Tag 1222 – Hmmmmmmplöt.

Heute mehr oder weniger unterschwellig über vieles geärgert. Erst morgens die langsamen Kinder, wie können die so unfassbar langsam sein, bitte? Dann Herrn Rabe, der auf meinen Mental Load noch fröhlich draufpackt, dann über Preise von Dingen, Technik, die nicht tut wie sie soll, kaputte Kopfhörer, verschlürte Handschuhe, verpasste Züge, echt schwer abzusägende Bäume, und so weiter und so fort.

Aber auf der anderen Seite hab ich den Baum jetzt abgesägt, hatte wegen des Zugs einen extra Kaffee, die Handschuhe lagen noch im 1. Laden, mein neues Handy hätte für diese Kopfhörer eh nen Adapter gebraucht und da stellt sich die Frage, ob man nicht lieber Bluetooth-Kopfhörer kauft, Herr Rabe frickelt an der Technik (da ist Code auf unserem Fernseher, genau jetzt!), das große Kind wird sich über seine neuen schicken Klamotten sicher sehr freuen, Herr Rabe und ich haben uns ein wenig angemotzt und dann bleiben nur noch die langsamen Kinder. Die müssen halt früher raus.

Wirklich doof gelaufen ist ein Test, den wir heute unternommen haben, ob nämlich Michel allergisch auf die Katze von Nachbarn von Bekannten reagiert, die demnächst umziehen. Wenn nicht, hätte hier ein sehr großer, sehr sehr flauschiger Maine-Coon-Norwegische-Waldkatze-Perser-Kater einziehen können, nun wird er leider zur Wohnungskatze downgegraded. Denn Michel reagierte. Nicht stark, nicht so eindeutig wie auch schon, aber eben schon. Mich macht das sehr traurig, ich möchte doch so gerne eine Katze haben, aber nicht so dringend, dass ich riskiere, dass Michel allergisches Asthma entwickelt. Werde wohl oder übel erst eine Hyposensibilisierung anleiern müssen, die muss dann durch sein muss (dauert halt) und zu der Zeit darf hier keine Katze wohnen. Das ist echt eine doofe Aussicht, zumal ich mir schon gut vorstellen kann, wie auf solcherlei Wünsche hier reagiert wird. Gut, wir könnten die Hausstaubmilbenallergie vorschieben und dass er, wenn wir zu Besuch bei Leuten sind, da nicht schlafen kann ohne Antihistamine. Ich habe echt Angst vor Asthma. Hyposensibilisierung hilft genau gegen die Entwicklung von allergischem Asthma.

Andererseits muss er dann da jede Woche hin, vermutlich in die Poliklinik, eine Stunde Fahrzeit entfernt, zu Praxiszeiten. Hahaha. Keine Katze. Keine Übernachtungen ohne Pillen.

Abends dann aber immerhin noch mal herzlich gelacht über so Aussteiger-Vögel, die Aussteiger-Beratung für nur drülfzig Geld anbieten und sich damit ihr nices Aussteigerleben finanzieren. Top gepflegter Instagramaccount, Smartphone, Reiseblog, beseeltes, „Erleuchteteres“ Geseier inklusive. Joa. Spoiler: funzt so lange prima bis der Typ, der deinen zum mobilen Tiny-Haus umgebauten Bauwagen wegen Motorschaden am diesen ziehenden Dieseljeep von anno dazumal reparieren soll, halt auch erfolgreich aus seinem Angestellten-Hamsterrad ausgestiegen ist und auf der Nachbarinsel nun Aussteigerberatung für drülfzig Geld anbietet. Nachwuchs ist auch keiner da, weil die alle keine Ahnung haben, wie ein Motor funktioniert, weil nach Lesen und Schreiben und vielleicht ein bisschen plusminusmalgeteilt in der Schule ja nix mehr kommt, was irgendeine Relevanz fürs Leben hat und deshalb kann man das mit der Schule ja gleich sein lassen. Merkste selbst, ne?

Tag 1221 – Und Action.

Heute erstmal die To-Do-Liste aufgeschrieben, sie ist tatsächlich kilometerlang, aber nun immerhin festgehalten. Ich werde in der nächsten Woche ziemlich rotieren. Tjanun. Entspannte, besinnliche Vorweihnachtszeit eben. Mein gestriger Ausfall war wohl auch dem geschuldet, dass ich das Gefühl habe, alles alles alles alleine machen zu müssen, an alles alleine denken zu müssen und alles was ich nicht allein kann muss ich veranlassen und dann drängeln, dass es auch passiert. Puh. Was bin ich froh, wenn ich nicht mehr die bin, die hier allein rumhängt. Also… übernächste Woche. Ist ja absehbar, wird also von allein gut.

Das mit dem früh schlafen und genug schlafen… naja. Wann anders. Grad zu viel zu tun dafür.

Tag 1220 – Verschenkt.

Tja, gut dass der Tag vorbei ist. Habe nichts zu erzählen, denn ich habe im Grunde den ganzen Tag Selbstsabotage betrieben und weder Dinge, die auf meiner kilometerlangen To-Do-Liste stehen getan, noch irgendwas, das mir erfahrungsgemäß gut tut (zum Beispiel die To-Do-Liste abarbeiten) und nun werfe ich mir beides vor, sowie das, was ich als Alternaive tat: viel nichts, viel Kinder anmotzen, sehr viel „The Crown“ schauen. Großartige Serie übrigens.

In diesem Sinne: ich gehe jetzt einfach schlafen, dann ist der Tag endgültig rum. Gute Nacht

Tag 1219 – Ärmel vs. Rabe.

Ich habe ja, vielleicht habe ich es schon mal erwähnt, ein paar Probleme damit, Anweisungen nicht zu befolgen. Deshalb sitze ich nun hier, werde bis zu 8 Monate auf das Geld von der Chipsfabrik warten, weil ich den Antrag mit all seinen Unklarheiten gestellt habe, statt einfach zu sagen, ach, komm, ich war eben nie mit Pippi nach der OP zu Hause, nie passiert, Fall klar. Ich schaue auch nicht The Handmaids Tale über einen VPN-Client, weil das wäre ja illegal und hat nicht grad erst die EU gesagt, dass dieser Geoblocking-Blödsinn aufhören soll, aber das ist dann vermutlich die kack Ausnahme, ich kann also zwar bei Amazon Prime mit meiner deutschen Kreditkarte eine amerikanische Serie kaufen, aber dann kann ich sie hier nicht legal anschauen. What the fuck, mal echt.

Außerdem habe ich hier ein fertig genähtes Oberteil und zwei fertig genähte Ärmel, die jetzt irgendwie zusammen passen sollen, aber der Ärmel hat etwa 5 cm mehr Umfang als das Armloch. Im ersten Anlauf dachte ich, ach, das geht, ich mach den Ärmel enger. Naja. Es ging, aber dann ging mein Arm nicht mehr rein. Also aufgetrennt. Ärmel höher ging nicht, da wär ich irgendwo am Ellenbogen angekommen. Ich fragte bei Twitter. Da waren die Vorschläge: einraffen oder Ärmel enger. Letzteres hatte ich ja schon probiert, ersteres würde wohl zu massiven Puffärmelchen führen, das finde ich schrecklich, ich bin ja keine Prinzessin und das steht mir auch nicht, das macht mich sehr breit. Der letzte Tipp war: mit ganz vielen Nadeln so abstecken, dass ich den Ärmel quasi über die ganze Strecke aber dafür minimal einraffe. Und das ging tatsächlich! Am Ende hatte ich den ganzen Stoff untergebracht! Tadaa! Also nähte ich drauf los, total froh und stolz auf mich, es geschafft zu haben. Weil ich ja dazulerne, nähte ich erstmal mit einem recht langen Stich.

Und als ich fertig war, merkte ich, dass ich den Ärmel auf links eingesetzt hatte.

Ich geh dann mal lieber schlafen. Mir scheint, ich bin müder als ich wahrhaben möchte.

Tag 1218 – Happy, happy!

Nun. Schon wieder ist es total spät, aber ich habe es aufgegeben, früh ins Bett zu gehen. Ich bin einfach nicht müde, so what. Wenn ich wirklich früh aufstehen muss, wird es schon gehen. Solange ich nicht muss, gebe ich mein Bestes, es trotzdem zu tun, und wenn’s nicht klappt, dann klappt es eben nicht, ist ja grad noch egal. Dafür habe ich abends all die Energie, die mir morgens abgeht und dann ist es doch schön, wenn ich noch friedlich zwei Stunden Nähen kann, während die Kinder schlafen.

Überhaupt, die Kinder. Ich hab die sehr lieb. Sage ich vielleicht nicht häufig genug, also zu ihnen schon, aber nicht „über“ sie, zu anderen. Michel zum Beispiel, der große kleine Zwerg, wenn der morgens vom Parkplatz zur Schule stapft und so kleingroß ist, wie es halt nur Erstklässler sein können, da geht mir das Herz auf. Und wenn ich dann sehe, dass die Opis, die Schülerlotsenmäßig den Schulweg bewachen, schon ihre Posten verlassen, weil es ja schon zum ersten Mal geklingelt hat (15 Minuten vor Schulbeginn), dann fahre ich auch ein bisschen Helikopternd einmal um den Block und wieder an der Schule vorbei, wo ich den knallgelben Trondheimer Kommunenrucksack grad noch auf den Schulhof einbiegen sehe. Nach der Schule dann erzählte er mir, dass ihn ein Kind geschubst hat und ein anderes hat ihm einen Schneeball (mit Steinen drin! Und mit Absicht!) voll ins Gesicht geworfen. Meine Reflexe sind dann ja direkt auf WAAAAAS??? ICH RUF DIREKT DIE ELTERN AN WAS SIND DENN DAS FÜR ARSCHLÖCHER?, aber ich fragte erstmal nach, was Michel dann gemacht hätte, und ob das wer vom Hort gesehen hätte (nein), und Michel sagte, er sei dann einfach weggegangen und er habe auch eh keine Lust, mit den entsprechenden Kindern zu spielen. Er scheint es also ganz klug zu lösen und solange das klappt ist ja alles in Butter. (Ich finde das extra gut, dass er das so macht und nicht, wie ich als Kind und zum Teil noch echt lange, ausgerechnet mit denen, die mich am meisten ablehnten, best buddies sein will.) Fruchtet das viele Erklären, was Freunde tun und was nicht, ja vielleicht doch, ich wünsche es mir für ihn. Und ich wünsche ihm Freunde, die auch „blöde Wollsachen“ anhaben und deren Eltern Schießspielzeug konfiszieren. Bei denen er „uncool“ und phantasievoll und lieb und aktiv, aber nicht wild sein kann, wie er halt so ist. Hachz. Pippi ist natürlich auch prima, ganz anders, klar, sie ist auch noch jünger, aber die wird vermutlich eher die Bandenchefin werden, in der neuen KiTa-Gruppe setzt sie sich jedenfalls schon sehr gut durch. Und weil sie in ihrer Gruppe nun fast die älteste ist, statt wie sonst immer die jüngste und kleinste, zählt der „Ich bin so süüüüß“-Faktor nicht mehr. Trotzdem hat sie in der Gruppe ziemlich oft das Sagen, wenn sie da ist, wie sie zu Hause ist, kann ich mir ungefähr vorstellen, wieso. Bestimmerin by nature. Hoffentlich bleibt sie so.

Was war sonst so? Etwas genäht, Schuhe gekauft, Herr Rabe ist nicht da. Genäht habe ich das Oberteil vom Bettbezug-Kleid. Es scheint ein gutes Verfahren für mich zu sein, immer eine Größe kleiner zu nehmen, als die Größentabelle für mich vorsieht. Ich verstehe das ja nicht. Da nähe ich ein Kleid, das aus (festem) Jersey sein soll, aus gewebtem, gar nicht elastischem Stoff (dann eben mit Reißverschluss) und Größe 38 passt und sitzt super, wo die Größentabelle meint, zwischen 40 (Hüfte) und 42 (Taille) müsste es schon sein. 42 („wenn Sie zwischen 2 Größen liegen, nehmen Sie die kleinere“) säße da wie ein Sack. Und auch dieses Mal habe ich übrigens weniger Stoff gebraucht. Auch so’n Ding. Ist mir bei nem Bettbezug egal, aber bei richtig teuren Stoffen will ich nicht hinterher 25 cm übrig haben.

Schuhe gekauft. Das kam so: der örtliche Schuhhändler, der mir schon wegen überaus großer Auswahl an sehr geschmackvollen Stiefeletten aufgefallen ist, hat draußen Schilder mit 40% auf alles hängen. Und ich brauchte (tatsächlich) schwarze Stiefeletten. Die habe ich jetzt. Zwei Paar. Hups. Dafür habe ich weder Wildlederstiefel noch Pumps noch so Lumberjack-Schuhe gekauft.

Herr Rabe ist in Trondheim, mal wieder, morgen ist da auch noch Weihnachtsfeier. Ich möchte auch auf eine Weihnachtsfeier, mich aufbrezeln und so. Naja, nächstes Jahr. Herr Rabe möchte vielleicht auch noch mal in den Schuhladen, könnte ich mir vorstellen.

Jetzt, endlich, werde ich müde. In diesem Sinne: gute Nacht!

Tag 1216 – Schnipsel.

Bis jetzt noch ein Schnittmuster zusammengeklebt und ausgeschnitten (habe jetzt viele, hahaha, Schnipsel). Ich hasse das. Aber abpausen und dann ausschneiden ist auch ätzend. Es ist wohl gehupft wie gehoppelt.

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Weihnachtsfeier der Grundschulklassen 1A und 1B. In der Turnhalle. Es war furchtbar. Gut, dass ich schon Triptane intus hatte, als ich ankam, denn da hätte ich sicher Migräne bekommen. Hatte ich aber schon mittags.

Aber (mit ihrer Erlaubnis!): das ist, weshalb ich Michels Klassenlehrerin so mag.

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Beobachte sehr gespannt meinen Körper. Es wäre jetzt langsam so die Zeit, wo ein neuer Zyklus anfangen müsste, ich hatte auch PMS (aber nicht so schlimm wie auch schon) und eben heute Migräne, manche Signale, die ich gewohnt bin, sind da wie immer, manche fehlen aber völlig. Es ist spannend.

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Heute eine lange Mail bekommen, von der neuen Arbeit. Ehrlich gesagt mache ich jede neue Mail von deren HR mit Herzklopfen und dem ganz kurzen Gedanken „jetzt bin ich aufgeflogen und sie wollen nun doch nicht mehr!“ auf. Impostor-Syndrom geh kacken, ey. Es war aber dann eine Willkommens-Mail, mit ganz viel Information, was zu der „Vorher“-Phase des dreiphasigen Einstiegsprogramms gehört. Ich weiß jetzt also, wann mein Gehalt gezahlt wird, wieviele Urlaubstage ich hab und welche Tage ganze und halbe Feiertage sind, was es so für Sport- und soziale Aktivitäten gibt, an denen ich teilnehmen kann und wo ich überall Rabatt bekomme, wenn ich meinen Ausweis, den ich dann auch bekommen werde, dort vorzeige. Dann wurde ich noch gebeten, allen möglichen Kram zu unterschreiben (unter anderem, dass ich keine Aktien bei Pharmaunternehmen habe) und mir ein Handy auszusuchen. Hammer. Laptop, Handy und Rabatt bei ner Reinigung. Wie so eine richtige Erwachsene! Ich freue mich immer noch so tierisch doll auf und über den Job! Hach.

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Morgen ist der Termin mit dem Insolvenzverwalter. Morgen _erst_ muss man sagen, denn am Freitag ist die Verhandlung, alle Ansprüche müssen bis dahin gestellt sein. Ich vermute ja, dass der Chipsmann schon ganz viel über mich und den Techniker erzählt hat, was wir für schlechte Menschen sind und dass der Insolvenzverwalter deshalb erst jetzt Zeit für uns hat. Ist mir egal, ich habe heute alle Unterlagen fertig gemacht, alles noch mal kopiert und dann noch so Sachen ausgedruckt, die den Chipsmann selbst mal von seinen unrühmlichen, unangenehmen und nicht unbedingt gesetzestreuen Seiten zeigen. Ich bin sehr froh, da nicht allein hin zu müssen, sondern dass der Techniker da sein wird. Wenn der Chipsmann da ist, kriegen die ne Szene, die sich gewaschen hat, egal ob er da ist oder nicht, hoffe ich, nicht in Tränen auszubrechen. Das ganze Thema macht mich nach wie vor sehr emotional und allein das Ausfüllen der Anträge und das Zusammensammeln der Krankschreibungen etc katapultiert mich in diesen ganzen Wahnsinn zurück, inklusive der Schlafstörungen und der permanenten Angst vor allem und jedem. Hoffentlich hört das bald auf.

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Babysitter-Suche gestaltet sich schwieriger als ich gehofft hatte. Das ist nicht schön und ich will das nicht!

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Jetzt aber ab ins Bett. Weil müdemüdemüde und morgen geht unser neues, smartes Licht nun wieder um sechs Uhr auf, das tut ein wenig weh.

Tag 1215 – #Frauleinzuhaus.

Heute haben wir auf Twitter ordentlich Quatsch mit Soße gemacht und ich möchte mir mal kurz auf die Schulter klopfen, dass ich das losgetreten habe.

Das ganze begann mit einem Tweet, der mir letzte Woche in die Timeline gespült wurde, nämlich diesem:

https://twitter.com/kaffeegespenst/status/1070642517039820801?s=21

Da hat also eine Werbeagentur (?) ein paar totaaaaaal realistische Stockfotos gemacht, wie eine Frau so ihren Tag zu Hause verbringt, mit Homeoffice und instagrammable Schlabberpulli und gekonnt undone aussehendem Haupthaar. Schon allein das Aufsteh-Foto machte mich fertig. Wer lacht sich denn morgens so über seine Kaffeetasse kaputt? Es sei denn, es ist Schnaps drin, natürlich.

Jajaja, ich weiß schon, das _soll_ ja auch gar nicht die Realität abbilden. Das hat @dorothea_regina schon viel besser erklärt. Aber das ganze erschien mir so absurd, ich wertete es als Steilvorlage.

„Morgen“ wurde dann nichts, ich war ja auch bei Ikea und musste Regale schleppen, gut, da hätte es sicher auch Balken aller Art gegeben, aber zu Hause ist das ja nicht. Außerdem hatten schon mehrere Damen gesagt, am Montag gerne mitmachen zu wollen. Also Montag und einen Hashtag-Vorschlag hatte ich mir auch fix aus dem Ärmel gezaubert: #frauleinzuhaus, um ein paar bunte (as in: etwas weniger durchgestylte) Bilder zum Thema „Frau (mehr oder weniger) allein zu Haus“ zusammenzutragen.

Und wie soll ich sagen: Ich habe mich heute wirklich königinnenlich amüsiert. Erstens war es sehr lustig, die Bilder zu machen, und vor allem habe ich immer wieder in den Hashtag reingelesen und sehr gelacht über so viele gequält, gestellt oder gar nicht lachende Gesichter.

Hier also meine (und anderer) Interpretation von #frauleinzuhaus. (Ich warte noch auf das ok einiger Teilnehmerinnen, dann verlinke ich noch mehr. Vermutlich schlafen die halt schon, die klugen Menschen tun das um diese Zeit.)

Wo mein Kaffee ist, hab ich gefragt. Und das Kind kuschelt lieber mit seinem Vater. Pfft. #Frauleinzuhaus #eingemütlicherstart

Jaha. Genau so sehe ich nämlich aus, wenn ich aufwache. Genau. SO. Schlimm.

Die @Wuseljule kann auch nicht mit ihrem Kind kuscheln. Und Frau @SewMeow hat immerhin Kaffee, aber so richtig gemütlich ist es auch nicht.

Meine Version von „weiße, eh durchsichtige Vorhänge am Sonnenfenster aufziehen“. Ich drehe die Lamellendinger. Draußen ist es zappenduster.

Ich stehe auch nicht vor dem Spiegel und halte Sachen an mich dran, ich weiß ja, wie meine Sachen aussehen.

#FrauleinzuHaus Kinder, #frühstückistfertig! *Grillenzirpen*

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Dazwischen habe ich Michel und Herrn Rabe weggebracht. Pippi musste zum Arzt, wie ich dachte, um die Mandeln noch mal zu kontrollieren, aber der Arzt wusste dann von nix, es war alles etwas merkwürdig, aber lustig. Also mit dem Arzt. Vor dem Arzttermin hatte ich aber noch Zeit mich zu schminken. Pippi glitzerte danach auch ziemlich.

#Frauleinzuhaus #frischindenTag

Bis ich aussehe, wie ich heute aussehe, wandern diese Produkte in mein Gesicht. Plus getönte Tagescreme, Fixierspray und Haarpuder, aber das konnte ich nicht mehr halten.

Auch @sterfaine macht keinen Hehl draus, dass sie nicht wie aus dem Ei gepellt aus dem Bett hüpft.

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#FrauleinzuHaus geht als #kuschelnundspielen durch. Irgendwie. #MamaLauf

#Frauleinzuhaus #arbeitenimhomeoffice Teil 1. Unbezahlte Hausarbeit ist trotzdem Arbeit!

#Frauleinzuhaus #MittagessenZubereiten. Ich weiß jetzt, wieso die sich dabei so kaputtlacht. Weil es einfach total absurd ist, sich dabei zu fotografieren, wie man Essen macht.

Das hat vermutlich auch Little B. festgestellt. Deren Blog schon länger schläft, was ich sehr schade finde, wenn auch (aus Gründen) momentan gut verstehen kann.

Nachtrag: Ich wusste nicht, dass meine Geheimratsecke so schlimm ist. Ich musste so lachen bei diesem Foto, dass mehrere Versuche total verwackelt sind. Das bekommt mir nicht, dieses alleine sein, da werd ich albern von.

#Frauleinzuhaus #arbeitenimhomeoffice Teil 2. Den Antrag auf ÜbernaHme meines Chipsfabrikgehalts durch den Lohngarantiefonds ausfüllen.

Danach habe ich mega schlechte Laune und möchte alles anzünden. (Aber auch @octodontidae hat nichts als funfunfun im Homeoffice, und die Drehumdiebolzeningenieurin hat eigentlich Urlaub.) Da hilft nur…

Einfach mal gepflegt an irgendeinen Balken lehnen.

Problem: kein Balken, bzw. fällt mir der eine, den wir haben, erst spät ein.

#Frauleinzuhaus #ZeitFürMich #FrauenDieAnDingenLehnen 1

#Frauleinzuhaus #ZeitFürMich #FrauenDieAnDingenLehnen 2

#Frauleinzuhaus #ZeitFürMich #FrauenDieAnDingenLehnen 3

Ja, den Staubsauger und den Papiermüllhaufen im Hintergrund hätte man fürs Bild wegräumen können, aber es war zeitlich eh schon so eng, dass ich den Kaffee hinterher lauwarm in 5 Minuten runterstürzen musste. Nicht im Bild: die Kaffeepfütze, weil mir die 10 Sekunden Selbstauslöserzeit plötzlich viiiieeeel zu kurz vorkamen.

Frau Wunnibar war übrigens nicht mal zu Haus und konnte trotzdem lächelnd (und btw. in einem wunderschönem Pulli) an Dingen lehnen.

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Dann war ich beim Kindergarten-Elterncafe, von wo ich Pippi mitnahm und Herrn Rabe die Nachricht ins Büro schickte, dass wohl die Züge nicht fahren (nicht wegen Streik, sondern irgendeinem größeren technischen Problem). Pippi und ich holten dann Michel ab und natürlich schlief sie auf der Fahrt ein und war dann unweckbar.

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#Frauleinzuhaus heute länger als geplant, die Züge fahren nicht.

#Frauleinzuhaus dann halt noch #AbendessenZubereiten.

#Frauleinzuhaus beim #gemütlichesEssen tauschen wir uns gerne über den Tag aus. Deshalb hört der Sohn auch Hörbuch.

Herr Rabe ist noch unterwegs, Pippi schläft immernoch.

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Abendprogramm wie üblich, Pippi wird natürlich wach, als ich sie ins Bett bringen will und schläft danach nur unter Mühen wieder ein. Davon keine Bilder, weil im dunklen Zimmer stattfindend.

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Dann bloggen, waschen, das übliche, und nun:

Ein letztes. #Frauleinzuhaus #GuteNacht mit Licht voll aufgedreht, damit die Kamera überhaupt fokussieren kann. Man muss halt Abstriche machen im Influencerlife.

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Hach ja, das war eine lustige Aktion. Hoffentlich wird sie hier und da mal weitergetragen. Alle, dies nervt, haben den Hashtag vermutlich schon beim dritten grenzdebilen Grinsen gemutet, und es muss ja auch nicht immer ne ganze Bilderserie sein. Aber es fehlen einfach #FrauenDieAnDingenLehnen, zumindest in meiner Timeline.

Tag 1212 – Starke Frau, smartes Home.

Ein Workout brauchte ich heute nicht. Ich war bei Ikea. Das eskalierte mit Ansage. Erst ging alles erstaunlich entspannt los, ich fuhr hier etwas später als geplant los, nach Hamar und mir fiel gerade noch ein, dass ich ja eben doch in die Möbelausstellung muss, weil wir im Büro noch was zum drauf sitzen brauchen. Aber das ging auch noch super gut, nach kurzer Rücksprache mit Herrn Rabe haben wir nun so einen „aktives Sitzen“-Hocker, das stelle ich mir fürs Nähen und gelegentliches Homeoffice, bei dem noch von Bett über Sofa bis Küchentisch diverseste Ausweichmöglichkeiten bestehen, ganz nett vor.

Dann ging ich nach „unten“.

Auch da ging zunächst noch alles. Zwei Pfannen (bei unserer einen löst sich schon wieder die Beschichtung, die ist maximal drei Jahre alt und es sind 10 Jahre Garantie drauf. Sie war nie in der Spülmaschine und wir benutzen nur Plastik, Holz und Silikon da drin. Vielleicht reklamiere ich die tatsächlich.) und ein Schneidebrettchen mussten „außer der Reihe“ mit, außerdem könnte es sein, dass wir schon vor März ein drittes Set Gästebettzeug brauchen.

Was dann eben eskalierte, war das Smart Home-Equipment. Mit Herrn Rabe als Souffleur kaufte ich LED-Panels (die waren geplant!), Glühbirnen, mehr Glühbirnen, Fernsteuerungen, noch mehr Glühbirnen und Steckdosenadapter. Dazu ein Gateway und nun kann man in Wohnzimmer und Küche das meiste Licht und (ab morgen ca, wenn wir es in Betrieb nehmen) auch die Heizkörper, nämlich über die Steckdosen, per App dimmen und steuern und voreingestellte oder selbst definierte Beleuchtungsstimmungen schwuppdiwupp aufrufen und dann ist ZACK Gemütlichkeitslicht oder ZACK In-Die-Fresse-Helligkeitslicht von allen Lichtquellen. Ich liebe solchen Kram (ja, ich weiß, dass mein Hirn mir das weismacht, damit ich nicht weine, weil das alles so teuer ist).

Leider kam ich so aus der Kleinkram-Abteilung schon mit einem übervollen Einkaufswagen heraus. Und ich wollte doch noch Möbel kaufen.

Am Ende, als ich alle Möbel (bis auf 1 dunkelblaues, tiefes Eket-Würfelchen, davon hätte ich zwei gebraucht und dann war da nur noch eins und das hat mich überraschender Weise gar nicht mal so wütend gemacht sondern eher „war ja klar“ mit den Augen rollen lassen) hatte, hatte ich einen Möbelpaketewagen, der so schwer war, dass er sich kaum noch bewegen, geschweige denn lenken ließ, und den übervollen Einkaufswagen. In Etappen (also Paketewagen von Regal 1 zu Regal 9, dann Einkaufswagen von Regal 1 zu Regal 12, dann wieder Paketwagen von Regal 9 zu Regal 15 usw.) bugsierte ich die Wagen zur Kasse, inzwischen nicht mehr so ganz fresh riechend, weil wie schwer sind denn bitte Billy-Regale? An der Kasse war zwar nicht viel los, dafür waren halt auch nur zwei Kassen besetzt. Die an der ich anstand mit einer offensichtlich nicht so schlauen Person, denn während ich noch hinten den Kleinscheiß möglichst Platzsparend in blaue Tüten stapelte, scannte die Person vorne schon mal weiter meinen Paketewagen und dann, weil sie so im Flow war, schätze ich, auch gleich noch den Paketewagen des Mannes hinter mir, der am Handy daddelte und das gar nicht merkte. Erst als ich meinte „soll ich nicht vielleicht erst mal bezahlen?“ raffte die Kassenkraft, dass wir gar kein Pärchen sind, sondern die einsame Frau tatsächlich zwei riesige Wagen Zeug allein kauft. Und nur ein 32-er-Pack Teelichter (geplant). Jedenfalls weiß ich jetzt, dass jeder Ikea-Kassenmitabeitende nur eine bestimmte Anzahl Artikel stornieren kann, bis das System nörgelt. Meiner übereifrigen Kassenkraft mussten dann noch zwei weitere zur Hilfe kommen, um all die Artikel zu stornieren. Die restliche Summe war allerdings immer noch… puh! Haus-Budget ist nun erschöpft. Es lebe die Ikea-Kreditkarte.

Irgendwie schaffte ich es dann, die beiden Wagen in einem Rutsch vor die Tür zu bekommen, wo ich sie kurz parkte und das Auto an die Lastenzone fuhr. Es war nicht so schlimmes Tetris nötig, wie ich befürchtet hatte, aber einfach war es jetzt auch nicht gerade, das alles ins Auto zu bekommen. Und wie schwer sind bitte Billy-Regale? Ein Eket fiel mir dann auch noch runter und ich dachte schon, ich müsste noch mal rein und ein neues kaufen, aber es war genau auf die Ecke gefallen, wo das Kartönchen mit den Schrauben und so ist, puh. Irgendwo beim Einladen habe ich auch einen Fingernagel gelassen, aber ein wenig Schwund ist halt immer. Am Ende war das Auto schon sehr voll, aber alles noch sicher und stabil und das Auto hat die Heimfahrt auch gut überstanden. Ich holte mir aber erst noch eine Veggie-Pølse, die hatte zwar mit Würstchen halt so viel gemein, wie ein Bratling mit Frikadellen, war aber trotzdem lecker. Dann fuhr ich wieder nach Hause, mit leicht tiefer gelegtem Auto.

Zu Hause musste ich das dann natürlich auch wieder aus dem Auto wuppen, ich musste ja die Kinder abholen und dafür mussten Kindersitze im Auto sein und das mit den Kindersitzen geht viel besser, wenn nicht vier Billy-Regale (immer noch sehr schwer) auf der umgeklappten Rückbank liegen. Hat aber auch noch alles geklappt und den Ofenkäse und auch das Glas Wein heute Abend habe ich mir mehr als verdient, finde ich.

Jetzt nur noch fünfmal mit den Lichteinstellungen an unserer neuen Küchenlampe spielen (goodbye, hässliches Teller-Deckenleuchten-Dings!) und dann ist Bettzeit. Morgen hab ich sicher Muskelkater.

(Die Lampe überm Esstisch ist übrigens in Arbeit! Aber ohne smart, leider.)

Tag 1211 – Whyyyyyy?

Eh schon kein guter Tag. PMS und fühle mich schmierig und eklig und einfach wäh und das Auge suppt nun natürlich fettige Antibiotikum-Salbe, es ist widerlich. Dann den ganzen Abend mit Herrn Rabe Regallösungen besprochen und ENDLICH einen Entschluss gefasst und dann dachte ich, komm, was soll’s, das ordere ich einfach mit Click&Collect direkt bei IKEA, dann kann ich’s morgen einfach abholen, aber dann konnte ich da mit meiner IKEA-Kreditkarte nicht bezahlen, was ich aber gerne möchte, dann musste ich alles vom Warenkorb in eine Einkaufsliste übertragen, wollte das nur abspeichern und dann ist irgendwas schief gegangen beim Einloggen und JETZT IST ALLES WEG!!! ARRRRRRRRGH!!!

Ich fluche grade gar sehr.

Außerdem kann ich den Reißverschluss meiner Stiefel weder öffnen noch schließen, weil er den Beleg gefressen hat und ich hasse einfach alles grad. So ein Scheiß.