert werden. Dann war es auch schon an der Zeit, unsere Freunde zum Bus zu bringen. Das Kind hatte leider wenig Verständnis dafür, dass sein neuer Lieblingsmensch M. jetzt nach Hause fliegt, es selbst aber nicht Flugzeug fliegen darf. Ich erklärte dem Kind, dass wir sicher auch bald wieder mit einem Flugzeug fliegen. Ergebnis: beim Abendessen erklärte mir das Kind „Morgen Flugzeug fliegen Deutschland! Morgen nicht Kindergarten.“. Das wird noch ein Spaß.

Tag 28 – Reitelche

Huch, so spät schon wieder.

Heute spielte sich im Tierpark folgende Szene ab:

Ich: Guck mal, Kind, da sind die Elche!
Kind: Elche. Groß sind!
Ich: Ja, die sind ganz groß.
Kind: Kann man nicht drauf sitzen.
Ich: Nee…? Kann man nicht drauf reiten. *denkt: wie kommt es denn darauf???*
Kind: Kein Sattel drauf. Schwierig sitzen drauf. *legt Stirn in Falten*
Ich: Jaaa, stimmt, da ist kein Sattel drauf.
Kind: Sattel kaufen! Elch sitzen drauf! *strahlt vor Freude*

Morgen muss ich mal nach Elchsätteln googeln. Und aufschreiben, wie das Alpaca gekackt hat.

Tag 27

Ein Hotel an einem Tierpark.

2/3 Kindern schlafen.

2/4 Erwachsenen ebenfalls.

Aber nicht mehr lange, wenn ich nicht bald aus dem Bad herauskomme und Herrn Rabe das brüllende Baby abnehme.

Morgen geht’s dann in den Tierpark. Also falls wir uns nicht heute Nacht noch alle umbringen, weil wir uns gegenseitig vom Schlafen abhalten.

Tag 25

Ein neuer Tag beginnt bekanntlich erst nach einer längeren Schlafepisode. Dementsprechend gilt das hier noch für gestern.

Der Bericht fällt auch kurz aus, da komplett fertig.

Muttisport Part II, Kondition. Trainerin schwanger. Keine Pippi diesmal. Mona. Wir hüpften auf Bällen. Interessant war das und anstrengend auch, aber nicht so doll anstrengend dass ich denke, joaaa, das hat nen Trainingseffekt. Naja, sehen wir mal wies weitergeht. Singen mussten wir auch, das Lied ist sehr norwegisch. Übersetzt geht es so:

Lauf im Wald, Lauf im Wald, Hacke Holz, Hacke Holz, Frier an den Füßen, Frier an den Füßen, Lauf lauf zur Mama heim.

Hmm ja.

Dann haben wir Freunde mit kleinem Baby besucht. Also, noch kleiner als unseres. Das war sehr nett, obwohl ich das Baby zweimal und mich einmal vorher umziehen musste wegen Babyverschmutzter Klamotten. Und sich das Baby dann auch noch bei den Freunden durchpillerte. Also mit geliehenen Klamotten nochmal umgezogen. Aber der Besuch war schön.

Dann zu Hause alles vorbereiten für den Besuch, der in diesen Minuten eintrudelt. Das ging so mäßig, weil das Baby am laufenden Band gebrüllt hat. Sogar im Tragetuch. Aber es hat irgendwie doch geklappt. Jetzt möchte ich aber gerne 8 Stunden am Stück durchschlafen, was nicht passieren wird.

Ach so: Marmelade kann anbrennen. Heute getestet. Ist nicht zu empfehlen.

Tag 24

Schon spät, deshalb Kurzversion.

  • Beim Statistikkurs gewesen, Einführung in SPSS. Zu spät gekommen, Raum nicht gefunden. SPSS ist Excel in besser und R für Arme.
  • Früher den Statistikkurs verlassen und zum Arzt. Baby mag nicht Auto fahren, am Maxi Cosi liegts aber nicht. Ich hab langsam den Eindruck, ich habe da ein kleines Mama-Kind (s.u.)
  • Beim Arzt gewesen:
    Ich: „Ich hab Rückenschmerzen.“
    Arzt: „Hmm.“
    Ich: „Und ich wüsste auch gerne, wie weit meine Bauchmuskeln wieder zusammengewachsen sind.“
    Arzt: „Soso.“
    Arzt: „Wie verhüten Sie denn jetzt eigentlich?“
  • Nach Hause gefahren. Zwischendurch kurz rausgesprungen und TK-Kirschen in dem einzigen Laden besorgt, in dem es die gibt. Noch Himbeeren mitgenommen, weil günstig.
  • Zu Hause Baby in den zweiten Stock geschleppt, Himbeeren in nen Topf geschmissen und gezuckert (morgen wird Marmelade gekocht), Baby gewickelt und fix wieder los.
  • Baby mag auch seinen tausendmillionen Kronen teuren Kinderwagen eher so nicht.
  • Gesundheitszentrum mit Baby: wiegt jetzt 5,2 Kilo. Ist aber sehr aufgeweckt und so. Ja, wusste ich schon. Sonst noch Fragen? Nein.
  • Auf dem Rückweg vom Gesundheitszentrum nen Kaffee geholt (ENDLICH!)
  • Versucht auf einer Bank zu sitzen und den Kaffee zu trinken. Baby says no.
  • Das Kind abgeholt. Mit dem Kind auf dem Spielplatz gewesen. Menschen getroffen. Davon überfordert gewesen (Kind fands aber gut). Ein Mädchen sagte freudestrahlend zu mir „Dein Kind ist ordentlich unheimlich!“. Ich versuche diese Aussage noch auszuwerten.
  • Nach Hause gegangen. Auf dem Weg beschlossen, heute nicht mehr zum Ballett zu gehen.
  • Wäsche zusammengelegt.
  • Abendessen: Fischstäbchen und Salzkartoffeln. Danke, Herr Rabe :)
  • Baby bespaßt. Baby ist wirklich sehr aufgeweckt. Wir führen angeregte Unterhaltungen:
    Ich: „Na du süße Speckmaus?“
    Baby: „Göh!“
    Ich: „Jaaa? Göh?“
    Baby: „Hrrggglll!“
  • Brownies mit Kirschen gebacken. Tausend Eier, ein Zentner Butter, ein Zentner Zucker, ein Zentner Schokolade, eine Prise Mehl. Babäääämmm. Ich hoffe sie sind so lecker wie sie riechen. Morgen gehts einen Arbeitskollegen besuchen, der einen Sohn im Alter des Kindes und eine Tochter von knapp zwei Wochen hat.
  • Das Baby lässt sich vom Papa quasi nicht beruhigen, er macht haargenau das Gleiche wie ich aber das Baby brüllt wie am Spieß. Um maternal gatekeeping wissend, nehme ich ihm irgendwann das Baby dann doch ab und es beruhigt sich sofort. Der Herr Rabe wird das baby wohl mal mehr im Tragetuch herumschleppen müssen, damit das besser klappt. Zumindest meinen Rücken wird’s freuen.
  • Den gefährlichen Abfall zum ersten Mal in zwei Jahren rechtzeitig an die Straße gestellt.
  • Jetzt. Bett.

Ansonsten glaube ich ich hab ein Loch im Zahn. Aber es tut nicht weh. Eigentlich merke ich gar nix. Zahnarzt ist hier so krass teuer, da bezahl ich lieber in Deutschland privat. Unser Weihnachtsurlaub füllt sich mit spaßigen Terminen, bevor wir überhaupt angefangen haben ihn zu planen.
Und in meinem linken Ohr piepts. Hmm. Warum wohl?

Tag 23

Dieser Statistikkurs fängt an mir auf die Nerven zu gehen. Heute war wieder Vorlesung, es ging um diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Das heißt, zuerst mussten wir noch den Rest der letzten Vorlesung machen, nämlich den Satz von Bayes. Der ist sicherlich nützlich für Mediziner und Pharmazeuten und so, für mich hatte er eher einen abstrakten Reiz. So simpel, so gut, und wahrscheinlich vom Durchschnittsmediziner so verschmäht. (Für die Interessierten: es werden im Falle unseres Kurses Sensitivität und Spezifität eines Tests mit der Prävalenz einer Krankheit in Verbindung gestellt. Wenn eine Krankheit sehr selten auftritt, bedarf es einer hohen Spezifität und Sensitivität, um die tatsächlich Kranken zu diagnostizieren, aber dabei falsch positive Ergebnisse zu minimieren).

Das ist auch schon das Kernproblem das ich mit dem Kurs habe, mal abgesehen von dem nicht so ganz packenden Vortragsstil: das ist ein Kurs für Mediziner. Mediziner wenden im Idealfall die Statistiken korrekt an und verstehen grob, worum es geht. Die meisten im Kurs scheinen jedoch eher anzupeilen, irgendwie die Klausur zu bestehen und dann die Studienpunkte einzuheimsen. Oder vielleicht schlafen die auch alle mit offenen Augen, es regt mich jedenfalls kolossal auf, dieses kollektive Glotzen und Schweigen in dem Kurs. In Kombination mit dem unfähigen (oder einfach genauso genervten?) Dozenten beschleicht mich mehr und mehr die Ahnung, dass ich mir die Vorlesungen auch gut sparen könnte. Weiteres Beispiel gefällig? Nachdem die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte für die Definition einer Zufallsvariable draufgegangen waren, hielten wir uns geschlagene dreißig Minuten mit einer Erklärung des Gesetzes der großen Zahlen auf. Das Gesetz besagt, „dass sich die relative Häufigkeit eines Zufallsergebnisses in der Regel um die theoretische Wahrscheinlichkeit eines Zufallsergebnisses stabilisiert, wenn das zu Grunde liegende Zufallsexperiment immer wieder unter denselben Voraussetzungen durchgeführt wird.“ Die Erklärung war: ich habe einen Würfel, der hat zweimal einen Punkt, zweimal zwei Punkte und zweimal drei (ein normaler Würfel mit sechs verschiedenen Seiten wäre vermutlich zu kompliziert gewesen). Wenn ich den Würfel ganz ganz oft werfe, wird der Mittelwert der Würfe immer stabiler um zwei herum pendeln. Was aber für jeden einzelnen Wurf erstmal gar nix sagt, sondern nur für den Mittelwert. Nach 10 Minuten mit diesem Beispiel wollte ich gerne aufstehen und alle anbrüllen „IST DAS DENN SO SCHWER ZU VERSTEHEN???“, aber dann wäre das Baby bestimmt aufgewacht.

Die Übungen lassen sich im Übrigen mit mittelmäßigen Excel-Kenntnissen gut lösen. Nach sechs Jahren in meinem Beruf verfüge ich über ziemlich gute Excel-Kenntnisse, zumindest was das Auswerten von medizinischen/pharmazeutischen/naturwissenschaftlichen Experimenten angeht. Da ist also auch kein Erkenntnisgewinn zu erwarten. Seufz.

So, jetzt habe ich mich aber genug ausgekotzt. Morgen muss ich zu einer geradezu absurden Zeit aufstehen um dann zur Vorlesung „Einführung in SPSS“ um 08:15 auf der Matte zu stehen. Ich werde mir viel Kaffee mitnehmen. Der hält mich erstens wach und sorgt zweitens für häufige Klo-Pausen. Und dann muss ich leider auch früher gehen, ich muss nämlich zum Arzt und mir Blut abnehmen lassen um meine Schilddrüsenwerte zu kontrollieren. Ich hoffe, tausend Liter Kaffee verfälschen das Ergebnis nicht…

Tag 22 – Das Bärchen

Heute war ein sehr sehr aufregender Tag.

Der Milchmensch hat mich unter dieses Dings gelegt. An dem Dings baumeln bunte Dingse und wenn man darüber so aus dem Häuschen ist wie ich heute und dann mit allem zappelt was man so hat und dann dagegen haut dann bimmelt das Dings in der Mitte, ich nenne es mal Bärchen, jedenfalls es BIMMELT!!!

Ich hab dem Bärchen natürlich gleich meine ganze Lebensgeschichte erzählt und wir haben uns ganz angeregt unterhalten aber irgendwann hat der Penner angefangen mich zu provozieren mit seinem dämlichen Grinsen immer und dann musste ich es ein bisschen anschreien. Dann hat der Milchmensch mich wieder abgeholt.

Später hat der kleine Mensch dann auch noch Quatsch mit mir gemacht, er hat mit dem Milchmenschen etwas gespielt das „Autocrash“ heißt und dann „Wasserflugzeug“. Es war sehr laut und manchmal hat der kleine Mensch mir aus Versehen bunte Plastikklötze an den Kopf gehauen, weil er so wild gespielt hat. Aber danach hat der kleine Mensch mir ein neues Plastikdings in den Mund geschoben, das ist viel besser als die anderen Plastikdingse, die find ich doof, die sind gar nicht wie die leckeren, weichen Milchdinger vom Milchmenschen. Das neue Dings ist natürlich auch nicht soooo gut aber schon besser als die anderen.

Das war alles wahnsinnig aufregend, ich musste dann den Rest des Tages unbedingt im Tragetuch sein oder eingepuckt auf dem Bauch vom Bartmenschen liegen. Das habe ich sehr lautstark eingefordert, man muss sich ja gegen den kleinen Menschen durchsetzen, nicht wahr?

Bis bald mal –

Das Baby