Tag 2120 – Alles wäh.

Manic meeting Tuesday und dann noch eine „innsynsbegjæring“ also Antrag auf Akteneinsicht am Hals. Das hatte ich schon ausgesetzt (wir haben nur 5 Arbeitstage, um solche Anträge zu beantworten, danach gelten sie als abgelehnt und sind dann einklagbar) und heute musste es wirklich endlich raus, aber das Tool, das wir da haben und benutzen *müssen*… Hmmja. Ich hab vermutlich zwischen 15 und 17:30 Uhr heute erheblich mehr graue Haare bekommen.

Nach der Arbeit Elternabend (über Teams, yeah, endlich mal wieder ein Teams-Meeting! Hatte es in den drei Stunden seit dem letzten schon vermisst.), danach Schweinchen sauber machen (die Stellen, an denen die Terror-Wurst neulich Muffin gebissen und büschelweise Haare ausgerissen hat, sehen alle gut aus und das Fell sprießt auch wieder, uff), Wäsche waschen, essen, Vorlesen, Kuscheln, Aufräumen…

Und keine Energie mehr, Sozialkontakte per Bildschirm zu pflegen. Einfach gar nicht.

Tag 2119 – MMM.

Manic meeting monday. Und danach noch „echte“ Arbeit machen müssen. Den Lack gibt es inzwischen zu Schleuderpreisen, anders kann ich mir… Dinge nicht erklären, und überhaupt, Zyklusendlaune ist da auch keine Hilfe.

Schokolade hilft. Und Weingummi. Ich sehe schon ein neues Klamottenproblem auf mich zukommen, wenn die Pandemie irgendwann mal vorbei ist.

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Schon eine Woche nehme ich jetzt morgens Levaxin und warte danach brav mindestens 30, in der Realität eher 60-90 Minuten, bevor ich Kaffee trinke. Es ist ein seltsames Gefühl, dass ich das jetzt den Rest meines Lebens machen muss. Und ich freue mich schon auf das Pflegepersonal im Krankenhaus, das mich um sechs aus dem Bett wirft, um meine Tablette zu nehmen, damit ich um sieben frühstücken „darf“. Um solche Uhrzeiten spricht man mich besser gar nicht an.

(Bin trotzdem froh, wenn die Schilddrüse raus ist.)

Tag 2118 – Und zurück.

Ich hab dann heute den Steg doch wieder einen Millimeter zurück platziert, weil mir der Klang nicht gefiel, der war nicht mehr so voll und warm und hatte was nasales. Jetzt glaube ich, einen guten Kompromiss gefunden zu haben, ich werde das aber weiter verfolgen. Kurzes Spielen ergab voll und warm auf den tieferen Seiten und einen klareren Ton (als vor den Umbauten) auf A und E. Und naja, als wär ich so gut, dass man das Maximum aus dem Instrument rausholen müsste, weil meine tausende Konzertbesucher*Innen sonst ihr Geld zurück fordern. Und ich hab dabei immerhin gelernt, welchen Effekt der Steg auf die Klangfarbe hat und welche Richtung was bewirkt. Ich habe ein paar Bogenübungen gemacht und es ist schon schön, etwas mehr Platz zum Streichen zu haben. Dritte Lage heute auch schon wieder besser als gestern.

Hach ja. Was war sonst? Nicht viel…

Wir haben, wie so Erwachsene, die ihr Leben im Griff haben, den Bezug der Matratze gewaschen und er ist tatsächlich wieder einigermaßen sauber geworden. Ein Hoch auf Dinge, die sich bei 60 Grad waschen lassen. Ein bisschen Angst hatte ich davor, den Bezug wieder auf die Matratze zu fummeln, das war aber überhaupt kein Problem.

Pippi und Michel waren auf je einem Geburtstag von Kindern aus ihren jeweiligen Kohorten. Während Pippi vollgefuttert mit Schokolade nach Hause kam, hatte Michel zu viel Spaß gehabt um zu essen und kam deshalb mit der Laune eines ausgehungerten Orks nach Hause. Wollte dann aber zum Abendessen nur Salat und einen Apfel – für ihn der Inbegriff gesunden Essens – wir sind also wieder in so einer Phase. Meist kommt ja kurz drauf eine Scheunendrescherphase und dann wächst das Kind wieder über Nacht aus der Hosengröße raus, aber ich finde, ein Kind darf durchaus ein paar mehr Reserven haben, als Michel das hat. Sonst weht der bei dem Wind hier noch irgendwann einfach davon. (Eine reellere Angst ist, dass ihn eine Magen-Darm-Grippe einfach aus den Latschen haut.)

Jetzt kam er soeben angetapst und legte sich zu uns ins Bett. Also auch so eine Phase ist immer noch/wieder. Mit Zähneknirschen und Bauchweh und es ist aber nichts. Sagt er. seufz.

Tag 2117 – Wagemut.

Also ein Gutes hat es ja, 1. erwachsen und 2. ohne Geigenlehrer*In zu sein. Ich verliere die Angst davor, sehr schnell irgendwas kaputt zu machen. Beispielsweise hat mir meine Geigenlehrerin damals neue Saiten aufgezogen, wenn es nötig war. Ich musste auch nie an den Wirbeln stimmen, sondern immer nur an den Feinstimmern und nur selten das A mit Stimmgabel stimmen – das hat sie mir immerhin beigebracht und dabei kann man ja auch nix kaputt machen, man muss nur echt gut hören können.

Da ja nach den Jahren die Saiten, die aufgezogen waren, hinüber waren, musste ich die ersetzen. Eine nach der anderen zog ich also neue Saiten auf und fühlte mich schon sehr mutig. Als ich fertig war, war aber der Steg ganz schief, das musste ich googeln, ob man den einfach beherzt-behutsam aufrichten kann (ja) und da fiel mir schon auf, dass mein Steg zu hoch steht.

Und wenn man das einmal gesehen hat, sieht man es ja immer wieder. Heute schaute ich zwei Videos über Bogentechniken und – Ja. Nee. Mein Steg steht viel zu hoch. Warum? Ich habe keine Ahnung. Ich hab da nicht so dran rumgefummelt, dass der gute 5 mm nach oben gerutscht sein kann, es sei denn, der ist halt mikrometerweise gewandert, aufgerichtet, gewandert, aufgerichtet… in den Jahren in denen ich aktiv gespielt habe? Und warum ist das meiner Lehrerin nicht aufgefallen? Oder ist das so ein Kinder-Ding, dass man denen den Steg höher stellt? Es ist seltsam.

Jedenfalls habe ich dann noch mal gegoogelt, gemessen, noch mal gemessen und dann hab ich die Saiten etwas gelockert und den Steg dahin gestellt, wo er hingehört. Schlimmstenfalls, dachte ich, muss ich danach zum Geigenbauer und mein Gemurkse korrigieren lassen, weil, keine Ahnung, der Stimmstock umgefallen ist oder so. Aber jetzt steht der Steg zwischen den inneren Kerben der F-Löcher, 33 cm vom Sattel und 5,5 cm von der Saitenaufhängung weg, deutlich näher am Stimmstock als vorher (ob das nun 3 oder 4 mm sind kann ich nicht messen). Morgen schaue ich noch mal nach dem Verhältnis zum Bassbalken, da habe ich nämlich hinterher erst einen Tipp gesehen, wie man das macht.

Nachher wieder gestimmt, Steg wieder ein bisschen aufgerichtet, wieder gestimmt. Jetzt bin ich sehr gespannt, wie sie morgen klingt, ich hab den Quatsch nämlich natürlich erst angefangen, nachdem ich bereits gute anderthalb Stunden geübt hatte… beim Stimmen klang sie nicht anders als sonst oder meine Ohren sind nicht gut genug, um einen Unterschied zu hören.

Insgesamt läuft es ok mit dem Spielen. Ich habe mich zu den Etüden in Es-Dur durchgeackert (das ist der Feind) und breche mir nicht mehr die Finger dabei, der rechte Arm tut auch wieder mehr, was er soll und ich kriege nur noch selten Krämpfe in der linken Hand. Alles in allem klingt es jetzt schon wieder viel besser als vor vier Wochen noch. Nachdem Pachelbel fast durchgehend im Originaltempo geht, ich aber noch das Angstgedächtnis vor den paar Tönen in der dritten Lage habe, wollte ich neulich mal „Einfache Etüden in der dritten Lage“ ausprobieren und – naja, Zahnarztbohrer klingen schöner, aber auch das ging heute beim 2. und intensiveren Versuch mit ständigem Kontrollieren und Korrigieren schon viel besser. Uff.

Leider ist da das Ende der Fahnenstange meines früheren Unterrichts dann bald erreicht. „Verbindung der 1., 2. und 3. Lage“ hatte ich noch, dann hab ich aufgehört. Aber vielleicht ist, bis ich da angekommen bin, ja auch Pandemie vorbei und ich kann mir eine*n Lehrer*In suchen. Bis dahin muss mir YouTube Dinge erklären und ich mich selbst korrigieren, das ist nicht optimal aber besser als gar nicht spielen.

Tag 2116 – Dezentes Chaos.

„Mama?“ fragte Pippi heute, „Wie ist das, erwachsen zu sein?“ „Tja,“ sagte ich, “oft ganz schön anstrengend.” „Ja,“ sagte Herr Rabe, „man muss Steuererklärung machen.“ „Steuererklärung fristgerecht einreichen, ja, und manche kriegen davon anxiety und müssen erst mal ganz dringend ganz viele andere Sachen machen…“ und dann streckte mir Herr Rabe die Zunge raus.

Dann hörten wir die Lieder vom Skatteetaten, in denen besungen wird, dass man seine Steuererklärung machen soll: Money back on the skætt und Mo money back on the skætt. Wir beömmelten uns ein wenig über der Vorstellung, dass das Finanzamt so ein Video produzierte. Und dann kehrten wir zum Ernst des Lebens und der herskens skattemelding zurück. Frist ist heute, wir* machen es dann gleich, wenn die Kinder schlafen. Jaja. Hmmhmm.

Noch so ein Ding, was das erwachsen sein in 2021 ganz schön anstrengend macht: Coronaregeln. Allein heute wurden:

  • Die nationalen Regelungen beibehalten
  • Die regionalen Regelungen aufgehoben
  • Die lokalen Regelungen weitergeführt
  • Das Impfintervall für Comirnaty verdoppelt
  • Angekündigt, dass deshalb ab Juni alles viel besser(TM) wird
  • Angekündigt, dass es Öffnungen für Geimpfte (also Abwälzen der finanziellen Rettung bestimmter Branchen auf Geimpfte) demnächst dann ab drei Wochen nach der ersten Dosis geben soll.

Blick da noch wer durch.

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*Ich bin ja schon fast fertig, aber Herr Rabe… naja. Nicht so.

Tag 2115 – Just 2021 tings.

Heute hab ich zum ersten Mal seit langem wieder richtig Augenmakeup gehabt, mit Lidschatten und allem (ok, ohne Base, weil die eingetrocknet war). In der Kamera sieht das eh keine Sau und soooo weit ist es bei mir dann doch nicht her mit „ich mache das nur für mich“, als dass mir für die 10 Minuten morgens nichts besseres einfallen würde (schlafen zum Beispiel). Ich hatte aber ein externes Meeting und das Gefühl, ich bräuchte das ein bisschen um in den Modus zu kommen. Hat geklappt und ich war halt den ganzen Tag allein im Homeoffice ein bisschen extra hübsch.

Ebenfalls das erste mal seit sehr langer Zeit habe ich Kontaktlinsen getragen, aber nur abends für drei Stunden. Es ist nämlich wieder Sport, aber…

… draußen. Drinnen darf man noch nicht wieder „organisierte Freizeitaktivitäten“ für Erwachsene anbieten, draußen schon, für maximal 20 Leute. Ich habe also auch zum ersten mal seit Unisport wieder draußen in einer Gruppe Sport gemacht und überhaupt zum ersten Mal draußen getanzt. Erst Hip Hop, das ging ja noch, dann Modern, mit Handschuhen, damit wir nicht auf den kalten Asphalt packen mussten. Draußen vor dem Personaleingang auf der Rückseite des Einkaufscenters, zwischen Müllpresse und Elektroautoladestation. Es war trocken aber schon auch kalt, ja, aber auch schön. Ich fühl mich jetzt gut durchbewegt und gut durchgelüftet. Das alles mit einem um Größenordnungen besseren Gefühl als nach Training drinnen, was die Verantwortbarkeit der ganzen Aktion betrifft. Ich finde, solange es nicht aus Eimern schüttet, können wir das ruhig für die Dauer der Pandemie so beibehalten. Das werde ich auch so zurück melden.

Jetzt Bett, schon wieder so spät.

Tag 2113 – Piep.

Bin bei Michel eingeschlafen.

Heute:

  • Der Schrank ist jetzt fertig mit Licht und Leisten und Griffen und Spiegel innen und – hach! Bilder morgen.
  • Wir haben auch noch ein Waschmaschinen-Trockner-Dings bekommen, mit Schubladen zum Bedienen mit den Füßen.
  • Ich habe Lust, das ganze Haus innen tischlern zu lassen, muss aber erst im Lotto gewinnen.
  • Michel liest laut Lesebuch prima, muss ich mir wohl doch keine Gedanken machen.
  • Es ist wieder Kindertanzen (mal sehen wie lange) und in dem Einkaufszentrum, in dem die Tanzschule liegt, haben seit gestern wieder alle Geschäfte auf und es war bumsvoll dort. Ich fand nicht mal einen Parkplatz, bevor ich nicht drei mal im Kreis herumgekurvt war – mit Cardos, für den man ja nun keine große Lücke braucht. (Ja, wir lassen Pippi da hin gehen. Ja, wir töten damit sicher irgendwen oder züchten die neue Supermutation, aber meine/unsere Kraft, die einzigen superultrastrengen Eltern der Welt zu sein, war begrenzt und ist aufgebraucht. Unsere Inzidenz ist ok, wir ohne Impfberechtigung in den nächsten Wochen sind eh allen egal*, ich bin bei lmaa und lalala angekommen.)

*ja, macht für Geimpfte alles auf, was geht, viel Spaß, wir warten so lange draußen auf die Schnelltests, die man angeblich statt Impfung vorweisen kann (Sinn davon mal dahin gestellt) und von denen ich in Norwegen aber noch keine Spur gesehen hab, oder auf die Impfung halt, für die wir uns noch nicht mal auf Restelisten, die es auch nicht gibt, registrieren lassen können, weil wir alles dafür tun müssen, die Risikogruppen zu schützen, machen wir ja, seit über einem Jahr, und kriegen dafür noch in die Fresse. Doppelt und Dreifach. Wo die keine Angst mehr haben müssen, draufzugehen, kann der Rest sehen wo er bleibt, YOLO und „es ist rechtlich nicht haltbar, wenn Geimpfte weiter Einschränkungen erleben“ – guess what, genauso könnte man argumentieren, dass es rechtlich nicht haltbar war, dass wir alle letztes Jahr im März, April, Mai und ab Herbst wieder volle Möhre Einschränkungen erlebt haben, wo wir doch gar kein so hohes Risiko für Tod durch Covid19 haben. HABEN WIR TROTZDEM EINFACH GEMACHT DAMIT WIR KEINEN ANSTECKEN DER DANN DRAUF GEHT. Und jetzt wollt ihr ernsthaft die Arbeitsplätze in den Restaurants retten indem ihr sie öffnet? Verlogene Sch***e, man könnte ja zum Beispiel die Betriebe, insbesondere auch die Kulturbranche, denen wegen Corona Einnahmen entgangen sind, wirklich sinnvoll finanziell entschädigen. Stattdessen wird es nun auf den einzelnen Geimpften abgewälzt, den Konsum möglichst rasch wieder anzukurbeln, damit diejenigen, die hart an der Pleite langschrammen, aufhören zu nörgeln. Während der Großteil der Bedienungen in Restaurants, in Cafés, in Bars, Biergärten, und Verkäufer*Innen aller Art noch laaaaaaaaange nicht impfberechtigt sind. Wann fahren die in den „wohlverdienten Urlaub“? Ach ja, richtig, gar nicht, weil keine Impfung und seit über einem Jahr in Kurzarbeit oder Arbeitslos und gar keine Kohle dafür da.

Manchmal möchte ich allein im Wald leben, Gesellschaft ist nicht so meins, scheint mir. Zumindest die kapitalistische.

Rant over.

Tag 2112 – Keine Worte mehr.

Ich bin leer geredet. Heute schon wieder Meeting auf Dänisch, meine Gügll diglll Sprache. Meine Theorie ist: die Dänen verstehen sich selbst gegenseitig nicht, besonders Zahlen sind willkürlich aneinander gereihte Silben, die individuell mit Wert bemessen werden. Kamelåså.

Morgen auch noch mal, mit der Dänischen Behörde. Lä-ämigglllstyrlll heißt die, echt wahr.

Generell ist Montag immer Meeting-Tag und ich fand das heute sehr nervig. Ich will nicht sieben Stunden lang nahezu ohne Unterbrechung in einen Bildschirm starren. Will nicht will nicht will nicht.

Nebenbei hab ich in der Weltgeschichte herumtelefoniert und beispielsweise Medikamentierungsfragen, die beim Lesen von Beipackzetteln so auftauchen können, beantwortet bekommen. Seit ich viel mit PharmazeutInnen zusammen arbeite, habe ich zwar eine gewisse Skepsis, was die Kenntnis von Mediziner*Innen über Wechselwirkungen angeht, aber dies war eine Frage, die sich mit Erfahrung >> 1 Patientin* sicher lösen lässt, nichts spezielles**. Eine Antwort bekam ich dann auch schnell und bin beruhigt.

Bitte lesen Sie immer die Packungsbeilage und bewahren Sie diese auch auf, bis das Medikament aufgebraucht oder abgelaufen ist. Abgelaufene Medikamente sollte man nicht mehr nehmen, die kann man zur nächsten Apotheke bringen, da werden sie entsorgt***.

Hilfe, alle Sätze sind schon ganz schief, ich muss die Augen zu machen.

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*also Leute vom Fach statt mir

Und Dr. Google hilft nur in seltensten Fällen überhaupt, aber bei Schilddrüsensachen noch mal weniger. Vielleicht ist das ja ein bisher unerkanntes Schilddrüsensymtom: nervtötender Diskutierdrang mit Schwurbelneigung.

***ohne Gewähr, dass sich in Deutschland diese Praxis nicht in den letzten 7,5 Jahren geändert hat oder dass wegen Corona alles nur in mehreren Lagen reinraumgerechten Einwegmaterials**** verpackt abgegeben werden kann.

***Ich bin heute über einen ISO-Standard zu Tests und Akzeptanzkriterien für die Überprüfung der Versiegelung schlusssterilisierter Medizinprodukte gestolpert. Wir leben in aufregenden Zeiten.

Tag 2111 – Durchgepustet.

Wo sich ein Bollogg hinsetzt, wächst tausend Jahre kein Nattifftoffenmoos mehr.

Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär

Wir waren den halben Tag draußen, es war Sonnenschein bei 8 Grad versprochen, es kam die meiste Zeit bewölkter Himmel und irgendwelche Grad, die sich wegen eisigem Wind anfühlten wie -3. Brrrr. Es war voll (ein beliebtes Ausflugsziel für Familien), bumsvoll, um genau zu sein, aber dank des ständigen Windes kann sich da kein Aerosol irgendwo gehalten haben und abgeleckt haben wir niemanden. Da war auch ein ganz toller “Kletterpfad” für Kinder, über den sich eine kleine Prozession von Kindern schob (hangelte, balancierte, kletterte…), das war schon sehr schön. Michel hatte lange ein paar Baustellen, was Balance angeht, das hat sich aber offenbar inzwischen gegeben, das finde ich sehr erfreulich.

Vor lauter frischer Luft und Menschen in 3D möchte ich jetzt gerne ins Bett gehen, ganz sofort. Michel schläft schon, der war auch platt nach dem Ausflug.

Aber schön war’s. Nächstes Mal nur gerne in etwas wärmer.

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Vermelde: bei Pippi ist der erste bleibende Backenzahn durchgebrochen. Immerhin noch nicht alle vier, wie bei Michel, als ich dann auch mal bemerkte, dass da was im Gange war. Natürlich erklärt „wackeln die Zähne, wackelt die Seele“ vieles, Herr Rabe und ich haben auch generell viel Verständnis, dass es schwer ist, 5 3/4 und bald ein Schulkind zu sein, aber uffuffuff lass es einfach bald vorbei sein. Bitte.