Tag 1245 – Das wollte ich ja so.

Ich fragte heute meine Patin, was ich wohl dringend vor der 1. Inspektion, an der ich teilnehmen werde, wiederholen sollte.

Danach lud ich das halbe Internet runter und, weil ich nicht gut stundenlang am Bildschirm lesen kann, druckte es auch gleich aus. Migräne oder Regenwald, manchmal muss Frau sich entscheiden.

Bis auf das unterste (Das norwegische Arzneimittelgesetz) sind das übrigens genau die gleichen* Dinge, die ich im April auch schon durchgeackert und danach frustriert in die Altpapiertonne gestopft hab.

Aber das wollte ich ja tatsächlich so und deshalb ist das auch nicht schlimm.

Und der Ausblick!

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Heute etwa drei mal von unterschiedlichen Seiten gefragt worden, ob ich Qualified Person** gewesen sei. Bei der nächsten antworte ich mit dem entsprechenden Paragraphen, der besagt, dass ich zu meinen Industriezeiten keine QP gewesen sein kann, weil man, um QP zu sein, zwei Jahre Arbeitserfahrung braucht. Ich bin da nicht nur altersmäßig ein Exot, ich komme außerdem aus Arbeitslosigkeit, von der Uni und war noch nicht mal QP. Ich poliere einfach weiter meine Fanfare***.

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Heute Abend dann socializing event: Weihnachtsfest für die Angestellten mit Kindern. War ganz nett, ich hab jetzt mal ein paar der anderen Menschen mit Kindern aus der Behörde kennengelernt, ich bin nicht die einzige, andere Abteilungen sind da auch stärker repräsentiert. Voll war es trotzdem wirklich nicht, aber Michel war sehr glücklich, meine neue Arbeit mal zu sehen. Herr Rabe war sehr genervt, die Kinder waren wohl auf dem Weg zur Behörde ordentlich anstrengend.

Der Weihnachtsmann war da!

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*Zwei Änderungen: Advanced Therapies sind jetzt ein eigener Part im EudraLex (statt ein Annex zu sein) und ein Annex ist dazu gekommen – Real Time Release Testing. Because apparently it’s a thing.

**Die Person in einem Herstellbetrieb, an der die ganze Verantwortung hängt, weil sie die Batchfreigabe macht. Also unter jeden Batzen Dokumente, die mit einem Produktionsbatch erzeugt wird, ihre Unterschrift setzt, dass dieser Batch so in Ordnung**** ist und verkauft/weitergegeben werden kann.

****Also nach den internen, von der Behörde im Rahmen der Zulassung so genehmigten Vorschriften und unter Einhaltung der Qualitäts-Akzeptanzkriterien und ohne besondere, qualitätsrelevante Vorkommnisse durchgeführt.

Tag 1244 – Hopps!

Michel ist heute beim Skitraining das erste mal gesprungen. Ich war drinnen in der Skihütte und habe versucht, Guidelines zu lesen*, deshalb habe ich das nicht gesehen. Was wohl gut ist, weil ich gar nicht weiß, wie begeistert ich davon wäre, würde mein Kind Skispringer. Bei den Profis sieht das hinreichend sicher aus, aber ich bin sicher, deren Eltern mussten in jüngeren Jahren öfter mal diverse Blessuren versorgen und haben vermutlich auch das ein oder andere mal in der Notfallpraxis gewartet, während drinnen das angehende-Skisprung-Profikind genäht oder gegipst wurde. Da denkt man, Langlauf sei harmlos und dann kommt der Sechsjährige mit rot glühenden Wangen angelaufen und erzählt von seinen Sprüngen. Aber Hauptsache, er hat Spaß, ne?

Und den hat er und das ist alle absurden Sorgen um ungelegte Skisprungeier allemal wert. Und auch, dass er unbedingt am Wochenende Skilaufen will, kann ich verkraften, aber wo kriege ich denn nun so schnell Ski her? Und lerne Skilaufen?

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Ich bin todmüde. Und habe heute nach einer… ich nehme mal an einfach unbedachten Bemerkung mir gegenüber der hässlichen Fratze des Impostorsyndroms direkt wieder ins Gesicht geblickt. Aber nur kurz, dann überwog schnell der Ehrgeiz, es nun allen zu zeigen. Das ist mal ein Fortschritt seit dem PhD, da war mir der echte Ehrgeiz, der, der es nicht nur irgendwie über die Ziellinie schaffen will, sondern der schon mal die Fanfaren poliert und die Flaggen bügelt, der war mir da abhanden gekommen und jetzt ist er wieder da, mein alter Freund.

Trotzdem müde. Morgens um viertel nach fünf bläst hier leider keine Fanfare.

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Steuerkarte abgerufen und Schreck bekommen: der Lohnsteuersatz war routinemäßig auf das Letztjahres-Einkommen berechnet worden. Würde ich nur diese Steuern zahlen, käme mit dem Steuerbescheid nächstes Jahr eine wirklich schmerzhafte Nachzahlung auf mich zu. Was lobe ich mir in solchen Fällen Norwegen: einmal eingeloggt lässt sich einfach unter Angabe des neuen Einkommens eine neue Steuerkarte beantragen. Das tat ich heute am frühen Nachmittag als Kaffeepausenbeschäftigung und heute Abend kam die neue Steuerkarte. Was das für ein Aufriss mit Post und Zeug in Deutschland wäre, will ich mir gar nicht vorstellen.

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*ohne Erfolg, ich döste über Partikelgrenzwerten verschiedener Reinraumklassen ein.

Tag 1243 – Neue Themen.

Das erste mal bei einem Meeting aller Inspektør*Innen gewesen. Es war auf fünf Stunden angesetzt und wurde überzogen, danach machte mein Kopf nur noch diffuses Rauschen aus dem ab und an seltsame Abkürzungen hochschwommen. Alles in allem wohl ganz normal für den 4. Tag im neuen Job. Wurde im Meeting natürlich auch vorgestellt, stotterte nur wenig herum aber so langsam macht sich das „What am I doing here?“-Gefühl breit, was wohl auch zu neuen Jobs gehört wie das lustige Bild auf der Schlüsselkarte. Immerhin, das werte ich als Kompliment und gutes Zeichen, wurde ich danach fast in ein weiteres Lag abgeworben, nämlich das der Biolog*Innen. Advanced Therapies, Large Molecules, Biopharmaceuticals, juhu, da kann ich wenigstens fachlich ein bisschen was! Aber erstmal muss ich nun das Inspizieren lernen, danach kann ich Biofachsimpeln.

Zwischendurch saß ich in der Meeting und konnte fast gar nicht glauben, dass ich da inmitten von Menschen sitze, die sehr erwachsen sehr erwachsene Themen diskutieren. Hier eine Auswahl:

  • Der aktuelle Status zu einer europaweiten Rückrufaktion aus dem letzten Jahr, die sich noch in dieses Jahr reinzieht.
  • Brexit und welche Folgen ein harter Brexit ganz konkret für uns hätte.
  • Ein neues Sicherheitsfeature auf Packungen mit rezeptpflichtigen Medikamenten, das zur Fälschungssicherheit beitragen soll und bald eingeführt wird.
  • Rezeptfreie Medikamente für Aquarienfische, wo diese verkauft werden können und welche Behörde (unsere oder eine andere) je nachdem für die Aufsicht dieses Verkaufs zuständig wäre.

Sie sehen, alles sehr wichtig.

Puh. Nun schlafen, aber zackig.

Update: Post noch weiter anonymisiert, sorry. Das lässt mich lauter seufzen als Sie, glauben Sie mir.

Ab jetzt dann nur noch Kinderfotos. Von hinten. Verschwommen. Mit Smileybildchen.

Tag 1240 – Glückseligkeit mit und ohne Klang.

Hier weiter alles super. Unter anderem weil ich zum Arbeiten Kopfhörer bekommen habe. Wir sitzen ja nun in einem Großraumbüro, das ist naturgemäß kein Ort der Stille (auch wenn ale nur schleichen und flüstern) und vor allem wollte ich meinen Kollegen nicht mit dem „Im Staat starten“-Video auf den Zeiger gehen, deshalb fragte ich nach Kopfhörern und bekam sie. Leider gingen sie zunächst nur über Kabel, weil sowohl Computer als auch Kopfhörer mit der Vielfalt an Bluetooth-Geräten im Büro heillos überfordert waren. Heute habe ich deshalb sowohl Computer als auch Kopfhörer mit nach Hause genommen und nachdem Herr Rabe die Kopfhörer erst mal resettet hat und dann Updates eingespielt und die Geräte gründlich einander vorgestellt hat, geht nun alles und es ist super.

Fieser Blitz, weshalb das erste Foto auch in die Hose ging.

Well.

Trotzdem sehr sehr schön. Active Noise Cancelling sollte den Friedensnobelpreis bekommen und auch beim Abspielen von Musik sind die Dinger einfach der Hammer. Ich bin hin und weg. Schade, dass mein Job nicht aus Musik hören besteht und auch sich total abschotten eher ungünstig wäre, wenn man dauernd mit Leuten reden muss, aber um mich durch den Ordner voll Zeug zu arbeiten wird das ganz fein!

Und das hier musste ich Ihnen ja nich nachliefern.

Seit heute funktioniert auch das Bezahlen in der Kantine mit der Karte problemlos.

Jetzt aber endlich ins Bett. Meine Güte, bin ich erledigt. Aber sehr glücklich dabei, nicht nur über die Kopfhörer, aber hab ich erwähnt, dass sie unfassbar gut klingen? Und Active Noise Cancelling haben?

Tag 1239 – Schwuppdiwupp!

Heute um viertel vor Acht bei der Arbeit gewesen. Wann ich dann aufstehen muss, möchten Sie gar nicht wissen. Aber dafür echt einiges getan, trotz meiner etwas begrenzten Möglichkeiten. Zum Beispiel die Mailbox sortiert und Termine abgemacht und schon mal einiges gelesen, und auch die Zeiterfassungsapp geht nun. Das war ein wenig komplizierter als geplant, weil ich mich da mit meiner Bank-ID anmelden musste, aber erst meine Bank-ID auf dem neuen Handy einrichten und dafür brauchte ich meinen TAN-Generator und auf dem, stellte ich heute morgen fest, hat irgendein Kind mindestens fünf mal die falsche PIN eingegeben und ihn damit gesperrt. Ich hatte dann schon befürchtet, dass ich den TAN-Generator einschicken muss oder so, aber ein Anruf bei der Hotline der Bank und viele Fragen später konnte mir der Bankmensch dann die Bank-ID doch einfach so direkt am Handy einrichten, ohne TAN-Tralala. Nun kann ich also einfach per Klick ein- und ausstempeln oder auch Homeoffice* oder freie Tage oder wasweißich eintragen.

Überhaupt. Arbeitszeit. Ich hatte heute auch ein sehr (sehr!) langes Gespräch mit meiner Patin, über das Arbeiten in der Behörde im Allgemeinen und als Inspektør im Besonderen. Im Anschluss an das Gespräch gab sie mir den Plan für die kommenden sechs Monate, in dem die Inspektionen vorgemerkt sind. In der Einarbeitungsphase soll ich auf so viele Inspektionen mitgehen, wie möglich, in diesem ersten halben Jahr wären dass dann… 9 glaube ich, bevor ich im Juni das erste Mal nicht mehr nur Anhängsel in der Einarbeitung wäre sondern so richtig heruminspizieren würde. Zwei dieser Inspektionen dieses Jahr sind mit echten Reisen verbunden (es geht unter anderem auf die Lofoten!), der Rest ist in und um Oslo. Es ist also sehr gut, dass wir unseren Wikinger-Babysitter gefunden haben und auch die Haushaltshilfe hat heute sehr schön zum ersten Mal geputzt, ich werd viel nicht hier sein. Darauf war ich schon eingestellt, auch auf das, was meine Patin dann sagte: ich werde an diesen Tagen schnell Überstunden anhäufen, denn Inspektionstage sind mindestens 10-Stunden-Arbeitstage. Nicht so ganz eingestellt war ich auf die nächste Nachricht: ich darf maximal 50 Überstunden haben, dann fangen Chefs an, auf Abfeiern zu drängen und wenn ich das dann nicht ganz schnell tue, verfallen weitere Überstunden. Ich darf aber gleichzeitig nur 25 Tage pro Jahr abfeiern und (und das ist der Knackpunkt) jede Nicht-Erfüllung des Stunden-Solls an einem Tag wird von der Zeiterfassung als kompletter abgefeierter Tag gerechnet. Ich habe also zum Beispiel gestern schon einen meiner 25 Abfeiertage verbraten, weil ich erst um neun angefangen habe, aber um vier gegangen bin. Meine Patin gab mir den Rat, das dringend mit meiner Chefin (aus verworrenen Team- und Hierarchiegründen ist ihre Chefin nicht meine Chefin) zu besprechen, und da hat sie sehr Recht mit. So nett ich komplett freie Tage finde: die Absprache mit Herrn Rabe und mein eigenes Bedürfnis, nicht jeden Tag zur Bahn zu rennen, damit ich’s grade noch so zum Abholen in die KiTa und zum Hort schaffe sehen eher vor, dass ich die Überstunden zeitnah als Randstunden abfeiere. Und da sind dann 25 Tage sehr wenig, wenn ich auf der anderen Seite 60 Inspektionstage habe. Natürlich weiß ich auch, dass es, vor allem in der Einarbeitungszeit, noch schwierig sein wird, überhaupt irgendwas abzufeiern, denn solange ich noch mehr Klotz am Bein als voll einsatzfähige Mitarbeiterin bin, verringert sich ja der Workload meiner (überlasteten) Kolleg*Innen nicht und ich trippele halt hintendrein. Aber dann irgendwann sollte sich der Workload ja auf ein Paar Schultern mehr verteilen und dann wäre es sicher gut, schon klare Absprachen getroffen zu haben. Huff. (Das ordnet sich. Sicher. Kein Grund schon wieder zu grübeln, Frau Rabe!)

Apropos Einarbeitung: ich habe den Eindruck, das soll alles möglichst zackig über die Bühne gehen. Das liegt mir ja eh, ich freue mich drauf, viel neues zu lernen und einiges altes aufzufrischen. Aber erste Inspektion als Anhängsel in drei Wochen schon ist… ambitioniert. Verständlich ist es ja auch, ich soll halt nicht lange Klotz bleiben. Entsprechend motiviert stürze ich mich in den vierseitigen Plan und stolpere hier und da über technische Schwierigkeiten, die in so einer Behörde nicht mal so eben zu beheben sind. Denn „nur K. kann dir helfen!“. Blöd, dass K. nur eine 40%-Stelle hat und dementsprechend nur zwei Mal die Woche da ist. Aber wenn mir K. dann geholfen hat, dann werd ich – schwuppdiwupp – Inspektørin. So richtig. Gnihihi. (Ich freue mich immer noch sehr.)

Etwas abgekämpft, aber immer noch sehr glücklich.

Ein bisschen Feedback habe ich heute auch bekommen: ich sei sehr offen und gehe auf die Leute zu, extrovertiert sei ich sicher? Ich gab zurück, dass ich das ganz und gar nicht per se sei, aber mich so willkommen fühle und mich gleichzeitig so auf die neuen Aufgaben und Leute freue, dass es mir leicht falle, mit den Leuten in Kontakt zu kommen. Das meinte ich auch so, war aber trotzdem hinterher überrascht über meine einigermaßen geschliffene Antwort. Ich bin mal gespannt, wann ich nicht mehr dauernd das Gefühl habe, in einem einzigen großen Assessmentcenter oder fortlaufenden Bewerbungsgespräch zu sitzen.

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*Homeoffice ist eher unüblich aber grundsätzlich möglich. Muss halt immer genehmigt werden und ist eh nichts, was ich ab Tag 1 sofort machen würde.

Tag 1238 – Hallo, ich bin die Neue.

Meinen ersten Tag als Inspektør soweit ganz gut überstanden. Ich war pünktlich da, aber zu verwirrt, um mich anzumelden, aber da war auch noch eine andere, und die war auch nicht angemeldet, ha. Und die durfte trotzdem rein, pfft. Ich jedenfalls nicht, aber ich wurde auch ohne Voranmeldung von meiner neuen Teamleiterin E. abgeholt, musste mich dann eben noch über das fancy Bildschirm-Dingsi eintragen und mir einen Aufkleber ausdrucken lassen. Dann gingen wir rein und WHOAAAA! So schick! So hell, so Holz und Glas und Metall und alles offen und WHOAAA! Ich bekam den Mund kaum zu. Natürlich gibt es auch eine Garderobe, wo man seine Straßenschuhe ablegt und irgendwas zwischen Birkenstock und Pumps anlegt, wie man halt mag. Ich hatte meine Schuhe schon in der Lobby getauscht, stellte also nur meine Tüte da ab und zog meinen Mantel aus. Dann wurde mir mein Büroplatz gezeigt, der ganz am Ende des, äh, Raumes (? Ist es trotzdem ein Raum, wenn es eine Wendeltreppe und diverse Meetingraum-Glaskästchen in der Mitte hat?) liegt und natürlich wurde ich schon Leuten vorgestellt. Mein Arbeitsplatz ist auch so ein fancy modernes Ding, ich hab zwei Bildschirme und komme mir jetzt fast wie eine IT-lerin vor. An meinem Arbeitsplatz stand auch schon ein Namensschild, es lag da ein Computer mit meinem Namen und ein Telefon und eine SIM-Karte und ein Gutschein für den Kaffeeladen unten im Haus. Ich war ganz verzückt, stellte aber nur meine Tasche ab und ging mit meiner neuen Chefin in den Meetingraum „Curie“*. Vorher stellte sie mich noch der Kaffeemaschine vor, die recht anständigen Kaffee braut, auch der Espresso ist in Ordnung. Hach!

Dann erklärte mir E. das gar nicht mal so einfache System von Gruppen und „lag“** und Leiter*Innen und irgendwie anderen*** Leiterinnen und Abteilungen und demnächst werde ich wohl dann auch den Oberchef kennen lernen. Weiter ging es mit den Hauseigenen SOPs und dem dazugehörigen Datenmanagementsystem und äh, Ja, Behörde halt. Alles sehr… strukturiert. (Das kommt mir Ja sehr entgegen, nur jetzt so am Anfang ist es erst mal viel.)

Ehrlich gesagt war ich danach schon recht gar, aber es stand ja noch die Begrüßungsrunde an. Vom dritten bis in den sechsten Stock arbeiteten wir uns durch die Abteilungen und irgendwo bei den Jurist*Innen spätestens war mein Kopf so voll mit neuen Gesichtern, dass die in meiner Erinnerung nun alle gleich aussehen und Siv Irgendwas heißen. Immerhin ging mir nach dem fünften Mal „Ich fange in der Kontroll-Abteilung an.“ – „Sie ist GMP-Inspektør.“ selbst auch „Ich bin GMP-Inspektør!“ über die Lippen. Und die Reaktion war immer „Oh, DAS ist gut!“, weshalb ich einen hohen Workload auf mich zukommen sehe. Äh, ich meine natürlich, mein lag.

Nach der Begrüßungsrunde war ich außerdem sicher, dass ich tatsächlich so eine der jüngsten da bin und da sicher 70% Frauen arbeiten. Wobei unsere Abteilung noch verhältnismäßig viele Männer beschäftigt.

Danach war es erst 11 und ich eigentlich reif fürs Heiabettchen, aber ich hatte ja noch gar nicht meinen fancy Arbeitsplatz eingeweiht und mich eingeloggt in das heilige Intranet. Ich sage mal so: 274 E-Mails. Morgen*** muss ich dringend ein paar lustige Regeln aufstellen nach denen die Mails sortiert werden. Sowas wie „wenn es an alle@Behörde geht und ich nur im CC stehe, schieb es in diesen Ordner of Doom in den ich nur schaue, wenn ich sonst wirklich gar nichts zu tun habe, also nie“.

Aber hey, immerhin ging alles, Windows 10 ist des Teufels aber da werd ich nicht gefragt. Grad als ich drauf und dran war, wen anzufallen vor Hunger sprangen alle auf und riefen „Lunsj!“ und damit hatte sich auch mein vergeblicher Versuch, das Wifi auf meinem Handy ans Laufen zu kriegen, erledigt.

Kantine. Gut und verhältnismäßig günstig, ein bisschen was**** tut auch die Behörde dazu. Ich hatte leckere Tomatensuppe und Salat und dabei hab ich einer Gruppe Menschen Ü50 erklärt, in was ich meinen Doktor gemacht hab und die waren dann doch schnell ziemlich abgehängt. Hihi.

Danach stritt ich mich weiter mit meinem Computer und dem Wifi am Handy, was leider auch meine Patin, K.-M. nicht beheben konnte. Sehr seltsam, es geht einfach nicht, bei drülfzig Diensten kann ich mich mit meinem Login und Passwort (das ich, dank hundertfünfzig fehlgeschlagenen Wifi-Verbindungsversuchen, auch schon auswendig kann) anmelden, nur da nicht. Irgendwann hab ich auf und suchte erst mal nach einer Steckdose, um das neue Telefon zu laden. Haha. Der Schreibtisch ist so fancy, und ich so trottelig, dass mir erst mein Kollege (und heute noch, aber morgen nicht mehr, lag-Leiter) J. zeigen musste, wie ich die Abdeckung vom versteckten Kabelkanal öffnen kann, um an die Mehrfachsteckdosenleiste zu kommen. Gleich voll professionellen Eindruck gemacht.

Nach dieser schweißtreibenden Aktion kam, was kommen musste: Fototermin für die Zugangskarte. Oh je. Ob es nun am Lichteinfall, an meiner vornehmen Blässe oder an zu viel Highlighter lag: ich war eine Lichtgestalt. Mein Gesicht war eigentlich nur ein weißer Fleck, darunter dunkles Kleid, darauf aschblondes Haar. Erst als ich meine Brille abnahm, ging es halbwegs und so kann ich morgen früh eine Karte abholen, auf der ich völlig untypisch keine Brille aufhab, immernoch sehr sehr hell aussehe und leicht verwirrt dreinschaue. Huff.

Zurück an meinem Arbeitsplatz hatte J. meinen Einarbeitungsplan soweit fertig gestellt, der morgen mit seiner Nachfolgerin als lag-Leiter abgesprochen und dann von ihr unterzeichnet wird. Der Plan umfasst 4 Seiten in tabellarischer Form und da ist von Brandschutz bis Verwaltungsrecht alles mögliche dabei und auch von „am besten gestern“ bis „irgendwann dieses Jahr noch“. Mir wird ganz sicher nicht langweilig werden. Morgen muss ich erst mal all die Menschen, die mir Dinge beibringen sollen (Brandschutz zum Beispiel, am besten gestern!) zu Meetings einladen, denn das müssen die Neuen alles selbst machen, jaja, damit sie es lernen.

Kurz zusammengefasst: ich fühle mich da sehr wohl. Alle waren ganz ganz nett zu mir, niemand scheint meine Qualifikation anzuzweifeln, es hat alles Hand und Fuß und Regeln und Ansprechpartner*Innen und hach. Es war einfach wirklich gut, wenn auch viel. Bester Indikator: keine Kopfschmerzen trotz all der neuen Siv Irgendwasse. Ich werd jetzt gleich wie ein Stein schlafen.

Morgen auch Bilder. Wir haben einen Fahrstuhl mit Spiegel!

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*Nicht, dass Sie denken, die hätten da alle solche Namen. Einer heißt zum Beispiel auch „Kreativität“.

**Ein lag ist eigentlich eine Mannschaft oder Gruppe, hier vielleicht am ehesten als Projektgruppe zu verstehen. Das mit den lag ist echt irre, es gibt über 100 aktive lag zur Zeit, weil jeder in 2-10 lag ist und da… zu beiträgt. Ähm.

***as if. Aber bald.

****entsprechend etwa 3 Mittagessen im Monat, aber das ist auch schon mehr als es an der Uni je gab und eh mehr als ein Chef, der einem aus Dominanzgehabe raus das eigene Essen wegisst.

Tag 1237 – Vorbereitung ist alles!

Oh je, ich bin so schrecklich aufgeregt. Morgen geht es los, um neun beginne ich mein Leben als Inspektør. Anziehsachen und Make-up liegen bereit, die neue (zu Weihnachten bekommene) Arbeitstasche ist gepackt, ein Beutel mit schickeren Schuhen auch*. Fingernägel sind in neutralem Altrosa lackiert. Bahnticket ist gekauft. Kopfhörer fürs neue fancy Telefon, das vor lauter Fancyness nicht mal mehr nen Stöpsel für handelsübliche Kopfhörer besitzt, sind bestellt, ebenso wie eine Bankkarte, damit ich an das viele Geld, das ich scheffeln werde, auch überhaupt drankomme**. Wenn sich jetzt noch mein Kopf davon überzeugen ließe, das Kino abzustellen, wäre das ganz prima, dann könnte ich vielleicht auch schlafen und müsste nicht Angst haben, morgen wie ein Zombie auszusehen. Grad am 1. Tag ist das ja etwas ungünstig, weil ja bestimmt Fotos von mir gemacht werden für Zugangskarte und wasweißichnoch. Wahhh!

Auch nicht der Entspannung zuträglich: es stürmt recht stark, es heult ums Haus, Michel kann nicht schlafen, draußen fallen die Mülltonnen um und um die Raketenbatterienreste muss man sich nun auch nicht mehr sorgen, die sind sicher sehr gut verteilt oder bis in den Fluss geflogen. Eben war ganz kurz der Strom weg. Gut, dass ich mich eh vom Handy wecken lasse. Ach ja. Wecker sollte ich wohl stellen.

Ich freu mich so. Und bin so aufgeregt.

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*Ich stöckle nicht über die jetzt auch noch vom Sturm glattpolierte Eisfläche, die wir nach Schnee und dann Tauwetter und Regen und dann wieder Minusgraden hier überall haben, zum Bus. Damit bin ich, da möchte ich drauf wetten, in bester Gesellschaft mit den allermeisten anderen Menschen hier, die zur Arbeit schickeres Schuhwerk tragen. Für Herrenschuhe gibt’s hier auch so Gamaschen aus Gummi und mit Spikes im Profil, das ist die Alternative um sich mit den schicken Lederschuhen nicht wegen mangelnden Profils auf die Fresse zu legen oder sich im Regen das Leder zu versauen.

**also ich habe natürlich Bankkarten. Aber eben bisher nicht für dieses Konto. Das aber nun das Konto ist, das ich als Gehaltskonto angegeben habe.

Tag 1216 – Schnipsel.

Bis jetzt noch ein Schnittmuster zusammengeklebt und ausgeschnitten (habe jetzt viele, hahaha, Schnipsel). Ich hasse das. Aber abpausen und dann ausschneiden ist auch ätzend. Es ist wohl gehupft wie gehoppelt.

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Weihnachtsfeier der Grundschulklassen 1A und 1B. In der Turnhalle. Es war furchtbar. Gut, dass ich schon Triptane intus hatte, als ich ankam, denn da hätte ich sicher Migräne bekommen. Hatte ich aber schon mittags.

Aber (mit ihrer Erlaubnis!): das ist, weshalb ich Michels Klassenlehrerin so mag.

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Beobachte sehr gespannt meinen Körper. Es wäre jetzt langsam so die Zeit, wo ein neuer Zyklus anfangen müsste, ich hatte auch PMS (aber nicht so schlimm wie auch schon) und eben heute Migräne, manche Signale, die ich gewohnt bin, sind da wie immer, manche fehlen aber völlig. Es ist spannend.

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Heute eine lange Mail bekommen, von der neuen Arbeit. Ehrlich gesagt mache ich jede neue Mail von deren HR mit Herzklopfen und dem ganz kurzen Gedanken „jetzt bin ich aufgeflogen und sie wollen nun doch nicht mehr!“ auf. Impostor-Syndrom geh kacken, ey. Es war aber dann eine Willkommens-Mail, mit ganz viel Information, was zu der „Vorher“-Phase des dreiphasigen Einstiegsprogramms gehört. Ich weiß jetzt also, wann mein Gehalt gezahlt wird, wieviele Urlaubstage ich hab und welche Tage ganze und halbe Feiertage sind, was es so für Sport- und soziale Aktivitäten gibt, an denen ich teilnehmen kann und wo ich überall Rabatt bekomme, wenn ich meinen Ausweis, den ich dann auch bekommen werde, dort vorzeige. Dann wurde ich noch gebeten, allen möglichen Kram zu unterschreiben (unter anderem, dass ich keine Aktien bei Pharmaunternehmen habe) und mir ein Handy auszusuchen. Hammer. Laptop, Handy und Rabatt bei ner Reinigung. Wie so eine richtige Erwachsene! Ich freue mich immer noch so tierisch doll auf und über den Job! Hach.

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Morgen ist der Termin mit dem Insolvenzverwalter. Morgen _erst_ muss man sagen, denn am Freitag ist die Verhandlung, alle Ansprüche müssen bis dahin gestellt sein. Ich vermute ja, dass der Chipsmann schon ganz viel über mich und den Techniker erzählt hat, was wir für schlechte Menschen sind und dass der Insolvenzverwalter deshalb erst jetzt Zeit für uns hat. Ist mir egal, ich habe heute alle Unterlagen fertig gemacht, alles noch mal kopiert und dann noch so Sachen ausgedruckt, die den Chipsmann selbst mal von seinen unrühmlichen, unangenehmen und nicht unbedingt gesetzestreuen Seiten zeigen. Ich bin sehr froh, da nicht allein hin zu müssen, sondern dass der Techniker da sein wird. Wenn der Chipsmann da ist, kriegen die ne Szene, die sich gewaschen hat, egal ob er da ist oder nicht, hoffe ich, nicht in Tränen auszubrechen. Das ganze Thema macht mich nach wie vor sehr emotional und allein das Ausfüllen der Anträge und das Zusammensammeln der Krankschreibungen etc katapultiert mich in diesen ganzen Wahnsinn zurück, inklusive der Schlafstörungen und der permanenten Angst vor allem und jedem. Hoffentlich hört das bald auf.

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Babysitter-Suche gestaltet sich schwieriger als ich gehofft hatte. Das ist nicht schön und ich will das nicht!

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Jetzt aber ab ins Bett. Weil müdemüdemüde und morgen geht unser neues, smartes Licht nun wieder um sechs Uhr auf, das tut ein wenig weh.

Tag 1197 – Die Chipsfabrik ist tot!

Heute war Insolvenzeröffnung. Ich war ein bisschen aufgeregt, im Nachhinein ganz unnötig. Es war so eine Enttäuschung, dass ich, hätte ich nicht vorher eine wunderbare halbe Stunde und einen guten Kaffee mit dem eplefrøken gehabt, die zwei Stunden Autofahrt wohl bereut hätte.

Im Prinzip lief das nämlich so:

Richterin: „Wer ist denn alles da?“

Chipsmann, Techniker und Ich sagen unsere Namen auf.

Richterin: „Der Vorstandsvorsitzende also nicht?“

Chipsmann: „Nein.“

Richterin: „So, Herr Techniker. Sie sind derjenige, der den Konkurs der Chipsfabrik begehrt. Warum?“

Techniker: „Die zahlen meinen Lohn nicht.“

Richterin: „Wie viel denn?“

Techniker: „Drei Kühe.“

Richterin: „Und bei Ihnen, Frau Rabe?“

Ich: „Brutto 9 Kühe. Und der Italiener kriegt auch noch mal 3.“

Richterin: „Herr Chipsmann, was sagen Sie dazu?“

Chipsmann: [langes umständliches Geschwafel, abgelesen von einem Brief] „Stimmt, also ich komme zwar nur auf insgesamt 9 Kühe netto, aber ja, bezahlen können wir auch das nicht.“

Richterin: „Gut. Dann ist die Insolvenz hiermit festgestellt. Das Gericht bestellt Den Anwalt als Insolvenzverwalter und beraumt das nächste Treffen für den 14.12. an.“

und das war’s dann auch schon.

Der Techniker und ich haben dann noch mit Dem Anwalt telefoniert, weil wir schnell ein physisches (!) Treffen mit ihm wollen, um diesen ganzen Schlamassel zu zerpflücken, und ein bisschen gegen das zu arbeiten, was ihm der Chipsmann sicher an Lügen und Schummeleien auftischen wird. Heute zückte er schon wieder diesen von vorne bis hinten falschen und betrügerischen Businessplan, ich dachte ich spinne.

Interessant war an dem Treffen: die Chipsfabrik ist aus den Räumlichkeiten geflogen, am 31.10. Dabei hatte der Chipsmann immer behauptet, die Vermieter seien total auf seiner Seite. Offensichtlich nicht. (Und da wollte er mich wirklich gerne weiter beschäftigen. Es ist doch einfach nicht zu glauben!) Und in dem langen Blabla und dem Brief, den er vorgelesen hat, kam mir die Zahl zu ausstehenden Lohnnebenkosten irgendwie seltsam klein vor. Heute Abend fand ich raus, wieso: ich bin nie als deren Arbeitnehmerin registriert gewesen, das Finanzamt weiß also gar nicht, dass ich da gearbeitet habe. Das ist, mit Verlaub, eine Riesenscheiße, die sie da schon wieder angerichtet haben. Versicherung, Krankenversicherung, Sozialabgaben, Steuern… alles nix! nix bezahlt!

Es sieht jetzt also ein bisschen aus, als hätte ich da schwarz gearbeitet. Wenn Sie mich denn bezahlt hätten, was sie ja taktvoller Weise nicht getan haben.

Jetzt hoffe ich, der Insolvenzverwalter kann mich nachregistrieren.

Oh the joys.

Darauf einen Ginlikör. Von dem ich seine Likörigkeit nicht auf dem Schirm hatte, deshalb Eis.

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Auto-Lobhudelei: ganz cool geblieben wärend der Verhandlung.

Tag 1196 – Feiertag.

War heut den ganzen Tag etwas durch. So viel Freude! Ich freu mich so, eh schon, und dass Sie sich alle so mitfreuen ist wie die ganz fette Kirsche auf der eh schon fetten Torte. Vielen Dank für all Ihre Glückwünsche und überhaupt dass Sie hier mitfiebern und mitleiden und sich auch mitfreuen. Das ist für mich ganz überwältigend. (Ich muss jetzt aufhören, sonst heule ich schon wieder.)

Ein paar kleine Erklärungen: die Behörde ist eine Behörde. Ich bin also beim Staat angestellt. Ein Beamtentum wie in Deutschland gibt es hier nicht, aber es hat schon eindeutig Vorteile, für den Staat zu arbeiten. Einer ist, dass kein Bekloppter einfach mit erfundenem Bullshit Phantasiegeld eintreibt und dann Leute anstellt, die er nie bezahlen kann. Aber auch abgesehen von diesen Basics ist das schon alles sehr ok da. Weiterhin ist die Behörde in Oslo. Direkt an der T-Bahn-Haltestelle Helsfyr, für die Ortskundigen. Man kommt da sehr gut hin, es fahren vom Bahnhof da drei T-Bane-Linien hin, also kommt eigentlich immer eine. Von Tür zu Tür brauche ich, ohne Kinder wegbringen, eine Stunde, das ist knackig, aber machbar, wir müssen also nicht umziehen und ich möchte das auch auf gar keinen Fall. Deshalb wohnen wir ja auch hier, wo der schnelle Zug häufig fährt und ich habe mir schon so oft auf die Schulter geklopft, dass wir nicht nach Årnes gezogen sind, denn da hätte es außer der Nähe zur Chipsfabrik nix gegeben und Pendeln für uns beide wäre unmöglich geworden. Weil ich aber ja dann beruflich Kontroletti bin, werde ich viel unterwegs sein. Viele der zu inspizierenden Unternehmen sind im (sehr großen) Großraum Oslo, aber eben nicht alle. Wir sind zum Beispiel auch für die Kontrolle der Krankenhausapotheken zuständig, logischerweise gibt es Krankenhäuser auch ganz im Norden, im Westen oder ganz im Süden. So allzu viele ganz feste Routinen wird es hier also rund um Kindergarten-Schule-Bring-Hol-Dienste nicht geben und ich spiele ohnehin schon mit dem Gedanken, wieder eine Karri Poppins anzustellen. Genauso wie eine Putzhilfe, weil ich ganz sicher nicht nach einer Woche in der ich etwa 60 Stunden unterwegs war (wenn ich in Oslo bin und nicht in Trondheim oder so) am Wochenende dann noch die halbe Bude putze (die andere Hälfte würde dann ja Herr Rabe machen, aber der reißt sich da auch nicht drum). Trotzdem freue ich mich sehr auf den Job, weil er, zumindest glaube ich das, einfach perfekt zu mir passt. Heute kam übrigens das Angebot per Mail, das ich dann telefonisch angenommen habe. Die Abteilungsleiterin hat sich ehrlich gefreut, dass ich zugesagt habe, ich glaube das wird richtig gut. Und ich kriege eine*n Paten*Patin! Ein Startpaket und all that Jazz! Der Kontrast zur Chipsfabrik könnte wirklich größer nicht sein.

Dann kann ich da wohl nicht im Kapuzenpulli auflaufen und brauche deshalb einen Stapel neue Klamotten. Aber das ist eine andere Geschichte, die zu erzählen ich jetzt zu müde bin. Ich bin aber sicher, dass ich davon berichten werde, die Nähmaschine stöhnt schon.