Tag 884 – So groß.

Michel kommt dieses Jahr in die Schule. Jedenfalls, wenn wir in Norwegen bleiben. Jeden Tag erinnert mich ein Zettel am Kühlschrank daran. Darauf steht: Du, Michel Rabe, hast einen Platz in der Schule um die Ecke.

Pippi macht wieder einen Entwicklungsschub durch. Dieses Mal wohl sprachlich. Sie reden in ganzen Sätzen (mit konfusem Satzbau, aber so what) und kann Vergangenheit und Zukunft benennen, und elementare Gefühle von anderen beschreiben. Leider geht auch dieser Entwicklungsschub mit Brüllerei und Trotzanfällen allererster Güte einher, aber das kennen wir ja auch schon.

Michel hat jetzt schon zwei mal bei seinem besten Freund übernachtet.

Pippi zählt. Ein, fei, dei, sju, åtte, ni.

Michel liest, ein bisschen jedenfalls. Auf jeden Fall sitzt er schon gerne irgendwo und guckt sich Bücher an. Und er kann die meisten Großbuchstaben erkennen und sehr, sehr langsam auch Wörter daraus zusammenbasteln. Auch diese Entwicklungen: Lesen, woanders schlafen, bald Schule (und die Sache mit dem Umzug macht ihm auch jetzt schon riesige Sorgen), sind nicht ohne Nebenwirkungen und wir waschen jetzt wieder öfter mal Bettwäsche, halten mehr oder weniger gut Wutanfälle und Gebrüll und Trotz und Verzweiflung aus und haben nur wenig Platz in unserem Bett.

Ach ja. Same, same, but different.

___

Auto-Lobhudelei: im Bewerbungs-Soll, noch nichts angezündet, sogar wo angerufen (aber die Dame war nicht da). Aber angerufen! Mit einem Telefon! Bereit, mit richtigen, echten Menschen zu sprechen!

Tag 883 – Laaaaangweilig.

Heute:

  • 1 Bewerbung geschrieben
  • Bank- und Finanzplanungskram erledigt
  • 2 Brote gebacken
  • 1 Schnittmuster (aus Papier) zusammengebastelt
  • Wäsche zusammengelegt, aufgehängt, verräumt, in den Trockner gesteckt…
  • Suppe versalzen*
  • Pippis Wutanfall** im Kindergarten ertragen ohne auszuflippen

War aber alles eher lahm, nix spannendes, oder vielleicht kommt mir das auch einfach nicht so besonders fancy vor. Das Hausfrauenleben.

___

Auto-Lobhudelei: Ich bin soweit im Soll mit meiner Planung und habe noch nicht völlig resigniert. Yeah.

___

*Jaaaa, natürlich bin ich verliebt! Was sonst. Seit >10 Jahren in den Selben.

**Der goldene*** Pädagogenpreis geht heute an die KiTa-Betreuerin, die mir beim Abholen lang und breit von Pippis Wutanfall beim Mittagessen erzählen musste, während Pippi daneben stand. Unter Nennung aller relevanten Stichworte, wie zum Beispiel „Joghurt“ und „hatte keinen“. Ich durfte dann das Re-Enactment ausbaden.

***aus Pappmaché, das liebevoll um eine Plastikflasche geklatscht und mit schadstoffarmer orangener Farbe ungleichmäßig und nicht-deckend angesprüht wurde.

Tag 877 – Stengt wegen Rentieren auf den Gleisen.

Dafür, dass ich Transportmittel aller Art gruselig finde, verbringe ich gerade viel Zeit darin. Heute im Nachtzug. Zum ersten Mal in meinem Leben. Und – meine Fresse ist das gruselig! So unglaublich eng! Rentiere auf der Fahrbahn! Es ruckelt und rumpelt und das Bett ist so schmal, dass ich mich kaum umdrehen kann, ohne rauszufallen. Deshalb schläft Pippi oben, da gibt es wenigstens einen Rausfallschutz. Natürlich spielt mein Kopf sämtliche Zugunglücke der letzten 30 Jahre nach und überhaupt: wie bin ich denn auf diese beknackte Idee gekommen?

___

Heute in Bodø gewesen und alles war stengt (geschlossen). Wegen Umbau, Ferien, Filmarbeiten… gut, dass ich herausgefunden hatte, dass Bodø ein Spaßbad hat, da haben wir uns die Zeit sehr gut vertrieben. Vor allem die kleinen Wasserratten waren total in ihrem Element und gar nicht wieder da wegzukriegen. Hachja, die sind schon manchmal echt toll! Meistens. Heute jedenfalls. Hachz!

Tag 875 – Wieder im Trott aber doch nicht.

Heute erster Tag KiTa für die Kinder nach den Weihnachtsferien. Beide freuten sich, beide standen fast ohne Meckern auf*, ließen sich fast ohne Meckern anziehen, frühstückten (Michel) bzw. klemmten sich zwei Joghurts unter den Arm (Pippi) und ließen sich aufgeregt, aber anstandslos in der KiTa abliefern. Ich war ja heute zum ersten Mal in meinem Leben so richtig arbeitslos, also rödelte ich etwas ziellos zu Hause herum und machte dann eine To-Do-Liste, sonst mache ich nämlich gar nichts richtig. So war ich sogar recht produktiv, ich nähte ein Kleid fertig, färbte meine Haare nochmal**, testete, ob es nicht vielleicht das Puder ist, das meine Haut kaputt macht (sieht so aus… Nyx HD pressed finishing powder translucent, anyone? Kaum gebraucht, super Puder***). Mittendrin rief die KiTa an, ich hatte direkt Puls, aber es ging nur drum, ob Pippi schlafen sollte oder nicht, sie wolle nämlich nicht und die anderen Kinder in ihrem Alter sollen auch nicht mehr. Ich sagte, wenn sie nicht will, muss sie nicht. Wenn sie will, soll sie nicht mehr als 45 Minuten schlafen. Dann wusch ich ein bisschen Wäsche, räumte die Spülmaschine ein und startete sie, machte Kaffee… das Übliche eben. Auf meiner Liste stand aber auch noch, bei diversen Werkstätten Termine auszumachen, nämlich einmal bei Toyota, wegen des Spiegels und des Schlüssels, und dann bei einer günstigeren Werkstatt um die Ecke, für AU/HU, plus vorher alle nötigen Reparaturen. Die Toyota-Werkstatt ist nämlich 1. teuer und 2. doof, denen will ich nicht mehr Geld als unbedingt nötig in den Rachen werfen. Die Toyota-Werkstatt war dann auch weiterhin doof: den Schlüssel bestellen sie nur gegen Vorkasse, dafür muss ich da morgen ganz früh**** hin. Yeah. Dafür ging es in der anderen Werkstatt total fix und ich sollte direkt vorbeikommen. Wie zu erwarten war***** fiel mein geliebtes Autoli durch den norwegischen TÜV, wird aber in den nächsten Tagen direkt repariert, wenn alle Teile da sind. Das wird leider teuer, aber wenn wir das Auto entweder noch ne Weile fahren oder aber in absehbarer Zeit verkaufen wollen, muss TÜV drauf sein. Seufziseufz.

Danach war sogar noch Zeit für eine wichtige und lange wegprokrastinierte Mail und das Auffrischen meines CV****** samt Hochladen in ein******* Bewerbungsportal, dann holte ich die Kinder ab und Pippi schlief natürlich direkt unweckbar ein. Nach einer guten halben Stunde bekam ich sie wieder wach, puh, sonst wäre das heute wieder so ein Schlaf-Drama geworden.

Und morgen ist dann wieder alles anders, denn wir fahren spontan mit der Hurtigruten eine Station nach Bodø und dann mit dem Nachtzug zurück.

___

Auto-Lobhudelei: ein bisschen shit done gekriegt.

___

*Pippi mit ein bisschen Meckern, aber die soll sich mal nicht beschweren, ich hab von der Nacht mit ihr in Michels Bett furchtbare Nackenschmerzen.

**Die waren nach „Lorreall preferongs lös blondissimäs“ leider gar nicht Platin, sondern gelb. Richtig krass, als hätte ich versucht, schwarze oder rote Haare zu blondieren. Heute mit Blondierpulver und Entwickler aus dem Friseurshop noch mal drüber gegangen, hat ein bisschen geholfen.

***für andere Hauttypen als mich

****nachdem ich beim Fundbüro angerufen hab, aber bevor wir die Familie zum Frühstück treffen

*****wenn ein Prius röhrt wie ein getunter Golf III, ist wohl der Endtopf durchgerostet

******“submitted 22.12.17, tentative date for defense: 22.03.18″

*******weitere werden folgen, auch neue Bewerbungen, aber erstmal klein anfangen, ne?

Tag 869 – Ein Plan!

Heute festgestellt, dass ich doch noch stressmäßig angeschlagen bin, denn: wir hatten einen Plan (im Hellen rauskommen) und als der in die Hose ging, stresste mich das so dermaßen, dass meine Laune direkt in den Keller und mein Blutdruck in die Höhe ging. Dabei, mal ehrlich, ist das doch wurst egal, ob wir es zu zwei oder zu vier Uhr zum Schlittenhügel schaffen, solange Michel mit seinem neuen Schlitten happy ist und beide Kinder Spaß am Schlitten fahren haben. Es war ja auch relativ hell durch Mondschein und Beleuchtung von der Straße und der Trikk-Schleife, jedenfalls weit entfernt von tiefdunkler Nacht. Nunja, ich bin jetzt nicht so ganz überrascht. Eher überrascht mich, dass Michel, der in seinem ersten Winter hier (und eigentlich im zweiten auch noch) Schlitten fahren total inakzeptabel fand, heute mit seinem neuen Höllengefährt super schnellen und schicken Hightech-Schlitten den großen Hügel mitsamt Rampen und allem johlend alleine runter fuhr. Da war ich auf eine verschrobene Mutti-Art zwar auch sehr besorgt, aber auch sehr sehr stolz. Sie werden echt schnell groß!

___

Auto-Lobhudelei: Ich versuche es weiterhin langsam angehen zu lassen und nicht an die lange, lange To-Do-Liste zu denken. Ist gar nicht so einfach.

Tag 868 – Selig.

Hach ja, ich bin so entspannt, ich hab sogar vergessen, was ich schreiben wollte.

Egal, ich kann ja den ist-Zustand beschreiben, vielleicht fällt es mir dabei wieder ein.

Ich sitze auf dem Sofa, neben mir frische, gebrannte Mandeln, im Bauch ein Haufen Pinnekjøtt, die Kinder sind im Bett nach einem Schlittenausflug und Arthur Christmas, hach. Ja, doch. Hach. Jetzt werde ich hoffentlich gleich noch herausfinden, ob ich wohl eher auf meine Foundation oder mein Puder mit schuppiger, wunder Haut reagiere und dann schlafen.

Könnte echt grad alles viel schlimmer sein.

(Verwackelt, egal. Heute hat es drei cm geschneit und morgen kaufen wir Michel einen neuen Schlitten, Pippi bekommt dann den hier. Sie hat das wirklich toll gemacht und konnte gar nicht genug kriegen, hat sogar tapfer selbst den Schlitten den Hügel wieder hoch gezogen.)

Tag 867 – Pyjama-Tag.

Wir waren heute sehr inaktiv, lag vielleicht auch am vielen Wein gestern *hust*, ich hatte jedenfalls gaaaanz leichte Kopfschmerzen heute Vormittag und – das betrachte ich aber noch als Nachwirkung der letzten Wochen – war zum Umfallen müde*. Sendung mit der Maus und anschließendes Legobauen habe ich dann auch elegant auf dem Sofa verschlafen und wurde erst wach, als Michel mit dem fertigen Lego-City Rettungshubschrauber mit Rettungsboot und Seilwinde und allgemein viel Kram, der das Herz eines (friedfertigen**) Fünfjährigen höher schlagen lässt, ankam. Pippi kam gleich hinterhergewackelt und machte es sich auf mir bequem, um ein Mittagsschläfchen zu halten. Das war gut, denn so hatte ich Zeit, alle Blogs der letzten acht Tage nachzulesen und Pippi musste eh ein bisschen Schlaf nachholen, Michel hatte in der Nacht einen leichten Pseudokrupp-Anfall, danach waren wir alle für etwa ne halbe Stunde wach, und das, nachdem die zwei gestern erst super spät im Bett waren… naja, ich war halt nicht die einzige Verpeilte heute. Aber wie gesagt, alles kein Drama, wir hatten ja nichts vor, außer Müll wegbringen und das hat Herr Rabe mit den Kindern gemacht, während ich einmal durch die Bude gesaugt und einige mysteriöse Klebeflecken vom Boden entfernt hab. Zum Essen gab es Reste und wir futtern uns durch die Kaufkekse – klarer Favorit: Colakjeks, keine Ahnung, ob da echt Cola drin ist – und von der Nachtisch-Ananas hab ich jetzt bis gefühlt in den Magen halb aufgelöste Schleimhäute, aber, doch, es war ein richtig schöner Tag.

___

Auto-Lobhudelei: Ich schaffe es tatsächlich, mich zu entspannen.

___

*Ich schlafe übrigens seit Freitag wie ein Stein, also wirklich wie erschlagen, morgens wache ich auf und denke „huch, was, schon Tag? Ich bin doch eben erst eingeschlafen?“ und dann ist eben vor sieben Stunden gewesen. Dabei habe ich aber lebhafte und wirre Träume von meiner Thesis, die ich auch zum Großteil erinnere. Interessant, das alles.

**Herr Rabe und ich sind beide recht dankbar, dass Michel noch nicht in der Ninjago-Phase angekommen ist. Da gibt’s zwar schönes Lego, aber es ist uns noch zu viel Gekämpfe. Michel guckt grad auch gern wieder Dinozug und legt sich ganz tapfer Argumente zurecht, falls ihn wieder ein Schulkind wegen seines Nagellacks als Mädchen bezeichnet, der ist einfach grad wieder sehr Kindergarten-Kind. Er ist ja auch erst fünf.

Tag 866 – Frohe Weihnachten!

Oder was Sie sonst feiern, oder auch einfach genießen, dass Sie frei haben und wenn Sie nicht frei haben: vielen Dank, dass Sie das tun, was Sie tun, egal an welchem Datum.

Wir hatten einen weitgehend entspannten Tag, mit zunehmend aufgekratzten Kindern, sehr leckerem Essen:

Und dann Bescherung und großer Aufregung und sofortigem Geschenkeausprobieren:

Und jetzt liegen 3/4 Raben in frisch bezogenen Kinderbetten, ich bin sehr wach aber auch sehr zufrieden.

Ich wünsche Ihnen einfach erstmal ebenso entspannte Feiertage!

P.S.: Vielen vielen Dank für all Ihre Glückwünsche. Ich bin ganz gerührt, wie viel Anteil Sie hier alle nehmen. Wahnsinn! <3

Tag 848 – Huiiiiii!

Heute sind zwei, nein, drei, nein, vier! Dinge:

– ich habe gepackt, Pippi und ich fliegen morgen früh zu Frau Brüllen, *kreiiiiisch* ich bin total aufgeregt und deshalb ging das mit dem Packen suuuuuuper langsam und bestimmt habe ich die Hälfte vergessen und die andere Hälfte wird auslaufen.

– ich war heute morgen beim Arzt, mein Kopf hat sinnlose Zahlen gespeichert, darin ist er gut: TSH <0,01, fT4 31,2, fT3 19,0, TRAS 3,9, a-TPO 660. Einheiten weiß ich nicht, ist auch Wurst, die sind bis auf den TSH alle zu hoch, bis auf den a-TPO nicht dramatisch, aber zu hoch. Ich bekam Neo-Mercazole verschrieben, dazu noch Beta-Blocker, holte das direkt aus der Apotheke und fuhr zur Arbeit. Nahm alles und… katapultierte mich versehentlich mit dem Beta-Blocker fast in den Tiefschlaf. Jöss, so müde war ich ja ewig nicht. Um halb drei gab ich alles auf und fuhr nach Hause, wo ich erstmal für eine Stunde schlief wie erschossen. Ab jetzt nur noch ne halbe am Morgen.

– Die Kinder abgeholt und direkt mit beiden neue Gummistiefel für Michel gekauft. Gummistiefel mit Löchern in der Sohle sind so sinnvoll wie gar keine Gummistiefel. Aber, hey, betäubte Frau Rabe ist entspannte Frau Rabe und es ging alles relativ smooth über die Bühne, sogar das Anprobieren lief ok. Vielleicht lags auch an den Keksen, die ich eingepackt hatte und mit denen ich Pippi eiskalt bestach, nicht alles im Laden anzugrabbeln.

– kurz bevor ich die Arbeit verließ, noch das zweite Drittel Daten bekommen. Naja, dann hab ich wenigstens was zu tun im Flugzeug.

***vergessen: Auto-Lobhudelei. Ähm, das mit dem Einkaufen war mein lichter Moment heute.

Tag 844 – Shopping.

Heute war unsere To-Do-Liste relativ lang, aber hauptsächlich mit Einkaufsplänen. Michel ist nämlich aus allen seinen Pullis rausgewachsen, außer aus der Wollunterwäsche, die er aber grad wegen „äähhhhh, das kraaaaaaatzt!“* nicht anziehen mag. Pippi hingegen hat jede Menge Zeug für „obenrum“ aber dafür wurden die zwei „guten“ (weil dickeren) Wollleggins und alle Strumpfhosen zu kurz. Strumpfhosennachschub haben wir noch von Michel, aber die Wollunterwäsche hält echt nur ein Kindergartenkind aus, danach kann man das leider alles echt nur noch wegtun, das teure Zeug. Ich hasse es, und ich hasse es auch, das Zeug zur Lebenszeitverlängerung drölfzig mal zu flicken (immerhin kann man dafür die alten Teile wiederverwenden), aber so ist es halt. Jedenfalls zogen wir also los zum Einkaufszentrum und stellten als erstes fest, das der Lindex da zu gemacht hat, sonst meine liebste Quelle für Kinderkleidung (und BHs!), weil preislich ähnlich wie H&M, aber qualitativ deutlich besser. Kommt nicht an Polarn o‘ Pyret ran, auch nicht an Me&I (da hatten wir mal ein paar Sachen in einer „geerbten“ Kiste und die waren alle ausnahmslos toll, aber dieses Tupperwareprinzip geht mir so dermaßen gegen den Strich, da bin ich leider raus), aber wer kann sich das schon für die ganze Kindergarderobe leisten? Ich kaufe sehr gern und viel im Sale bei Polarn und verschenke da auch gern Sachen von, weil die wirklich hübsche und hochwertige Kinderkleidung haben, aber jeder Pulli 35€, das ist einfach nicht drin. Oder, doch, wäre es natürlich schon, wir müssten dann nur an was anderem sparen, Essen oder so. Also, langer Rede kurzer Sinn: Herr Rabe kaufte Michel einen Pulli bei Polarn, Herr Rabe ist viel großzügiger als ich. Und Pippi bekam eine Strumpfhose, die ihr dann nächstes Jahr irgendwann passen dürfte, aber so ist das da: die Größenangaben beziehen sich eher auf riesige norwegische Sverres und Ingvilds, als auf meine „voll im deutschen Durchschnitt“-Kinder. Dass Pippi da beschloss, ihre Windel vollzukacken, nutzte ich um alleine zu Coop Obs zu gehen, Windeln und für Pippi die neuen Woll-Leggins kaufen. Bonus: als ich an der Kasse stand, bezahlte vor mir eine Dame einen riesigen Teddybär. Also wirklich riesig. Deutlich größer als Michel. War ich froh, dass die Kinder das nicht sahen, die hätten wir ja nie mehr davon abbringen können, auch so einen riesigen Bär haben zu wollen. Herr Rabe zockelte dann mit Pippi los, die Windel zu wechseln und ich ging mit Michel zu H&M, einmal quer durch die Mädchenabteilung zu den Jungs. Bei den Mädchen fielen mir ein paar Sachen im Vorbeigehen auf, es scheint drei Kategorien Zeug zu geben: a) glitzerrosawendepaillettenblingblingpferdchen, b) was Mama anhat, nur in klein und c) Fanware, Markus und Martinus (kennt man die außerhalb Norwegens?) sind wohl grad der letzte Schrei bei den, ähh, Fünfjährigen?. Aber darum ging es ja nicht sondern um Pullis für Michel und der war da quasi im Paradies. Erster Ständer, erster Pulli: Dinos. Zweiter Ständer: Silberner Glitzer-Triceratops-Roboter auf blauem Grund. Dass das Kind nicht vor Entzückung gekreischt hat, war echt alles. Er wollte dann gerne noch einen DRITTEN Dinopulli, den fand ich aber dann ein bisschen teuer und konnte seine Enttäuschung echt verstehen. „Mama? Aber ich stehe ja schon sehr auf Dinosaurier?“ mit Dackelblick und allem. Es war dann noch eine echt coole Sweatjacke im Angebot, im Dino-Look mit Stacheln über die Kapuze und den Rücken und jetzt haben wir auch noch gleich ein Weihnachtsgeschenk für Michels allerbesten Freund, der halt auch riesen Dino-Fan ist. Und weil mein Kind das mit dem Dackelblick perfekt beherrscht*, hat es auch so eine Jacke bekommen, weil ich aber zu zwanghaft bin, um mir irgendwas von „die Jacke ist ja so gut wie ein Pulli“ einreden zu können, gab’s noch so ein Doppelpack Basics, auf des Kindes Wunsch hin wenigstens in Dino-grün.

Jetzt sind wir hoffentlich erst mal wieder eingedeckt mit allem.

Auto-Lobhudelei: Hmmmm, schwer heut. Ich habe es geschafft, Pause zu machen und mich nicht mit Schreiben zu stressen. Außerdem sah ich echt gut aus, ich teste ja am Wochenende gern mal Make-up und heute mal meine neu erworbene Foundation von Catrice: ich bin schwer beeindruckt! Sooooo viel besser als die The Ordinary! Und dabei nicht so viel teurer. Ich muss nur noch sehen, ob meine Haut damit zurechtkommt, dass die parfümiert ist. Vielleicht muss ich mal wieder ein neues Video machen, ich hab viel neues Schminkgedöns.

___

*ich bin da ja auch empfindlich und kann Schafwolle nicht direkt auf der Haut tragen, aber dieses Merinounterwäschezeug geht echt gut, das kratzt absolut gar nicht. Mimöschen.

**Pippi sieht ja, dass es bei Michel gut funktioniert mit dem Dackelblick und übt das jetzt auch fleißig, das ist aber bisher eher niedlich als erfolgreich.