Tag 1275 – Klärungsbedarf.

Ich bin ein Fan von direkter Kommunikation. Ehrlich und grade raus und ohne Schnörkel und Meta-Message und hundert Ohren die in Schweigen weißnichtwas reininterpretieren. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand auf „hast du kurz Zeit“ mit „grad nicht“ antwortet, bin aber auch schnell genervt, wenn Leute „fünf Minuten“ sagen und 30 meinen. Wie schön wäre die Welt, wenn wir alle nur sagen, was wir meinen und nur verstehen, was gesagt wurde. Halleluja. Ein Paradies.

Stattdessen sitze ich nun vor Mails und versuche zu raten, was Person A mir mit ihrem Sermon sagen will. „Wir wollen X und Y und am liebsten X schon unter GMP weil wir dann Y vielleicht irgendwann in klinischen Studien und dafür muss ja GMP aber erst mal X, was müssen wir dafür machen?“ und meine Ohren schlackern und mein Hirn versucht Sinn da reinzudichten und am Ende sitzen wir mit mehreren zusammen und versuchen Sinn im Unsinn zu erkennen und enden mit „die müssen erst mal wissen was sie wollen und dann müssen sie das auch so formulieren, dass wir verstehen, was sie wollen“.

Ich mag auch nicht, wenn ich nicht weiß, woran ich bin. Heute hätte ich fast beim Mittagessen ein paar (für die anderen) unangenehme Dinge gesagt, weil ich die vom Tisch haben will. Weil es aber 50% der Gruppe nix angeht, was meiner Meinung nach auf dem Tisch liegt, biss ich mir auf die Zunge. Mal sehen, wie lange noch. Interessanter Weise erfuhr ich später zufällig etwas mehr über die Dinge, die auf dem Tisch liegen und es passt sehr ins Bild und bestärkt mich darin, es anzusprechen, aber leider haben die Beteiligten einfach nie Zeit und das nervt gewaltig. Und wäre gar nicht nötig, wenn man einfach ehrlich miteinander wäre.

(Nicht, dass Sie sich sorgen. Ich bleibe da, wo ich jetzt bin. Gekommen um zu bleiben.)

Vielleicht kriege ich deshalb im Moment von Twitter so schlechte Laune. Nonmentions, Allianzen, Filterbubbles und das ganze sich gegenseitig an den Karren gepisse hier, ultimative Konfliktvermeidung da… immer wenn ich es aufmache, hauen sich grad welche verbal die Köppe ein, manchmal sogar Leute, die ich mag, auf beiden Seiten. Gleichzeitig doziert wer darüber, was ich nicht sagen darf, weil sich irgendeine marginalisierte Gruppe, an die ich noch nicht mal im entferntesten gedacht habe, dadurch abgewertet fühlen könnte. Dabei ist genau das nicht dran denken das Problem, es geht einfach gar nicht, dass man als durchgehend privilegierte (also westeuropäische weiße, gebildete, gut verdienende, schlanke, heterosexuelle Cis-Frau) nicht permanent jede noch so kleine Minderheit mitdenkt. Ich ziehe schon meinen Bußgürtel enger, weil ich bestimmt Privilegien vergessen habe. Ich mag nicht mehr. Ich habe keine Lust mehr, drauf zu achten, dass ich bestimmte Tweets nicht like, weil irgendwem anders das missfallen könnte, dass ich das geliked habe und schwupps brennt die Filterbubble weil „hast du nicht mitgekriegt, wie DIE damals DEM…“.

Vielleicht mache ich da mal wieder ne Pause. Sparked kein joy. Regt nur auf, zieht runter und die Leute auf/über die ich mich echt freue, kann ich an einer Hand abzählen (und im Zweifel anderswo verfolgen).

Tag 1273 – Ein paar Gedanken.

Heute fertig inspiziert. Es kamen nicht allzu viele Eichhörnchen vor, aber ich habe ein paar Insider-Tipps von meinem Kollegen bekommen und weiß nun, dass meine Kollegin nicht gern gewisse Teilaspekte von Inspektionen macht, weil sie das Gefühl hat, darin nicht gut zu sein. Beides mildert das Gefühl, dass ich wenige der Beobachtungen mit Sicherheit auch allein gefunden hätte. Einige ja, im Labor fühle ich mich zu Hause (und immer wenn ich in einem stehe denke ich, wie schön das ist, da nicht mehr tagaus, tagein irgendwelche Proben in irgendwelche Geräte zu stellen, dann zu hoffen, dass alles klappt und am Ende irgendwelche Daten irgendwie auszuwerten), da weiß ich wo die dreckigen Socken liegen könnten. Aber im reinen Dokumententeil der Inspektion… ich bin da noch unsicher. Was ok ist, denke ich, ich lerne ja noch. Ich muss ja noch nicht alles können und alles wissen, genau deshalb bin ich ja Observatør und genau deshalb frage ich auch, entweder direkt oder (wenn es um „ist das nun echt Murks oder nur so ein Gefühl?“ geht) halt hinterher. Natürlich will ich aber auch nicht rüberkommen, als wär ich total blöd und das ist nun mein täglicher Drahtseilakt bei Inspektionen: genug nachfragen, um Wissensdurst zu stillen, aber auch nicht die ganze Unsicherheit, die ja, sein wir mal ehrlich, auch einfach noch zu 90% aus Altlasten besteht und gar nichts mit dem neuen Job zu tun hat, raushängen zu lassen. Uff.

Hier stand bis eben ein Sermon über Außenwirkung und was man wem gegenüber so preisgibt und warum nicht. Aber das regt mich grad zu sehr auf darüber zu schreiben, also mache ich es ganz kurz: zu beurteilen, ob jemand glücklich ist, steht nur dieser Person zu. Jemandem, der irgendwie wirkt, sagen wir mal, glücklich, zu unterstellen, er*sie verberge was, sagen wir mal, tiefes Unglück, ist vermessen und falls Sie mal sowas zu mir sagen sollten, werde ich vermutlich ziemlich bissig*. Jemandem dann auch noch ungefragt wegen der vermessenen Einschätzung tiefen Unglücks aufgrund äußerlichen Glücks** zu umarmen oder ähnliches ist grenzüberschreitend und einfach völlig daneben. Machen Sie sowas nicht, oder wenn, rechnen Sie mit körperlicher Gegenwehr.

So. Soviel zu „glücklich wirkende Menschen einfach mal umarmen, die haben’s nötig“.

(Könnt mich aufregen.)

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Noch ein Gedanke: in England werden wohl bestimmte Eichhörnchen (nicht die von den Strommästen) zum Verzehr angeboten und alle schreien, weil Eichhörnchen, die sind ja niedlich. Nicht so wie Lämmer zum Beispiel, die sind nicht niedlich, die kann man essen. Mäh, mäh. Oder Schweine, die zum Teil unter fiesen Bedingungen gehalten werden, das ist viel besser als so ein freilaufendes Eichhörnchen. Oder Kühe, die sind ja so überzüchtet, die kann man auch essen, die kämen ja in freier Wildbahn gar nicht klar, haha, aber wer eingeschleppte Eichhörnchen isst, die dabei sind, heimische Arten zu verdrängen, mit dem stimmt was nicht. Und es ist auch ein riesiger Unterschied zwischen einem im Wald geschossenen Reh und einem im Park geschossenen (?) Eichhörnchen, dochdoch, na sicher. Weil Eichhörnchen sind niedlich.

(Könnt mich auch aufregen.)

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*in meinem Fall hat das besondere Gründe, die hier nichts zur Sache tun und die Sache nicht ändern

**muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen.

Tag 1272 – #WmDedgT im Februar ‘19.

Ja, es ist schon wieder der 5. und da will Frau Brüllen wissen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Also will ich das mal aufschreiben.

Ganz kurze Zusammenfassung: inspizieren.

Etwas länger: Der Wecker klingelt um viertel nach fünf, wie immer. Ich quäle mich mit viel Mühe aus dem Bett, ich habe beschissen geschlafen. Wie immer mache ich zuerst die Kaffeemaschine an, seit gestern hat sie eine eigene Steckdose und funktioniert deshalb endlich unabhängig von der Arbeitsplattenbeleuchtung, was natürlich um die Zeit völlig egal ist, weil das Licht eh an ist. Ich mache den Haferbrei für die Kinder fertig und dann gehe ich duschen. Nach dem Duschen, Eincremen, Föhnen und anziehen und schwupps ist es sechs, ohne Witz, ich habe keine Ahnung wo morgens diese Zeit hingeht, sie verfliegt einfach ohne dass ich gefühlt irgendwas sinnvolles tue.

Ich mache Kaffee und will grade etwas angesäuert den Mann mit Kaffee aus dem Bett werfen locken, da kommt er mir mit Pippi auf dem Arm entgegen. Gut, dann gehe ich mich schminken. Als ich damit fertig bin, sind beide Kinder immerhin wach und ich schicke sie zum Anziehen nach oben, wo Herr Rabe duscht. Ich mache so lange Brotdosen (schlechte Absprache gestern, daher ist das nicht gestern schon passiert) und packe den Kinderkram und meinen Kram zusammen. Um fünf vor sieben (die Zeit! Wo geht sie hin???) stehen Nörgel-Pippi und Laber-Michel im Flur und machen mäßig mit, Herr Rabe rödelt noch. Wir labern Klamotten an die Kinder und sind tatsächlich um kurz nach sieben alle im Auto. Pippi hat Kacklaune, weil sie ihre Thermoskanne nicht mit Kakao füllen durfte, aber das kann ich nicht wirklich ändern.

Wir setzen Michel an der Schule ab und er geht allein in den Hort-Raum, wir schrecklichen Rabeneltern.

Ich setze Herrn Rabe und Pippi am Kindergarten ab, drehe, warte kurz, sammle Herrn Rabe wieder ein und wir fahren zum Bahnhof. Wir bekommen beide den Zug um 07:30 und ich schreibe meiner Kollegin, dass ich von der Zugstation zum Hersteller laufe, weil ich früh genug bin.

Ich sitze also erstmal eine knappe Stunde im Zug und dann gehe ich eine viertel Stunde durch einen verschneiten Osloer Vorort. Tatsächlich bin ich um zwanzig vor neun zeitgleich mit der SMS meiner Kollegin beim Hersteller: der Kollege nimmt den Zug, der in Eidsvoll um 07:51 gefahren wäre, der hat aber 10 Minuten Verspätung. Ich feiere, dass ich der Igel bin und ziehe schon mal meine besseren Schuhe an. Meine Kollegin und der Kollege kommen um 08:56 mit dem Taxi.

Dann Inspektion. Geheim halt. Ich schlage mich wacker, denke ich. Dieser Hersteller ist ganz anders als der letzte, in ganz vieler Hinsicht. Unpassender Weise muss ich bei einer Geschichte wirklich lachen. Tjanun.

  • Wir inspizieren nach dem Mittagessen direkt die Produktionsanlage und das Labor und ich bereue meine Schuhwahl. Ewig lang neben einem Dings stehen und sich alles in allen Feinheiten zeigen und erklären zu lassen, macht mit mittelhohen Absätzen schon nur noch mittel viel Spaß.
  • Heute inspizieren wir bis kurz nach fünf und sitzen dann zusammen bis halb acht. Ich überrede meine Kollegin und den Kollegen zum Laufen statt Taxi und so kriegen wir einen Zug um viertel vor acht. Ich steige noch um und sitze bis zehn vor neun im Zug, wo ich erst recherchiere, ob ein Bus nach Hause kommt, wenn ich in Eidsvoll bin (nein), ob ich einfach ein Taxi nehmen kann (nur mit gutem Grund) und dann, ob ein guter Grund sein könnte, dass ein Taxi für den Staat günstiger sein könnte, als mich für eine halbe Reisestunde zu bezahlen (knapp, so knapp, dass ich das nicht ohne vorher das ok von meiner Chefin eingeholt zu haben machen will). Ich seufze herum und beschwere mich bei Herrn Rabe und der sagt, er holt mich ab. Ich hadere damit, dass er dann ja die Kinder allein zu Hause lassen muss. Michel gibt sein ok, der ist nämlich noch halb wach, damit ist das geklärt.
  • Ich fange schon mal an zu bloggen und dann bin ich auch schon am Bahnhof und werde schon abgeholt. Um neun sind wir zu Hause. 14 Stunden unterwegs.
  • Die Reihenfolge zu Hause ist Klo–Essen/mit Herrn Rabe unterhalten–Sofa/Bloggen–Bett. Ich bin sehr fertig und morgen klingelt der Wecker wieder um viertel nach fünf. Mal sehen, ob wieder ein paar Eichhörnchen gegrillt werden.
  • Tag 1271 – Møte, møte, møte.

    Einleitung 1: Ich wollte heute gern ein klärendes Gespräch mit meiner Team-Chefin führen, die ist aber so etwa bis in zwei Wochen durchgehend in irgendwelchen Meetings.

    Einleitung 2: selbige Team-Chefin sagte heute im Meeting (sic) zur Besprechung des Jahresberichts und den darin auftauchenden Diskrepanzen zwischen Fristen und tatsächlichem Abliefern: „Ein Problem ist auch, dass wir alle zu viel in Meetings sitzen. Dadurch schaffen wir unsere eigentliche Arbeit nicht mehr.“

    (Da möchte man ja schon ganz Loriotesk „ACH!“ rufen, aber es kam ja noch besser.)

    Tatsächliche Story: in selbigem Meeting, nach der Besprechung des Jahresberichts, diversen Neuerungen auf Datenmanagement-Seite (die neue Team-Chefin macht nicht alles so weiter, wie es der alte Team-Chef seit immer gemacht hat und die Inspektør hier seufzt aus Gründen erleichtert) und „bitte tragt eure Urlaubswünsche da und da ein“ bekamen wir noch Besuch. Der Besuch stellte uns ein neues Tool vor, eine Art Datenbank, die wir ab demnächst benutzen müssen, allerdings längst nicht alle von uns und vor allem brauchen wir diese Datenbank eigentlich nur, um einen ganz bestimmten Prozess nachvollziehen zu können. Die Vortragenden stellten uns aber sämtliche drülfzig verschiedenen, zum Teil noch unausgegorenen und zum Teil auch noch gar nicht implementierten Funktionen vor. Über eineinhalb Stunden lang. Nach etwa dreißig Minuten dachte ich, ja, alles klar, ich klicke also dann da und dann sehe ich, was da passiert ist und kann dann überlegen, ob ich da oder da anrufe und wen ankacke frage, was da wohl los war. Gut! Nein. Denn es ging noch ewig so weiter. „Wir können auch alle Mails an Sie alle weiterleiten!“ (Äh, nein Danke? Ich möchte bitte nur Mails, die für mich relevant sind, nicht tonnenweise Spam…) „Und dann können Sie hier einfach immer gucken…“ (Genau. Wie ich dann demnächst* immer sagen werde „Und wie stellen Sie sicher, dass da auch geguckt wird?“) „Hier machen wir dann noch diese Funktion hin, aber das muss noch von der EU…“ (Jesus. Ich will keine schöne Zukunftsmusik hören. Was zählt ist was jetzt da ist.)

    Und weil das alles ja noch nicht reichte, ignorierte der Ex-Team-Chef nach Kräften meinen sehr demonstrativ mit den Hufen scharrenden** Kollegen und besprach noch tausendundeine Feinheit der „vielleicht irgendwann mal“-Features dieses Systems mit dem Besuch. Während 15 weitere Anwesende an ihren Schreibtisch dachten und an die schlechten Ergebnisse im Jahresbericht.

    Nach dem Meeting ging ich an meinen Schreibtisch zurück und hängte die verschwendete Stunde hinten dran. Mit leicht rauchendem Kopf. Und wenn es mir so geht, auf deren Tisch noch gar keine Fristsachen liegen, wie soll es dann denen gehen, bei denen die Deadlines schon wie Zombies über den Schreibtisch wanken und die sich zudem grad anhören durften, wie schlimm das ist, dass sie ihre Ziele nicht erfüllen weil sie permanent in Meetings rumhängen? Gnarfz.

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    Abends mit Michel Hausaufgaben gemacht und viel Spaß gehabt. Ich sehe das mit den Hausaufgaben ganz entspannt, dadurch geht es auch bei Michel einigermaßen ohne Wutausbrüche. Dafür macht er nur Blödsinn. Tjanun, möchte ich da sagen, nach einem 10-Stunden-Tag in Hort und Schule und dann wieder Hort würd ich vielleicht auch nur noch rumalbern und mal mit beiden Händen oder mit geschlossenen Augen schreiben.

    Was ich aber faszinierend finde: dass er gar nicht merkt, dass die „Lösung“ für die Aufgaben dauernd daneben steht. Die Aufgabenstellungen sind nämlich oft so: ein Bild von einem Baum, darunter steht „Baum“, daneben die Wörter „Baum, Traum, Ball“. Aufgabenstellung: „Kreise das richtige Wort ein und schreibe es darunter.“ Vielleicht bin ich echt übermäßig systematisch veranlagt, ich würd nach den zwei gleich aussehenden Wörtern suchen, einkreisen, abmalen, fertig. Vermutlich könnte ich bis heute nicht schreiben. Aber das bin ja nur ich, und ich bin 33 und kann seit fast 30 Jahren lesen, insofern bin ich da wirklich kein Maßstab und die Macher*Innen von Schreiblernbüchern denken sich ja sicher was dabei. Und so hab ich was zu wundern, win-win.

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    *genau genommen ab morgen. Wünschen Sie mir irgendwas, am besten, dass mich das verfluchte „Ich kann das nicht!“-Gefühl nicht wieder einholt

    **noch nie habe ich jemanden so aggressiv Zettel einsammeln sehen

    Tag 1270 – Akute Unlust.

    Pippi hat heute festgestellt, dass Schnee kalt ist. Und tiefer Schnee tief* und dass man da schlecht drin laufen kann. Dementsprechend hatte sie plötzlich gar keine Lust mehr auf Schlitten fahren, als wir an der Rodelbahn angekommen waren.

    Ich nahm sie auf den Schoß und wir schauten Michel und Herrn Rabe beim Schlitten fahren zu. Herr Rabe und ich hätten uns da natürlich abwechseln können, aber ich bin bei der ersten Tour mit Michel sehr unelegant vom Schlitten gesegelt und hatte danach frischen Puderschnee in jeder Falte meiner Kleidung, im Kragen, in der Hose und, ach, also Schlitten fahren finde ich nur so mittel gut.

    Pippi war zwar auf meinem Schoß wenigstens ruhig und weinte nicht mehr, aber nach jeder Tour, die Herr Rabe und Michel auf dem Schlitten machten meinte sie „So! Jetzt können wir fahren.“ Michel ließ sich dann aber tatsächlich auch nach recht kurzer Zeit zum Aufbruch nach Hause überreden, es wehte ein kalter Wind und wir alle hatten Hunger. So war das dann ein eher kurzer Ausflug.

    Fehler
    Dieses Video existiert nicht

    Was auch nicht so gut lief wie geplant war meine Fingernägel zu lackieren. Irgendwie hatte ich es nach anderthalb Händen so gründlich vermurkst, dass ich dann alles abgemacht habe und dann war es so spät, dass die Zeit nur für Pflegelack reichte. Naja, Hauptsache nicht nackige Nägel: ein Nagellack hat abgefärbt und jetzt sehen meine Fingernägel leider aus, als würde ich rauchen, aber mit allen 10 Fingern gleichzeitig.

    An sich aber ein sehr schöner und geruhsamer Wochenendtag.

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    * der Schnee war so hoch, dass ich kurz befürchtete, ich würde Michel, der direkt nach Ankunft an der Piste mal musste, dafür hochheben müssen. Seine Körpergröße reichte dann aber grade so, um auf den Schnee zu pullern statt nur dagegen.

    Tag 1269 – Supermus.

    Michel hat uns heute sein Malheft aus dem Hort gezeigt. Es ist sehr niedlich alles. Ich glaube, hier hat er unser Haus gemalt:

    Es ist nämlich so: unser Garten ist halb rund und neben dem Haus (Check), vorm Haus steht direkt eine Straßenlaterne (Check) und unsere Fenster haben Kreuze drin (Check).

    Dann gibt es wohl neues von Supermus:

    Man erkennt es am Cape. Vielleicht ist es auch ein Meerschweinchen oder ein Igel, auf jeden Fall mit Cape also ein Superheld.

    Noch ein paar Bilder von unserem Essen heute, einfach weil es so lecker war und ich, die ich nur alle Jubeljahre Fleisch zubereite und für jeden Pups erst im Internet nach Rezepten suchen muss, das doch ganz gut hingekriegt hab. (Vegetarier*Innen können nach den Maiskolben aufhören zu lesen.)

    Das kann ich noch ohne Rezept. Sous-vide Maiskolben (klingt viel besser als „waren in so ner Vakuumverpackung und da drauf stand ‚vor dem Servieren 3-5 Minuten in kochendes Wasser legen, dann aufschneiden‘, also hab ich das so gemacht“) und Butterkartoffeln.

    Sabber, Sabber

    Medium-Rare. Für’s nächste mal (in fünf Jahren dann) hier die Mischung aus verschiedenen Tipps aus dem Internet

    • Backofen vorheizen, 150 Grad, dazu auch schon einen Teller reinstellen
    • Fleisch wirklich heiß anbraten, 1 Minute pro Seite. Fettspritzerschutz nicht vergessen
    • Mit Zange umdrehen
    • Soeben angebratene Seite mit Salz und Pfeffer würzen
    • Wenn beide Seiten angebraten und gewürzt sind: in den Ofen auf den Teller. 5 Minuten ca.
    • Draufdrücken: sollte etwa so fest sein wie die Nasenspitze
    • Fertig. Achtung: heißer Teller sieht aus wie kälter Teller.

    Omnomnom. Das war wirklich sehr lecker. Und so simpel.

    Tag 1268 – Hupsi.

    So spät schon. Und noch nix gebloggt. Das ist jetzt natürlich blöd, weil ich schon vorm Fernseher eingeschlafen bin und mich mit Müh und Not ins Bett geschleppt hab, jetzt mag ich auch nicht mehr schreiben. Ich möchte einfach schlafen.

    Ach ja: Wenn Sie morgen nichts mehr von mir hören, hat es wohl so viel geschneit, dass das Internet eingefroren ist. Oder so.