Tag 885: 12/2 von 12.

Es ist der 12. Januar und das bedeutet: Caro von Draußen nur Kännchen sammelt unsere 12 Bilder!

Hier gab es heute nur 6, weil der Tag müde und bescheiden war und ich dann am Ende auf dem Sofa einschlief. Aber fangen wir von vorne an.

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Der Wecker klingelt, ich liege mit Pippi in Michels Bett, Pippi hat in 2-Stunden-Intervallen wie am Spieß gebrüllt. Ich schalte offenbar im Tran alle meine Wecker aus und schlafe wieder ein.

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Pippi seufzt und drückt – sie pullert. Mich an, denn die Windel läuft aus. Ich bin dann wach (um 08:15 auch allerhöchste Zeit) aber huiii, meine Laune.

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Ich bin richtig fies zu den Kindern, die sich beim Anziehen und Frühstücken wie immer viel Zeit lassen. Pippi schmaddert sich außerdem so gründlich mit Joghurt zu, dass ich sie komplett umziehen muss. Es bewahrheitet sich auch ein mal wieder: selbst, wenn ich mich nur anziehe und Zähne putze, nicht meine Haare wasche oder mein Gesicht irgendwie auch nur anfasse, brauchen wir ne Stunde bis aus dem Haus. Was sich auch bewahrheitet: in der Stunde ist dann keine Zeit für Kaffee und dann bin ich gar kein Zombie, sondern ein tollwütiger Terrier.

Nach einer Nacht mit permanent brüllendem und um sich tretendem Kleinkind werden das heute vielleicht 12 Shades of Aggro. Dies ist außerdem mein 1. Kaffee. #1von12 von #12von12

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Wütend und frierend sitze ich auf dem Sofa und sabotiere mich selbst im Bewerbung schreiben.

Mittagessen. Ok, Frühstück. #2von12 von #12von12

Ich backe dann auch noch Brötchen, nach diesem Rezept, den Poolish hatte ich gestern Abend angesetzt, dann muss der halt weg.

Brötchen in the making. Symbolbild. #3von12 von #12von12

Ich tue dann auch noch so als würde ich arbeiten:

Esstisch-Office. #4von12 von #12von12

Aber in echt mache ich nichts produktives, dödele herum, twittere und Backe zwischendurch. Ich telefoniere mit einer HR-Frau und kriege schlechte Nachrichten von der Fakultät: möglicherweise wird meine Defense erst Ende Mai oder im Juni sein. Das wäre… schlecht für meine Nerven. Ich darf aber auch nichts selbst unternehmen, weil ich die Opponenten nicht kontaktieren darf. Wie man weiß, kann ich mit so Ohnmachts-Situationen voll gut umgehen.

Brötchen! #5von12 von #12von12

Da sind sie fertig. Ich gehe duschen, in der Hoffnung, dass ich mich danach besser motivieren kann und nicht mehr sehnsüchtig zum Bett schiele.

Selbst wenn ich gar nicht aus dem Haus gehe: mit den beiden hier fühle ich mich doch mehr wie ich selbst. #6von12 von #12von12

Tja, und dann war ich grade fertig und top-motiviert (najaaa…) da rief Herr Rabe an, ob ich die Kinder abholen kann. Seufz. Na klar.

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Kinder abholen, Milchreis kochen, Dinozug anmachen, essen, Wutausbrüchen heute mal wegen echt dünner Nerven* aus dem Weg gehen, statt auszuhalten und dann kam Michel an, als er sich abgeregt hatte und kuschelte sich an und dann sind wir beide eingeschlafen.

Ein irgendwie käsiger Tag.

Und weil Fristen ablaufen, muss ich am Wochenende wenigstens eine Bewerbung schreiben.

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*Als ich dreizehn war, hatte meine Mutter schon seit langer Zeit einen Freund. Zum Essen gaben wir uns immer die Hand und sagten alle einen Spruch auf, in dem wir uns einen guten Appetit wünschten. An dem Tag wollte ich nicht, also nicht ihm die Hand geben. Es gab Milchreis mit Kirschen und ich war halt pubertär motzig und wollte mal wieder klar machen, dass dieser Typ mir nichts zu sagen hätte. Ich weiß nicht mehr, was ich sagte, aber danach stand er hinter mir und knallte mir links, recht, links, rechts eine, auf die Ohren (zum ersten und einzigen Mal, meine Mutter hat ihn danach vor die Tür gesetzt). Dann nahm er wutschnaubend seinen Teller um ihn mit nach oben in sein Zimmer zu nehmen, überlegte es sich im Flur aber anders und warf den Teller mit voller Wucht gegen die Wand. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft, wie meine Mutter versuchte, die Kirschflecken vom pfirsichfarbenen Strukturputz zu waschen. Am Ende haben wir die Stellen übergestrichen. Und Milchreis mit Kirschen ist bis heute ein echt schwieriges Essen für mich. Obwohl ich das sehr gern mag.

Tag 884 – So groß.

Michel kommt dieses Jahr in die Schule. Jedenfalls, wenn wir in Norwegen bleiben. Jeden Tag erinnert mich ein Zettel am Kühlschrank daran. Darauf steht: Du, Michel Rabe, hast einen Platz in der Schule um die Ecke.

Pippi macht wieder einen Entwicklungsschub durch. Dieses Mal wohl sprachlich. Sie reden in ganzen Sätzen (mit konfusem Satzbau, aber so what) und kann Vergangenheit und Zukunft benennen, und elementare Gefühle von anderen beschreiben. Leider geht auch dieser Entwicklungsschub mit Brüllerei und Trotzanfällen allererster Güte einher, aber das kennen wir ja auch schon.

Michel hat jetzt schon zwei mal bei seinem besten Freund übernachtet.

Pippi zählt. Ein, fei, dei, sju, åtte, ni.

Michel liest, ein bisschen jedenfalls. Auf jeden Fall sitzt er schon gerne irgendwo und guckt sich Bücher an. Und er kann die meisten Großbuchstaben erkennen und sehr, sehr langsam auch Wörter daraus zusammenbasteln. Auch diese Entwicklungen: Lesen, woanders schlafen, bald Schule (und die Sache mit dem Umzug macht ihm auch jetzt schon riesige Sorgen), sind nicht ohne Nebenwirkungen und wir waschen jetzt wieder öfter mal Bettwäsche, halten mehr oder weniger gut Wutanfälle und Gebrüll und Trotz und Verzweiflung aus und haben nur wenig Platz in unserem Bett.

Ach ja. Same, same, but different.

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Auto-Lobhudelei: im Bewerbungs-Soll, noch nichts angezündet, sogar wo angerufen (aber die Dame war nicht da). Aber angerufen! Mit einem Telefon! Bereit, mit richtigen, echten Menschen zu sprechen!

Tag 883 – Laaaaangweilig.

Heute:

  • 1 Bewerbung geschrieben
  • Bank- und Finanzplanungskram erledigt
  • 2 Brote gebacken
  • 1 Schnittmuster (aus Papier) zusammengebastelt
  • Wäsche zusammengelegt, aufgehängt, verräumt, in den Trockner gesteckt…
  • Suppe versalzen*
  • Pippis Wutanfall** im Kindergarten ertragen ohne auszuflippen

War aber alles eher lahm, nix spannendes, oder vielleicht kommt mir das auch einfach nicht so besonders fancy vor. Das Hausfrauenleben.

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Auto-Lobhudelei: Ich bin soweit im Soll mit meiner Planung und habe noch nicht völlig resigniert. Yeah.

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*Jaaaa, natürlich bin ich verliebt! Was sonst. Seit >10 Jahren in den Selben.

**Der goldene*** Pädagogenpreis geht heute an die KiTa-Betreuerin, die mir beim Abholen lang und breit von Pippis Wutanfall beim Mittagessen erzählen musste, während Pippi daneben stand. Unter Nennung aller relevanten Stichworte, wie zum Beispiel „Joghurt“ und „hatte keinen“. Ich durfte dann das Re-Enactment ausbaden.

***aus Pappmaché, das liebevoll um eine Plastikflasche geklatscht und mit schadstoffarmer orangener Farbe ungleichmäßig und nicht-deckend angesprüht wurde.

Tag 882 – Lilashampoo ist kein Spielzeug!

Heute Nachmittag, nachdem ich heute früh mal nachgehakt hatte, kam mein bestelltes Lilashampoo an. Ich hatte ja bei einem Versender für Beauty-Krams bestellt, da bin ich dann, wie eigentlich immer, den Bewertungen gefolgt. Und das hier sollte sehr gut gelbtöne neutralisieren, deshalb kaufte ich es. Und probierte es eben aus. Und ich sag mal so: ALTAAAAAAA!!!

Hier die Flasche*:

Vorher gülden:

Mittendrin**, nachdem ich versucht hatte, mir die Hände wieder sauber zu schrubben, die komplett lila geworden waren, weil ich gedacht hatte, aaaaach, Shampoo, was soll das schon tun???

Nachher:

Und hier noch die Ecke, an der ich nicht so gründlich mit dem Auftragen war, weil ich ja auch dachte, aaaach, Shampoo, WAS SOLL SCHON PASSIEREN???

Hell, yeah. Blau kann kommen.

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*Selbst gekauft, keine Werbung.

**Das Internet hat gesagt, man kann das ruhig ne Stunde drauflassen. Ich wollte 30 Minuten ausprobieren, aber dann wurde Pippi wach und es wurden doch 40. Jedenfalls ist das Internet schuld.

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Auto-Lobhudelei: mich dazu gezwungen, zwei Bewerbungen zu schreiben.

Tag 881 – So war’s auf der Hurtigruten.

Ich hatte ja einen abschließenden Bericht zu unserer Fahrt mit der MS Trollfjord versprochen. Und so sei es denn!

(Awwww… Ja, hübsch ist es stellenweise schon. Aber: Sonnenuntergang um halb drei.)

Erst mal, wie es dazu kam.

Herr Rabes Vater ist im November 80 geworden. Da gab es natürlich eine große Feier und ich war mit den Kindern allein daheim und drehte am Rad größere Geschenke als gewöhnlich. Ein paar Wochen vorher kam meine Schwägerin mit der Idee, doch im Januar mit der Hurtigrute von Bergen nach Kirkenes zu fahren. Da gäbe es nämlich Sonderangebote. Wir hätten dann in Trondheim zusteigen und bis Kirkenes mitfahren könnendürfensollen. Ich war aus mehreren Gründen dagegen, mitzufahren und eigentlich auch gegen die Sache an sich, denn

  • Das war immer noch sehr weit entfernt von billig, für den Preis von einer Woche Kreuzfahrt waren wir 4 Wochen auf Korfu, und da waren die Flüge von Kirkenes zurück noch nicht mit drin
  • Im Januar geht ab 400 km nördlich von hier die Sonne gar nicht mehr auf man sieht von der tollen Küstenlandschaft (die auch nicht sooooo abwechslungsreich ist) herzlich wenig
  • Es ist saukalt. Man möchte nicht im Januar im Schnee(-matsch) Norwegische Kleinstädte besichtigen. Ich möchte das jedenfalls nicht

Die Familie entschied das aber ohne mich und so ging es für den Schwiegervater und meine zwei Schwägerinnen und meinen Schwager am 1. Januar in Bergen los. Eine Kollegin von mir hatte gesagt, dass die Preise last Minute oft noch mal reduziert sind (das Boot fährt ja eh, ob nun leer oder nicht ist ne wirtschaftliche Frage) und so entschieden wir uns Ende Dezember, doch mitzufahren, aber nur eine Nacht. Dabei hatten wir uns noch einen in die Tasche gerechnet, weil zwar die Mitfahrt deutlich günstiger ist, aber die Vollpension natürlich nicht. Mööp. Michel zahlt auch keinen krass reduzierten Preis mehr. Dadurch war das Ganze eben doch… nicht gerade günstig. (Ich war auch gar nicht voreingenommen, merkt man, ne?)

Aber vielleicht war’s ja ganz toll?

Najaaaaa…

Auf dem Boot sind halt zu 70% deutsche Rentner*Innen, zu 25% norwegische Rentner*Innen und die restlichen 5% verteilen sich auf Familienmitglieder von Rentner*Innen und Deutsche, die „ICH WILL NORDLICHTER SEHEN“ genauso gut auf ihre Jack-Wolfskin-Outdoorjacken drucken könnten, würde das nicht die wasserabweisende High-Tech-Membran (mit breathable Dings und schau mal, ne Innentasche!) zerstören.. Die Crew war zwar überaus kinderfreundlich, und die Rentner*Innen eigentlich auch alle, aber so richtig Funfunfun ist das eben nicht, weder für die Kinder noch für die Eltern der gelangweilten Kinder. Wenn ich das so mit den großen Color Line Fähren vergleiche… mega lahm. Es gibt zwei Whirlpools – auf dem Aussichtsdeck. Draußen. Wir erinnern uns? Saukalt. Also auch das jetzt eher nix für Kinder. Eine 2 qm Spielecke. Eine Bar, die selbst für Norwegen extrem hohe Preise hat (200 Kronen für 2 Bier). Es gibt ein Unterhaltungsprogramm mit so unfassbar witzigen Dingen wie der Polartaufe (eine Kelle Eiswasser in den Nacken, IN DEN KRAGEN, ich hätte sie wohl ernsthaft mit der Eiswasserkelle erschlagen, wäre ich da gewesen. Es wundert mich auch, dass da noch nie ne Omi mit Kreislauf zusammengebrochen ist) beim Überqueren des Polarkreises. Für den wirklich saftigen Preis der Vollpension bekommt man: Mittagessenbuffet (ok), Abendessen a la Carte (gut, aber recht wenig für Leute mit Schilddrüsenproblemen etwas größerem Hunger), keinen Wein dazu (geschenkt, obwohl im Preis ruhig noch was anderes als seltsam schmeckendes stilles Wasser hätte inbegriffen sein können, auch für die Kinder) und Kaffee-/Tee-Flatrate, aber nur der eklige Brühkaffee! Richtiger Kaffee ist nur im Premiumpaket mit drin, das eine Fantastilliarde Euro und dein erstgeborenes Enkel-Kind kostet. Und wenn du nicht 4000 Kronen PRO NACHT für ne Suite drauflegst, sieht die Aussicht aus dem Zimmer unter Umständen eben so aus…

(Wetter war auch supi!)

… und man teilt sich ein 90 cm-Bett mit einer wild fuchtelnden Zweieinhalbjährigen.

UND DANN WIRD MAN NOCH MITTEN IN DER NACHT VOM NORDLICHTALARM GEWECKT!

Abschließendes Fazit: Kann man machen, wenn man Rentner*In ist, Rentner*Innen sehr gern mag, sehr viel Geld übrig hat und unbedingt die Norwegische Küste in all seiner Eintönigkeit rauhen Schönheit sehen möchte. Ich war danach sehr froh, dass wir nur eine Nacht auf dem Boot waren und in Bodø das Spaßbad gefunden hatten, in dem sich die Kinder noch mal richtig austoben konnten. Die Kinder fanden super, der Opa fand es super, dass wir noch ein Stückchen mitgefahren sind, statt uns nur in Trondheim zu treffen, insofern: passt schon. Mache ich aber sicher nicht nochmal. Ach, und wenn Sie Nordlichter sehen wollen: Fliegen Sie direkt nach Tromsø, das ist ein ganz bezauberndes Städtchen, bleiben Sie da ne Woche, vielleicht eher im März und nicht im Januar, dann ist es wenigstens zwischendurch mal kurz hell. Nordlichter sieht man eh fast nur in der (zeitlichen) Nacht.

Tag 880 – Schäden behoben.

Alle meine Fingernägel sind jetzt raspelkurz und alle Ecken rund geschliffen und glatt poliert.

Ich habe diverse Stellen am Pulli noch mal aufgetrennt.

(Die Spätzlepresse… ich würde sie ja wegwerfen, aber die gehört ja genauso Herrn Rabe, der wiederum ungern Dinge wegwirft, bevor Ersatz da ist.)

Insgesamt ein entspannter Sonntag, an dessen Ende hier wieder sowas wie eine Grundordnung herrscht und ein paar Beschlüsse gefasst wurden. 1. werde ich in den nächsten Monaten immer mal wieder Kinderzeug ausmisten, also hauptsächlich Kleidung, denn damit umziehen wäre Blödsinn. 2. werden wir, zusammen mit Michel, diverse Spielkartons entsorgen, der hoarded die nämlich und mich nervt das total, dass hier momentan vier große Kartons, davon 2 kaputte, durch die Bude fliegen. 3. habe ich eine grobe To-Do-Liste erstellt:

Darauf fehlt noch (jeez, WordPress, wieso ist die Schrift denn jetzt so klein???)* Bewegung, da weiß ich aber auch noch nicht genau, wie ich das und was ich mache. Mal schaun. Frische Luft wäre auch gut, vielleicht lässt sich das ja verbinden.

Ehrlich gesagt kommt mir der Plan vor wie Reha.

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Auto-Lobhudelei: Pläne gemacht und bewusst wenig draufgepackt.

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*Ist nur im Editor so, puh.

Tag 879 – Mist, Mist, Mist.

Blöder Tag. Zu krank zum Rodeln, mein Pulli aus sauteurem, superkuscheligen Sweat sieht doof aus und ich weiß nur zum Teil, was ich falsch gemacht hab*, und dann ist mir grad beim Spülen der vef*ckten Spätzlepresse** auch noch der komplette Daumennagel abgerissen, bis ans Fleisch ran und obendrauf noch was abgesplittert. Mehr heut nicht.

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*Ich kann den Füßchendruck nicht reduzieren, meine Nähmaschine sieht das offenbar nicht vor. Bitte nicht mehr vorschlagen, bis ich eine andere hab. Danke.

**Ich hasse dieses Ding. Es ist unmöglich zu spülen und passt nicht in die Spülmaschine. Unhandlich und schwer ist es auch und beim Einfüllen von Teig tropft immer was vom Stempel in den Griff. Drecksding.

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Tag 878 – #WmDedgT im Januar ‘18.

Heute ist der 5. des ersten Monats des Jahres 2018, das heißt, Frau Brüllen will von uns, auch den faulen und kranken, wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.
NIX!

Haha, das ging schnell, ne?

Hier etwas ausführlicher:
Der Wecker klingelte um 07:00 Uhr, das ist ja eigentlich eine humane Aufstehzeit, ich fühlte mich aber nach einer zerhackten, rumpelnden, eingeengten Nacht wie vom Zug überrollt statt darin transportiert. Außerdem war meine Stimme quasi weg („Grützig“ sagt man hier und das passt sehr schön, finde ich) und mein Rücken stand meinem Nacken in Sachen Schmerzen nichts nach und nunja. Die Laune war jetzt nicht so toll. Ich fühlte mich fiebrig und zerschlagen und war froh, als wir alle auf dem Bahnsteig in der kühlen Luft standen. Herr Rabe hatte im Zug schon Kaffee besorgt und am Bahnhof holten wir dann noch einen, plus Croissants für die noch müde und unwirsche Kindermeute. Ich holte Geld, weil die Werkstatt lieber Bares haben wollte. stellte fest, dass man nur 2000 NOK auf einmal abheben kann und hob dementsprechend 5 x 2000 NOK ab, den zunehmend laut stöhnenden, mit dem Fuß wippenden Mann hinter mir standhaft ignorierend. Hat ja nen Mund zum fragen, ne?

Mit Kaffee und der Tasche voll Geld zockelten wir zum Bus und dann nach Hause, bastelten Brotdosen für die Kinder (im Wesentlichen bestehend aus den Croissants, die nur kurz angenagt worden waren) und füllten die neuen Wasserflaschen auf, dann ging Herr Rabe zur Arbeit und ich brachte die Kinder mit dem Fahrradanhänger in den Kindergarten. Als wir ankamen, war ich völlig fertig, verschwitzt und die Rückenschmerzen waren nur schlimmer geworden, ich neige ja sehr zu Gliederschmerzen, wenn ich erkältet bin und das ist echt mistig. Himmel, war ich froh, als die Kinder abgeliefert waren und ich nach Hause gehen konnte. Auf dem Weg machte ich noch einen kleinen Umweg über den Bunnpris, um ein The Ordinary-Paket abzuholen. Zu Hause startete ich eine Waschmaschine, machte eine Kanne Tee und packte zuerst das Päckchen aus, das im Briefkasten auf mich gewartet hatte – ein Belohnungstütchen Katjes von der lieben Leserin Sunni, vielen Dank! – und dann das merkwürdig große von The Ordinary. Überraschung, die Natural moisturizing factors creme ist jetzt in 100 mL Größe und nicht mehr 30! Dabei ist sie nicht wirklich teurer geworden, deshalb war mir das nicht beim Bestellen schon aufgefallen und jetzt habe ich sehr viel von dieser Creme, weil die 30 mL jetzt nicht sooo lange gehalten hatten. Wenn ich so extrapoliere, komme ich mindestens 2018 mit der Creme aus, ist ja auch nicht schlimm. Ich fühlte mich aber weiter mehr als mies und entschied, mich ins Bett zu legen. Zog mein Kleid und die Strumpfhosen aus (ja, Plural, war kalt in Bodø! Erst Thermo, dann Wolle) und Jogginghose und T-Shirt an, schnitt meine fast leere Tube mit NMF-creme auf und schmierte mir den Rest ins Gesicht, wie eine Maske, nach dem Schwimmbadbesuch hatte es meine Haut ziemlich nötig. Grad wanderte ich mit meinem Teeglas Richtung Bett, als die Werkstatt anrief, das Auto sei fertig. Ich überlegte kurz, sagte dann aber doch, dass ich später käme und nicht gleich sofort. Und ging ins Bett. Bestellte noch im Sale bei einem mich zuspammenden Beauty-Versender das angeblich beste Lila-shampoo des Universums, las eine halbe Seite und schlief dann ein.

Um drei wachte ich wieder auf.

Zog mich an, setzte eine Mütze auf meine in alle Richtungen abstehenden Haare, putzte meine Zähne und holte das Auto ab. Das hat jetzt wieder norwegischen TÜV für die nächsten zwei Jahre und röhrt nicht mehr und alle Stoßdämpfer gehen, alle Bremsen und alle Lampen auch und weil der nette Automann mir „ungefähr 7800 Kronen“ mündlich vorveranschlagt hatte und das nicht brechen wollte, bezahlte ich nur drei Stunden Arbeitskraft, obwohl es natürlich viel länger gedauert hat. Netter Automann. Dann fuhr ich zum Toyota-Händler, wo mir die Dame erst 800 NOK mehr für den Spiegel abknöpfen wollte. Ich bestand aber darauf, dass der Mann am Telefon was anderes gesagt hatte, woraufhin sie das Angebot heraussuchte und tadaa – der hatte 800 Kronen weniger berechnet, warum auch immer, aber „ausnahmsweise“ kriege ich jetzt den zuerst angebotenen Preis, Angebote könne man eh leider nicht nachträglich ändern. Und das, meine lieben Leserinnen und Leser ist der Unterschied zwischen der Toyota-Werkstatt und dem netten Mann um die Ecke. Jedenfalls sind Spiegel und Schlüssel jetzt auch bestellt und bezahlt. Hurra.

Dann holte ich die Kinder aus der KiTa ab. Pippi hatte wieder keinen Mittagsschlaf gemacht und war zum Umfallen müde, Michel überdreht und grob. Gut, dass jetzt Wochenende ist, da können die ein bisschen runterkommen. Weil ich aber ja mit dem Auto da war, musste ich den Anhänger stehen lassen, da steht er auch noch, aber das ist hoffentlich kein Problem.

Im Auto schlief Pippi ein (3 Minuten dauert der Weg), wachte aber wieder auf, nachdem ich Michel grob angefahren hatte, weil der schon unten an der Haustür anfing zu nerven, er wolle Dinozug gucken. Dieses Generve, während ich Pippi, zwei Rucksäcke, tausend Paar Handschuhe und Michels Schneeanzug trage, kann ich absolut nicht ab. Gar. Nicht. Auch nicht gesund. Und es nervt wirklich, teilweise fragt er in so einer Frequenz, dass man es nicht mal schafft, eine Antwort dazwischenzuquetschen. Arrrrgh!

Was dann aber wichtiger war als Dinozug: Essen. Ich versorgte die Kinder mit Knäckebrot (mit Ketchup und Käse in der Mikrowelle kurz „überbacken“, dann Kräutersalz drauf) und Joghurt und „Affalsatt mit Bubawassa!“ Und räumte die Spülmaschine aus und wieder ein, während sie aßen. Dann machte ich Dinozug an und mir einen Kaffee, den ich dann während Pippi, „Bärsen“ und Michel Fern sahen, trank. Mein durch den langen Mittagsschlaf erreichtes Energiehoch war schon wieder aufgebraucht und ich schrieb Herrn Rabe, dass er bitte was zu Essen mitbringen sollte. Tat er dann auch, es gab Pizza, Pippi aß mit leerem Blick eineinhalb Stücke und leckte dann noch Knoblauchsoße von einem weiteren ab und dann war es Zeit, die todmüden Kinder ins Bett zu stecken. Dabei wieder die „Niemand hilft mir, die Welt ist schlecht“-Diskussion mit Michel, die mich inzwischen auch nur noch nervt. Es stimmt nicht, dass wir ihm nie helfen, wir erwarten nur auch ein kleines bisschen Selbständigkeit von einem Fünfjährigen. So Dinge wie sich selbst den Po abputzen, selbst Zähne putzen, selbst an- und ausziehen… Nichts davon tut er und es nervt ungemein. Egal, jedenfalls las ich Michel dann noch aus seinem Dino-Buch vor und dann schlief er sehr schnell ein. Hurra!

Herr Rabe und ich aßen noch ein bisschen kalte Pizza, ich trank Tee, wir twitterten ein bisschen herum und dann wollte Herr Rabe eigentlich Playstation spielen, aber ich… nicht so und stattdessen guckten wir „Please like me“, eine australische Serie über Anfang 20-Jährige, die Hauptfigur wird in der ersten Folge von seiner Freundin verlassen und stellt dann fest, dass sie mit ihrer Annahme, er könnte schwul sein, Recht hat. Gleichzeitig versucht sich seine Mutter das Leben zu nehmen, indem sie einen Haufen Paracetamol mit einer halben Flasche Baileys herunterspült. Weil sie nicht allein sein soll, zieht er wieder bei ihr ein. Soweit so gut, die erste Folge war so, dass wir hinterher kurz besprachen, wie viele Folgen wir der Serie geben sollen, bevor wir nicht weitergucken (drei, einstimmig), nach vier Folgen finden wir sie aber beide richtig gut. Nicht krass spannend, aber lustig und mit liebenswerten Charakteren. Kann man machen, wenn man was seichteres möchte.

Jetzt bloggen, Herr Rabe spielt sein Playstation-Spiel, ich muss noch die Wäsche aufhängen, wollte noch was auftrennen, Michel kam eben abgewandert und vermutlich sollten wir alle einfach ins Bett.

Schön, wieder zu Hause zu sein.

Tag 877 – Stengt wegen Rentieren auf den Gleisen.

Dafür, dass ich Transportmittel aller Art gruselig finde, verbringe ich gerade viel Zeit darin. Heute im Nachtzug. Zum ersten Mal in meinem Leben. Und – meine Fresse ist das gruselig! So unglaublich eng! Rentiere auf der Fahrbahn! Es ruckelt und rumpelt und das Bett ist so schmal, dass ich mich kaum umdrehen kann, ohne rauszufallen. Deshalb schläft Pippi oben, da gibt es wenigstens einen Rausfallschutz. Natürlich spielt mein Kopf sämtliche Zugunglücke der letzten 30 Jahre nach und überhaupt: wie bin ich denn auf diese beknackte Idee gekommen?

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Heute in Bodø gewesen und alles war stengt (geschlossen). Wegen Umbau, Ferien, Filmarbeiten… gut, dass ich herausgefunden hatte, dass Bodø ein Spaßbad hat, da haben wir uns die Zeit sehr gut vertrieben. Vor allem die kleinen Wasserratten waren total in ihrem Element und gar nicht wieder da wegzukriegen. Hachja, die sind schon manchmal echt toll! Meistens. Heute jedenfalls. Hachz!

Tag 876 – MS Trollfjord.

Ein ausführlichere Bericht folgt, wenn wir stabiles W-LAN oder mehr mobiles Netz als Edge haben. Jetzt muss Ihnen reichen, dass wir alle wohlauf sind, der Seegang ist auszuhalten und die Betten könnten eins mehr sein. Das Bier könnte auch billiger sein und unsere brilliante Idee, per FaceTime ein Babyphon zu improvisieren hätte geklappt haben können (das W-LAN, Sie verstehen?), aber es ist schon alles ganz in Ordnung.

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Ich überlege, meine ja eh fehlgefärbten Haare silbrig-blau* zu färben. Tipps sind sehr willkommen.

So, und jetzt mal sehen, ob der Beitrag heute noch hochgeladen wird.

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*rot steht mir nicht, wäre mir auch zu „normal“. Alle dunklen Brauntöne, Aubergine etc. lassen mich noch viel bleicher erscheinen, als ich eh bin. Lila beißt sich mit 2/3 meines Kleiderschranks, genau wie Pink. Grün ginge noch. Aber ich möchte was kühles. Eiskalt. Bitte.