Tag 386 – Gemischtes. 

Jo, der Muskelkater von gestern ist schon fies. 

—

Das eine von zwei Hardcore-Experimenten weiter gemacht und dann weiter gegeben. Beide hängen jetzt bei der gleichen Person, wobei Experiment A darauf wartet, dass das „gute“ Gerät repariert wird, während Experiment B hoffentlich morgen schon weiter gemacht werden kann. Dieses Schneckentempo regt mich ein bisschen auf. Meinen Chef aber auch. 

So halb lustig: die Proben, die ich vor meiner Elternzeit in vierwöchiger Arbeit erzeugt hab, wurden endlich analysiert. Bisher kamen 2 (!!!) Proteine raus. 2!!! Es ist zum Heulen. (Ich hätte eher so 200 bis 2000 erwartet. 2 heißt: da ist ganz gründlich was schief gelaufen. Vielleicht ist es eben doch nicht so gut, die Proben ein Jahr in der Truhe liegen zu haben…)
—

Blöder Anruf aus dem Kindergarten: Pippi hat wieder Fieber. Meh. Also hingefahren: fühlte sich zwar warm an, war aber fröhlich und wirkte eindeutig nicht krank. Sie haben aber 38,1 Grad gemessen. Tja. Den Rest des Nachmittags und Abends war sie topfit, spielte und aß wie ein Scheunendrescher und war auch nicht anhänglich oder sonstwas. Vorm Ins-Bett-Gehen maß Herr Rabe nochmal ihre Temperatur: 36,5 Grad. Sie ist einfach nicht krank und war es vermutlich auch (heute) nie. Das muss ich jetzt „nur“ noch morgen früh dem Kindergarten erklären, der hat nämlich (aus völlig nachvollziehbaren Gründen, die trotzdem dauernd missachtet werden)  eine 24-h-Fieberfrei-Regel. Das wird bestimmt ein Spaß morgen früh. 

—

Michels Autonomiephase ist anstrengend. Sehr. 

—

Ballett: so schön. Leider sehr sehr voll. Noch viel leiderer: eins der Mädels, ein (wie ich finde) ausgesprochen sympathisches und schönes, hat sich ein wirklich hässliches Tattoo einer Libelle machen lassen. In den Nacken. Ich finde Tattoos oft schön, aber das ist echt misslungen und dann auch noch an so ner Stelle, die man eben nur mit langem Haar bedecken kann. Vermutlich einfach ein schlechter Tätowierer, aber sie muss jetzt erstmal ne Weile damit rumlaufen. 

—

Herr Rabes Bruder heiratet im Oktober zum zweiten Mal dieselbe Frau (diesmal kirchlich, vor 9 Jahren war standesamtlich) und wir fahren alle hin. Ich hab eh schon keinen Bock wegen Stress und den, ähhhhh, interessanten Familienfeiern der Familie Rabe (das schreib ich mal gesondert auf, das wird sonst hier zu lang). Heute bekam dann Herr Rabe von seiner einen Schwester eine Nachricht: ob er für einen Sketch, den sie mit der anderen Schwester aufführen möchte, den Erzähler spielen könnte. Einen Sketch aus so ner Art westfälischem Witzebuch. Ich kann gar nicht sagen, wie grauenvoll ich Sketche finde und AUS GUTEM GRUND habe ich bei meiner eigenen Hochzeit alles in die Richtung gehende untersagt und MIT RECHT weigern die eigenen Kinder meiner Schwägerin sich, bei sowas mitzumachen. Aber das wird wohl eine Hochzeit mit Sketchen und „witzigen“ (aka sexistischen, Fremdscham-erzeugenden) Spielchen. Ich brauche Schnaps. 

—

Apropos Schnaps: ich dachte heute übers Stillen nach und ich frage mich wirklich, ob es bei Kühen auch so ist, dass Abpumpen die Milchproduktion anregt, Ausstreichen (also Melken) aber nicht. Und ob das überhaupt auch bei Menschen mal wer untersucht hat, ob das echt so ist, oder nur ein Ammenmärchen. Falls jemand darauf Antworten hat: es interessiert mich wirklich ganz im Ernst!

Tag 381 – Mäßig. 

Der Tag fing zu früh an, war dann stressig, dann kurz gemütlich (ich hab ein winziges Baby gesehen! Es stillte die ganze Zeit und ich dachte tatsächlich nur ‚gut dass das vorbei ist‘!) und dann wieder ultra stressig. Dann wollte ich mir zum Bloggen ein bisschen Mut antrinken und dann war aber der Rotwein schlecht geworden und überhaupt ist Pippi noch wach und hängt in der Trage an mir dran und das sind alles eher mäßig gute Vorraussetzungen zum Schreiben  komplexerer Texte (oder längerer Listen). 

Tag 378 – Verkehr.

Zur Arbeit habe ich mir eine Strecke ausgesucht, auf der relativ wenig Verkehr herrscht. Ich muss nicht an den ganz großen Straßen lang, es geht durchs Grüne und es gibt wenige Ampeln.

Trotzdem rege ich mich jeden Tag auf, und das liegt an den anderen Verkehrsteilnehmern. Menschen, die

  • ihre Klingel am Fahrrad nicht benutzen. Nie. Auch nicht, wenn sie ein langsames Kleinkind an einer engen Stelle auf einem Bürgersteig überholen wollen. Lieber materialisieren sie sich plötzlich neben dem Kind, das sich natürlich erschreckt und fast auf die Straße fällt. Leute, benutzt eure *grobe Flüche einfügen* Klingel!
  • einen auf dem Fahrrad (ohne zu klingeln natürlich) kurz vor ner Kreuzung links überholen und sich dann noch beschweren, wenn sie beim Handzeichen zum Abbiegen meinen Arm fast ins Gesicht kriegen.
  • verwirrt im Bakklandet herumstolpern und grundsätzlich auf den Fahrradwegen gehen, sodass die Fahrradfahrer übers Kopfsteinpflaster hopsen müssen. (Und dabei ist da schon alles passiv-aggressiv gekennzeichnet mit „Danke, dass du GUT Fahrrad fährst“ auf dem Fahrradweg und „Danke, dass du GEHST“ auf dem Gehweg.)
  • Pokemon Go-spielend ohne zu gucken auf die Straße stolpern (fast wäre ich bei denen für natürliche Auslese…).
  • auf das Klingelzeichen reagieren, indem sie sich umdrehen und erstmal eine riesige Kurve in eine unvorhersehbare Richtung quer über den Weg machen, während sie mich unverwandt ungläubig anstarren (noch nie ne Klingel gehört oder was? Ach ja, wahrscheinlich nicht…).
  • auf das Klingelzeichen reagieren, indem sie abrupt stehen bleiben und ihre Kumpels und Kumpelinen hektisch am Arm erst in die eine, dann in die andere Richtung ziehen. Gerne reagieren die Kumpels und Kumpelinen wie im Punkt davor.
  • gar nicht auf das Klingelzeichen reagieren, weil sie Ohrstöpsel tragen.
  • riesige SUVs fahren und deshalb meinen, die Straße gehöre Ihnen allein (wenn man weiß, was die an Steuern für die Karren zahlen, ist das auch fast so).
  • nicht wissen, dass Fahrradfahrer auf der Straße im Großen und Ganzen die gleichen Rechte haben wie Autofahrer (Rechts vor Links zum Beispiel).
  • generell große Probleme mit Rechts vor Links haben (und da ist der Klassiker „an allen vier Ecken steht wer, wer darf fahren?“ noch gar nicht mal inbegriffen).
  • mich dann aus Großzügigkeit oder weil ich tatsächlich von Ihnen aus gesehen Vorfahrt habe, vorbeiwinken wollen, während von „meinem“ Rechts die Autos vorbeibrausen. Und die dann noch kopfschüttelnd losfahren, wenn ich weiter warte.
  • plötzlich direkt vor einem und ohne zu blinken in eine Parklücke einscheren.
  • plötzlich direkt vor einem aus einer Parklücke ausscheren.
  • plötzlich direkt vor einem eine Vollbremsung hinlegen.
  • an der Straße ohne vorher mal zu gucken unvermittelt die Fahrertür aufreißen.
  • mich hinter dem Müllwagen verhungern lassen, weil Hauptsache sie kommen dran vorbei.

Und mein Sonderpreis geht an

  • Den Fahrradfahrer, der heute seine Vorausfahrerin während der zeitlupengleichen Fahrt mit einer Handkamera filmte, der dabei wegen mangelnder Konzentration auf den restlichen Verkehr fast zwei Omis ummähte und anschließend fast selbst von einem ausparkenden Handwerkerauto (s.o.) gerammt wurde.
  • Den Menschen, der seinen Fahrradanhänger im wirklich übervollen Fahrradkäfig neben seinem Fahrrad an sein Fahrrad anschloss und somit für ein Fahrrad DREI Fahrradparkplätze belegte. Arsch. echt.

Also, Fahrrad fahren an sich finde ich gut. Wenn bloß die Anderen nicht wären.

In diesem Sinne:

 

Tag 375 – Schneckenupdate. 

Wir haben heute die Schnecken wieder abgeholt von ihrer Kurzurlaubsbetreuung. Es ist ihnen gut ergangen und gefühlt sind sie in den fünf Tagen um jeweils einen Zentimeter gewachsen. 


Inzwischen haben wir über die Schnecken einiges gelernt. 

  • Sie mögen gerne Salat, Kartoffeln, Gurke und Aubergine
  • Sie mögen nicht so gerne Zucchini, Möhren und Champignons
  • Eine Schnecke (Baby-Schnecke) frisst von allem am liebsten die Schale, die anderen lieber das Fleisch
  • Wenn sie aufgeregt sind, stapeln sie sich gerne
  • Zum Kacken verknoten sie sich sehr lustig, das hat aber wohl den Sinn, dass der Haufen so kompakt bleibt und sie den nicht ewig hinter sich herschleifen
  • Sie hängen ihre Kackhaufen gerne an die Terrarienwände und -Decke
  • Manchmal fressen sie Erde
  • Sie putzen manchmal den Rand vom Haus
  • Einsprühen ist echt essenziell

Zum letzten Punkt gibt es eine unrühmliche Geschichte. Das Terrarium ist ja recht groß und die Schnecken hielten sich eh immer nur in einer Hälfte auf (da wo das Futter ist, Schnecken sind scheinbar recht faul), also hörten wir irgendwann damit auf, die andere Hälfte einzusprühen. Ein, zwei Wochen später beschlich mich das Gefühl, dass ich nicht nur immer nur drei Schnecken gleichzeitig sah: Papa-Schnecke (die Große, war schon von Anfang an größer) und zwei weitere, sondern dass es immer die gleichen drei Schnecken waren. Wieder ein paar Tage später schritt ich zur Tat und malte mit Nagellack (Essie forever yummy) und einem Zahnstocher einen Punkt auf die Häuser der drei sichtbaren Schnecken. Zwei Tage warteten wir ab, sahen aber immer nur Schnecken mit Punkt. Dann gruben wir das Terrarium um. Das heißt nein, erst diskutierten wir kurz, ob ich eventuell eine Schnecke beim Futter-entsorgen mit weggeworfen haben könnte, entschieden uns dann aber für ’sehr unwahrscheinlich‘. Beim zweiten Mal buddeln fanden wir die vierte Schnecke in der trockenen Ecke. Da hatte sie sich in die Erde gegraben und auch schon eingekapselt, also ihr Haus mit einem Kalkdeckel verschlossen, um sich vorm Austrocknen zu schützen. Außerdem war sie nicht weiter gewachsen und nun ein ganzes Stück kleiner als die anderen beiden „kleinen“. Wir tauften sie also Baby-Schnecke, setzten sie auf ein großes, saftiges Stück Gurke, sprühten nochmal alles gründlich ein und hielten die Daumen. Kurz drauf kam Baby-Schnecke mitsamt ihrem Deckel aus dem Haus, guckte kurz entrüstet und machte sich dann über die Gurke her. 

Seither graben wir Baby-Schnecke täglich einmal aus und setzen sie direkt aufs frische Futter. Und wir sprühen alles immer wirklich gut ein. Wir Rabenschneckeneltern. 

Tag 374 – Baba Wien!

Mit W-Lan sitzen wir wieder im Bus vom Flughafen nach Hause. Michel sitzt neben mir und ist erstaunlich wach, Pippi sitzt vor mir und schläft. 

Heute morgen trafen wir meinen „kleinen“ Cousin, der zwar drei Jahre jünger als ich, aber einen guten Kopf größer und inzwischen Pilot bei Austrian Airlines ist. Mit ihm und seiner Freundin gingen wir frühstücken und dann fuhr er uns zum Flughafen (und auf dem Rückweg noch die Kindersitze zurück). Wir schrieben noch vom Flughafen aus eine Postkarte, weil es Briefmarken nur im Viererpack gegeben hatte und noch eine übrig war und dann war es auch schon Zeit zu Boarden. Eine kleine Katastrophe war dann, dass Michel (!) Leibesvisitiert werden musste, der sich mit Händen und Füßen wehrte und den wir leider zwingen mussten (Stichwort ‚Nein heißt Nein‘, haha, vielen Dank, Wiener Flughafensecurity). Tjanun, auch das überstanden wir und es war sogar noch ein bisschen Zeit für einen Kaffee. 

Flug eins war dann grauslich, ruckelig die ganze Zeit und mit Luft-Hopser kurz vor der Landung (und dass wo man ja weiß, dass die meisten Unfälle kurz vor der Landung und kurz nach dem Start sind) und naja, wasser- (schwitze- und Tränen-) festes Make-Up ist schon sinnvoll für manche (also mich). 

Fast fünf Stunden Aufenthalt in Amsterdam, Kinder müde gespielt (dachten wir, war aber dann ja nur bei 50% so), bisschen Kram gekauft, ultra lange am Wok-Stand angestanden, dabei den Feed-Reader leer gelesen, danach was gegessen, huch, Zeit schon rum, wieder Boarding. 


Flug zwei dann quasi Bilderbuchmäßig, Gepäck ist auch angekommen, jetzt gleich zu Hause. Puh. 

Schön wars. 

Tag 372 – Kleine Wanderung. 

Heute war der „richtige“ Geburtstag der Besten. Gestern war ja nur Reinfeiern, von dem wir den obligatorischen Part wegen alle müde verpasst haben. Das war auch ganz in Ordnung so, denn so waren wir ein paar der Wenigen, die heute keinen Mordskater hatten. 
Wir trafen uns theoretisch um 14:50 an der Endhaltestelle einer S-Bahn-Linie. Theoretisch, weil wir, wie immer leicht zu spät, erst um 14:50 überhaupt in die S-Bahn einstiegen. Ich schrieb noch an der Wir-sind-zu-spät-Nachricht, sagte Herr Rabe: „Guck mal, wer auch zu spät ist!“ und zeigt in den Waggon vor uns. Da waren sie dann alle, inklusive der Besten. 

An der Endhaltestelle dann also Begrüßung und Glückwunsch und so, die Beste eben total schlimm verkatert. Und dann: Abmarsch. Geplant war nämlich eine „kleine Wanderung von vielleicht 2,5 aber viel eher nur 1,5 Stunden auf Kinderwagengeeignetem Terrain zum Heurigen“. Außerdem hatte der Freund der Besten versprochen, den Kinderwagen auch mitzuschieben oder zu tragen, sollte dies nötig sein. 

Die Wanderung war dann satte 2 Stunden in relativ flottem Tempo nur bergauf, dann bissl gucken von einer Aussichtsterasse, Gruppenfoto, und dann nochmal 30 Minuten teils sehr steil bergab. Die ersten und die letzten 10 Minuten lief Michel selbst, den Rest wurde er geschoben, vom Freund der Besten, von einer Freundin der Besten und vom Freund einer Freundin der Besten. Herr Rabe schleppte Pippi in der Trage, ich schleppte Kram. Die Kinder verschliefen das Meiste, zum Beispiel die SchotterwurzelüberhauptnichtKinderwagengeeigneten Wege kurz vor der Aussichtsterrasse, als zwei Leute den Kinderwagen samt schlafendem Michel drin tragen mussten. Als wir ankamen beim Heurigen waren wir jedenfalls alle gut durchgeschwitzt, mein schickes Kleid, Pippis schickes Kleid, Herr Rabes T-Shirt. Der Freund der Besten hatte schlauerweise Ersatzklamotten dabei, der Rest musste eben schwitzig Wein trinken. 

Das Bild hat der Freund der Besten mit meinem Handy gemacht, weil sein Akku leer war.


Mir tut jetzt noch oder schon alles weh, mein Körper fühlt sich an wie einmal komplett durch die Mangel gedreht. Um neun konnte ich nicht mehr und wollte nach Hause. Aber sonst wars super schön: gutes Essen, okayer (aber günstiger) Wein, sehr guter Traubensaft, reichlich Wasser für die Dehydrierten und Verkaterten. Die Kinder haben alle bezirzt mit ihrer Niedlichkeit, das Geschenk (Ich kann nicht gut schenken, sie bekam ein Familienfoto von uns, das hatte sie sich mal gewünscht) kam gut an, alle waren happy, sehr schöner Abend. 

Dann wieder runter vom Berg, Bus, U-Bahn, Bett. 

Superpapa, aber auch ziemlich kaputt.

Tag 370 – Hallo Wien!

Was für ein verrückter Tag. Kinder in den Kindergarten gefahren, in die Stadt gefahren, Geschenk besorgt. Eingekauft, nach Hause gefahren. Die Küche und mich verwüstet, diesmal mit Gulasch. 

Geputzt, gewaschen. Gegessen.

Gepackt, aufgeräumt, gesaugt. Kinder abgefüttert, umgezogen, mich nochmal umgezogen (Mandarine…) und los. 

Flüge bis auf einen kurzen Eine-Tonne-Kekse-gegessen-Puke-Incident von Pippi unspektakulär. Aber Daumen hoch für KLM: da gibt’s Heinecken und was zu essen (nicht nur Chips, es gab auch Sandwiches). Hurra.


Sogar Flugangst halbwegs ok. Uff. 

In Wien gefühlt durch ganz Wien zum Gepäckband gelatscht, dann kurz gebangt, ob alles geklappt hat mit der Abholung. Große Erleichterung: unser Kontaktmann, ein ehemaliger Praktikant von meiner Arbeit (!) stand bereit und hatte von jemandem der über Ecken aus diesem Internet ist, Kindersitze abgeholt. Tausend <3 an diesen Mann, ehrlich! Viel Liebe. Er fuhr uns in die Wohnung einer Freundin, die über den Sommer in der Schweiz arbeitet um Kohle fürs Semester zu scheffeln. Ich kenne diese Frau überhaupt nicht, aber auch hier: viel Liebe! 


Unser Freund (nennen wir ihn einfach so, Praktikant klingt nicht so sehr persönlich) erzählte dann noch die verrückte Geschichte, dass er den Kindersitzmann tatsächlich sogar indirekt kannte. Der Kindersitzmann ist der Bruder von jemandem, der mir auf meine Frage „Wo kriegt man denn in Österreich Kindersitze geliehen“ auf Twitter mit „mein Bruder wohnt da, das geht sicher“ antwortete. Auch hier wieder an alle Seiten: <3 . Ihr seid superst. Und der Kindersitzmann und sein Vater sind Pfarrer. Evangelisch. In Österreich ist das so ungewöhnlich, dass man sich untereinander kennt und unser Freund, der ebenfalls evangelisch ist, wurde vom Vater des Kindersitzmanns damals konfirmiert. Jaha. So klein ist die Welt. 

Ich hatte übrigens vergessen, dass mein Cousin ja auch in Wien wohnt. Hupsi. Den treffen wir dann vermutlich Samstag früh. Es wird eine busy Zeit hier. 

Tag 368 – Die Sache mit den Instagram-Bildern. 

Ich möchte mir ja das erste Blog-Jahr ausdrucken lassen. Da gibt es drölfzig Anbieter, die einen teurer, die anderen billiger, die einen haben mehr hübsche Features, die anderen mehr technische Auswahlmöglichkeiten. Kurz: das ist Geschmackssache. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam, nämlich, dass Instagram-Bilder nicht richtig angezeigt werden. Das liegt an der Technik, wie die Druckereien arbeiten. Man gibt quasi der Druckerei die Erlaubnis, direkt auf den Blog zuzugreifen, „von innen“. Also so, wie ich als eingeloggter WordPress-User auch meine Blogbeiträge sehen kann, die können eben nicht editieren und so, aber die Inhalte abgreifen und die in der WordPress Mediathek abgelegten Bilder herunterladen. Aus den Texten und Bildern machen sie dann eine Datei, die kann man dann ansehen und überprüfen und in meinem Fall drückt man dann NICHT auf „Ja danke, passt, bitte drucken“ sondern stellt fest: Hmm, das will ich aber nicht, dass da bei jedem Instagram-Bild (insgesamt habe ich 295 Instagram-Posts bis da, sagen wir mal die Hälfte davon ist im Blog verlinkt…) nur steht „@Rabensalat postet a picture…“ und das Bild ist aber nicht da. Aber wie gesagt, da die Druckerei das technisch so löst, um den Textsatz dem Buch anpassen zu können, ist es anders schwer machbar, es sei denn, es gäbe eine Möglichkeit, den Druckereien auch noch Zugang zum Instagram-Account zu verschaffen und da das ja inzwischen auch Facebook gehört möchte ich das vielleicht auch eher nicht.

Also wie ich das sehe und gemeinsam mit Herrn Rabe ergoogelt habe, gibt es folgende blöde bis total blöde workarounds:

  1. Alle verlinkten Bilder in die WordPress Mediathek hochladen. Dann an die richtige Stelle im Blog basteln. Zeitfresser und Datenvolumenfresser. Von den Captions von Instagram gar nicht zu reden.
  2. Drauf verzichten. Mit den fehlenden Bildern leben.
  3. Ein uns noch unbekanntes WordPress Plugin, das die Bilder direkt aus Instagram herunterlädt und in die Mediathek kopiert und nicht nur verlinkt. Datenvolumenfresser und eben auch nicht gefunden.
  4. Herr Rabe: „Zur Not programmier ich dir was und Frau Brüllen muss es dann kaufen.“
  5. Den Blog erst nach Pdf exportieren und dann so ausdrucken. Nachteil: läuft meist genauso wie bei den Druckereien direkt (also wieder nur Links sichtbar) und man kann nicht mehr am Layout basteln.
  6. Die Instagram-Bilder gesondert ausdrucken lassen und selbst ins Buch reinbasteln. Würde am wenigsten Arbeit machen, Resultat wäre aber auch eigentlich mehr eine lose Blattsammlung.

Tja. Also entschieden ist hier noch nix, wenn Sie andere Vorschläge haben oder brillant WordPress Plugins wie unter 3. programmieren können: immer her damit. Herr Rabe hilft dann auch (siehe 4.).

 

UPDATE: Der Herr Rabe sagt, ich hab das falsch verstanden, dass die Druckerei auch Zugang zu Instagram bräuchte. Hat WordPress ja auch nicht. Die müssen den Link nur „besser auflösen“. Aha.

UPDATE 2: Beim einen Anbieter wird immerhin der Text von Tweets richtig angezeigt, mit einer Art Caption drunter. Könnte schöner sein, könnte ich aber auch mit leben.

UPDATE 3: Das mit den Tweets ist bei beiden Anbietern, bei denen ich den kompletten Prozess durchlaufen hab, so.