Tag 2377 – Mehr Luxusprobleme.

Hoffentlich bleibt alles heile. Draußen heult ein ordentlicher Wind, der auch schon ein Kind geweckt hat (immerhin ein höfliches, es sagte „Gute Nacht“ bevor es sich in unser Bett quetschte). Traditionell fallen bei Wind gerne Mülltonnen um, das ist noch zu verschmerzen, aber ich hoffe, es bleiben alle Dachpfannen auf dem Dach und alles, was so auf der Terrasse überwintert, wo es hingehört.

All das sind aber auch schon wieder wettermäßige Luxusprobleme, immerhin ist bei uns kein Orkan (wie an der Küste), der Flughafen ist in Betrieb (anders als in Trondheim) und wir haben Strom (im Gegensatz zu vielen anderen).

Extremwetter, so schön.

So, und bevor ich mir den Wochenendeffekt des ausgeruht seins gleich wieder versaue, mache ich jetzt das Licht aus und die Augen zu.

Tag 2376 – Hurra?

Es ist ja hier öfter mal Gemecker (besser: Unverständnis) über das norwegische Pandemiemanagement. Vieles daran ist ja auch wirklich überaus seltsam, wie der immer noch verbreitete Glaube, dass in Norwegen die Aerosole nach einem Meter magisch zu Boden plumpsen*. Jetzt will das FHI auch noch ein wenig** Geld verbrennen, um die brennende Frage zu klären, ob Brillen (also normale Sehhilfen, keine Taucherbrillen oder so) vor Corona schützen. All das ist maximal wunderlich. Aber wer meckert, muss auch sagen, wenn mal was überraschend positiv läuft. Norwegen wird wohl, irgendwann demnächst, doch ermöglichen, dass Eltern selbst wählen können, ob ihre 5-11-Jährigen Kinder die für sie zugelassene Covid-Impfung bekommen! Das ist wirklich überraschend für mich, weil das Mantra ja weiterhin ist, dass Kinder nicht schwer erkranken (für die allermeisten Kinder gilt das ja auch) und die Impfung daher nicht nötig sei. Ich finde gut, dass Eltern das jetzt selbst abwägen dürfen, wie sie das Risiko einer Erkrankung gegenüber dem Risiko der Impfung einschätzen. (Implizit steckt in dem Beschluss des zuständigen Fachetats [nicht mein Arbeitgeber!] auch die Einschätzung, dass die Impfung für Kinder noch weniger Risiken hat, als die Erkrankung, das ist ja auch beruhigend.)

Garniert wird der Beschluss aber mit durch die Decke schießenden Infektionszahlen, täglich neuen Rekorden, 7-Tages-Inzidenz norwegenweit über 1000 und allseits happy Omicron. Hoffentlich geht das gut.

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*Die Vermutung liegt nahe, dass das entweder mit Nordlichtern oder Elchen zu tun hat. Irgendwie. Gleich mal erforschen, der norwegische Steuerzahler bezahlt sicher gerne.

**was kostet wohl eine Studie mit 22.000 Teilnehmenden? Die kriegen da zwar sicher nichts für (vielleicht nen Kaffee zum Onboarding-Meeting), aber die muss ja jemand nachverfolgen und immer wieder Informationen einholen. Kann man bestimmt auch per App machen, aber dann muss eben jemand die App entwickeln. Und so weiter und so fort, aber Norwegen hat’s ja. Irgendwo muss das Geld aus dem Öl ja hin, bevor‘s schlecht wird.

Tag 2374 – What a scheissday.

Norwegen hat Hitzewelle. Die Temperatur stieg binnen Stunden um 15-20 Grad an, an der Küste ist Sturm mit bis zu 11 Meter hohen Wellen und stellenweise ist Extremregen. Wir sind eine der wenigen Ecken in ganz Norwegen, die keine Gefahrenstufe hat. Insofern voll Luxus nicht wegen Gefahr von Sturmflut, Lawine, Erdrutsch, Überflutung oder sonstwas evakuiert worden zu sein.

Bei mir reicht aber ein spontaner Temperaturanstieg von -4 Grad gestern Abend auf +10 Grad jetzt (+8 heute morgen) dicke für eine fulminante Migräne. Den Tag über war ich deshalb zu nichts zu gebrauchen. Als die Kinder nach Hause kamen, eskalierte erst das eine und dann das andere vollständig wegen Hausaufgaben, eins wegen Mathe, eins wegen Norwegisch, was weder Migräne noch Laune noch überhaupt irgendwas zuträglich war. Ok, hinterher waren die Kinder sehr gründlich ausgeheult und deshalb umgänglich, aber das war es nicht wert.

Hausaufgaben stinken total. Migräne stinkt. Wetter stinkt. Ab ins Bett und morgen früh aufstehen und versuchen, heute vergeudete Zeit reinzuholen. Stinkt auch.

Tag 2373 – Einmal tief Luft holen.

Ich hatte es schon vermutet, dass es so kommen würde und beschlossen ist ja noch nichts (das passiert morgen), aber es sieht ganz danach aus, als würde Norwegen die Strategie „einmal kurz richtig scheiße“ statt „noch monatelang mittel scheiße“ wählen. Aber fangen wir von vorne an. Irgendwann zwischen den Jahren (oder war es noch vor Weihnachten?) kam eine Simulation vom FHI raus, die sinngemäß besagte, dass wir, abhängig von der Wirkung von Impfstoffen gegen Omicron, dessen Verdopplungszeit, und der Wirksamkeit nicht-medizinischer Interventionen im schlimmsten Fall eine furchtbare Winterwelle bekämen, die ca. jetzt über das Land schwappen würde. Am Ende der Welle wären ca. 3 Millionen Menschen in Norwegen infiziert worden. Im besten Fall würde die Welle flacher, aber auch wesentlich breiter. Erreichen würde man das hauptsächlich durch sehr harte Maßnahmen bis Mai. Die Krux, die ich da schon kommen sah: die Fläche unter der Kurve war sehr ähnlich. In Summe würden nahezu gleich viele Menschen erkranken, schwer erkranken und sterben. Ich ging da schon davon aus, dass man zeigen müsse, dass die „kurz richtig scheiße“-Strategie die Gesundheitssysteme in die Knie zwingen würde, um die Maßnahmen noch rechtfertigen zu können. Das scheint* mit Omicron in einer gut durchgeimpften** Bevölkerung aber nicht so zu sein. Heute kam dann folgendes vom FHI:

„Der Umgang mit der Winterwelle handelt deshalb von einer Balance von zwei Faktoren: 1) Man lässt die Infektion sich ausbreiten, sodass Maßnahmen vermieden werden und sich viele mit geringem Risiko jetzt infizieren (statt später) und dadurch eine höhere Robustheit gegen schwere Erkrankung bekommen. 2) Man bremst die Welle – mit möglichst wenig eingreifenden Maßnahmen – sodass die gleichzeitige Krankheitslast und die Belastung des Gesundheitswesens und der Gesellschaft nicht zu groß wird.“

Das FHI geht davon aus, dass Omicron für doppelt- oder dreifach geimpfte im Grunde kein Problem darstellt. Ebenso für Kinder. Ich habe den ganzen Report gelesen. Es scheint durch, dass sie der Regierung empfehlen, eine hohe – gemessen an bisherigen Wellen absurd hohe – Transmission zuzulassen, damit viele, die bereits geimpft sind, sowie viele Kinder (das schreiben sie so nicht, aber ist ja so), also insgesamt viele Leute mit geringem Risiko durch Omicron, sich lieber jetzt als später infizieren. Natürlicher Booster. Natürliche Immunität. Man müsse die Welle so flach halten, dass die Gesundheitssysteme grade noch funktionieren, ansonsten könne man gegen Corona insgesamt und gegen Omicron speziell sowieso wenig mehr tun, wenn man alle*** geimpft hat.

Obwohl ich das geahnt hatte, muss ich mich jetzt erst mal darauf einstellen.

Ich muss auch noch verdauen, dass dort schwarz auf weiß steht, dass man fortan jährlich Coronatote unter Alten und in Risikogruppen haben wird. Das war zwar auch schon lange klar, aber es jetzt vom FHI niedergeschrieben zu sehen, macht trotzdem was.

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P.S. Ich möchte die Sinnhaftigkeit dieses Verfahrens überhaupt nicht diskutieren, das ist vergeudete Lebenszeit, es sei denn, Sie sind die Gesundheitsministerin oder der Staatsminister Norwegens. Ich wollte es nur wiedergeben.

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* FHI erkennt an, dass es da große Unsicherheiten gibt

** Insgesamt nahezu wie in Deutschland (73,2% mindestens doppelt geimpft, 79,7% mindestens eine Dosis), allerdings gleichmäßiger: über 55 sind ca. 95% der Bevölkerung voll geimpft. 16-54 sind es dann so ca. 85%, zum großen Teil noch nicht geboostert, weil die Altersgruppe erst im August und September ihre zweite Dosis bekommen hat und einfach noch nicht dran ist. 12-16 bekommt regulär nur eine Dosis, die aber auch 80% angenommen haben. Bei denen unter 12 ist dafür nahezu niemand geimpft. Wer erkrankt war, bekam bis vor ganz kurzer Zeit auch nur eine Dosis, was vielleicht einige der nur einfach geimpften unter 45 erklären kann.

Quelle: vg.no

*** nur eben keine Kinder

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P.P.S. Und Ungeimpfte untern Bus. Auch das muss ich noch verdauen.

Tag 2372 – Game on.

Wir haben eine neue App. Ich möchte noch ein paar Tage Erfahrungen sammeln, dann erzähle ich mehr dazu, aber es wirkt erst mal vielversprechend. In diesem Zusammenhang habe ich auch zum ersten Mal überhaupt einem App-Entwickler geschrieben. Wer weiß, vielleicht kriege ich ja eine Antwort, die auch für Sie erhellend ist.

Was mich zum nächsten Thema bringt. Facebook. Ich muss auch Facebook meiden, denn ich kann mich nicht abgrenzen von all dem, was ich da aufgrund meiner deutschen Blase lese. Ich lese sinngemäß, wer sich nicht boostert, will Risikogruppen töten (und verdient dementsprechend auch keine Teilhabe an irgendwas) und wer seine Kinder (5-11 Jahre) nicht impfen lässt, liebt diese nicht („will sie nicht behalten“). Eltern lassen ihre Kinder nicht mit ungeimpften Kindern spielen. Und ich weiß, dass das eben die deutsche Sicht ist und ich weiß, wir hier sind nicht gemeint, ich lese das aber trotzdem und schaffe es eben nicht, mich emotional dagegen abzugrenzen. Denn wir sind nicht geboostert (ich habe es versucht, heute, aber da ich nicht lügen kann, bin ich frühestens in fünf Wochen – eigentlich in Norwegen gar nicht – dran, weil ich ja Corona hatte) und die Kinder sind nicht geimpft. Wir sind *die*. Mit den schmutzigen Kindern, quasi mit einem Fuß Impfgegner.

Also auch kein Facebook mehr für mich.

(Bevor Sie einen „Da kann man sicher was machen!“-Reflex bekommen: nein. In Norwegen nicht. Dafür ins Ausland reisen, mehrmals, weil ja auch die Kinder dann drei Dosen brauchen, und sich dort eine von einem anderen Staat bezahlte Impfung geben lassen, die ich hier eventuell gar nicht registriert bekomme, kommt nicht in die Tüte, so wichtig finde ich die Impfung dann tatsächlich nicht. Äh, wollte sagen, meine Kinder sind mir egal, eigentlich kann ich sie auch gleich im Wald bei den Bären aussetzen und sich selbst überlassen.)

Und die Moral von der Geschicht: Pandemie und soziale Medien vertragen sich nicht.

Der Vollständigkeit halber heute gut: Geige gespielt, Spaziergang gemacht, von beiden Kindern Hausaufgaben angehört (red riding hood und das abc. Abcdefghijk-ellomello-p.). Bei der Arbeit niemanden fern-erwürgt. Abends endlich ein Paket aus der „Instabox“, einer Art Packstation, abgeholt. Zum Glück hopste kein Tier vor‘s Auto, bei dem Nebel hätte ich es vermutlich erst gesehen, wenn es im nicht vorhandenen Kühlergrill gehangen hätte.

Unscharf, weil die Kamera auf nichts fokussieren konnte. Ein Wetter, das den Einsatz von Nebelscheinwerfern und -Schlussleuchte rechtfertigt. (Für das Bild habe ich angehalten.)

Für die interne Referenz: man konnte von der Ecke Nesvegen-Gruemyra unser Haus nicht sehen, obwohl in der Küche das Licht und am Carport die Lichterkette an war. Man konnte überhaupt nicht sehen, dass da Häuser stehen.

Tag 2371 – Lustlos.

Manic Meeting Monday. Aus Gründen (Stichwort „Gewinnrealisierung“, ausgerechnet zum IT-Projekt, bei dem wir ja nichts gewinnen, sondern ein gut funktionierendes, vier Jahre altes System durch ein anderes ersetzen!) waren die Meetings zum Teil auch richtig ätzend. Zum anderen Teil sorgten die Meetings nur für noch mehr Arbeit in den nächsten Tagen. Uffz, ächz, blöd alles.

Gut heute: beide Kinder testeten morgens negativ. Außerdem holte ich Pippi und das Nachbarsmädchen vom Hort ab, wo sie grade versuchten, dem dritten Nachbarsmädchen das Schlittschuhlaufen beizubringen, und es war sehr süß, wie die zwei die dritte anfeuerten und „SUUPEEER GEMACHT! GANZ TOLL! GLEICH NOCHMAL!!!“ riefen, wenn sie drei, vier Meter ohne Hinfallen geschafft hatte. Hach.

Auch gut: ich habe grad noch rechtzeitig dran gedacht, die Schulschwester zurückzurufen, damit da die Bälle nicht gleich wieder aufhören zu rollen.

(Das war‘s auch schon…)

Tag 2370 – Eis.

Heute gut: wir waren Eislaufen. Auf dem Fußballplatz beim Sport-Hort. Alle zusammen und alle hatten Spaß. Die Kinder haben das wundersamer Weise einfach fast ohne unser Zutun gelernt, wir müssen nur die richtige Ausrüstung stellen. Herr Rabe kann eh sehr gut Eislaufen (wir erinnern uns an die Eishockey-Ausrüstung, die aus Deutschland mitgenommen wurde, die kam nicht von ungefähr) und ich, naja, falle immerhin nicht hin. Für‘s nächste Mal merken: auch für die Erwachsenen Helme mitnehmen, Helm beim Eislaufen ist in Norwegen wie Helm beim Fahrrad fahren. Alle Kinder und die meisten Erwachsenen machen es und die anderen Erwachsenen werden strafend angeschaut. Mit Recht, mit dem Kopf auf dem Eis aufschlagen kann schnell richtig schief gehen.

Wir haben auch die Nachbarn und die Ex-Nachbarn getroffen und das war auch sehr schön, aber am besten war, beide Kinder an der frischen Luft so zufrieden zu sehen.

Tag 2369 – Sauber.

Es hat ganz viel geschneit! So schön! Keine Ironie, frischer Schnee ist toll, als wäre alles mit frischer Bettwäsche bezogen. Herr Rabe ging mit Pippi und den zwei Nachbarsmädchen Schlitten fahren und sie hatten wohl alle auch viel Spaß. Michel war, als sie aufbrachen, viel zu sauer für irgendwas und mit mir hatte niemand geredet, deshalb war ich nicht aufbruchsbereit. Außerdem musste ja jemand Michel beruhigen, das fiel dann mir zu. Es ging so lala, er hatte sich mit Herrn Rabe gestritten (aus Gründen), aber ich bekam ihn dazu, mit mir zum Café in den Ort zu spazieren, um dort Waffeln zu essen. Auf dem Hinweg ging ich mit einem muffeligen, Hörspiel über Kopfhörer hörenden Kind spazieren, das irgendwann meine Hand nahm, um seine aufzutauen. Im Café, wo die Küche schon zu war, aber wir wenigstens noch Kaffee und Kakao ohne Waffeln bekamen, muffelte er weiter, aber nicht mehr so doll. Ich teilte ihm mit, dass ich gerne mit ihm heute noch reden würde. „Nicht jetzt und nicht hier“ meinte er, und das war dann auch ok. Als wir ausgetrunken hatten, gingen wir zurück, weiter schweigend, aber an der Hand, wie ein viel kleineres Kind. Nach ein paar hundert Metern trafen wir Michels Lehrerin, die mit einem kleinen Hund an der Leine auf dem Weg in den Ort war. Wir riefen uns ein paar Worte über die Straße zu und dann musste sie weiter. Ich fragte Michel, ob er gewusst hat, dass die Lehrerin einen Hund hat, und er klärte mich auf, dass das nicht ihrer sei, sondern sie nur auf den aufpasse. Damit war der Knoten in Michels Zunge geplatzt. Auf dem Rest des Weges schüttete er mir sein Herz aus und ich weiß jetzt alles über das schwierige Leben eines Neunjährigen, dem soziale Dinge nicht in den Schoß fallen. Das war sehr gut, ich hatte vieles davon zwar schon geahnt, aber so konnte ich auch Herrn Rabe noch mal erklären, was Michel beschäftigt, und so zwischen den beiden vermitteln.

Wieder zu Hause angekommen, steckte ich erst Michel und danach noch Pippi in die Badewanne. Haare waschen und Nägel schneiden finden beide nicht gut, bei ersterem müssen wir aber langsam bei beiden Kindern die Frequenz (bisher: einmal die Woche, beibehalten aus Babyzeiten, ohne einen speziellen Grund, außer dass es bisher eben nicht nötig war, routinemäßig öfter zu duschen) reduzieren erhöhen, damit sie nicht tagelang mit fettigen Haaren herumlaufen. Badewanne ist cooler (oder eher gemütlicher) als Dusche, das geht also etwas besser sie dort zum Haare waschen zu überreden. Michels Haare müssen dann meist zwei mal gewaschen werden, weil das Babyshampoo, das wir alle benutzen, so mild ist, dass ein Mal bei seinen dicken Haaren nicht ausreicht. Bei mir meistens übrigens auch nicht, aber bei mir liegt das wohl eher an Stylingprodukten.

Jetzt sind beide Kinder duftend, Michel hat eine Wolke aus dunkelblonden/hellbraunen Locken, Pippis weiche Haare riechen nach Kinderbadezusatz Prinzessinnenirgendwas (-Zauber?) und Michel ist nach seiner Seelenreinigung nicht mehr muffelig. Letzteres ist das beste.

Tag 2368 – Soziale Dinge.

Eine Woche Arbeit geschafft. Sind bald Sommerferien?

Spaß beiseite: das war eine zähe Woche. Aber ich möchte mich ja auf das Positive konzentrieren, nicht wahr? E

s ist schön, die Kolleginnen und Kollegen wieder zu sehen, selbst wenn es nur online ist. Die meisten mag ich ja sehr. Es ist zwar seltsam, aber auch irgendwie schön, den Ausstand eines Kollegen über Teams zu feiern. Er war in der Pandemie eingestellt worden und dementsprechend passte das auch irgendwie wieder, dass auch der Ausstand digital war.

Trotz allem und weil es dringend nötig war, habe ich heute früh Feierabend gemacht (gut!) und statt in noch mehr Arbeit lieber eine Stunde in die Geige gesteckt (gut!). Ich übe grad ein Stück, das total Spaß macht und sich gut anhört und sich inzwischen auch in meinen Ohren von mir gespielt echt ok anhört. Hach. (Gut!)

Nach dem Üben, Abendessen und Pippi ins Bett bringen, ging ich noch zwanzig Minuten flott durch den Schnee stapfen (gut!). Es hat sehr viel geschneit und soll noch weiter schneien. Hach! Morgen und übermorgen müssen wir coole Schnee-Dinge tun, glaube ich.

Am Abend erst an einem Online-Escape-room und dann seit langem mal wieder an der Twitterkneipe teilgenommen. Beides war sehr schön, nach so einer Woche eigentlich genau das richtige, nette (teils neue) Leute erstmal mit einem Bildschirm zwischen sich zu treffen.

Langsam wäre ich aber für eine ganz langsame Gewöhnung an 3D-Menschen in physischen Büros zu haben. Nur ein bisschen.