Tag 188 – Vorfreude

Die Urlaubsplanung wächst und gedeiht. Gestern habe ich an unsere zwei Favoriten Anfragen verschickt. Zypern war uns irgendwie dann doch unsympathisch wegen exorbitant langer Reisezeiten und hoher Flugpreise, deshalb gingen die Anfragen nach Korfu und Kreta. Korfu ist kälter, Kreta teurer. Korfu in der Anzeige sympathischer, Kreta näher am Meer und wegen der Größe der Anlage eventuell belebter. Nun ja, Korfu antwortete dann recht schnell und war in der Mail mindestens so nett wie in der Anzeige. Im April und für den relativ langen Zeitraum machten sie uns einen Sonderpreis und schickten gleich eine Mietwagenfirmaempfehlung mit. Ich hätte am liebsten direkt gebucht, wollte aber der Fairness halber noch die Antwort aus Kreta abwarten. Die kam heute und war so semitoll: abgesehen davon, dass ich auf Leerzeichen vor Satzzeichen allergisch reagiere, war der Tenor: Ach, April ist doch doof, kommt doch im Mai. Im Mai ist es soooo schön. Nun ja, die können ja nicht wissen, dass der April hier wirklich zum Abgewöhnen ist und dass wegen Ende der Elternzeit und so weiter der Mai eben nicht geht. Aber wenn ich im Mai könnte und wollte, hätte ich eben für Mai angefragt und nicht für April. Lange Rede kurzer Sinn: so hat sich Kreta selbst disqualifiziert und  ich habe schon mal nach Flügen geschaut. Ich will das jetzt festmachen. Und dann rief doch vorhin sogar unangekündigt Korfu an, war am Telefon wirklich unheimlich nett und empfahl uns, auch mal nach Flügen nach Thessalonikki zu schauen, die seien oft günstiger und die Mietwagen seien da auch billiger. Da war ich ja schon hin und weg von so viel Freundlichkeit, aber als ich keine Stunde später noch eine Mail von ihm erhielt, in der er schreibt, er hätte mal selbst geguckt, aus Trondheim bringe das doch nichts, weil man dann eh wieder in Athen umsteigen müsse und er entschuldige sich vielmals, da wusste ich: wenn mich doch noch mal wer adoptieren will, dann soll er es sein. Hach. 

Herr Rabe hat einen Plan (in seinem Kopf), wie wir die Hausarbeit viel toller und effizienter verteilen und erledigen können. Ich bin gespannt. Dafür muss der Plan aber zuerst mal aus seinem Kopf rauskommen. 

Heute wegen Ich-schone-mich-lieber-noch weder Sport noch Ballett. Hrmpf. Sport trägt doch sehr zu meinem persönlichen Wohlbefinden bei. Dafür unsere Miet- und Mautzahlungen angepasst (mehr Miete wegen Inflation, weniger Maut wegen selten aus der Stadt rausfahren), etwas Wäsche gemacht, Michels Bett bezogen, drölfzig Mal Pippi gestillt (wann hört dieser Schub denn bitte eeeeendlich auf?) und etwas rumgehangen. Jetzt bin ich etwas rappelig wegen aufgestauter Energie, denn außer ner Erkältung kam bisher doch noch keine Krankheit. Ich hoffe, das bleibt so. 

Und jetzt weiter Flüge gucken. 

Tag 187 – Nachts

Hier so gestern Abend/letzte Nacht

22:00 Ich möchte ins Bett. Ich bin müde und mir tun alle möglichen Körperteile weh. Pipi schläft auf mir. Ich warte auf Herrn Rabe. 

22:45 Herr Rabe kommt nach einer passiv-aggressiven SMS von mir und bezieht das Bett. Dann nimmt er mir Pippi ab. 

23:01 Ich liege im Bett. Mit zwei warmen Körnerkissen und warmen Puschen. Mir tut mein Bauch weh, mein Rücken, meine Beine. Werde ich krank oder was? Fieber hab ich keines. Außerdem hab ich Sodbrennen. Dagegen trinke ich ein Glas Milch. Naja, einfach mal schlafen. Wird schon. 

23:20 Ich kann nicht schlafen. Pippi wird wach und ich höre sie kraweelen, während Herr Rabe sie fertig macht. 

23:25 Pippi wird mir zum Stillen gereicht. 

23:45 Pippi ist längst satt, will aber nicht aufhören zu nuckeln. Herr Rabe kommt ins Bett und rückt sehr nah an mich ran. Ich möchte alleine sein. Mit tut weiterhin alles mögliche weh. 

00:30 Mir reichts. Ich bitte Herrn Rabe, Plätze zu tauschen, weil Pippi mich mit dem Dauergenuckel wahnsinnig macht. 

00:45 Ich versuche immer noch, einzuschlafen. Mir ist latent schlecht und mein Bauch grummelt ganz furchtbar. Vielleicht Magen-Darm? Ich muss aufstoßen und kriege Kotzegeschmack in den Mund. Das mit dem Einschlafen wird so nichts. 

01:30 Pippi wird schreiend wach. Ich war grade eingedöst. Ich wälze mich wieder zu ihr, sie nuckelt und schläft ein. 

02:00 Michel kommt ins Bett gekrochen. Ich bin noch wach. Pippi nuckelt. 

02:30 Ich wache auf von „Oh Mann, Scheiße!“. Herr Rabe zerrt Michel aus dem Bett und legt ein Handtuch auf die Stelle, wo eben noch Michel lag. Dann geht er Michel umziehen. Ich merke, dass Pippi immer noch nuckelt. Ich docke sie ab und ziehe mein Shirt runter. Es klappt, Pippi schläft weiter. 

02:59 Pippi murcht rum und ich versuche sie auf meinen Bauch zu legen, damit sie weiter schläft. Klappt nicht. Andere Seite, nuckeln. 

04:11 Seitenwechsel. Jetzt liegt (und nuckelt) Pippi wieder auf der Seite, auf der auch Michel liegt. Das heißt, ich passe  zusätzlich noch unterbewusst auf, dass Michel sich nicht auf Pippi legt. Michel hat seine Raupe mitgebracht, die kitzelt mir an der Nase. 

04:49 Michel knirscht extrem mit den Zähnen. Ich kann nicht mehr auf der Seite liegen, so tut mir die Hüfte auch noch weh. Ich versuche mich auf den Rücken zu drehen.

05:13 Mein Arm ist eingeschlafen, davon werde ich wach. Ich nehme ihn runter, habe aber kaum Gefühl und erwische Pippi ein bisschen an der Schulter. Sie wird wach. Seitenwechsel mit taubem Arm. 

05:30 Michel knirscht wieder mit den Zähnen. Ich habe das dringende Bedürfnis, alles anzuzünden, vor allem das Drecks-Familienbett. 

06:10 Pippi murcht schon wieder rum. Wenigstens schläft sie nach Seitenwechsel und kurzem Nuckeln direkt wieder ein. Ich ziehe mein Shirt runter und schlafe innerhalb von drei Nanosekunden wie ein Stein. 

08:28 Michel schreiflüstert: „Paaaapaaaaa! Koooommmm! Aufsteeeeeen! Æ will Frühstück macheeeeen!“ Mir tut immer noch alles weh und ich würde nahezu alles dafür tun, mich auf den Bauch legen zu können, aber da liegt Pippi und macht sich breit. Auf der anderen Seite liege ich schon mit dem Hintern im nie genutzten Beistellbett. 

08:36 Michel hatte Erfolg. Die beiden stehen auf. Meine Augen möchten sich nicht öffnen. 

08:39 Pippi ist wach und brabbelt vor sich hin. Sie tritt mich gegen die Blase. Das konnte sie immer schon gut… Ich muss pinkeln. Ok, schnell aufs Klo, Pippi bei Herrn Rabe abliefern, dann kann ich mich noch ein bisschen hinlegen. Auf den Bauch. 

08:41 Ich nehme eine Ibuprofen. Offensichtlich werde ich krank oder bin es schon. Während ich sie runterspüle, registriere ich, wie Herr Rabe das Bett abzieht. Ich könnte heulen. Da wollte ich doch wieder hin! Er meints ja nicht böse. Ich gehe wortlos aufs Sofa und lege mich da hin, rolle mich ganz eng zusammen und decke mich zu. Dann höre ich der Familie beim Frühstück machen zu. Und beim frühstücken auch. Mir ist schlecht. Alles tut weh. Irgendwann wirkt die Ibuprofen. Michel kommt und bringt mir einen Bären. Dann kommt er kuscheln. Das wirkt noch besser als die Ibuprofen. Trotzdem wird es ein Sofatag. Hoffentlich wird diese Nacht besser. 

12-Halbe von 12

Irgendwie verließ mich am Freitag-Abend die Kreativität. Keine Wunder denn meine Muse weilte zu der Zeit noch in Oslo. Hier deswegen ein Nachtrag mit den 6 Bildern die gemacht hatte.

Zur Erinnerung, eigentlich hatte ich den Plan im Februar 12 Whiskys abzulichten (und zu trinken):

Da ich allerdings die alleinige Verantwortung für Michel an dem Tag hatte, sah ich mal davon ab und versuchte spontan ein anderes Thema zu finden. Naheliegend erschien mir nach 12 Selfies im Januar diesmal 12 eher abstrakte Bilder zu machen. Jedenfalls fand ich beim Aufwachen es sei eine gute Idee:

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Aufgewacht und festgestellt das auf dem Kopfkissen ein Punkt fehlt. War wohl ne wilde Nacht.

Die nächste Vorlage lieferte dann Michel beim anziehen im Bad:

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„Fahrrad-Schlüpfer, Papa!“ – Hö? Ohja, stimmt!

Auch bei der Arbeit ließen sich zwei schöne Fotos machen (ein drittes von der Oberfläche meines Knäckebrots stellte sich als zu langweilig heraus):

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Oha! Dependency-Graph-Ausschnitt (Zoomlevel: 2%).

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Dessert-Kakao.

Nachdem ich Michel vom Kindergarten abgeholt hatte, gingen wir Eislaufen. Dort machte ich auch noch zwei Bilder:

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Mondsuchbild.

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Eis unter den Füßen. Herrlich!

Danach ging es nach Hause, schnell Nudeln kochen und essen, und als Michel endlich im Bett war, hab ich mich nur noch auf die Couch verzogen und ein bisschen gezockt. War mir dann irgendwie zu blöd noch durch die Wohnung zu laufen und auf Teufel komm raus 6 Bilder zu machen, nur damit es 12 werden. Da bin ich dann einfach ins Bett gegangen. :)

So war das nämlich. Und zum Glück haben wir ein Schaltjahr, dass heißt im März ist der 12. ein Samstag. Vielleicht wird es dann ja etwas mit dem feucht-fröhlichen 12von12!

Mahlzeit! KW 6

Mo. 8.2. Lemony rosted pumpkin/sweet potatoes (unser Abwandlung des Lemony roasted potatoes Rezepts aus dem Veganomicon)

Di. 9.2. Reis mit Scheiß (Unser Ratatouille)

Mi. 10.2. Nudeln* mit Lachs-Spinat-Sahne-Soße

Do. 11.2. Kartoffelbrei mit Senfsoße und Fischstäbchen (Herr Rabe) / Sojawürstchen (Michel)

Fr. 12.2. Nudeln* mit Pesto

Sa 13.2. Süßkartoffel-Kokos-Suppe – geschmacklich eher eine Bananen-Chili-Suppe :)

So. 14.2. Crêpes

  • à la Frau Rabe: Hausgemachtes Apfelmuß und Zimt-Zucker
  • à la Michel: Käse und Rømme
  • à la Pippi: Pur
  • … und Herr Rabe isst alles :)

* immer wenn hier irgendwo „Nudeln mit X“ steht, dann isst Michel Nudeln mit Käse

Tag 186 – Wieder da!

Pippi und ich sind nach der laaaaaaangen Zugfahrt* wieder zu Hause. Michel hat sich sehr gefreut, ich mich auch, Herr Rabe sich auch und Pippi sich erst! Die kleine Krabbelmücke musste natürlich erstmal ihre neuen Skills vorführen und dann ausgiebigst Michels sämtliche Spielsachen besabbern. Michel hat noch nicht ganz verstanden, dass Pippi, wenn sie will, jetzt doch recht fix ist und war dann mehrmals recht empört, als Pippi sich an seine aufgebaute Brio-Bahn gerobbt hatte und sich kurzerhand auf die Gleise legte. Trotzdem hat er beim Ins-Bett-Bringen gesagt, er hätte Pippi auch vermisst. 

Ich bin jetzt aber irgendwie ziemlich ziemlich ziemlich müde und will eigentlich nur noch ins Bett und hundert Jahre schlafen. 
*Was stimmt denn mit Männern nicht, die alt genug sind um Enkelkinder im Alter der im Familienabteil nun mal anzutreffenden Kinder zu haben, die ihren Müll beim Aussteigen einfach unter den Sitz stopfen??? Ich war so perplex, mir ist alles aus dem Gesicht gefallen, aber aus meinem Mund kam nichts raus.

Tag 185 – #12von12 Februar ’16 ‚Samfassung

Ein ungemein fauler und doch ganz toller Tag.

Ein kleiner Speckmurch kriecht da rum und hat fast nix an. Schmacht…


Erstmal Frühstück. Danach schlief Pippi bei ihrem Frühstück ein.

In fremden Küchen Kaffee suchen. Immer wieder ein Abenteuer.

Und sie schlief, und schlief, und schlief…


Ich bin so neidisch auf diese Badewanne und wäre gerne baden gegangen, aber mit Pippi, der Meckermaus, war das heute nicht drin:

Erst mal Duschen. Meh.

Es schneite ein bisschen, deshalb die schrumpelige Regenpelle auf den Kinderwagen gemacht. Pippi fands toll.


Pizza mit Babybauch:


Pippi hatte sich zwischenzeitlich in eine missliche Lage gebracht, weil sie aus dem Sitzen nicht wieder von selbst rauskam. Da kann man schon mal sauer werden:


Die fertige Pizza. Lecker wars.


Heute klappte das mit der Katze und Pippi schon besser. Die Katze wird aber nicht gern am Ohr gezogen, deshalb wurde das Experiment dann doch irgendwann durch die Katze beendet.

Katzen-Baby-Zusammenführung.

Pippi hat heute kurzerhand das Feature „Krabbeln“ freigeschaltet und ich bin fast geplatzt vor Stolz. Mein kleines Baby ist jetzt ein Krabbelmäuschen. Hachz.

Sie KRABBELT! (Direkt aufs Katzenfutter zu.)

Da hat sich wohl jemand etwas Freiheit verschafft:


Morgen muss ich wirklich fies früh aufstehen, damit ich um 08:02 Uhr meinen Zug zu Michel und Herrn Rabe erwische:

Meh.

Mehr 12von12 und was das überhaupt soll gibt’s wie immer beim Kännchen-Blog.

Tag 184 – Nur ganz kurz

Nach einer Dauerstillennacht ein gemütliches Frühstück genossen und dann in die Stadt gefahren um Freundin N. zu treffen. Treffen mit Freundin N. gehören zu der Kategorie Dinge, deren Vorhaben man erst nach erfolgreichem Abschluss bekanntgibt, weil wegen Murphy und so. Das Treffen hat aber stattgefunden, war sehr schön und ich musste mal wieder etwas wehmütig feststellen, dass auch N. zu den Menschen gehört, die ich viel zu selten sehe. 

Danach nahtloser Übergang zu Abend verbringen mit M. und E. und unserer Gastgeberin A. Leckeres Brot und Guacamole und eine Lieferung mit verrückten Skiern und einer kleinen Pappbox, die von Pippi zum interessantesten Ding EVER auserkoren wurde, inklusive. Sie war so begeistert, dass sie tatsächlich 2 wackelige, aber eindeutig als solche erkennbare (A. hat es auch gesehen und bestätigt, es ist also nicht nur das rosarot unterlaufene Mutterauge, dass Dinge sieht!) Krabbelschritte machte. Hach ja. 

M. brachte uns dann nach Hause, leider begleitet vom Schreikonzert einer aus irgend einem Grund sehr missgestimmten Pippi. 

Jetzt Bett. 

Morgen mal gucken. Erstmal sehen, wie die Nacht wohl wird…

Papartikel – Mit Michel allein zu Haus

Warum?

Michel, ca. jede zweite Äußerung

Meine liebe Frau Rabe ist in Oslo und Michel liegt schon längst selig schlafend im Bett. Eine gute Gelegenheit um hier auch mal ein bisschen zu bloggen, nicht wahr?

Beginnen möchte ich gestern Nachmittag am Kindergarten, dort habe ich wie an allene anderen Tagen auch Michel abgeholt. Er war wohl die letzte Stunde etwas müde und weinerlich gewesen, aber als ich Eintrat war alles gut. Also Michel eingepackt, auf dem Kindersitz festgeschnallt und ab nach Hause geradelt. Zu Hause im Flur dann folgendes Gespräch:

Wo Mama is?

Mama ist doch heute morgen nach Olso gefahren.

Warum?

Um dort A. zu besuchen.

Ich auch A. besuchen! Weißt du?

Ja, das kann ich gut verstehen, aber das ist ganz schön weit weg.

Warum?

So verlaufen zur Zeit die meisten Unterhaltungen mit Michel.

Der Rest vom gestrigen Tag verging mit Essen vorbereiten (Michel schaute solange Sendung mit der Maus). Er freute sich sehr, dass es Nudeln gab und nahm mindestens 4 mal nach. Da er schon seit dem Kindergarten doch sehr matt war, überraschte es mich auch nicht, als er um halb sieben direkt zustimmte ins Bett zu gehen. Dort schlief er auch zügig ein. So verbrachte ich den Rest des Abends dann hauptsächlich auf der Couch vorm Kaminofen. Bis Michel um kurz nach 10 schlaftrunken aus seinem Zimmer torkelte und verlangte im großen Bett weiter zu schlafen. Also zog auch ich mir fix einen Schlafi an und ging schlafen.


Der heutige morgen verlief eigentlich ganz gut. Ich konnte in Ruhe duschen und Frühstück machen und dann Michel aufwecken. Er brauchte etwas Zeit um richtig wach zu werden, aß dann aber fröhlich mit mir zusammen Frühstücksgrøt. Danach noch schnell anziehen, Zähneputzen und fix mit dem Rad zum Kindergarten gefahren. Danach auf zur Arbeit. Dort war es wie meistens unspektakulär. Bis um viertel vor zwei Frau Rabe mich anrief um mich zu informieren, dass sich der Kindergarten bei ihr gemeldet hätte – Michel sei irgendwie sehr traurig, klage diffus über Bauchschmerzen, aber hätte weder Fieber noch sonstiges. Also rief ich den Kindergarten an und wurde gebeten Michel heute doch bitte eher abzuholen.

Also programmierte ich ein bisschen weiter – quasi noch den Gedankengang zu Ende gebracht – und meldet mich dann bei meiner stellvertretenden Team-Leiterin ab. (Mein Teamleiter war heute selber wegen krankem Kind zu Hause geblieben.) Jedenfalls wie immer kein Problem und so war ich dann um kurz nach halb drei am Kindergarten.

Michel ging es eigentlich ganz gut, so ganz dringend wollte er dann doch nicht nach Hause und machte beim Verabschieden und Anziehen noch ordentlich Quatsch (die kleine Rübennase :D). Die Kindergarten-Lehrer sagten, er wäre zwischen durch immer wieder sehr traurig gewesen. Sie wüssten auch nicht so richtig wieso.

Auf dem Rückweg fuhren wir einen kleinen Schlenker zu einer Tankstelle, denn ich brauchte mal wieder etwas mehr Luft auf meinen Reifen. Dort also Michel vom Kindersitz genommen und mit ihm die Reifen wieder befüllt. Das ging super zusammen.

Zu Hause angekommen sagte Michel er habe Bauchschmerzen und ich solle ihn doch bitte die Treppe hochtragen. Allerdings trage ich ihn schon länger nicht mehr die Treppe hoch (es sei denn er schläft) und redete ihm also gut zu, doch bitte selber zu gehen. Nachdem er die ersten 5 Stufen die ganze Zeit vor sich hin gejammert hatte, schlug sagte ich ihm vor ruhig langsam zu gehen, wir hätten ja Zeit, am besten wäre er ginge in Zeitlupe. Das war jedenfalls der richtige Schalter, denn die Miene hellte sich sofort auf und es war für Michel gar kein Problem mehr die Treppe hochzugehen.

Den Rest vom Tag haben wir dann Zug gebaut, Duplo aufgebaut und wieder kaputt gemacht, Holz in den Keller geräumt und etwas in die Wohnung geholt, den Kaminofen angefeuert. Dann hat Michel noch gebadet. Dabei spielte sich folgendes ab:

Michel dreht sich in seiner kleinen Badewanne (Stokke Flexi Bath) auf den Bauch und reckt mir sein Hinterteil entgegen – „Papa. Papa, schau her!“ – und macht sich einen Whirlpool. Ich so: „Super! Hast Du gepupst?“ Woraufhin Michel stolz und breit grinste und noch ergänzte, dass es auch ordentlich stinke. Zum Glück hielt ich mich außerhalb der Duschkabine auf.

Im Anschluss hat Michel dann mal wieder Sendung mit der Maus geschaut während ich Essen gekocht habe. Jetzt, wo Frau Rabe mal nicht da ist, lohnt es sich halbwegs Sachen zu kochen, die sie nicht mag. Zum Beispiel Senfsoße. Jamm-jamm. Michel behauptete zwar, er habe großen Hunger, aß dann aber doch nur zwei kleine Soja-Würstchen (extra für ihn gemacht, weil er beim letzten Mal schon die Fischstäbchen nicht wollte) und ließ den Kartoffelbrei links liegen. Danach ging es dann zügig Zähne putzen und ab ins Bett.


Mein Fazit bis hierhin: Michel und ich kommen alleine gut zusammen aus. Er fragt zwar öfters, wo denn Mama sei und wann wir sie denn abholen kämen, aber traurig oder so scheint er deswegen nicht. Läuft also ganz gut.

Was die Bauchschmerzen betrifft, so glaube ich dass er ab und zu etwas Bauchkneifen hat. Jedenfalls war er heute nach dem Kindergarten zwei mal ordentlich auf dem Klo und seitdem hat Bauchschmerzen nicht mehr erwähnt. Scheint also nichts schlimmes zu sein. Puh!


Gerade bemerke ich, dass ja auch irgendwie Bergfest ist, anderthalb Tage ohne Frau Rabe und Pippi habe ich schon rum, anderthalb muss ich noch. Jetzt werde ich noch Wäsche aufhängen, den Rest vom Kartoffelbrei für mein Lunch morgen eintuppern und dann zügig ins Bett gehen. Morgen ist ja 12 von 12, mal gucken was ich da mache. Bis dahin, gute Nacht!

Tag 183.2 – Oslo mal wieder

Kurzmeldung: wir sind bei A. und A. angekommen, kurz waren wir in Hamar gestrandet wegen irgendwas mit Eis, aber mit einer Stunde Verspätung gings dann doch weiter. Pippi war sehr sehr froh, endlich auf dem Boden spielen zu dürfen, ich war froh über ein sauberes Klo, dass ich sogar alleine benutzen durfte. Pippi interessierte sich dann von meinem Arm aus sehr für die Katze und die Katze für Pippi, also legte ich Pippi vorsichtig vor der Katze auf den Boden, die beiden beäugten sich doch dann bewegte sich die Katze und Pippi brach in markerschütterndes Geheul aus, was wiederum die Katze zu Tode erschreckte. Das probieren wir morgen vielleicht nochmal etwas vorsichtiger.