Tag 28 – Reitelche

Huch, so spät schon wieder.

Heute spielte sich im Tierpark folgende Szene ab:

Ich: Guck mal, Kind, da sind die Elche!
Kind: Elche. Groß sind!
Ich: Ja, die sind ganz groß.
Kind: Kann man nicht drauf sitzen.
Ich: Nee…? Kann man nicht drauf reiten. *denkt: wie kommt es denn darauf???*
Kind: Kein Sattel drauf. Schwierig sitzen drauf. *legt Stirn in Falten*
Ich: Jaaa, stimmt, da ist kein Sattel drauf.
Kind: Sattel kaufen! Elch sitzen drauf! *strahlt vor Freude*

Morgen muss ich mal nach Elchsätteln googeln. Und aufschreiben, wie das Alpaca gekackt hat.

Tag 27

Ein Hotel an einem Tierpark.

2/3 Kindern schlafen.

2/4 Erwachsenen ebenfalls.

Aber nicht mehr lange, wenn ich nicht bald aus dem Bad herauskomme und Herrn Rabe das brüllende Baby abnehme.

Morgen geht’s dann in den Tierpark. Also falls wir uns nicht heute Nacht noch alle umbringen, weil wir uns gegenseitig vom Schlafen abhalten.

Tag 25

Ein neuer Tag beginnt bekanntlich erst nach einer längeren Schlafepisode. Dementsprechend gilt das hier noch für gestern.

Der Bericht fällt auch kurz aus, da komplett fertig.

Muttisport Part II, Kondition. Trainerin schwanger. Keine Pippi diesmal. Mona. Wir hüpften auf Bällen. Interessant war das und anstrengend auch, aber nicht so doll anstrengend dass ich denke, joaaa, das hat nen Trainingseffekt. Naja, sehen wir mal wies weitergeht. Singen mussten wir auch, das Lied ist sehr norwegisch. Übersetzt geht es so:

Lauf im Wald, Lauf im Wald, Hacke Holz, Hacke Holz, Frier an den Füßen, Frier an den Füßen, Lauf lauf zur Mama heim.

Hmm ja.

Dann haben wir Freunde mit kleinem Baby besucht. Also, noch kleiner als unseres. Das war sehr nett, obwohl ich das Baby zweimal und mich einmal vorher umziehen musste wegen Babyverschmutzter Klamotten. Und sich das Baby dann auch noch bei den Freunden durchpillerte. Also mit geliehenen Klamotten nochmal umgezogen. Aber der Besuch war schön.

Dann zu Hause alles vorbereiten für den Besuch, der in diesen Minuten eintrudelt. Das ging so mäßig, weil das Baby am laufenden Band gebrüllt hat. Sogar im Tragetuch. Aber es hat irgendwie doch geklappt. Jetzt möchte ich aber gerne 8 Stunden am Stück durchschlafen, was nicht passieren wird.

Ach so: Marmelade kann anbrennen. Heute getestet. Ist nicht zu empfehlen.

Tag 24

Schon spät, deshalb Kurzversion.

  • Beim Statistikkurs gewesen, Einführung in SPSS. Zu spät gekommen, Raum nicht gefunden. SPSS ist Excel in besser und R für Arme.
  • Früher den Statistikkurs verlassen und zum Arzt. Baby mag nicht Auto fahren, am Maxi Cosi liegts aber nicht. Ich hab langsam den Eindruck, ich habe da ein kleines Mama-Kind (s.u.)
  • Beim Arzt gewesen:
    Ich: „Ich hab Rückenschmerzen.“
    Arzt: „Hmm.“
    Ich: „Und ich wüsste auch gerne, wie weit meine Bauchmuskeln wieder zusammengewachsen sind.“
    Arzt: „Soso.“
    Arzt: „Wie verhüten Sie denn jetzt eigentlich?“
  • Nach Hause gefahren. Zwischendurch kurz rausgesprungen und TK-Kirschen in dem einzigen Laden besorgt, in dem es die gibt. Noch Himbeeren mitgenommen, weil günstig.
  • Zu Hause Baby in den zweiten Stock geschleppt, Himbeeren in nen Topf geschmissen und gezuckert (morgen wird Marmelade gekocht), Baby gewickelt und fix wieder los.
  • Baby mag auch seinen tausendmillionen Kronen teuren Kinderwagen eher so nicht.
  • Gesundheitszentrum mit Baby: wiegt jetzt 5,2 Kilo. Ist aber sehr aufgeweckt und so. Ja, wusste ich schon. Sonst noch Fragen? Nein.
  • Auf dem Rückweg vom Gesundheitszentrum nen Kaffee geholt (ENDLICH!)
  • Versucht auf einer Bank zu sitzen und den Kaffee zu trinken. Baby says no.
  • Das Kind abgeholt. Mit dem Kind auf dem Spielplatz gewesen. Menschen getroffen. Davon überfordert gewesen (Kind fands aber gut). Ein Mädchen sagte freudestrahlend zu mir „Dein Kind ist ordentlich unheimlich!“. Ich versuche diese Aussage noch auszuwerten.
  • Nach Hause gegangen. Auf dem Weg beschlossen, heute nicht mehr zum Ballett zu gehen.
  • Wäsche zusammengelegt.
  • Abendessen: Fischstäbchen und Salzkartoffeln. Danke, Herr Rabe :)
  • Baby bespaßt. Baby ist wirklich sehr aufgeweckt. Wir führen angeregte Unterhaltungen:
    Ich: „Na du süße Speckmaus?“
    Baby: „Göh!“
    Ich: „Jaaa? Göh?“
    Baby: „Hrrggglll!“
  • Brownies mit Kirschen gebacken. Tausend Eier, ein Zentner Butter, ein Zentner Zucker, ein Zentner Schokolade, eine Prise Mehl. Babäääämmm. Ich hoffe sie sind so lecker wie sie riechen. Morgen gehts einen Arbeitskollegen besuchen, der einen Sohn im Alter des Kindes und eine Tochter von knapp zwei Wochen hat.
  • Das Baby lässt sich vom Papa quasi nicht beruhigen, er macht haargenau das Gleiche wie ich aber das Baby brüllt wie am Spieß. Um maternal gatekeeping wissend, nehme ich ihm irgendwann das Baby dann doch ab und es beruhigt sich sofort. Der Herr Rabe wird das baby wohl mal mehr im Tragetuch herumschleppen müssen, damit das besser klappt. Zumindest meinen Rücken wird’s freuen.
  • Den gefährlichen Abfall zum ersten Mal in zwei Jahren rechtzeitig an die Straße gestellt.
  • Jetzt. Bett.

Ansonsten glaube ich ich hab ein Loch im Zahn. Aber es tut nicht weh. Eigentlich merke ich gar nix. Zahnarzt ist hier so krass teuer, da bezahl ich lieber in Deutschland privat. Unser Weihnachtsurlaub füllt sich mit spaßigen Terminen, bevor wir überhaupt angefangen haben ihn zu planen.
Und in meinem linken Ohr piepts. Hmm. Warum wohl?

Tag 23

Dieser Statistikkurs fängt an mir auf die Nerven zu gehen. Heute war wieder Vorlesung, es ging um diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Das heißt, zuerst mussten wir noch den Rest der letzten Vorlesung machen, nämlich den Satz von Bayes. Der ist sicherlich nützlich für Mediziner und Pharmazeuten und so, für mich hatte er eher einen abstrakten Reiz. So simpel, so gut, und wahrscheinlich vom Durchschnittsmediziner so verschmäht. (Für die Interessierten: es werden im Falle unseres Kurses Sensitivität und Spezifität eines Tests mit der Prävalenz einer Krankheit in Verbindung gestellt. Wenn eine Krankheit sehr selten auftritt, bedarf es einer hohen Spezifität und Sensitivität, um die tatsächlich Kranken zu diagnostizieren, aber dabei falsch positive Ergebnisse zu minimieren).

Das ist auch schon das Kernproblem das ich mit dem Kurs habe, mal abgesehen von dem nicht so ganz packenden Vortragsstil: das ist ein Kurs für Mediziner. Mediziner wenden im Idealfall die Statistiken korrekt an und verstehen grob, worum es geht. Die meisten im Kurs scheinen jedoch eher anzupeilen, irgendwie die Klausur zu bestehen und dann die Studienpunkte einzuheimsen. Oder vielleicht schlafen die auch alle mit offenen Augen, es regt mich jedenfalls kolossal auf, dieses kollektive Glotzen und Schweigen in dem Kurs. In Kombination mit dem unfähigen (oder einfach genauso genervten?) Dozenten beschleicht mich mehr und mehr die Ahnung, dass ich mir die Vorlesungen auch gut sparen könnte. Weiteres Beispiel gefällig? Nachdem die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte für die Definition einer Zufallsvariable draufgegangen waren, hielten wir uns geschlagene dreißig Minuten mit einer Erklärung des Gesetzes der großen Zahlen auf. Das Gesetz besagt, „dass sich die relative Häufigkeit eines Zufallsergebnisses in der Regel um die theoretische Wahrscheinlichkeit eines Zufallsergebnisses stabilisiert, wenn das zu Grunde liegende Zufallsexperiment immer wieder unter denselben Voraussetzungen durchgeführt wird.“ Die Erklärung war: ich habe einen Würfel, der hat zweimal einen Punkt, zweimal zwei Punkte und zweimal drei (ein normaler Würfel mit sechs verschiedenen Seiten wäre vermutlich zu kompliziert gewesen). Wenn ich den Würfel ganz ganz oft werfe, wird der Mittelwert der Würfe immer stabiler um zwei herum pendeln. Was aber für jeden einzelnen Wurf erstmal gar nix sagt, sondern nur für den Mittelwert. Nach 10 Minuten mit diesem Beispiel wollte ich gerne aufstehen und alle anbrüllen „IST DAS DENN SO SCHWER ZU VERSTEHEN???“, aber dann wäre das Baby bestimmt aufgewacht.

Die Übungen lassen sich im Übrigen mit mittelmäßigen Excel-Kenntnissen gut lösen. Nach sechs Jahren in meinem Beruf verfüge ich über ziemlich gute Excel-Kenntnisse, zumindest was das Auswerten von medizinischen/pharmazeutischen/naturwissenschaftlichen Experimenten angeht. Da ist also auch kein Erkenntnisgewinn zu erwarten. Seufz.

So, jetzt habe ich mich aber genug ausgekotzt. Morgen muss ich zu einer geradezu absurden Zeit aufstehen um dann zur Vorlesung „Einführung in SPSS“ um 08:15 auf der Matte zu stehen. Ich werde mir viel Kaffee mitnehmen. Der hält mich erstens wach und sorgt zweitens für häufige Klo-Pausen. Und dann muss ich leider auch früher gehen, ich muss nämlich zum Arzt und mir Blut abnehmen lassen um meine Schilddrüsenwerte zu kontrollieren. Ich hoffe, tausend Liter Kaffee verfälschen das Ergebnis nicht…

Tag 22 – Das Bärchen

Heute war ein sehr sehr aufregender Tag.

Der Milchmensch hat mich unter dieses Dings gelegt. An dem Dings baumeln bunte Dingse und wenn man darüber so aus dem Häuschen ist wie ich heute und dann mit allem zappelt was man so hat und dann dagegen haut dann bimmelt das Dings in der Mitte, ich nenne es mal Bärchen, jedenfalls es BIMMELT!!!

Ich hab dem Bärchen natürlich gleich meine ganze Lebensgeschichte erzählt und wir haben uns ganz angeregt unterhalten aber irgendwann hat der Penner angefangen mich zu provozieren mit seinem dämlichen Grinsen immer und dann musste ich es ein bisschen anschreien. Dann hat der Milchmensch mich wieder abgeholt.

Später hat der kleine Mensch dann auch noch Quatsch mit mir gemacht, er hat mit dem Milchmenschen etwas gespielt das „Autocrash“ heißt und dann „Wasserflugzeug“. Es war sehr laut und manchmal hat der kleine Mensch mir aus Versehen bunte Plastikklötze an den Kopf gehauen, weil er so wild gespielt hat. Aber danach hat der kleine Mensch mir ein neues Plastikdings in den Mund geschoben, das ist viel besser als die anderen Plastikdingse, die find ich doof, die sind gar nicht wie die leckeren, weichen Milchdinger vom Milchmenschen. Das neue Dings ist natürlich auch nicht soooo gut aber schon besser als die anderen.

Das war alles wahnsinnig aufregend, ich musste dann den Rest des Tages unbedingt im Tragetuch sein oder eingepuckt auf dem Bauch vom Bartmenschen liegen. Das habe ich sehr lautstark eingefordert, man muss sich ja gegen den kleinen Menschen durchsetzen, nicht wahr?

Bis bald mal –

Das Baby

Tag 21 – Muttisport

Ich habe mich zu einer Probewoche im Frauen-Fitnessstudio angemeldet. Die hat heute begonnen. Das Fitnessstudio wirbt mit so Sätzen wie „Wickeln, Füttern und Beschmusen der Kinder ist bei uns nicht nur möglich sondern ganz normal!“, das Logo ist pink und der Laden heißt „Femme“. In mir übergibt sich alles aber hier gibt es keine Rückbildungsgymnastik, was will Frau also machen.

Genauso wie zuckersüße Werbeaussagen von pinken Frauenfitness-Anbietern hasse ich übrigens das Wort „After-Baby-Body“. Also bevor jetzt irgendwer meint, mir ginge es nur darum, wieder irgendwie auszusehen, nein, so ist es ganz sicher nicht. Ich seh ganz ok aus, finde ich, klar bin Ich nicht 20 und überall wahlweise straff oder prall, aber mein Körper hat zwei Kinder gemacht, zwischendurch noch eine klitzekleine Hyperthyreose überstanden und so wie er jetzt ist gefällt er mir besser als zuvor. Doch halt! Das ist nur die halbe Wahrheit. Denn so ein After-Baby-Body hat einfach mal ganz schön was mitgemacht. Der Beckenboden ist labberig, die Haltung dadurch scheiße. Die Bauchmuskeln können sich über ein sie trennendes Tal Begrüßungen zujodeln, statt sich wie sonst die Hand zu reichen. Macht die Haltung nicht besser. Die Brüste sind, ähhhh, gigantisch. Man schleppt dauernd ein Baby herum. Schläft ohne sich zu bewegen, um ja nicht das Baby zu zermatschen. Und an richtigen Sport (was auch immer das für die Einzelne sein mag) ist schon Wochen vor der Geburt nicht zu denken gewesen. Ergebnis von all dem bei mir sind Rückenschmerzen from hell. Dadurch dann auch wieder Kopfschmerzen. Und den Menschen in meiner Umgebung immer weniger zumutbare Laune. Deshalb der Muttisportkurs. Ich könnte auch zu Hause alleine und so aber dafür bin ich zu faul. Ein Ansporn wie „das hat tausend Millionen Euro gekostet, jetzt muss ich da auch hin!“ hilft da enorm.

Jedenfalls versuchte ich heute meinen Zynismus zu Hause zu lassen und ging zu einer Stunde „Mutter und Mini: Kraft“. In dem Raum fand noch die vorhergehende Stunde statt. Mütter robbten im Army-Style über den Boden, neben ihnen ihre Kinder auf Fitnessmatten. Es beruhigte mich etwas, dass man offensichtlich keine Sportschuhe brauchte, weil ich sowas seit der Schule nicht mehr besitze. (Ich könnt meine Spitzenschuhe dafür anziehen. Sind ja auch Sportschuhe…) Es lief gehirnfressende Fitnessmusik. Dem Baby fiel prompt ein, dass es am Verhungern war. Und mich empfing eine ca. 24-Jährige mit den Worten „Hallo, ich bin Pippi, hat schon jemand deine Bauchmuskeln untersucht?“ Ich sach mal so: es hätte geiler sein können. Dann kam noch eine Arbeitskollegin von mir herein, von der ich weiß, dass sie, wenn sie nicht grad ein Kind geboren hat, Marathon läuft. Alle hatten Funktionskleidung in verschiedenen Pinktönen an. (Das ist so ein Norweger-Ding. Die haben immer Funktionskleidung an. Manche gehen damit arbeiten. Auf mich wirkt das immer als würden sie sagen wollen „Sonst mach ich ja richtigen Sport.“.) Ich persönlich finde Mikrofaser auf der Haut eklig und es riecht auch meiner Meinung nach schlimm, wenn man drin schwitzt. Aber mit meinem hellblauen Baumwollshirt fiel ich schon etwas aus dem Rahmen, optisch gesehen.

Nun ja, der Kurs war ganz ok, bis zu dem Punkt wo wir uns im Kreis aufstellen mussten und zu der Melodie von „Blue“ jeder den Namen seines Kindes singen sollte und dazu eine Bewegung machen die dann alle nachmachen sollten. Also so: „Æ e Pippi“ *macht Kniebeugen* und dann alle: „Dabedidabedei, dabediiidabeidei, dabediiidabeidei“ *machen Kniebeugen*. In solchen Momenten suche ich immer die versteckte Kamera, weil das völlig absurd ist, dass ich in einem Kreis mit zwanzig pinken Damen stehe, mein Baby wie eine Hantel herumwuppe und ein Lied singe, dass ich vor 16 Jahren mal echt gut fand.

Danach waren aber wenigstens die Rückenschmerzen für drei Minuten weg.

Ich glaub, nächste Woche geh ich wieder hin.

Tag 20

Wenn man eine natürliche Zahl mit neun multipliziert, ergibt die einstellige Quersumme immer neun*.

Sowas fällt mir beim Stillen auf.

*Jetzt haben Sie grade irgendwas mit neun multipliziert und die Quersumme ausgerechnet.

Mehr davon? Die Reihe der Quersummen von irgendwas mal 3 ist (3,6,9,3,6,9,3,6,9,…). Irgendwas mal 4: (4,8,3,7,2,6,1,5,9,4,8,3…). Faszinierend.

Tag 19

Heute waren wir bei einem großen schwedischen Möbelhaus. Das Kind denkt jetzt, Schweden hätte eine blaue Flagge mit vier Buchstaben drauf. Das beruht zwar auf einem Missverständnis, ist aber ja auch gar nicht so falsch.
Es war, wie es immer ist: Unsere Einkaufsliste hatte sechs Einträge. Davon kauften wir fünf. Und dann kauften wir noch 500 andere Dinge, die gar nicht auf der Liste gestanden hatten. Aber dafür sterben uns jetzt nicht mehr die Arme ab, wenn wir über die Kante des Hochbetts die Hand des Kindes halten, bis es eingeschlafen ist.
Das Kind rannte, besonders nach dem Stück Kuchen, das wir ihm nicht verwehren konnten (Herr Rabe und ich BRAUCHTEN Kaffee und da gehört ja auch Kuchen irgendwie dazu…) herum wie ein zugekokstes Eichhörnchen auf Speed. Einkaufen mit Kleinkind ist ja eh schon ein wenig stressig, aber in Möbelhäusern überdenke ich jedes Mal meine Einstellung gegenüber dem Anleinen von Kindern. Spätestens als das Kind mit einem anderen Kind im gleichen Alter an der Kasse fangen spielte und dann beide laut grölend ca. 1000 mal um eine Säule rannten (innerhalb einer Minute, wohlgemerkt), hatten wir die Aufmerksamkeit aller Möbelhausbesucher und wie man weiß, sind das an einem Samstag nachmittag viele.
Auf dem Parkplatz löffelte es dann noch in einer unbeobachteten Millisekunde mit einem kurz zuvor gefundenen Plastiklöffel Pfützenwasser in seinen Mund. In dem Wasser muss aber irgendwas gewesen sein (Zigarettenkippen? Motoröl? Taubenkacke?) dass den Kuchen-Upper neutralisierte, denn auf der maximal 8 Minuten langen Rückfahrt pennte das Kind selig ein und war nur unter „Du darfst Papa helfen, die neue Lampe aufzubauen“ wieder aus dem Autositz zu locken.

Ich werde sehr froh sein, wenn das Kind drei wird. Denn dann werden wir es beim schwedischen Möbelhaus einfach am Eingang in das Bällebad schmeißen und in Ruhe einkaufen gehen.

Also, in Ruhe das Baby herumschleppend einkaufen gehen.