Tag 1239 – Schwuppdiwupp!

Heute um viertel vor Acht bei der Arbeit gewesen. Wann ich dann aufstehen muss, möchten Sie gar nicht wissen. Aber dafür echt einiges getan, trotz meiner etwas begrenzten Möglichkeiten. Zum Beispiel die Mailbox sortiert und Termine abgemacht und schon mal einiges gelesen, und auch die Zeiterfassungsapp geht nun. Das war ein wenig komplizierter als geplant, weil ich mich da mit meiner Bank-ID anmelden musste, aber erst meine Bank-ID auf dem neuen Handy einrichten und dafür brauchte ich meinen TAN-Generator und auf dem, stellte ich heute morgen fest, hat irgendein Kind mindestens fünf mal die falsche PIN eingegeben und ihn damit gesperrt. Ich hatte dann schon befürchtet, dass ich den TAN-Generator einschicken muss oder so, aber ein Anruf bei der Hotline der Bank und viele Fragen später konnte mir der Bankmensch dann die Bank-ID doch einfach so direkt am Handy einrichten, ohne TAN-Tralala. Nun kann ich also einfach per Klick ein- und ausstempeln oder auch Homeoffice* oder freie Tage oder wasweißich eintragen.

Überhaupt. Arbeitszeit. Ich hatte heute auch ein sehr (sehr!) langes Gespräch mit meiner Patin, über das Arbeiten in der Behörde im Allgemeinen und als Inspektør im Besonderen. Im Anschluss an das Gespräch gab sie mir den Plan für die kommenden sechs Monate, in dem die Inspektionen vorgemerkt sind. In der Einarbeitungsphase soll ich auf so viele Inspektionen mitgehen, wie möglich, in diesem ersten halben Jahr wären dass dann… 9 glaube ich, bevor ich im Juni das erste Mal nicht mehr nur Anhängsel in der Einarbeitung wäre sondern so richtig heruminspizieren würde. Zwei dieser Inspektionen dieses Jahr sind mit echten Reisen verbunden (es geht unter anderem auf die Lofoten!), der Rest ist in und um Oslo. Es ist also sehr gut, dass wir unseren Wikinger-Babysitter gefunden haben und auch die Haushaltshilfe hat heute sehr schön zum ersten Mal geputzt, ich werd viel nicht hier sein. Darauf war ich schon eingestellt, auch auf das, was meine Patin dann sagte: ich werde an diesen Tagen schnell Überstunden anhäufen, denn Inspektionstage sind mindestens 10-Stunden-Arbeitstage. Nicht so ganz eingestellt war ich auf die nächste Nachricht: ich darf maximal 50 Überstunden haben, dann fangen Chefs an, auf Abfeiern zu drängen und wenn ich das dann nicht ganz schnell tue, verfallen weitere Überstunden. Ich darf aber gleichzeitig nur 25 Tage pro Jahr abfeiern und (und das ist der Knackpunkt) jede Nicht-Erfüllung des Stunden-Solls an einem Tag wird von der Zeiterfassung als kompletter abgefeierter Tag gerechnet. Ich habe also zum Beispiel gestern schon einen meiner 25 Abfeiertage verbraten, weil ich erst um neun angefangen habe, aber um vier gegangen bin. Meine Patin gab mir den Rat, das dringend mit meiner Chefin (aus verworrenen Team- und Hierarchiegründen ist ihre Chefin nicht meine Chefin) zu besprechen, und da hat sie sehr Recht mit. So nett ich komplett freie Tage finde: die Absprache mit Herrn Rabe und mein eigenes Bedürfnis, nicht jeden Tag zur Bahn zu rennen, damit ich’s grade noch so zum Abholen in die KiTa und zum Hort schaffe sehen eher vor, dass ich die Überstunden zeitnah als Randstunden abfeiere. Und da sind dann 25 Tage sehr wenig, wenn ich auf der anderen Seite 60 Inspektionstage habe. Natürlich weiß ich auch, dass es, vor allem in der Einarbeitungszeit, noch schwierig sein wird, überhaupt irgendwas abzufeiern, denn solange ich noch mehr Klotz am Bein als voll einsatzfähige Mitarbeiterin bin, verringert sich ja der Workload meiner (überlasteten) Kolleg*Innen nicht und ich trippele halt hintendrein. Aber dann irgendwann sollte sich der Workload ja auf ein Paar Schultern mehr verteilen und dann wäre es sicher gut, schon klare Absprachen getroffen zu haben. Huff. (Das ordnet sich. Sicher. Kein Grund schon wieder zu grübeln, Frau Rabe!)

Apropos Einarbeitung: ich habe den Eindruck, das soll alles möglichst zackig über die Bühne gehen. Das liegt mir ja eh, ich freue mich drauf, viel neues zu lernen und einiges altes aufzufrischen. Aber erste Inspektion als Anhängsel in drei Wochen schon ist… ambitioniert. Verständlich ist es ja auch, ich soll halt nicht lange Klotz bleiben. Entsprechend motiviert stürze ich mich in den vierseitigen Plan und stolpere hier und da über technische Schwierigkeiten, die in so einer Behörde nicht mal so eben zu beheben sind. Denn „nur K. kann dir helfen!“. Blöd, dass K. nur eine 40%-Stelle hat und dementsprechend nur zwei Mal die Woche da ist. Aber wenn mir K. dann geholfen hat, dann werd ich – schwuppdiwupp – Inspektørin. So richtig. Gnihihi. (Ich freue mich immer noch sehr.)

Etwas abgekämpft, aber immer noch sehr glücklich.

Ein bisschen Feedback habe ich heute auch bekommen: ich sei sehr offen und gehe auf die Leute zu, extrovertiert sei ich sicher? Ich gab zurück, dass ich das ganz und gar nicht per se sei, aber mich so willkommen fühle und mich gleichzeitig so auf die neuen Aufgaben und Leute freue, dass es mir leicht falle, mit den Leuten in Kontakt zu kommen. Das meinte ich auch so, war aber trotzdem hinterher überrascht über meine einigermaßen geschliffene Antwort. Ich bin mal gespannt, wann ich nicht mehr dauernd das Gefühl habe, in einem einzigen großen Assessmentcenter oder fortlaufenden Bewerbungsgespräch zu sitzen.

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*Homeoffice ist eher unüblich aber grundsätzlich möglich. Muss halt immer genehmigt werden und ist eh nichts, was ich ab Tag 1 sofort machen würde.

Tag 1238 – Hallo, ich bin die Neue.

Meinen ersten Tag als Inspektør soweit ganz gut überstanden. Ich war pünktlich da, aber zu verwirrt, um mich anzumelden, aber da war auch noch eine andere, und die war auch nicht angemeldet, ha. Und die durfte trotzdem rein, pfft. Ich jedenfalls nicht, aber ich wurde auch ohne Voranmeldung von meiner neuen Teamleiterin E. abgeholt, musste mich dann eben noch über das fancy Bildschirm-Dingsi eintragen und mir einen Aufkleber ausdrucken lassen. Dann gingen wir rein und WHOAAAA! So schick! So hell, so Holz und Glas und Metall und alles offen und WHOAAA! Ich bekam den Mund kaum zu. Natürlich gibt es auch eine Garderobe, wo man seine Straßenschuhe ablegt und irgendwas zwischen Birkenstock und Pumps anlegt, wie man halt mag. Ich hatte meine Schuhe schon in der Lobby getauscht, stellte also nur meine Tüte da ab und zog meinen Mantel aus. Dann wurde mir mein Büroplatz gezeigt, der ganz am Ende des, äh, Raumes (? Ist es trotzdem ein Raum, wenn es eine Wendeltreppe und diverse Meetingraum-Glaskästchen in der Mitte hat?) liegt und natürlich wurde ich schon Leuten vorgestellt. Mein Arbeitsplatz ist auch so ein fancy modernes Ding, ich hab zwei Bildschirme und komme mir jetzt fast wie eine IT-lerin vor. An meinem Arbeitsplatz stand auch schon ein Namensschild, es lag da ein Computer mit meinem Namen und ein Telefon und eine SIM-Karte und ein Gutschein für den Kaffeeladen unten im Haus. Ich war ganz verzückt, stellte aber nur meine Tasche ab und ging mit meiner neuen Chefin in den Meetingraum „Curie“*. Vorher stellte sie mich noch der Kaffeemaschine vor, die recht anständigen Kaffee braut, auch der Espresso ist in Ordnung. Hach!

Dann erklärte mir E. das gar nicht mal so einfache System von Gruppen und „lag“** und Leiter*Innen und irgendwie anderen*** Leiterinnen und Abteilungen und demnächst werde ich wohl dann auch den Oberchef kennen lernen. Weiter ging es mit den Hauseigenen SOPs und dem dazugehörigen Datenmanagementsystem und äh, Ja, Behörde halt. Alles sehr… strukturiert. (Das kommt mir Ja sehr entgegen, nur jetzt so am Anfang ist es erst mal viel.)

Ehrlich gesagt war ich danach schon recht gar, aber es stand ja noch die Begrüßungsrunde an. Vom dritten bis in den sechsten Stock arbeiteten wir uns durch die Abteilungen und irgendwo bei den Jurist*Innen spätestens war mein Kopf so voll mit neuen Gesichtern, dass die in meiner Erinnerung nun alle gleich aussehen und Siv Irgendwas heißen. Immerhin ging mir nach dem fünften Mal „Ich fange in der Kontroll-Abteilung an.“ – „Sie ist GMP-Inspektør.“ selbst auch „Ich bin GMP-Inspektør!“ über die Lippen. Und die Reaktion war immer „Oh, DAS ist gut!“, weshalb ich einen hohen Workload auf mich zukommen sehe. Äh, ich meine natürlich, mein lag.

Nach der Begrüßungsrunde war ich außerdem sicher, dass ich tatsächlich so eine der jüngsten da bin und da sicher 70% Frauen arbeiten. Wobei unsere Abteilung noch verhältnismäßig viele Männer beschäftigt.

Danach war es erst 11 und ich eigentlich reif fürs Heiabettchen, aber ich hatte ja noch gar nicht meinen fancy Arbeitsplatz eingeweiht und mich eingeloggt in das heilige Intranet. Ich sage mal so: 274 E-Mails. Morgen*** muss ich dringend ein paar lustige Regeln aufstellen nach denen die Mails sortiert werden. Sowas wie „wenn es an alle@Behörde geht und ich nur im CC stehe, schieb es in diesen Ordner of Doom in den ich nur schaue, wenn ich sonst wirklich gar nichts zu tun habe, also nie“.

Aber hey, immerhin ging alles, Windows 10 ist des Teufels aber da werd ich nicht gefragt. Grad als ich drauf und dran war, wen anzufallen vor Hunger sprangen alle auf und riefen „Lunsj!“ und damit hatte sich auch mein vergeblicher Versuch, das Wifi auf meinem Handy ans Laufen zu kriegen, erledigt.

Kantine. Gut und verhältnismäßig günstig, ein bisschen was**** tut auch die Behörde dazu. Ich hatte leckere Tomatensuppe und Salat und dabei hab ich einer Gruppe Menschen Ü50 erklärt, in was ich meinen Doktor gemacht hab und die waren dann doch schnell ziemlich abgehängt. Hihi.

Danach stritt ich mich weiter mit meinem Computer und dem Wifi am Handy, was leider auch meine Patin, K.-M. nicht beheben konnte. Sehr seltsam, es geht einfach nicht, bei drülfzig Diensten kann ich mich mit meinem Login und Passwort (das ich, dank hundertfünfzig fehlgeschlagenen Wifi-Verbindungsversuchen, auch schon auswendig kann) anmelden, nur da nicht. Irgendwann hab ich auf und suchte erst mal nach einer Steckdose, um das neue Telefon zu laden. Haha. Der Schreibtisch ist so fancy, und ich so trottelig, dass mir erst mein Kollege (und heute noch, aber morgen nicht mehr, lag-Leiter) J. zeigen musste, wie ich die Abdeckung vom versteckten Kabelkanal öffnen kann, um an die Mehrfachsteckdosenleiste zu kommen. Gleich voll professionellen Eindruck gemacht.

Nach dieser schweißtreibenden Aktion kam, was kommen musste: Fototermin für die Zugangskarte. Oh je. Ob es nun am Lichteinfall, an meiner vornehmen Blässe oder an zu viel Highlighter lag: ich war eine Lichtgestalt. Mein Gesicht war eigentlich nur ein weißer Fleck, darunter dunkles Kleid, darauf aschblondes Haar. Erst als ich meine Brille abnahm, ging es halbwegs und so kann ich morgen früh eine Karte abholen, auf der ich völlig untypisch keine Brille aufhab, immernoch sehr sehr hell aussehe und leicht verwirrt dreinschaue. Huff.

Zurück an meinem Arbeitsplatz hatte J. meinen Einarbeitungsplan soweit fertig gestellt, der morgen mit seiner Nachfolgerin als lag-Leiter abgesprochen und dann von ihr unterzeichnet wird. Der Plan umfasst 4 Seiten in tabellarischer Form und da ist von Brandschutz bis Verwaltungsrecht alles mögliche dabei und auch von „am besten gestern“ bis „irgendwann dieses Jahr noch“. Mir wird ganz sicher nicht langweilig werden. Morgen muss ich erst mal all die Menschen, die mir Dinge beibringen sollen (Brandschutz zum Beispiel, am besten gestern!) zu Meetings einladen, denn das müssen die Neuen alles selbst machen, jaja, damit sie es lernen.

Kurz zusammengefasst: ich fühle mich da sehr wohl. Alle waren ganz ganz nett zu mir, niemand scheint meine Qualifikation anzuzweifeln, es hat alles Hand und Fuß und Regeln und Ansprechpartner*Innen und hach. Es war einfach wirklich gut, wenn auch viel. Bester Indikator: keine Kopfschmerzen trotz all der neuen Siv Irgendwasse. Ich werd jetzt gleich wie ein Stein schlafen.

Morgen auch Bilder. Wir haben einen Fahrstuhl mit Spiegel!

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*Nicht, dass Sie denken, die hätten da alle solche Namen. Einer heißt zum Beispiel auch „Kreativität“.

**Ein lag ist eigentlich eine Mannschaft oder Gruppe, hier vielleicht am ehesten als Projektgruppe zu verstehen. Das mit den lag ist echt irre, es gibt über 100 aktive lag zur Zeit, weil jeder in 2-10 lag ist und da… zu beiträgt. Ähm.

***as if. Aber bald.

****entsprechend etwa 3 Mittagessen im Monat, aber das ist auch schon mehr als es an der Uni je gab und eh mehr als ein Chef, der einem aus Dominanzgehabe raus das eigene Essen wegisst.

Tag 1237 – Vorbereitung ist alles!

Oh je, ich bin so schrecklich aufgeregt. Morgen geht es los, um neun beginne ich mein Leben als Inspektør. Anziehsachen und Make-up liegen bereit, die neue (zu Weihnachten bekommene) Arbeitstasche ist gepackt, ein Beutel mit schickeren Schuhen auch*. Fingernägel sind in neutralem Altrosa lackiert. Bahnticket ist gekauft. Kopfhörer fürs neue fancy Telefon, das vor lauter Fancyness nicht mal mehr nen Stöpsel für handelsübliche Kopfhörer besitzt, sind bestellt, ebenso wie eine Bankkarte, damit ich an das viele Geld, das ich scheffeln werde, auch überhaupt drankomme**. Wenn sich jetzt noch mein Kopf davon überzeugen ließe, das Kino abzustellen, wäre das ganz prima, dann könnte ich vielleicht auch schlafen und müsste nicht Angst haben, morgen wie ein Zombie auszusehen. Grad am 1. Tag ist das ja etwas ungünstig, weil ja bestimmt Fotos von mir gemacht werden für Zugangskarte und wasweißichnoch. Wahhh!

Auch nicht der Entspannung zuträglich: es stürmt recht stark, es heult ums Haus, Michel kann nicht schlafen, draußen fallen die Mülltonnen um und um die Raketenbatterienreste muss man sich nun auch nicht mehr sorgen, die sind sicher sehr gut verteilt oder bis in den Fluss geflogen. Eben war ganz kurz der Strom weg. Gut, dass ich mich eh vom Handy wecken lasse. Ach ja. Wecker sollte ich wohl stellen.

Ich freu mich so. Und bin so aufgeregt.

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*Ich stöckle nicht über die jetzt auch noch vom Sturm glattpolierte Eisfläche, die wir nach Schnee und dann Tauwetter und Regen und dann wieder Minusgraden hier überall haben, zum Bus. Damit bin ich, da möchte ich drauf wetten, in bester Gesellschaft mit den allermeisten anderen Menschen hier, die zur Arbeit schickeres Schuhwerk tragen. Für Herrenschuhe gibt’s hier auch so Gamaschen aus Gummi und mit Spikes im Profil, das ist die Alternative um sich mit den schicken Lederschuhen nicht wegen mangelnden Profils auf die Fresse zu legen oder sich im Regen das Leder zu versauen.

**also ich habe natürlich Bankkarten. Aber eben bisher nicht für dieses Konto. Das aber nun das Konto ist, das ich als Gehaltskonto angegeben habe.

Tag 1236 – Guten Rutsch!

Obwohl wir uns am Dorf-Feuerwerk finanziell beteiligt haben, sitzen wir nun auf dem Sofa und die Kinder feiern schnarchend in ihren Betten rein. Die waren nämlich nach einer mehrstündigen Aufräumaktion ihrer Eltern rechtschaffen müde. Schön war es trotzdem und ein bisschen Silvester ging dann auch um halb zehn schon.

Herr Rabes Wunderkerze ist auch mit drauf.

Ich habe lange Zeit schreckliche Angst vor Wunderkerzen gehabt. Oh, und, das da im Hintergrund, nicht das mit dem blauen Stern, das andere: das ist unser Haus. Weil nach mehreren Bildern fremder Häuser immer gefragt wurde, ob das unseres sei.

Dann noch ein Bild vom Kleid:

Es hat übrigens vorne in der Mitte eine Naht und man sieht sie nicht trotz Muster, ich muss mir dafür mal ein bisschen auf die Schulter klopfen. Bettwäsche trägt sich auch recht gemütlich, ich werde das sicher nicht zum letzten Mal genäht haben. Es ist (habe ich glaube ich schon mal geschrieben) Bollec von Schnittquelle. Die Beste hat es nun in dunkelrotem Jersey und mit halblangem Ärmel. Und insgesamt die knapp 20 cm kürzer, die sie kleiner ist als ich.

Herr Rabe hat die Bücher, die ich im Wohnzimmer dekorativ auf die 16 Kästen verteilen wollte, äh, nahezu ebenso dekorativ einsortiert. Mehr kommen dann ja nun bald, da freue ich mich drauf.

Nun denn, kommen Sie alle gut rüber!

Tschüssi, 2018, du warst echt ein Arsch und ich werd dich nicht vermissen.

Tag 1235 – Blink, Blink.

Die eine der drei Küchenlampen ist irgendwie nicht ganz so smart drauf heute und macht, was sie will. Wir sind aber so tiefenentspannt, dass wir das eher lustig finden als u s drüber zu ärgern.

Pippi ist dreieinhalb. Heute hätten wir sie gerne ein paar mal irgendwo „vergessen“. Ihr Geduldsfaden ist einfach mega kurz und sie kennt nur die Modi „nörgeln“ und „kreischen“. Ganz toll. Wären wir nicht so tiefenentspannt, würde das grad wohl sehr an unseren Nerven sägen.

Ich habe mit dem Mantel angefangen*. Gestern Abend habe ich zugeschnitten, heute geheftet um die Passform beurteilen zu können und, naja, die Passform ist so lala, da kann ich aber sicher noch was rausholen. Was blöder ist, ist dass ich nicht mehr nachgeguckt hatte, ob ich passendes Garn habe und weil die Nähte außen liegen geht halt „passt einigermaßen“ eher nicht. Und natürlich habe ich kein passendes Garn. Wäre ich nicht tiefenentspannt, wäre ich ziemlich sauer auf mich wegen dieser Doofheit. So habe ich der Nähmutter geschrieben, ob sie mir Garn leihen** kann und fahre nun morgen Vormittag dort hin und schaue ob sie passendes hat. Dann kann ich auch diverse andere Fragen stellen, zum Beispiel nach Taschen***, Futter und ob sie Tipps hat, von einem meiner absoluten Lieblingskleider, in das die Waschmaschine (?****) leider nach Heiligabend viele ganz kleine Löcher gefressen hat, den Schnitt abzunehmen. Das Kleid war sehr teuer, passt mir wie angegossen und ist nicht von der Stange, also mal eben nachkaufen ist auch nicht. Da war ich mal kurz nicht so ganz tiefenentspannt und hab ob der Löchlein recht doll geflucht und ein Tränchen verdrückt. Weil Lieblingsstück.

Nicht nur ein Tränchen verdrückt habe ich heute bei der absolut letzten Folge Tatortreiniger. Ich fand die Serie von Anfang an super und das Ende ist lustig, wunderschön und tieftraurig und passt wunderbar zu Schotty. Schnief.

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*Jaja, Sie wollen Fotos von den anderen Projekten. Beim Kleid für Die Beste muss ich Sie enttäuschen, das andere kann ich ja morgen zur Feier des Tages anziehen und Ihnen dann zeigen?

**Man „leiht“ hier auch Dinge, die sich dadurch verbrauchen. Genau genommen schenkt sie mir dann Garn, und ich kaufe ihr eine neue Rolle und gebe es ihr zurück. Leihen halt. Man leiht hier auch einen Keks, von dem man mal abbeißen will.

***Ich hab da schon eine Idee, aber egal wie brauche ich erst Futterstoff.

****Erst hab ich panisch den ganzen Schrank und jede einzelne Wollklamotte nach Mottenlöchern abgesucht, aber es ist nur dieses eine Kleid und ich glaube mir wär an Heiligabend auch aufgefallen, dass es Löcher hat, wenn es die denn gehabt hätte.

Tag 1234 – Jahresendfragebogen 2018.

Zeit für einen Jahresrückblick, auf das eindeutig verrückteste Jahr… ever. Bisher. Muss auch in Zukunft bittedanke nicht getoppt werden.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Tja. Ganz starke Amplitude, im Mittel wohl irgendwas zwischen 4 und 5.

Zugenommen oder abgenommen?

Alle Jahre wieder schreibe ich, dass ich keine Waage besitze. Vermutlich Gewicht zu, optisch etwas ab.

Haare länger oder kürzer?

Gleich. Signature Haarschnitt ist ne nette Sache, nur Friseur*Innen finden, die das zu meiner vollsten Zufriedenheit hinkriegen, Glückssache.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Gleich. Denke ich. Jedenfalls hab ich vor ein paar Wochen neue Gläser in der gleichen Stärke in mein altes Gestell einbauen lassen, weil meine alten Gläser ziemlich lädiert waren. Mein Maßstab ist: kann ich bei weit entfernten Bäumen mehr als diffuse grüne Masse ausmachen, ist es höchstens marginal verändert.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Joa, also so ein Haus ist schon recht teuer.

Der hirnrissigste Plan?

Für einen Job (von dem ich keine Ahnung hatte) innerhalb von fünf Wochen in Trondheim alle Zelte abbrechen, Haus kaufen, umziehen, Betreuung organisieren und durchstarten. Hat alles irgendwie hingehauen, manches (das Haus) war ein Glückstreffer, dass der Job auf noch mal ganz andere Art eine noch viel größere Katastrophe werden würde, als ich mir in meinen pessimistischsten Momenten ausgemalt hatte, konnte ich ja nicht ahnen.

Die gefährlichste Unternehmung?

Mich zu einem Mann, den ich nur ein mal getroffen hatte, ins Auto setzen und mit ihm in die tiefste Norwegische Pampa fahren, auf ein Industriegebiet. Seither weiß ich, wie das mit dem Notruf beim iPhone geht.

Dicht gefolgt von: denselben Mann einige Monate später, als ich schon wusste, dass der mehr als nur ein paar Schrauben locker hat, sehr wütend machen.

Der beste Sex?

Ach ja, alle Jahre wieder… sag ich, dass ich dazu echt nicht ins Detail gehen werde. Offen sagen kann ich ja, dass ich viel entspannter Sex habe, wenn ich mich auf die Verhütung verlassen kann.

Die teuerste Anschaffung?

Das Rabenhaus.

Das leckerste Essen?

Puh… Ich hab mich nach dem letzten Vorstellungsgespräch bei meiner neuen Behörde mit Sushi belohnt, das war vermutlich gar nicht so überragend gut, wie es die rosarote Wolke meiner Erinnerung mich glauben lassen will. An das Dinner nach meiner Disputation hab ich kaum Erinnerungen. Das erste Essen im Haus war Tiefkühlpizza und allein deshalb köstlich, weil wir es in unserem ganz eigenen Backofen zubereiteten. Und das Weihnachtsessen war einfach köstlich.

Das beeindruckenste Buch?

Schon wieder nix beeindruckendes gelesen.

Der ergreifendste Film?

Auch kaum Filme gesehen.

Die beste CD?

… oder neue Musik gehört.

Das schönste Konzert?

Leute, lets face it: ich habe dieses Jahr nichts gemacht. Immerhin ist die Chance, dass Bands die ich mag, nach Oslo kommen, viel größer, als dass sie nach Trondheim kommen, also besteht eine gewisse Chance, dass sich das ändert.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Bewerbungen, Selbstmitleid, dem Umzug und dem EU-Regelwerk für Pharmazeutika und Medizinprodukte.

Und den Kindern.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Meiner Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2018?

What the fuck is going on?

2018 zum ersten Mal getan?

Ein Haus gekauft, einen Dr.-Titel erhalten, Arbeitslosengeld bezogen, mich aus Angst in meinen eigenen vier Wänden eingeschlossen, einen Kühlschrank gekauft, meine Haare blau gefärbt, regelmäßig mit dem Auto zur Arbeit gefahren.

2018 nach langer Zeit wieder getan?

Rechtsberatung in Anspruch genommen, nach London gereist, viel Zeit bei Ikea verbracht und da auch viel Geld gelassen, mit meinem Bielefelder Ex-Chef telefoniert, Regelwerke gewälzt.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Nur drei?

– Etwa 50 Absagen.

– Die Monate August bis Oktober.

So sind’s sogar nur zwei, aber es erscheint mir etwas unfair, ganze drei Monate streichen zu wollen. Trotz allen Mistes habe ich nette Leute durch die Chipsfabrik-Sache kennengelernt, weiß nun sehr viel besser, wo ich mein Bauchgefühl nicht ignorieren sollte und immerhin wohnen wir nun deswegen hier und das ist sehr wunderbar.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Die Bank davon, dass sie uns einen Kredit geben, auch wenn ich nur ein einigermaßen loses Versprechen, einen Job zu kriegen, vorweisen konnte. Und die Behörde davon, dass ich die Richtige für sie bin.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Michel, die schicken Sachen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Das Internet und allen voran @diekalteSophie einen richtigen Doktorhut.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Vi vil gjerne tilby deg stillingen og håper at du takker ja!“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Vermutlich sowas wie „Das mache ich nie, nie wieder, versprochen.“ Im März.

Oder „Javisst takker jeg ja, jeg gleder meg utrolig mye!“ (Vielleicht war es auch nonchalant dahingeplaudertes Aufzählen diverser Hygieneroutinen, ich hab die Herzchen in den Intervieweraugen quasi blinken gesehen.)

Mehr Kohle oder weniger?
Dramatisch viel weniger.

Besseren Job oder schlechteren?
Tjanun, ne? Erst keinen, dann einen, den ich echt niemandem wünsche, dann wieder keinen, jetzt noch drei Tage bis vermuteter Traumjob.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Freunde und Erfahrungen. Massenweise Erfahrungen. Und einen Dr.-Titel, aber den hab ich nicht gewonnen, sondern mir erarbeitet.

Mehr bewegt oder weniger?
Schwer zu sagen. Die täglichen Gänge zur Arbeit und zurück fehlten mir schon, ebenso das Tanzen, dafür hab ich dann mit den Workout-Videos angefangen. Insgesamt zielgerichteter, regelmäßiger, aber vermutlich etwas weniger.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Richtig krank war ich glaube ich nicht, die Schilddrüsensache plätschert halt so vor sich hin.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Die Schilddrüse ist nach wie vor ätzend.

Dein Wort des Jahres?
Inspektør.

Dein Unwort des Jahres?
Mikroalgen.

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Da kann und will ich mich nicht entscheiden. Neu in meinen Feedreader aufgenommen sind menschenwiesteine.wordpress.com, humble.blog, Donnerhallen.de, Frolleinpollys.wordpress.com und Wunnibar.wordpress.com. Alle haben mich dieses Jahr auf ganz unterschiedliche Weise berührt und ich freue mich, dass sie da sind.

2018 war mit einem Wort…?
Irre.

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Dass der Job so gut wird, wie ich ihn mir vorstelle.

Tag 1233 – Platt.

M. und H. sind heute Mittag wieder (bzw. weiter) nach Hause gefahren und obwohl das wirklich alles tolle Besuche waren, die ich sehr genossen hab, war ich danach platt wie ein Brötchen. Schlafmangel und sehr leckerer Wein und halt Besuch, hui. War ein bisschen viel und ich hab dann auch vernünftiger Weise einen Mittagsschlaf gemacht, alternativ hätte ich mit schlimmer Laune allen dieselbe versauen können, das bringt ja auch keinem was.

Abends dann noch den Backofen gereinigt, der sah nach dem Krustenbraten nicht mehr so hübsch aus wie vorher. Ich liebe übrigens unseren neuen Backofen und auch den Herd, das kam ja beides mit der Küche. Beides ist von der großen Haushaltsgerätemarke aus Gütersloh, das heißt, man kann im Backofen zum Beispiel echt einfach alles ab- und ausbauen, ohne Werkzeug und Tralala, und dann kann man das alles super sauber machen. Und der Herd ist ein Induktionsherd, obwohl das hieß, dass wir einige (sehr wenige) Kochgefäße darauf nicht mehr benutzen können, und obwohl ich der Besten recht gebe, dass die Temperaturregelung bei den unteren Stufen etwas schwierig ist, liebe ich das Ding einfach. Mit Turbo-Stufe kocht Wasser für Nudeln etc. ultra schnell. Aber was ich am besten finde, ist dass nichts am Herd anbrennt. Wenn mal was überkocht, brennt es maximal am Rand des Topfbodens fest, aber weil die Platte an sich nicht heiß wird, kann man, sobald man sich wegen der passiven Hitze traut, alles einfach wegwischen ohne schrubben zu müssen. Tschüss, Ceranfeld-Politur! Auch sehr praktisch ist, dass man sehr schnell die Platten wechseln kann, weil eben nicht erst die Platte heiß werden muss. Und aus heißt aus, kein Nachwärmen und träges Runterkühlen der Platte. Hach! Ich sag es Ihnen. Induktion. In Bielefeld hatten wir ja einen Gasherd Und bisher schwor ich wirklich auf Gas zum Kochen, aber da kommt Induktion von der Kochleistung her fast ran, ist dazu aber wesentlich einfacher zu reinigen und viel, viel sicherer. Wenn kein Metall drauf steht, geht der Herd halt nicht an. Grade mit Kindern ist das ja auch noch mal ein Aspekt.

Ok, ich merke, dass ich hausfräulich abschweife. Im Grunde hab ich nur prokrastiniert, den Mantel zu nähen. Ich hab nämlich ein bisschen Angst, dass ich mich da übernommen hab, oder der Stoff doch zu dünn ist oder der Schnitt doof oder oder oder. Ich hab schon bestürzt festgestellt, dass da keine Taschen vorgesehen sind und ich da wohl selbst was basteln muss, eieiei, es stresst mich jetzt schon. Vom Futter, das im Schnitt nicht vorgesehen ist und von dem ich auch keine Ahnung hab, wie ich’s reinmache oder auch nur, welchen Stoff ich dafür nun wieder kaufen soll (und wären Taschen innen nicht auch vielleicht ganz nett?), mal ganz abgesehen. Es ist also schwierig. Aber immerhin hab ich jetzt das Schnittmuster fertig ausgeschnitten. Ohne Taschen.

Tag 1232 – Dinosaaaauuuuuurrrrrrr!

Michel und seinen besten Freund H. zusammen zu sehen ist immer noch und immer wieder sehr schön. Schwupps sind wieder alle Dinosaurier und machen (leicht ermüdende) Shows und jetzt bringt M. die Jungs ins Bett. Pippi ist schon total erledigt auf dem Sofa eingeschlafen und schnarcht jetzt hoffentlich beruhigend den Jungs was vor. Das letzte Mal konnte H. hier ja leider gar nicht einschlafen und dass ich nicht verstanden habe, dass er „Tørst!“ (Durst) flüsterte und nicht „Test“, tja, naja, das war halt nicht zuträglich. Vermutlich darf ich ihn nie wieder ins Bett bringen. Nunja. Norwegisch ist und bleibt halt doch ne Fremdsprache für mich und mit Dialekt und einer lustigen Sprachfehlermischung kommt in meinem Kopf halt manches durcheinander.

Apropos: also Michel heute sagte, er müsse sein Portemonnaie holen, lachte sich M. halb kaputt und meinte, das Wort hätte sie noch nie von wem unter 80 gehört. Wir sind hier halt so retro, selbst unsere Kinder reden wie Greise.

Tag 1231 – Befreit.

Habe tatsächlich das FitBit abgelegt. Zumindest tagsüber. Bin grad unsportlich. Was soll’s, in einer Woche ist das süße Nichtstun vorbei, da muss ich mich jetzt nicht jede Stunde dran erinnern lassen, dass ich nichts tue.

Habe heute einen größeren Punkt von der To-Do-Liste (wenigstens vorläufig) gestrichen. Denn heute war ein Junge hier, ein waschechter Wikinger mit Götternamen und Seitenscheitel und Zahnspange. Der Wikinger wird probehalber am Samstag hier Babysitten*. Und wenn das gut läuft, werden wir das ausbauen, bis zu einem richtigen Nebenjob für ihn und einer richtigen Entlastung für uns, sodass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich im neuen Job durch Wikingerland gondle und Herr Rabe den Bring-Pendel-Vollzeitjob-Pendel-Abhol-Spagat alleine schaffen muss. Weil unser Wikinger eben noch sehr jung ist, wird ihn seine Mama unterstützen und vor allem das Taxi sein, aus dem Grund war die Mama auch mit und die ist sehr nett. Der Wikinger ist ziemlich schüchtern, aber Michel und Pippi haben ihn gleich um ihre Finger gewickelt und ich bin sicher, ohne Mama ist der auch gesprächiger. Natürlich ist das nicht so ganz, wie wir uns das vorgestellt hatten, andererseits ist es nen Versuch wert, wir brauchen Hilfe, er braucht nen Job, Mama ist im Zweifel ein zusätzliches Backup, wenn er zuverlässig ist: warum denn nicht. Ich hab schließlich auch mit 14 schon Babygesittet. Mir fällt jedenfalls ein Stein vom Herzen, wenn das klappt.

Sonst hier weiterhin tiefenentspannte Weihnachtsidylle. Ich genieße das dieses Jahr wirklich sehr und zelebriere das richtig, mit Der Besten geht sowas auch, auch mit M. und H., die morgen kommen und über Nacht bleiben. Ich frage mich manchmal, warum das mit Freunden oft so viel einfacher ist, als mit Familie**, aber dann will ich wieder gar nicht drüber nachdenken und schiebe das weg und genieße weiter mein entspanntes, terminloses, nicht emotional überfrachtetes Weihnachten 2018.

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*keine Ahnung, was Herr Rabe und ich dann machen. Das wird unsere erste gemeinsame freie Zeit seit dem 31.07., wo wir hektisch und schwitzend und mehr oder weniger verzweifelt restlichen Kram in Kisten packten, dann beim Verladen in den LKW halfen und am Ende bis weit nach Mitternacht die Wohnung in Trondheim putzten. Paarzeit. Hahaha.

**Ist hier ja auch ein heikles Thema. Schlimmer als 2015 geht es zwar nicht mehr, aber irgendwie ist das ja auch keine Aussicht. (Ich möchte das hier nicht ausbreiten. Aber es war für mich kaum auszuhalten, aus ganz vielen Gründen. Vorgestern erzählte ich der Besten davon und brach fast in Tränen aus. Das Weihnachten war halt was passiert, wenn in einer eh… belasteten Familie unzureichend abgegrenzt auf notjustsad trifft.)

Tag 1230 – Nix passiert.

Totale Weihnachtsfaulheit. Ganz wunderbar ist das!

Die Beste ist heute wieder abgereist, den Rest von Weihnachten mit ihrem Freund und dessen Familie feiern und dann ab 27. auch direkt wieder arbeiten. Wir haben heute mit der Familie telefoniert, Lego gebaut, Vernie kennengelernt, Wäsche gewaschen, waren Schlitten fahren (merke ich nach einer etwas sehr rasanten Tour nach Michel ziemlich in meiner rechten Pobacke samt Oberschenkel), haben lange und ausgiebig geduscht, ich hab mein ColourPop-Vault* endlich ausgepackt und mir die Fingernägel lackiert und außer halt Wäsche zu waschen, Pinnekjøtt einzuweichen und die leergefutterten Keksdosen auszuwischen einfach nix gemacht. Ich überleg sogar, das FitBit abzumachen und mich ganz reuelos der bräsigen Sofafaulheit hinzugeben. Ich liebe Weihnachten.

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