Ich sollte vielleicht einfach zugeben, dass ich eine Laberbacke bin. Eine müde Laberbacke.
Aber nett wars :)
Ich sollte vielleicht einfach zugeben, dass ich eine Laberbacke bin. Eine müde Laberbacke.
Aber nett wars :)
Totaler Durchhänger, nachdem ich die 25 größten Biotech-Unternehmen auf Sitze in Norwegen überprüft hatte. Also, fast jedes Unternehmen hat hier natürlich ein Office, aber die allermeisten machen halt nur Sales und Marketing und Customer Relations und so hier. Das ist alles nicht mein Fall. Es blieben, wenn ich mich recht erinnere, 2-3 Unternehmen, die hier ernsthaft Dinge tun, davon macht eins aber Zeug mit radioaktiven Isotopen gegen Krebs, das ist jetzt auch nicht grad meine Kernkompetenz. Bleiben 1-2. Das ist keine Perspektive, sondern ein Witz.
Dann Suche ausgedehnt auf ganz Skandinavien. Wenig überraschend: Kopenhagen is the place to be. Aber alle ausgeschriebenen Stellen* klangen in etwa so „Du musst mindestens einen Professortitel haben und 15 Jahre Berufserfahrung mit top Referenzen von noch größeren Global Playern, als wir es sind, in GENAU DEM futzikleinen Spezialgebiet, was du hier machen sollst“ oder eben „Ach, Hauptschulabschluss reicht eigentlich und wir gucken mal, was du dann machen kannst, aber mach dir keine große Hoffnung darauf, dass das irgendwas interessantes sein könnte“. Frustrierend, sowas.
Zu Hause heulte ich deswegen ein bisschen den Mann voll, fasste dann den Beschluss, am Donnerstag endlich ein LinkedIn-Profil zu erstellen und mich außerdem bei all den Unternehmen in die „Wir melden uns, wenn wir ne Stelle haben, die du vielleicht eventuell möglicherweise haben wollen würdest“-Liste einzutragen, die sowas haben. Kann ja nicht schaden. Und morgen werde ich noch ein bisschen über den Sinn und Unsinn von Trainee-Programmen meditieren.
Und zum Abschluss des Tages Skypte ich länglich (nicht so sehr wie gestern, das eskalierte etwas…) mit einem Ex-KollegenSlashKommilitonen, der lange in Dänemark gearbeitet hat, jetzt aber da weggezogen ist, aber nicht wegen Dänemark sondern aus Gründen halt. Dänemark klingt (Shitstorm in drei, zwei, eins) wie der kleine, unsportliche und bebrillte Bruder von Norwegen, mit längerem Sommer und undeutlicher Aussprache. Also, da das gestern nicht so ironisch rüberkam, wie es sich in meinem Kopf anhörte: Ich finde weder die Schweiz noch Dänemark wirklich furchtbar. Ich habe diffuse Bauchgefühle und weiß abseits von Käse, Schokolade, Schweinen und Strand quasi nichts über diese Länder. Weshalb ich mich, manche vermuteten es schon, mit Frau Brüllen über die Schweiz unterhielt und jetzt eben mit dem Ex-KollegenSlashKommilitonen über Dänemark. Weil Erfahrung aus erster Hand dann doch Bauchgefühle schlägt. Hätte ich mich mal mit jemandem unterhalten, der in Trondheim lebt, bevor ich herzog, wäre ich vielleicht besser vorbereitet gewesen.
Hoffen Wir mal auf einen klärenden Schlaf. (Der auch gerne länger als 4 Stunden am Stück sein darf, liebe Pippi und lieber Michel ;) )
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*Nein, ich will mich nicht jetzt schon bewerben. Macht ja null Sinn. Aber mal die Fühler ausstrecken, was gesucht wird. Noch habe ich ein bisschen Zeit, um mich eventuell gezielter vorzubereiten. Wenn ich denn erstmal weiß, was ich machen will (Kollege heute meinte auf die Bemerkung „Ich krieg zu viel in Uni-Laboren, ich brauche mehr Regeln, sonst will ich schnell alle erwürgen.“ von mir hin : eher D als R. Immerhin schon mal was.)
Erinnerungen Sie sich noch an das Gespräch mit Cecilie? Da hatte ich ja festgelegt, dass ich mir in KW 19 ordentlich Sorgen um meine berufliche Zukunft machen würde und vorher aber nicht (mehr). Das mit dem ‚vorher nicht mehr‘ hat tatsächlich relativ gut geklappt, wobei sich mehr und mehr ein grober Plan herauskristallisiert hat, der im Wesentlichen aus einer örtlichen Wunschliste bestand, nämlich (in der Reihenfolge)
Das schöne an dem Plan war, dass er sich grob genug anfühlte um nicht zu viel Druck auszuüben, aber auch konkret genug war um meine innere Unruhe im Zaum zu halten.
Und dann wurde mir letzte Woche irgendwann – während ich so mit ca. 20 Zellkulturflaschen jonglierte – klar, dass KW 19 ja am 8. Mai anfängt. Wie soll ich sagen, der Rest der Woche war dann relativ vollgepfropft, um diese Woche halbwegs frei zu haben, aber es hat funktioniert.
Und seit heute früh mache ich mir eben aktiv und bewusst Sorgen. Mein bisheriger größter Meilenstein ist das hier*:

Joa. Ich werde mich noch eingehender mit dem Thema „Wissenschaftliches Schreiben als Broterwerb, eventuell sogar in einem Unternehmen angestellt“ beschäftigen, weil ich viel zu wenig darüber weiß, um es als Vergiss-den-Quatsch abzutun.
An der Stelle hätte ich vermutlich abbrechen und nach Hause gehen und Kleider nähen sollen, stattdessen machte ich den Fehler und googelte Unternehmen, die Menschen wie mich möglicherweise anstellen wollen könnten. In Norwegen. Das Ergebnis war mehr als ernüchternd: es gibt hier (also, in Oslo) kaum entsprechende Unternehmen. Wirklich nur ganz ganz wenige und die sind zum allergrößten Teil sehr kleine Buden. Und als ich meine Suche ausdehnte, kam einiges weniges in Schweden dazu, etwas mehr in Dänemark und sehr, sehr viel in der Schweiz und in Deutschland. An der Stelle machte ich das einzig Sinnvolle und ging mit meiner Kollegin draußen in der „Sonne“ (lies: Nieselregen) einen Kaffee trinken. Danach war ich wenigstens wieder so gut drauf um die Google-Ergebnisse Google-Ergebnisse sein zu lassen und statt mich zu grämen, weil wir eventuell in ein so grauenvolles Land wie Dänemark oder gar die Schweiz zu ziehen, Gespräche mit Menschen anzuleiern, die eben da wohnen. Und obendrein noch eins zum Thema Schreiben. Alleine komme ich da auf keinen grünen Zweig und „Wie ist das Leben in der Schweiz“ zu Googlen macht vermutlich in etwa so viel Sinn, wie eine Suchmaschine nach „was ist das für ein komischer Knubbel an meinem Finger“ zu befragen.
Außerdem ist das DIE Gelegenheit, mal mit Leuten in echt zu reden.
Wird schon. Morgen gehts weiter.
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*Ach, schade, ich dachte, ich hätte den ganzen Zettel fotografiert. Naja, dann zeige ich Ihnen den morgen.
Ein Tag, wie geschaffen, um einen großen, GROSSEN Haufen Schokolade zu essen.
Kurzfassung (ohne mich wieder voll reinzusteigern, hoffentlich):
So. Darauf eine Tüte Smash**.
Und aus Gründen: ein Comic über Glauben und Abwehrhaltungen.
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*Ich hab ihm echt meine Haut vererbt. Neigt zu Sonnenbrand, hat Sommersprossen und reagiert empfindlich auf ab.so.lut alles. Meh.
**Smash ist das beste überhaupt: Salzige Maisknusperkegelchen, überzogen mit Schokolade.
Mit dickem Kopf einschlafen heißt meistens, mit dickem Kopf aufwachen. Das weiß ich, gehört aber zu den Dingen, die ich offenbar einfach nicht wahrhaben will, sonst würde ich mich ja dementsprechend verhalten. Naja, es sieht also so aus, als hätte ich einfach ne fette Erkältung – die Nase ist verstopft und/oder läuft, der Kopf tut ohne Schmerzmittel ordentlich weh und der Hals kratzt. Unangenehm, aber nix wildes.
Entsprechend heute (langsam und vorsichtig) die ToDo-Liste abgearbeitet:
Jetzt Bett*. Verdient.
Hier noch ein Bild, das Herr Rabe heute gemacht hat:
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* Ach ja, Update Schlafsituation: Gestern bzw. heute früh schliefen die Kinder friedlich in Michels Bett bis um sechs. Und ich war auch nur zwei Mal panisch gucken, ob sie noch leben. Das ist ganz wunderbar gelaufen, auch wenn Herr Rabe und ich uns noch dran gewöhnen müssen: wir schliefen nämlich beide regungslos jeweils ganz außen im Bett, mit ca. einem Meter freiem Platz zwischen uns. Heute früh kamen dann erst Pippi (ok, die kam nicht, sondern weckte uns mit rufen und fröhlichem brabbeln) und dann Michel an, zum kuscheln. Ich kuschle viel lieber, wenn ich nicht die ganze Nacht zwangsbekuschelt werde. Heute Abend brachte Herr Rabe dann zuerst Pippi und dann Michel in Michels Bett. Das klappte ganz gut, wird im Alltag aber vermutlich zeitlich etwas eng.
Ich hab heute den Großteil des (Arbeits-)Tages damit zugebracht, den Reisebericht für das Stipendium zu schreiben. Erst wusste ich nicht, wie zur Hölle ich 5000 Zeichen zusammen bekommen soll, dann wurden es doch über 8000. Ich sag Ihnen mal erst die Bedingungen, die ich fand:
Das Ganze wird dann veröffentlicht im Käseblatt in der Zeitschrift der Norwegischen Vereinigung der Biochemiker*Innen und die meisten der Reiseberichte die ich da so zu Inspirationszwecken gelesen habe fand ich arschlangweilig. Weil langweilig geschrieben. Das ist nicht so mein Fall und, also, Ich habe versucht das etwas anders zu machen. Nach reiflichem Überlegen ob ich wirklich mich nackt ausziehen will das Risiko eingehen will, dass Sie alle lachen und nachdem ich überprüft habe ob preprints für das Käseblatt die Zeitschrift in Ordnung gehen (Antwort: es gibt keine Antwort, in Internetsprech: sie verstehen die Frage nicht. Ich glaube, die haben sich da noch nie Gedanken drum gemacht.) habe ich mich deshalb dazu durchgerungen, Ihnen das mal zu zeigen. Bevor ca. 1000 Norwegische Biochemiker*Innen das im Briefkasten haben. Die sich das dann eh nicht durchlesen. Aber egal. Also. *hüstel* Ach so: sorry, is in inglisch! *hüstel*
20th RNA Editing Gordon Research Conference
The 20th Gordon Research Conference on RNA Editing was hold in Ventura, California, from 12th to 17th of March 2017. Thanks to financial support from the NBS I could attend the conference, get in touch with world leading scientists and present our groups work.
Epigenetics – modifications on the genome that change the cells or entire organisms phenotype without altering the genetic sequence itself – has been extensively studied over the past decades. The mechanisms of epigenetic modification include amongst others histone methylation, non-coding RNA associated gene silencing, chromatin remodelling and cytosine methylation, in which the latter is best characterized. The existence of similar methylations and other modifications in RNA has also been described as early as in the 1970s. However, it took until 2011 to discover that targeted and sequence-dependent enzymatic methylation on the N6-position of adenosine (m6A) in mRNA has regulatory effects on the translational level. Due to the intriguing parallels to DNA methylation and its effect on transcription, RNA methylation was soon termed ”Epitranscriptomics”. Since the characterization of m6A as an epitranscriptomic factor the field has emerged, now including N1-methyladenine (m1A) and 5-methylcytosine (m5C). Chances are that of the over 100 described modifications on RNA there are other, yet undiscovered modifications with regulatory functions on translation or RNA stability.
RNA Editing, on the other hand, has sequence-altering consequences on the transcript and is thus not included in the definition of epitranscriptomics. Nevertheless, RNA editing events are just as interesting to researchers, as targeted posttranscriptional editing adds another level to genetic regulation. RNA deamination of adenosine to inosine by ADARs and cytosine to uracil by the APOBEC family of deaminases has effects on RNA secondary structures, splicing, stability and localization. Furthermore, as inosine reads as guanosine in translation, the effects on gene expression can be substantial. Posttrancriptional deletion or insertion of nucleotides will also dramatically affect the fate of a RNA molecule
The biannual Gordon Research Conference on RNA Editing was established in 1997 and is the only scientific meeting dedicated solely to this subject. The relatively small number of participants, comprised of leading experts and young scientists, makes it easy to come in contact with other scientists working on RNA editing and epitranscriptomics, to discuss novel research findings, experimental strategies and to initiate collaborations with research groups from all over the world. For this purpose, poster sessions, meals and recreational times offer a good amount of time, while presentations are hold in sessions throughout the morning and evening. To get in touch with other PhD students and fresh PostDocs a seminar precedes the conference. So far for the theory.
In practice, I found it to be just as it sounded on the conferences webpage. The site of the conference near Ventura harbor was really beautiful and apart from the bonus effect of getting away from Norwegian winter for a week and enjoy spring in California the program offered good time to explore the sites surroundings and enjoy the social activities. Researchers who spend their life looking on tiny molecules seem to especially enjoy to watch slightly bigger things for a change. Like whales.
The Gordon Research Seminar, which took place on the afternoon of the 11th and the morning of the 12th of march, really was the ideal warm up for a freshly arrived PhD student travelling without her supervisor (me). On the seminar, PhD students and PostDocs will give presentations of their work, there is room for discussion with peers and – scary but useful – presenting at least a poster is obligatory for attendees. After presenting my poster right after my arrival (after 16 hours of travelling and still in the same clothes) to the other students, the poster sessions on the conference lost all of their intimidation on me. Very fruitful discussions evolved around the poster presentations and my special thanks go out to the student who pointed out a confusing typo to me, so that I could correct it before someone with a less benevolent attitude would have a look at it. In the conclusions of the seminar we also selected two presentations to be presented on Monday evening of the conference. Yes, that is in front of all those professors and intimidatingly smart people.
The conference began on Sunday evening with the obligatory introductory remarks. Unfortunally for me as the author of this article and you as the reader, Gordon Research Conferences are supposed to be a forum for discussion of novel and in part even unpublished research and thus the information received there is confidential. I’ll do my very best to report on the scientific contents without revealing any scientific secrets.
In the first session, titled “Frontiers in Editing”, a good overview was given about what we could expect from the conference: a broad variety of topics would be presented to us, pushing the boarder of knowledge. Jane Jackman gave a presentation on the 3’-modification in tRNAs; Joshua Rosenthal talked about A-to-I editing in squid and its impact on protein encoding; Eric Greer showed data on m6A and transgenerational epigenetic inheritance in C. elegans; Erez Levanon talked about APOBECs and Retrotransposons and Sebastian Leidel presented his work on tRNA anticodon modifications at the wobble base position in pathogenic yeast. With my head spinning from jet lag and information overload I went to bed without even glancing at the wine offered at the bar.
After this first day the sessions were more focused on special topics, namely ‘Physiological Functions for Editing and Modification’, ‘Regulation of RNA Editing and Modification’, ‘Editing in Immunity’, ‘Epitranscriptomics’, ‘Molecular Mechanisms of Editing Machines’, ‘Genome and Transcriptome Engineering Technologies’, ‘RNA and DNA Modifications in Cancer’, and ‘Neuro-Editing’. My personal highlights were the entire epitranscriptomics session (especially the presentations by Samie Jaffrey and Mark Helm) along with the talks by Chuan He, Jody Puglisi, and Shalini Oberdoerffer, because these talks focused on topics that are highly relevant to my own PhD research. I work on small modifications in mRNA and the clearance of aberrantly alkylated bases from the RNA pool, with a special focus on the anticancer drug methyl methanesulfonate and its impact on RNA alkylation. But apart from that I enjoyed all of the sessions, because the short talks and familial atmosphere during the discussions really made it easy to follow the sessions, even if the talks were about topics I had never heard of before. After all, I learned about as much from attending the five days conference as I would have from doing four weeks of literature research.
The poster sessions were divided into two groups and each group had to be present at the poster twice. It was about 50 posters crammed into a not too large room, and after two hours of constant talking in a room full of people everyone was both hoarse and deaf. Nevertheless I had very interesting discussions on my poster and I got a lot of useful comments which I will now implement in the next experiments. As all of the conference speakers had to evaluate the posters, it was a good opportunity to get highly qualified comments on ones work.
To sum up: It was a really great experience to visit the GRC on RNA Editing. The overall atmosphere was friendly and open, despite the world leading experts attending. The research presented covered all of the diverse topics within the field, but stayed focused on it. If you are a PhD student and wondering if you should go on a GRC and if so, whether or not if you should attend the seminar also, I can only recommend you to do both! The next GRC on RNA Editing will be held in Italy in the spring of 2019.
I wish to thank the NBS greatly for funding my attendance of this conference with a travel grant.
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Tadaaa! Das war’s. Lang genug ist’s auf jeden Fall. Eher zu lang. Frage ist, ob es zu Larifari ist. Oder zu persönlich. Immerhin muss ich mich vermutlich innerhalb des nächsten Jahres auf Jobs bewerben, da wäre es ungünstig, wenn ich norwegenweit verschrien wäre als „die mit dem schrecklichen Reisebericht im Käseblatt in der Zeitschrift“.
Warum denn nur muss immer kurz vor Urlaub alles so stressig sein? Heute so
Meh. Gefühlt nix geschafft von der tatsächlichen urlaubsvorbereitung.
Begegnung beim Kaffee holen auf dem Weg zur Arbeit (zu Fuß, weil ich’s kann).
Ich: *betrete den Laden und stelle auf dem Weg schon die Kaffeemaschine an, ich routiniert coole Sau* „Einen großen Kaffee Latte bitte. Ich bezahle mit dem Handy.“
Kassenmensch: „Rrrrååååkul! [Endcool!] Yeah! Mobilepay! Endlich passiert hier mal was. Wissen Sie, es ist hier vormittags so langweilig…!“
Ich: „Hehehe, ja, haha, das, äh, verstehe ich. Danke und äh, tschüss.“ *kriegt Augenbrauenkrampf*
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Der Thermoblock bei der Arbeit ist kaputt. Ohne Deckel heizt er, wenn man aber den Deckel draufmacht, heizt plötzlich nur noch der Deckel. Wenn man das dann aber bei 95 °C macht, fliegt die Sicherung raus, weil der Deckel viel zu heiß wird. Yeah.
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Von meinen einstmals 40 Mikrogramm mRNA sind nach diversen Aufreinigungsschritten nur noch 7,7 Mikrogramm übrig und das frustriert mich ungemein. Orr. So sehr, dass ich möglicherweise mit dem Knie ein bisschen gegen den Schrank getreten habe, der unter dem NanoDrop (Konzentrationsmessdingsi, Anm. d. Red.) steht. Ich habe vielleicht sogar laut geflucht. Und eventuell ging währenddessen ein Professor an mir vorbei und sagte sowas wie „Nanana, so schlimm wirds schon nicht sein.“
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Pippi musste heute schon wieder wegen Phantomfieber aus dem Kindergarten abgeholt werden. Zu Hause hatte sie dann 37,4 °C und spielte fröhlich, so berichtet Herr Rabe. Ich bin von der Fiebermesserei wegen „sie war etwas schlapp“ inzwischen mehr als abgeneigt und freue mich deshalb schon auf das Elterngespräch nach Ostern.
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Weil ich Herrn Rabe mit der Kinderwache ablösen musste, weil der einen wichtigen Arbeitstermin hatte, musste ich unbedingt den einen Bus um 12:41 bekommen. Um 12:32 dachte ich, es wäre ja gar kein Problem, noch schnell einen Kaffee zu holen. Um 12:37 stand ich mit dem fertig getankten Kaffee in der Schlange. Vor mir 6 (!) Leute. So viele sind da sonst nie! Um 12:39 waren gerade mal 2 Leute abgefertigt und ich wurde zunehmend nervös. Um 12:40 sah ich den Bus. In Nanosekundenschnelle spielte mein Kopf die Optionen durch: Kaffee stehen lassen und losrennen (der gute Kaffee!); einfach so losrennen (DIEBIN!!!); den Bus ziehen lassen und ein Magengeschwür kriegen, weil ich nie für mich einstehe (ach nee); Bescheid sagen. Die letzte Option schien mir praktikabel, ich kaufe da jeden Tag ein bis zwei Kaffee, die kennen mich da alle. Ich scherte also aus der Schlange aus und rief der Kassiererin über den Tresen zu: „Du, sorry, ich bezahle den Kaffee hier morgen, ich muss den Bus kriegen, der da gerade kommt!“ Und rannte los, Kaffee in der Hand, im Rennen ein Busticket auf dem Handy kaufend, im Umdrehen hörte ich noch die Kassiererin „Oh, äh, okey…?“ Sagen. Der Busfahrer hatte mich rennen gesehen und netterweise gewartet, er war ja auch ne ganze Minute zu früh. Und so konnte ich dann an Herrn Rabes Arbeit Pippi im Kinderwagen in Empfang nehmen, drei Minuten vor Herr Rabes Meeting. Vereinbarkeit. So schön.
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Michel hatte heute ein Play date nach dem Kindergarten. Ich holte ihn von da ab, und war auch nur ganz kurz lost in norwegische Wohnsiedlung:

Der erste Bonus: Ich konnte alleine Auto fahren und obwohl ich beim schlimmsten Laden der Welt (Spielzeug’sim’ma) war um glitzernde Bügelperlen* zu kaufen, war das richtig schön. Ich liebe alleine Auto fahren. Der zweite Bonus: ich durfte die Katze bei Michels Kumpel streicheln. Eine ultra flauschige und tiefenentspannte (4 Kinder) Maine-Coon. Hachja. Ich hätte so gerne wieder ne Katze. Vielleicht in der nächsten Wohnung.
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Michel ist im Moment total geschlechterfixiert. Alles muss unterteilt sein in Junge/Mädchen. Farben, klar, Haarschnitte, Kleidung, klar, Tiere, selbst die dämliche geschlechtslose Babypuppe, die zwischen den Beinen mit nichts als einem glatten Plastikhügel glänzt, „ist ein Mädchen, weil die hat lange Wimpern“. SPRACH DAS KIND MIT DEN LANGEN, DUNKLEN WIMPERN! Mich bringt das total auf die Palme, da redet man sich viereinhalb Jahre den Mund fusselig und dann besteht das Kind doch drauf, dass das Badezeug mit dem rosa Tintenfisch drauf eben für Mädchen ist, weil rosa. Ahhhhhhhh.
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Noch was, was mich auf die Palme bringt: Michel hat im Kindergarten einen Kameraden, der genauso alt ist wie er. Die Eltern sind noch recht jung (also deutlich jünger als wir, würde ich sagen) und seit ca. Nem Jahr getrennt. Und scheinbar läuft es bei den Eltern nicht so rund nach der Trennung, die Kinder sind unruhig und klammern extrem und werden im Gegenzug von beiden Seiten mit Kram überhäuft. Und Michel möchte dann natürlich (wie alle anderen Kindergartenkinder auch) den gleichen Kram haben. Sowas wie „Wir kaufen keine Obst-Quetschies“ kann ich ja noch sachlich erklären und dabei ruhig bleiben, aber heute ist mir wirklich alles aus dem Gesicht gefallen, weil Michel meinte, zum Geburtstag bekäme er ein Handy. Weil der M.** ja auch eins hat. Sind denn alle verrückt geworden?
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Sehr viel schöner: die Schlaf-Gut-App. Ich bin Fan. Es ist im Grunde eine einfache Geschichte, wie ein Bilderbuch, nur zum klicken. Ganz ruhig vorgetragen von einer sonoren Männerstimme. Eine kleine Eule findet einen Zirkus, da wohnen viele Tiere und alle sind müde. Die Tiere können alle ein bis zwei kleine Kunststücke und dann muss man das Licht ausmachen, der Erzähler sagt Gute Nacht und die Tiere schlafen ein. Wenn alle schlafen, kann auch die kleine Eule schlafen gehen. Ich kann dabei auch herrlich wegdösen***, oder ich höre Pippi dabei zu, wie sie professionell mitkommentiert, oder ich entdecke mit Michel neue Sprachen****. Aber als mir Herr Rabe heute erzählte, dass Michel immer wenn er das Licht selbst ausmacht bei den Tieren sagt „Ich hab gewonnen“, musste ich herzlich lachen. So gesehen, gewinnen wir hier öfter mal alle beim Einschlafbegleiten gegeneinander…
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*weil „Mama, ich hab dir was geperlt, aber ohne Glitzer, weil die M., die hat alle Glitzerperlen aufgebraucht“.
**In diesem Kindergarten heißen alle Kinder M. Heute der Besuch war auch bei M. Und am Donnerstag geht Michel zu M. Auf den Geburtstag. Sind aber alles unterschiedliche Kinder.
***im „Autospiel“, wie sich Michel das Autoplay selbst übersetzt hat.
****Michel sucht sich eine aus, ich glaube, er geht da nach Fahnen-Optik. Gestern haben wir Türkisch gehört.
Nee, echt nicht. Relativ ereignisloser Tag eigentlich. Kinder in den Kindergarten gebracht, Fahrrad zu Hause abgestellt, Maschine Wäsche angestellt, zu Fuß zur Arbeit. Arbeit, Meeting, Arbeit, Reisekostenabrechnungsrumgeärgere, god helg (Sprich: Guu hell(j), Schönes Wochenende, wichtige norwegische Floskel, fast so wichtig wie Takk for sist (tack for schisst), mit dem man sich für das letzte Treffen bedankt). Bus verpasst, nächsten Bus genommen, zu Hause Kinder drücken (Pippi kann jetzt „Aaam!“ sagen <3) und dann gegen die abrutschende Stimmung ankochen. Käsespätzle, das mögen wenigstens alle gerne. Michel will jetzt nächsten Donnerstag (!) auch „solche Nudeln mit Käse, derfordi de er godtest“ (das kann man nicht wirklich übersetzen, derfor heißt deshalb, fordi heißt weil, derfordi… tjanun. Und godtest wäre der Superlativ (der Neutrum-Form Singular von) von god = gut, aber ganz ähnlich wie im Deutschen ist der Superlativ davon best… Es ist verwirrend.). Überhaupt redet Michel im Moment sehr lustig und ich möchte einfach, dass er nie aufhört „verschiedlich“ zu sagen. Nach dem Essen Kinder ins Bett komplimentiert, mich selbst vorher gewaschen* und Zähne geputzt, falls ich dabei einschlafe, aber nein, ich bin immer noch wach. Ach ja: Termine für alle bei der Lieblingsfriseurin in Bielefeld ausgemacht, Michel hat es sehr nötig, ich auch, Herr Rabe geht so und Pippi hat ihre Flusen, da könnte man vielleicht mal die splissigen Spitzen am Hinterkopf abschneiden und sowas wie ne Form reinzaubern. Falls sie wen an sich ranlässt.
Sonst war nix.
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* Lidschattentest: gestern hatte ich mir was alltagstaugliches mit einem Tacken Extra-Glitzer von ColourPop auf die Augen gemalt. Ich bin restlos begeistert. Die Lidschatten sind erstmal etwas ungewohnt, weil kaum pudrig, sondern eher etwas cremig beim Auftragen. Dadurch aber deckend wie sonstwas und viel präziser aufzutragen. Und vor allem halten die ewig, nix verläuft oder verschmiert oder entglitzert sich. Ich habe sonst schnell so eine dunkle Rille in der Lidfalte, weil meine Haut eben auch auf den Lidern schnell nachfettet, das machte dem ColourPop aber gar nix. Heute dagegen wollte ich mal die eine Palette von Covergirl (hab ich in den USA gekauft, weil unschlagbar günstig) ausprobieren. Der verläuft zwar auch nicht und hielt auch insgesamt recht gut, aber die Glitzerpartikel hatte ich heute Abend dann überall: auf den Lidern, aber auch auf den Wangen, in den Augenbrauen, in den Wimpern und ein besonders hartnäckiges Teilchen hatte sich quasi-kovalent mit meiner Unterlippe verbunden. Ich bleib bei ColourPop.
Ich war heute bei einer Veranstaltung, die den oben genannten Titel trug. Kurz gesagt: es war totale Zeitverschwendung. Oder doch nicht, denn es ist mir bei all den Plattitüden („Know your value!“ „You have to leave your comfort zone!“ „Think outside the box!“ „Knowledge is the future! – YOU are the future!“) klar geworden, dass ich da fehl am Platze bin. Und das nicht nur, weil das alles sehr auf BauingenieurswesenStahlgussÖlförderung ausgerichtet war und null Menschen da waren, mit denen man sich über Jobs für Molekulare-Irgendwas-Menschen hätte unterhalten können. Nein, auch weil mir in den letzten zwei Monaten mein Wert sehr bewusst geworden ist. Unbewusst zwar, aber heute fielen ein paar zusätzliche Groschen:
Ich finde, insgesamt sieht es doch alles ganz gut aus. Ich muss jetzt den PhD „nur“ noch fertig kriegen, dann kann ich mich bewerben. Ich hab vier Jahre Industrieerfahrung, dann in weiteren vier Jahren zwei mal ganz andere (fachliche) Dinge gelernt, plus den ganzen Frustrationsmanagement-Kram und das Projektjonglieren und das Experimentendesign von da oben, ich habe auch keine Scheu mehr, das Menschen gegenüber auszusprechen, was ich gut kann und (da hab ich den anderen PhD-Studenten ganz offensichtlich was voraus): Ich habe keine Illusion, dass ich in meinem superspeziellen Minifeld, für das sich vielleicht 20 Leute weltweit interessieren, eine entsprechende Stelle in der Industrie finde. Ist aber auch egal, ich kann mich für vieles begeistern. Sogar eine hinreichende Anzahl Kinder hab ich schon und alt genug bin ich auch, man muss nicht mehr befürchten, dass ich direkt nach der Probezeit schwanger werde.
Ich werd schon nen Job finden.
Also, sobald ich aufgehört habe, meine Zeit auf Veranstaltungen wie der heutigen zu verschwenden.