Tag 342 – Entscheidung? Pending. 

Ich habe heute endlich die Proben gemessen. Ergebnis gibt’s morgen, ist aber auch eigentlich egal, Hauptsache es kommt irgendwas dabei raus, sind ja nicht meine Proben. 

Was ich mit der Hochzeit mache, weiß ich aber immer noch nicht. Herr Rabe brachte jetzt ins Spiel, doch ohne Pippi zu fliegen und dafür nur bis Samstag zu bleiben. Tja. (Falls Sie dachten, hä, wieso sieht die denn ihre Cousine nur alle  Jubeljahre mal, Portugal ist doch nicht soooo weit weg? – Meine Cousine und ihr jetziger Freund, bald Mann, wohnen in Canada. Die heiraten nur in Portugal, weil seine Familie da her kommt. Canadier haben auch ungefähr keinen Urlaub, sodass sie nicht mal zu Weihnachten regelmäßig kommen kann.)

Tag 341.2 – Dicke Finger. 

Ich so: Dicke Finger.

Egal. Also jedenfalls rief ich meine Omi an, in der sicheren Annahme bei Nennung des Preises aus dem Schneider zu sein, weil leider leider so furchtbar teuer. 

Meine Omi fand das günstig. Und sie stünden zu ihrem Wort. 

Und jetzt weiß ich auch nicht. 

1. scheint meine Omi ein gewisser Realitätsverlust heimzusuchen. 

2. drei Tage Portugal, gutes Wetter, gutes Essen, Wein, Feierei…

3. meine Cousine hab ich auch schon über drei Jahre nicht gesehen. Und wir standen uns mal sehr nah.

4. Flugzeuge. Ich hasse Flugzeuge. 

5. Donnerstag hin, ganzen Tag eigentlich unterwegs sein, Freitag Nachmittag Trauung, Feiern bis spät (mit Pippi umgebunden oder wie?), Samstag durchhängen, Sonntag zurück. Uff. 

6. Montag arbeiten, Dienstag Michels Geburtstag, Mittwoch Uff, Donnerstag nach Deutschland, Freitag Uff, Samstag Hochzeit von Herrn Rabes Bruder. 

7. ok, wenn ich so drüber nachdenke, wärs ganz schön bescheuert. 

8. früher™ machte ich gerne augenscheinlich bescheuerte Sachen. 

Es ist echt schwierig. Ich könnte es auch würfeln. Moaaaann, erwachsen sein ist blöd. Kann das nicht wer für mich entscheiden?

Tag 340 – Alles kompliziert. 

Pippi wird am Freitag ein Jahr alt. EIN JAHR! Dann ist sie kein Baby mehr! Ist sie eh schon kaum noch, außer beim allabendlichen Einschlafstillen, wenn sie sich dann nach lustiger Hampelei ganz klein zusammenrollt, beide Füße an meinem Bauch und eine Hand ganz warm auf meinen Bauch gelegt (das macht sie, seit sie mich nicht mehr kneifen darf und das ist doppelt schön so!) um einzuschlafen. Aber ansonsten? Sie pflückt ihr Essen auseinander und fitzelt sich die Leckerbissen raus. In ihrer Gegenwart ein Glas saure Gurken öffnen geht nicht, ohne dass sie „Hummmm hummmm“- machend beide Arme danach ausstreckt. Michel kriegt Smoothie? Pippi will auch. (Michel kriegt Eis? Pippi will auch, Mama sagt nein, Michel gibt Pippi was ab, Mama ist ganz gerührt und guckt einfach weg…) Heute Abend haben wir gespielt: sie hatte einen Spielzeugtopf und eine Gabel und sie fütterte mich mit imaginärem Essen aus ihrem Topf – inklusive Schmatzlauten. Danach nahm sie den Topfdeckel und leckte ihn ab. Genau das hatte Michel beim Abendessen mit einem richtigen Topfdeckel gemacht. Ihr Gedächtnis reicht jetzt ein paar Minuten, vielleicht eine halbe, dreiviertel Stunde zurück. Schon heute Nachmittag hatte sie mit einem Mal einen Duplo-Pömpel* im Mund und „pfiff“ dadurch. Das hatte ihr Michel auch eine halbe Stunde vorher vorgemacht. 

Tja, also mein Baby ist kein Baby mehr, sondern eigentlich schon ein ziemlich fertiges Kleinkind. Und trotzdem ist sie noch so klein, also tatsächlich ist sie einfach nicht groß für ihr Alter und auch auf eine durchschnittliche Lebensspanne gesehen ist sie ja noch Miniklein. Und so schutzlos! Meine beste Freundin sagte mal, sie fände es so krass, dass wenn man so ein kleines Kind im Wald aussetzt, es vielleicht ein paar Stunden überlebe. Was das für eine krasse** Verantwortung bedeute. Da kann ich ihr nur zustimmen. Selbst der Kindergarten bedeutet für mich ja, dass ich sie aus meinen Mamaaugen lassen muss, dass ich die Verantwortung an jemanden außerhalb der Familie abgeben muss. Und ich finde das komisch. Mir macht das Angst. Also beides: dass sie in den Kindergarten geht und dass ich das komisch finde. Bin ich auf dem Weg zur Glucke? Weil ich mir Sorgen mache, ob sie da die (ewig lange) Zeit zum Essen bekommt, die sie braucht? Ob die wohl auch sofort Wickeln gehen, wenn Michel ruft „Pippi stinkt voll!“? Wird sie im Wagen gut schlafen können? Wird sie jeden Tag eine Tonne Sand essen? Und was ist mit den ganzen Kindergartenseuchen??? Mein armes kleines Mäuschen… Ahhh, Gluckenalarm, tatsächlich. 

Also, jedenfalls, natürlich finde ich es gut, dass sie älter wird. Ich bin super stolz auf mein großes Mädchen, das schon so viel kann und so viel interagiert. Und ich weiß auch, dass der Kindergarten super ist und die sich ganz toll um alle Kinder kümmern, also sicher auch um sie. Sie hat ja im Zweifel auch noch Michel als persönlichen Übersetzer und Anwalt und Alarmgeber. Besser kann es ja eigentlich nicht sein. Aber trotzdem geht mit dem ersten Lebensjahr halt für mich auch die Zeit des totalen Gebraucht-Werdens langsam zu Ende. Zum Teil zumindest.  

Es ist wirklich kompliziert. Da wünscht man sich nichts sehnlicher als Unabhängigkeit und am Ende heult man der Abhängigkeit hinterher. 

(Entschuldigen Sie das wirre Gelaber heute. Besser kann ich die Wirren Gesanken gerade nicht in Worte fassen.)

* Halt so ein Pinöckel. Ein Nupsi.

** Ist schon ein paar Jahre her, da waren wir noch voll so… jung und so. Und außerdem: manche Sachen sind einfach krass. So. 

Tag 339 – Der härteste Job Alaskas. 

To-Do-Listen Status: Wir haben uns heute aufgeteilt. Herr Rabe ging mit den Kindern einkaufen, besorgte einen Fenstersauger und ich nähte mich durch den Reperaturberg. Ein Teil für mich, sechs für Michel. Zwei sind noch in der Kiste, eins ist nicht so ganz fertig.

Mail an die Cousine ist auch geschrieben. Dabei verstand sie was falsch und geht scheinbar fest davon aus, dass ich und Pippi kommen. Tjanun, mal sehen.

Dann fuhren Herr Rabe und die Kinder zum Fjord, Krebse fischen. In der Zeit tat ich… auch lassen wir das. Jedenfalls hatte sich Michel gestern von einem Norweger zeigen lassen, wie man am besten Krebse angelt und sucht und hatte direkt Erfolg mit der neuen Technik.

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Fang des Tages

Auch einen Seestern haben sie gefunden.

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Der Sohn präsentiert einen seiner Seesterne.

Und als hätte sich Herr Rabe nicht eh schon für den allerbesten Mann und Papa der ganzen Welt qualifiziert heute, machte er danach Essen und:


Und würde es jetzt nicht in Strömen gießen, ich wette er putzte immer noch.

Ach so, vergessen: Gestern Nacht zwei Mal große Traurigkeit weil nicht mehr an Mama genuckelt werden darf. Aber dann an mich bzw. Herrn Rabe gekuschelt relativ schnell und ruhig wieder eingeschlafen.

Tag 338 – Procrastination running circles in my head

Morgen geh ich los und kauf‘ so ein Fenstersaugerding. Mich kotzt das an, dass unsere Fenster so abartig dreckig sind und nächste Woche kommt Besuch, den ich hier sonst leider nicht reinlassen kann möchte. Und mit so einem neuen Gadget lässt sich Herr Rabe viel besser zum Fensterputzen zwingen überreden. (Ich mach das nicht, ich hab Höhenangst und die Fenster auf der einen Seite gehen nur nach außen auf.)

Morgen fange ich an, Pippi nachts abzustillen. Dieses nicht-schlafen ist kein Zustand mehr. 

Morgen schreibe ich meiner Cousine, wo denn diese ominöse Hochzeit ist, damit ich endlich, endlich da absagen kann wegen bekloppt langer Anreise. 

Morgen schreibe ich der Versicherung unseren Kilometerstand.

Morgen melde ich mein Fahrrad im Fahrradregister an. 

Morgen schreibe ich meinem Chef ne Mail, und frage mal gewisse Dinge an (mein Name auf Artikeln, aus einem wirren Artikel zwei knackige machen…).

Morgen nähe ich den Reperaturberg weg.

Mir scheint, ich habe morgen viel vor. Aber heute mach ich nix mehr. 

Tag 337 – Nix. 

Ich habe heute keine Lust, was zu schreiben. An mangelndem Inhalt (Ärztinnen-Termin, Schwimmbadbesuch, Arbeitsspaß, Kitaferien, Pippis Geburtstag, …) liegts nicht, nur an der Motivation. 

Ach ja, was ich schon lange mal loswerden will: Menschen, die ihr mich auf euren Blogrolls habt: DANKE! Echt! Ich freu mich immer total, und bin auch ganz gerührt und werde rot und so, wenn ich mich bei euch finde! Dafür einen Haufen Liebe und <3!!!

Tag 336 – Das Terrarium. 

Heute sind die Schnecken umgezogen. Dass es überhaupt dazu kam ist für mich noch überraschend, doch fangen wir doch einfach chronologisch an. 

20.06. ca 20:45 Uhr: Ich bestelle ein Terrarium. Bei einem Anbieter, der die scheinbar selbst baut und ab 800 NOK Bestellwert kostenfrei (innerhalb Norwegens) versendet. Kurz vorher hatte ich mich nämlich sehr über einen Anbieter geärgert, bei dem die Terrarien an sich super günstig waren, bei dem sich aber nach einem ewig langen Anmeldungsprozedere herausstellte, dass er für den Versand 1500 NOK berechnete. 130 €. Ähh, nee. Jedenfalls erhalte ich auch gleich eine Bestellbestätigung und der Betrag wird auf meiner Kreditkarte reserviert (aber noch nicht abgebucht).

22.06. ich bestelle die Schnecken und hake bei dem Terrarienladen nach, weil ich nichts weiter gehört habe. 

22.06. spät abends: „Das Terrarium wird am 23.06. versendet.“

23.06. Der Betrag wird von meiner Kreditkarte abgebucht.

24.06. Ich besorge mit den Kindern ein Behelfsterrarium und alles was dazu gehört. 

28.06. Die Schnecken werden endlich losgeschickt. 

29.06. Die Schnecken sind da. Das Terrarium nicht. 

04.07. sehr früh morgens: Ich hake noch mal bei dem Terrarienladen nach. Immerhin ist inzwischen Geld geflossen. Mein Ton in der E-Mail wird langsam etwas weniger freundlich (Ich glaube aber nicht, dass Norweger das raushören, zumal im geschriebenen Wort).

04.07. später: „Die Bestellung wurde am 23.06. versandt. Ich melde mich heute Vormittag, wenn ich im Laden bin, nochmal.“

04.07. kurz vor Mitternacht: „Aus irgend einem Grund stand das Paket noch unbearbeitet bei der Post. Wir haben es jetzt auf die Reise geschickt.“ Immerhin kriege ich jetzt auch ne Sendungsverfolgungsnummer. Von der Geschichte glaube ich kein Wort, aber Schwann drüber. 

05.07. Das Paket soll laut Sendungsverfolgung heute noch ankommen. 

05.07. 15:45 Uhr: Das Paket ist immer noch in Stokke (südlich von Oslo). 

05.07. 18:32 Uhr: SMS von der Post „Das Paket wird verspätet geliefert, voraussichtlich am 06.07.

06.07. 06:03 Uhr: Das Paket ist im Trondheimer Verteilzentrum. 

06.07. Ich warte auf die Lieferbestätigung der Post, die per SMS kommen sollte. Das Paket wird nur bis zur nächsten Shop-im-Shop Post gebracht, da muss man es dann abholen. Das ist aber keine 300 m von uns entfernt, also wirklich kein Problem. 

07.07. Ich bringe ein anderes Paket zu einer anderen Post und frage mal dezent nach, wie es sein kann, dass ein Paket mehr als einen ganzen Tag durch Trondheim braucht. Trondheim ist ja bekanntlich nicht so wirklich groß. Ich bekomme den Rat, bei der Hotline anzurufen (schönen Dank für Nichts!).

07.07. 17:45 Uhr: Ich rufe bei der Hotline an und gebe die ca. 30-Stellige Sendungsnummer durch. Die Hotlinetante ruft im Laden an (um die Ecke, ne?) und bestätigt mir dann: das Paket ist da, man hatte vergessen, es zu scannen. 

07.07. 17:47 Uhr: Ich bekomme die Abholbestätigung per SMS. Herr Rabe und Michel gehen los, das Paket holen. Währenddessen bekomme ich drei (!) Anfragen „Wie beurteilen Sie das letzte Gespräch mit unserem Kundenservice?“, per Mail, per SMS und nochmal per SMS. Moaaaan!

07.07. spät: wir packen das Monstrum aus. Es ist in 10 cm dicke Styroporplatten verpackt. Michel haut mit seinem Hammer auf den Platten herum und verteilt Styroporkügelchen und -Fitzelchen in der ganzen Wohnung. Pippi isst ein paar davon. Ich trage sie weg und mache sie bettfertig, Herr Rabe packt weiter aus. Ich höre ihn fluchen und dann den Staubsauger holen. Das Terrarium an sich ist wie erwartet, allerdings ist die eine Tür kaputt. Und hat überall rumgesplittert. Wunderbar. 

08.07. früh: ich schreibe eine Mail mit dem Sachverhalt an den Terrarienladen. 

08.07. erstaunlich schnell: „Wie ist denn das Maß, dann schicke ich Ihnen eine neue Tür.“ Ich messe und schicke die Daten. 

08.07. abends: „Die Tür ist jetzt versandt.“ mit Nummer und allem. 

09.07. – 11.07. Die Tür ist unterwegs. 

09.07. Herr Rabe bringt den Styropormüll weg. 

11.07. diesmal kriege ich direkt eine SMS und ziehe mit Michel los, die Tür abholen. Und Eier kaufen. Dämliche Kombi: auf dem Heimweg balanciere ich die Eier auf dem wieder riesigen Styroporungetüm (mehr Müll! Yeah!). Es ist ein Spaß. Zu Hause packen wir aus und die Tür hat einen kleinen Kratzer und ein Minifitzel ist abgebrochen. Ist mir inzwischen egal, solange sie geht und das tut sie. Hurra. 

12.07. Ich versuche ein Regal aufzutreiben. Ärgere mich zwischendurch tierisch über die mangelnden Umgangsformen der Norweger. Finde aber am Ende doch eines. 

13.07. 16:45 ich mache mich mit Pippi auf, das Regal abholen. Die Tante wohnt mitten im Wald und es ist alles etwas gruselig. Zu viele skandinavische Krimis habe ich gelesen. Ich verfahre mich auch ein bisschen und lande beim Nachbarn, der mir ohne Schneidezähne, dafür aber drei mal erklärt, wie ich zu Nummer 160b komme. 

Trondheim. Fährste ne halbe Stunde aus dem Zentrum raus, biste im Nichts.


Das Regal passt um zwei cm nicht in den Kofferraum. Bzw. die Klappe geht nicht zu. Wir, also ich und die Verkäuferin (die mich nicht mit der Stichsäge, die zuerst noch auf dem Regal lag, zersägen wollte, puh!) versuchen alles, aber es geht einfach nicht. Zum Kofferraum zubinden habe ich auch nichts. Am Ende fahre ich mit locker aufgelegtem Kofferraumdeckel los. Ich fahre extra vorsichtig und passe auf die Buckel auf und fahre solange es geht nicht auf der Stadtautobahn, weil mir das nicht ganz geheuer erscheint. Irgendwann komme ich trotzdem zu Hause an. 

Und jetzt? Michel und ich haben eingerichtet und dekoriert („Den Stock auch noch, Mama! Und den! Und da auch so zum drauf klettern!“) und dann hieß es: Umzug!

In diesem Bild sind vier Schnecken versteckt. Findest du sie?

Papa-Schnecke hat beim Umsetzen das Auberginenstück einfach festgehalten. Na gut, dann darf sies behalten.


Ich hab dann das zweite Stück Sepiaschale auch noch reingelegt, nicht, dass den Schnecken das zu weit ist den ganzen Weg durch das Terrarium! (Ach, ich freu mich drauf, dass die größer werden!)

12von12 im Juli

Wie jeden Monat am zwölften zwölf Fotos gemacht. Diesmal am dreizehnten veröffentlicht; sortiert nach Aufnahmedatum, denn es sind zwei latergrams dabei um das Dutzend voll zu machen. Los geht’s:

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Meine Haare feiern Nachts gerne mal ne Party.

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Das Baby bekuschelt mich. Und schnauft. Und kackt.

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Mini-Godzilla baut die Bahn auseinander und schmeißt die Schienen in die Box.

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Lesepause.

Übrigens habe ich zur Zeit beide Kinder den Tag über zu bespaßen, denn erstens habe ich immer noch Elternzeit und zweitens sind Kindergarten-Ferien. Also am besten raus gehen und was unternehmen, damit bei uns drei keine Langeweile aufkommt.

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Tour-Vorbereitung.

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Dank großem Bruder gibt es auch fürs Baby einen Weg-Keks.

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Heute am See so.

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Heute im Wald auf der Brücke so.

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Pause mit Seeblick. Geschwisterlicheres Teilen des Proviants.

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Tourabschluss: Der Sohn hat sich sein „Eis“ wirklich verdient. Ich mir den Kaffee auch. 😊

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OMG, der Sohn muss seine Nudeln auch fotografieren! 😱😂

Das Ergebniss kann man übrigens als 8 von 12 bei Frau Rabe bewundern.

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Der kleine Pilz hat sich noch ein Buch ausgesucht und jetzt geht es ab ins Bett.

Noch viel, viel mehr 12von12 gibt es beim Kännchen-Blog.

Tag 335 – #12von12 im Juli ’16

Was #12von12 ist und noch sehr viel mehr davon, wie immer im Kännchen-Blog.

Der Tag fing heute ohne Weckerklingeln an. Da ja eh keiner bei der Arbeit ist und sich somit auch niemand um Kernarbeitszeiten etc. schert, nutze ich die Kindergartenferien zum „Ausschlafen“. Das klappt bisher mäßig: gestern war Pippi um halb sieben wach, heute Michel um viertel nach sieben. Natürlich fand Michel auch direkt die neuen Zugschienen, die Herr Rabe nebst anderem Krams gebraucht aufgetan hat. 

Mama, die Maus kann hier warten, ich muss aufs Klo.


Nach einer ersten kurzen Zugbau-Session machte ich mir einen Kaffee. Michel ist bei seinem eigenen „Kaffee“ inzwischen sehr selbständig. 

Mit Kaffee in der Hand machte ich dann erst mal die Pflaumenmarmelade fertig. Ich kaufte letzte Woche total günstig viel zu viele Pflaumen (keine Zwetschgen, leider), ein Teil davon wurde zu Kuchen, der Rest wurde eben etwas mehr als zwei Gläser marmeladiges Pflaumenmus. Gestern hatte ich die Pflaumen schon soweit eingekocht, dass ich heute nur noch mal aufkochen und abfüllen musste. 

Was Mutti eben so vor der (Erwerbs-)Arbeit tut.


Danach wollte ich gerne duschen, wurde aber zuvor von Michel gezwungen gebeten, eine riesige Zugbahn aufzubauen. Als das Wohnzimmer zugebaut war, weckte Michel Herrn Rabe zum Spielen und ich durfte duschen. 

Hmm ja. Also aufräumen, Dusche mit Badreiniger einsprühen, alles einmal mit dem Mikrofasertuch abrubbeln, abspülen und dann Duschen. 

Dann noch ein Marmeladenbrot (lecker!) und auf zur Arbeit, mit dem Rad natürlich. 

Bei der Arbeit angekommen versuchte ich ein Fahrstuhlselfie zu machen, scheiterte aber an der Kombination aus meiner Eitelkeit und meinen Augenringen. Deshalb fotografierte ich lieber meinen Haufen Zellkulturen. 

Den kleinen Freunden ging es gut, ich schob sie alle wieder in den Brutschrank zurück. Dann setzte ich was an, was 1,5 h, 45 min und 1 h Inkubationszeit hat. Meeehhhhhh. 

My job in a nutshell.

Die ewigen Inkubationszeiten vertrieb ich mir mit Zelllabor-Gemeinschafts-Arbeit. Wasserbad reinigen, Sachen autoklavieren, Kittel austauschen. Im Sommer gibt’s nämlich keinen Labordienst der das macht und da ich eine von sehr wenigen bin die da im Moment arbeitet, ich aber gleichzeitig sehr viel Wert auf Reinlichkeit im Zelllabor lege, mache ich es eben. Vielleicht folgt ja jemand meinem guten Beispiel (nein, da glaube ich nicht wirklich selbst dran). 

Leider autoklavierte* ich auch ein Dings von der Pipettierhilfe zu viel und musste es dann neu bestellen. Hupsi. (Und ich winke mal kurz der Ex-Kollegin, die hier mitliest und der das auch mal passiert ist. Huhu!)

Und schwuppsi, war dann auch mal Feierabend. 

Der Nachmittag verlief dank noch angeschlagener und anhänglicher Pippi und ebenfalls weiterhin nöligem Michel etwas zäh. Irgendwann gab es aber Essen. Ich versuchte, meine Nudeln mit Soße ansprechend zu fotografieren (scheiterte). Daraufhin meinte Michel, ich solle ihn fotografieren. Er machte allerlei Faxen und am Ende, als ich grade ein Bild bei Instagram hochladen wollte, nahm er mir das Handy weg und sagte „Ich mein Nudeln auch noch Foto machen!“. 

Der Sohn fotografiert auch sein Essen schon selbst. Mutti ist sehr stolz.


Ein bisschen Kunst, finde ich. Wie die Gabel spitz und glänzend wie ein Speer da die matschigen, schlaffen Teigwaren dominant überlagert, im Hintergrund bewusst unscharf gehalten die Fruchtbarkeitssymbole der Biene und der Blume…

Nun ja. Nach dem Essen war Bettzeit, zumindest für Pippi. 

Bettzeit vs. Hampeln.

Letztlich schlief sie dann aber doch schnell ein. Bisher dreimal. 


Tja, ich teste eben. Meine Haut findet den Reiniger total blöd, denn sie wird davon total trocken (viel schlimmer als mit dem anderen aus der Clear-Reihe). Das Peeling mache ich auf Anraten des Internets nur noch jeden zweiten Tag abends, seitdem ist das mit den Rötungen  sehr viel besser geworden. Die Feuchtigkeitscreme möchte ich gerne heiraten. Und für die aufmerksamen Mitleser: ich denke, ich kann sagen, dass Eucerin Sunfluid einen Tucken besser ist als PC Fluid aus der Reihe da. Ich habe jetzt die Gesichtshälften gewechselt für den Gegentest. 

Dann wollte ich die Schnecken versorgen, altes Futter und die kleinen Schneckenkackhäufchen rausmachen und so. Aber die Schnecken hatten grade Abendbrotzeit und da wollte ich natürlich nicht stören. 

Morgen Nachmittag hole ich ein gebrauchtes Regal ab, da kommt das Terrarium drauf und dann ziehen sie um. 

Jetzt noch Zähne putzen, Klo, ab ins Bett. 

Ungeschminkt sehr ich aus wie einesehr müde Version meines Bruders. Herrje.

Ja, das ist ein riesiger Pickel da auf meiner Stirn. Ja, der tut weh. Meh. 

* autoklavieren: unter Druck (damits nicht „kocht“) für einige Minuten auf 120 Grad erhitzen, zum Sterilisieren. Manches Plastik verformt sich da *hust*.