Tag 14

Irgendein Idiot hatte die bekloppte Idee, sich in der 36. Schwangerschaftswoche für einen Statistikkurs in diesem Semester anzumelden. Dieser Idiot stellte dann auch noch heute fest, dass die erste Vorlesung letzte Woche war. Und die zweite morgen ist.

Deshalb entschuldigt mich bitte, ich muss 67 Seiten in einem Statistikbuch lesen und versuchen dabei nicht einzuschlafen.

Tag 14 – Das schlechte Gewissen

Ich liege im Bett, neben mir das friedlich schlafende Baby. Es ist gleich halb elf, morgens, ich sehe einem faulen Tag entgegen. Gegen drei werde ich das Kind vom Kindergarten abholen. Bis dahin habe ich nur das Baby und es ist großartig.
Überhaupt ist dieses kleine, grade mal einen Monat alte Wesen so unfassbar toll. Alles am Baby ist toll oder allermindestens tolerierbar. Dabei ist das Baby viel anstrengender als das Kind in dem Alter war. Das Baby schreit viel mehr, viel lauter, viel unvermittelter und viel untröstlicher. Es will total unregelmäßig stillen, mal alle anderthalb Stunden, mal schläft es nachts vier Stunden am Stück und ich liege mit schmerzenden Brüsten wach. Die Haare gehen ihm aus, die Klamotten werden zu klein, die Speckringe viele und meine Rückenmuskulatur hält mit seiner Gewichtsentwicklung nicht Schritt. Und alles was ich denke ist „Aaaaawwww!“ und „So what?“.

Und da ist es, das schlechte Gewissen. Weil das beim Kind nämlich nicht so war.

Man muss dazu sagen, wir hatten einen ungünstigen Start. Das Kind wollte sich am Ende der Schwangerschaft partout nicht ins Becken senken, alle Befunde meiner körperlichen Verfassung beim Frauenarzt lauteten auf „nicht geburtsbereit“. Der errechnete Geburtstermin verstrich, ich fühlte mich riesig und war genervt und der Frauenarzt „drohte“ mit Einleitung und ich hatte Angst. Vor allem. Vor der Geburt, davor dass die Geburt nicht von selber in Gang kommen würde. Vorm Muttersein. Dann platze die Fruchtblase im Bett, das Fruchtwasser war grün und eklig und viel und saute alles ein. Das Kind hatte ins Fruchtwasser gekackt. Ich musste den Krankenwagen rufen, um liegend ins Krankenhaus transportiert zu werden. Als ich echte Wehen bekam, überrollte mich der Schmerz so dermaßen, dass ich nicht mehr aufrecht stehen konnte und nur noch weinte. Ich hatte das Gefühl, dieses Kind arbeite irgendwie gegen mich, erst wollte es einfach nicht raus und dann doch so schnell und so plötzlich. Einige wenige aber interventionsreiche Stunden später wurde das Kind dann mit der Saugglocke aus meinem Körper gezogen, da ich keine Ahnung hatte was ich machen sollte, irgendwie machte ich alles falsch und spüren konnte ich auch nichts mehr. Dann war es endlich da, unser Baby, und ich wartete auf das extreme Glücksgefühl, das da angeblich kommen sollte. Ich starrte das kleine Baby, was da aus meinem Körper gekommen war, ungläubig an, und alles was ich dachte war „Krass!“ und „Ach du Scheiße.“

Die ersten Wochen waren hormonrauschbedingt noch ganz ok, aber dann wurde mir extrem langweilig. Das Kind fanden alle süß, ich fand das auch, aber es war als wäre ich bei mir selbst zu Besuch und würde ein fremdes Kind angucken. Ich ging zu Stilltreffs und zum Babyschwimmen und zur Babymassage, in der Hoffnung andere Mütter zu treffen, denen es vielleicht genauso ging, die musste es doch geben. So unnormal konnte das doch nicht sein, nicht totaaaaaal glücklich herumzuschweben. Leider waren, genau wie auch schon im Geburtsvorbereitungskurs und in der Rückbildungsgymnastik, 90 % der anderen Mütter doof, oder hatten komplett andere Lebensentwürfe, oder gaben mir noch mehr das Gefühl als Mutter spektakulär zu versagen, weil ich so viel negatives an dem Leben mit Kind sah. Ich meine, hey, das Kind hatte mein Leben komplett umgekrempelt. Aber ich weigerte mich standhaft, „so eine Mutter“ zu werden.

Heute denke ich, das war das Hauptproblem. Ich konnte und wollte mich nicht auf das Kind einlassen, weil das geheißen hätte, eine „Mutter“ zu sein. Und das wollte ich nicht. Auf gar keinen Fall. Ich kann und konnte nicht mal benennen, was denn so schrecklich daran wäre, „so eine Mutter“ zu sein. Ich wollte es jedenfalls nicht. Ich wollte so bleiben wie ich war und dass das zum Scheitern verurteilt war habe ich schlicht ignoriert. Nein, Babys kann man nicht zum Feiern mitnehmen. Auch nicht auf private Feiern. Nicht, wenn die Freunde keine Kinder haben. Nein, das Kind kann nicht in dem einen Raum in dem nur die Jacken von allen liegen schlafen, während im Raum nebenan eine gemietete Anlage volle Möhre dröhnt. Es. Geht. Nicht. Ich weiß das, denn ich habe es versucht. Danach klopfte ich mir selber auf die Schulter, was ich für eine coole Mutti bin. Und fand mich insgeheim echt scheiße. Dieses Zerrissensein zwischen meinen eigenen Erwartungen an mich als Mutter und an mich als Frau/Mensch/Freundin prägten die erste Zeit mit dem Kind für mich.

Im Endeffekt brauchte es mehr als ein Jahr Muttersein und einen Umzug 1600 km weg von meinem alten Leben, das ich so ungern loslassen wollte, um als Mutter anzukommen. Und weitere eineinhalb Jahre, um darüber nachzudenken, warum ich mich so dagegen gesträubt habe, wo es doch so toll ist, eine Mama zu sein. Das Leben ist ja nicht vorbei, das weiß ich jetzt, es ist nur anders. Nämlich unendlich bereichert durch diesen kleinen Zwerg, der einem wirres Zeug aus dem Kindergarten erzählt, der „Pitsch-Patsch-Pinguin“ zum Einschlafen hören will, der wild herumtobt, sich dann einen mikroskopisch kleinen Kratzer holt und unter theatralischem Geheul ein Pflaster einfordert. Der nachts zu uns ins Bett getappst kommt und schon wieder schläft, bevor er überhaupt richtig liegt. Der wenn er krank ist immer noch auf mir drauf schlafen will, obendrauf auf dem riesigen 10. Monats-Bauch. Der keine Küsse will. Der stark genug ist zu sagen, dass er keine Küsse will, auch nicht von Mama.

Im Nachhinein tut es mir sehr leid dass ich mich anfangs nicht auf das Kind einlassen konnte. Dass das Baby jetzt die Früchte erntet, die das Kind erst sähen musste. Dass das Baby von Anfang an eine Vollblutmama hat.

Aber ändern kann man das ja jetzt auch nicht mehr. Jetzt kann ich nur noch so oft wie möglich sagen: Ich hab dich lieb. Du bist mein großer Schatz.

Tag 13

„Wir“ haben heute „geputzt“ und „aufgeräumt“. Das lief ca. so ab:

Ich: „Wir müssen staubsaugen!“
Herr Rabe: „Ja.“

Dann hat Herr Rabe zwei Stunden lang Papier sortiert und ich hab das Baby bespaßt. Das Kind wurde etwas bekloppt und wollte die ganze Zeit was, allerdings natürlich nur von Herrn Rabe, der sich von seiner Papiersortiererei bereitwillig ablenken ließ. Als das Baby kurz mal schlief und dies auch nicht auf mir drauf tat räumte ich ein bisschen auf um mein Gewissen zu beruhigen und Herrn Rabe zu demonstrieren, worum es hier eigentlich ging. Irgendwann beschloss Herr Rabe mit dem Papiersortieren fertig zu sein, er muss ein geheimes Signal empfangen haben, dem Küchentisch war das fertig sein jedenfalls noch nicht anzusehen. Dann saugte er die Wohnung so gründlich, dass ich Zeit hatte mich in rotschäumende Wut herein- und wieder herauszusteigern. Immerhin war es danach sauber. So ist das immer mit Herrn Rabe: er macht Sachen so dermaßen gründlich, dass es mich wahnsinnig macht, schon allein aus Effizienzbestreben kann ich mich nicht so lange mit einer Tätigkeit aufhalten. Das Ergebnis spricht für sich, IMMER, aber während des Prozesses muss ich woanders sein, sonst reifen in meinem Kopf die Mordgedanken zu CSI-reifen Plots heran.

Jetzt auch schon wieder. Ich muss bloggen, weil er diese dämliche email mit den Fotos an meine Großeltern „schreibt“. Das heißt, er recherchiert seit einer Stunde was das perfekte Fotobearbeitungsprogramm wäre, was man benutzen könnte um nicht vorhandene Unperfektheiten unserer Kinder verschwinden zu lassen.

(Lesen Sie dann hier bald die Gegendarstellung von Herrn Rabe: „Dass Frau Rabe alles immer so schnell hinschmiert und nichts mal ordentlich macht, macht mich wahnsinnig!“)

Tag 12

Ich bin grad zurück von einem ungeplant langen Spaziergang mit dem Baby. Ich wollte nämlich schnell ein paar Tiefkühlbrötchen kaufen. Hatte aber vergessen, dass der Supermarkt um die Ecke samstags nur bis neun aufhat. Deshalb bin ich dann bis zum nächsten Supermarkt gelaufen, der bis zehn aufhat. 1,3 km hin und 1,3 km wieder zurück, weil ich die letzten Tage witterungsbedingt keinen Bock hatte Brötchen selber zu backen. Und nachdem das Kind ja im Auto nicht mehr schläft, schläft aus geschwisterlicher Solidarität das Baby im Tragetuch auch nicht mehr. So konnte es dann mit mir das ziemlich betrunkene studentische Jungvolk auf der Straße beobachten. Mich erinnern 20-Jährige mit Bier in der Hand, leichter Fahne und etwas zu laut geführten, etwas zu intimen Unterhaltungen immer sehr stark an meine Studienanfangszeiten (und ans Ende… und ans Auslandssemester… und… ach eigentlich an die kompletten 5 Jahre). Und dann fühl ich mich unsäglich alt, weil sich das so lange her anfühlt.

Seufz.

Tag 11

Eigentlich möchte ich seit Tagen über das schlechte Gewissen schreiben, das ich gegenüber dem großen Kind habe, seit das Baby da ist. Darüber, dass es nichts damit zu tun hat was ich dachte was mir ein schlechtes Gewissen machen würde. Allerdings ist das irgendwie noch so unausgereifter Gedankenquark, da muss erstmal Ordnung rein, dann kann ich drüber schreiben.

Heute war wieder schönes Wetter, langsam gewöhne ich mich dran und langsam wird es auch etwas peinlich, dass ich im Wechsel die selben zwei identischen (!) Hosen trage, weil ich dachte für die ein, zwei Tage lohne es sich nicht, die Sommersachen vom Schrank zu holen. Jetzt lohnt es sich aber wirklich nicht mehr, der Sommer soll wohl spätestens Ende nächster Woche vorbei sein und der Schrank ist sehr hoch und die Leiter wackelig. Obwohl sicher auch Herr Rabe auf die Leiter steigen würde, bäte ich ihn darum. Aber egal. Es lohnt nicht mehr und ich hab ja die zwei Hosen. So.
Wegen des schönen Wetters bin ich nach meinem Mittagessen mit der netten Kollegin (wir wollen das jetzt jede Woche machen, dann gibts für sie mal was warmes und für mich überhaupt was zum Mittag) zu Fuß fast bis nach Hause gegangen, am Fluss entlang. Wenn gutes Wetter ist, ist die Stadt hier fast kitschig schön und spazieren gehen finde ich eh gut, das Baby und ich brauchen ja auch frische Luft und coffee to go macht so auch viel mehr Sinn. Am Fluss liegt der Dom und am anderen Ufer gibt es eine Promenade, die dann direkt in die Altstadt übergeht mit putzigen kleinen bunten Holzhäuschen, in denen sehr reiche Menschen wohnen, den Wohnungspreisen nach zu Urteilen jedenfalls. Überall sonnten sich Menschen, das Semester hat auch gerade angefangen, deshalb hatte ca. die Hälfte der Menschen Alibi-Bücher mit schlau klingenden Titeln neben sich liegen, während sie ihren post-Urlaubs-Blick über den Fluss schweifen ließen. Kurzum: es war super schön und ich im ca. 5. Himmel, bis ich in den Bus stieg (für den letzten Kilometer bergauf war ich dann doch zu faul und die Strecke ist dann auch nicht mehr so schön). Da wurde ich sofort von einer älteren Dame angepampt weil ich den Kinderwagen ja doch bitteschön andersrum hinstellen könnte, so würde sie ja da gar nicht durchpassen. Dass der Kinderwagen egal in welcher relativen Ausrichtung zum ihm umgebenden Raum immer gleich groß ist, schien ihr nicht bewusst zu sein. Auch dass ich mir fast den Fuß abbrach bei dem Versuch in der anderen Position die Bremse erst fest- und zwei Stationen später wieder aufzubekommen interessierte sie offenkundig nicht. Mein bissiges freundliches „Ha det!“ zum Abschied wurde konsequent ignoriert. Nach der Busfahrt hatte ich mich von meiner guten Laune erholt und ging lieber schnell nach Hause und ließ mich vom Baby vollspucken.

Der Rest des Tages war wie immer. Kind abholen, Eis, Spielplatz, Wäsche, Essen, mehr Wäsche, im Garten rumgehangen. Unsere Nachbarn haben im Garten eine Hängematte aufgehängt, das ist sehr nett von ihnen. Findet auch das Kind. Das Kind begrüßt auch dass es im Brunnen im Park wieder Wasser gibt (wieso wird das überhaupt dauernd abgelassen und dann wieder befüllt?) und feierte das heute indem es sich nackt auszog und reinsprang. Wir sind die Weirdos, deren Kinder nackt im Brunnen sitzen, während sie selbst mit Babykotze auf dem T-Shirt ihre Augenringe zählen. Und haste gesehn? Die Frau hat immer die gleiche Hose an.

Tag 9

Ich hab das Kind ins Bett gebracht und bin dabei eingeschlafen. Jetzt fühle ich mich so, wie man sich halt fühlt nach 45 Minuten auf einem Barhocker, schief zur Seite hängend, den Kopf in die (eingeschlafenen) Hände gestützt. Gnärfz.

Heute hatte ich mir vorgenommen „nichts“ zu machen. Um neun hatte ich zwei Briefe per Hand geschrieben, ein Paket gepackt, ein neues Passfoto vom Baby eingetütet (das eine was wir an die Botschaft geschickt hatten, war verloren gegangen), dem Baby die Fingernägel geschnitten UND mir die Fingernägel geschnitten. Dann etwas Pause da eine Adresse erst angefragt werden musste, um zwölf war ich bei der Post, um eins wieder hier und dazwischen hatte ich noch fürs Grillen eingekauft. Dann muss irgendwas gewesen sein, jedenfalls gings erst so gegen zwei weiter mit gemächlich ca. eine Milliarde Dinge ins Auto packen, SalatGurkeTomate waschen und schneiden, den Grill vom letzten Mal leeren und mit neuer Kohle füllen und um viertel nach drei waren dann ich, das Baby und all unser Kram auf dem Weg, das Kind abholen. Dann Herrn Rabe abgeholt und auf zum See (diesmal ein anderer, ich find den ja noch schöner, aber Herr Rabe schätzt den Komfort vom Mülltonnen und einem public Grill an dem anderen).

Am See wars Bombe, das Kind hat gebadet, ewig lang und wollte gar nicht mehr raus. Meine Beine haben bis zum Knie gebadet, ebenso Herr Rabes. Es gab nur wenige Knotts (Kriebelmücken) dafür viel Sonnenschein und noch nicht mal eine Katastrophe, als sich das Kind am Fuß verletzte und wir keine Pflaster dabei hatten. Wir haben vegetarische Burger und Würstchen gegessen, das war ein Test der einzigen verfügbaren Marke und er wurde mit Sternchen bestanden. Mjammi. Das Kind hat gar nicht gemerkt, dass es keine „echten“ Pølse waren. Jede Menge andere Kinder, wenns keine Norweger gewesen wären also theoretisch Spielkameraden.

Dann mit Sack und Pack wieder nach Hause, das Kind ist leider kaputt, es schläft nicht mehr im Auto ein, jedenfalls dann nicht, wenn wir es extra schon im Schlafi ins Auto setzen. Deshalb bin ich dann ja auch neben seinem Bett eingeschlafen.

Und morgen mache ich wirklich gar nichts.

Tag 8 – Windeln falten

Ich wurde in meinem ersten Kommentar zu diesem Blog gefragt, warum man Windeln faltet. Ich frage mich das auch. Ich habe deswegen dazu mal was vorbereitet.

Heute war eine Maschine fällig, hier der (volle) Windeleimer.
2015-08-18 21.17.55
Gut, dass das hier kein Geruchsblog ist, das würde wohl jeden verschrecken. Zum Thema Windeleimer habe ich gestern sehr herzlich über jenen Artikel geschmunzelt (ich bin Westfale, da kann man herzlich schmunzeln!): vierpluseins – Oskartonne. Bei uns gehts halbwegs geruchsmäßig weil wir ständig waschen. Als das Kind noch nachts gefühlte drei Liter pillerte aber tagsüber schon keine Windel mehr trug, wir dementsprechend nur einmal die Woche gewaschen haben, wars übel, ging dann aber mit Teebaumöl zu übertünchen. Und überhaupt stinkt ein voller Windeleimer mit Plastikwindeln viel schlimmer, ätsch! Der Kopfkissenbezug macht das Umfüllen der Windeln in die Waschmaschine zu einer weniger ekligen Angelegenheit. Sack packen, in Maschine stopfen, sehr schnell die Tür zuschlagen, fertig.

Berg Wäsche. Ich weine innerlich ein bisschen.
2015-08-18 20.41.31

Stoffwindel, ungefaltet.
2015-08-18 20.47.00

Stoffwindel, gefaltet.
2015-08-18 20.48.23
„Drache mit Steg“, das fühlt sich nicht nur an wie Origami, das hat auch so Namen! (Falls sich jetzt wer plötzlich brennend für Stoffwindelfalttechniken interessiert, möchte ich denjenigen an das Stoffwindelforum verweisen.)

Stoffwindel, schrankfertig.
2015-08-18 20.48.38

Tageswerk getan.
2015-08-18 21.01.42
Wie man liest: Kopfkissenbezug, Spucktücher, Waschlappen, Waschlappen, Wickelunterlagenauflage, Windeln, Windeln, Windeln, kleine Windel, Nachtwindeln Baby, Nachtwindeln Kind (eigentlich trocken), Waschlappen Kind.

Netterweise hat das Baby für mich gemodelt, also jetzt hier live und in Farbe, Stoffwindel an Baby.
2015-08-18 21.07.26
Falsch.

Stoffwindel an Baby.
2015-08-18 21.13.49
Ein Hoch auf die Snappy-Windelklammer!

Stoffwindel an Baby mit Überhose.
2015-08-18 21.15.48

Fertig.
2015-08-18 21.16.19
Bissl dicker als ne Plastikwindel, aber soooo viel besser für alles (sie Stoffwindelforum, Link oben). Mit ner anderen Überhose gehts auch nochmal deutlich kleiner.

Warum jetzt noch Mullwindeln? Naja, weil das hier ist eine Nachtwindel an Baby.
2015-08-18 21.09.55
„Newborn-Fold“. Hahahahaha.

Nachtwindel mit Überhose an Baby.
2015-08-18 21.10.56
Jeden Abend möchte ich die Überhose blau-weiß-gestreift einfärben und das Baby in Obelix umbenennen. Und nein, die Nachwindel bleibt meistens nicht die ganze Nacht drum, sondern wird gewechselt, wenns gebrummt hat. Oder wie das Kind sagt: „Baby kackt!“

Und jedes Mal wenn ich das hier sehe und mir die norwegischen Windelpreise einfallen, muss ich sehr stark sein und mein Mantra aufsagen.
2015-08-18 21.08.22
„Es ist viel besser für die Umwelt und das Baby! Es ist viel besser für die Umwelt und das Baby! Es ist viel besser für die Umwelt und das Baby!“

Tag 7

Eigentlich wollte ich heute Abend eine Fotostrecke zum Thema Windeln falten anfertigen, aber jetzt tut mein Rücken so weh, dass mir die Lust darauf irgendwie vergangen ist.

Deshalb hier stattdessen kurzes Gemecker über Rückenschmerzen:
Meckermecker, aua. Meh.

Ich schätze mal, ich hab heut das Baby ein bisschen viel rumgeschleppt. Und das Kind. Wir waren nach dem Kindergarten noch am See, das Kind war allerdings sooooo müde und musste getragen werden, also hatte ich die Wahl zwischen a) zwei Kinder tragen und b) den ganzen Kram tragen. Ich entschied mich für b) auf dem Hinweg und b) plus Kind auf dem Rückweg. Dumm. Am See war es im babyfreundlichen Schatten auch ziemlich kühl, das hat es sicher nicht besser gemacht, auch nicht dass ich danach direkt in die Küche gesprintet bin um Kuchen zu backen. Morgen gehts nämlich zur Arbeit, Baby rumzeigen und Kuchen essen. Eine sonst willkommene Ausrede um Blechkuchen zu backen (Pflaumenkuchen mit Hefeteig und Guss, in der Küche bin ich meine Oma) aber heute irgendwie anstrengend da keine Position zu finden war, in der ich bequem stehen konnte. Nun ja. Morgen ist es sicher schon besser, aber jetzt steh ich außer zum Zähne putzen nicht mehr auf. Ich lieg nämlich schon im Bett, neben mir das herumschnorchelnde Baby. Es nuckelt an seiner Zunge, das ist sehr niedlich. Eben hat es die Windel gut gefüllt. Das war weniger niedlich. Gut, dass Herr Rabe gerade vom Fußball nach Hause gekommen ist. Hehe. Ich memme ja rum bin ja grad unpässlich.

Das Kind hat heute nicht nur im See gebadet („Ich darf nach der Geburt noch nicht wieder baden! *hüstel*“) sondern auch im Fjord, der kleine Norweger. Der Kindergarten hat nämlich heute einen Ausflug gemacht zum Fjord und da durften die Kinder baden. Als ich das Kind vom Kindergarten abholen wollte, wurde ich dann auch erst ignoriert und dann wurde mit einem Stock auf mich geschossen. Bald muss ich das Kind wahrscheinlich vom Zaun aus mit einem Lasso einfangen um es abzuholen. Ich sollte schon mal üben. Ach nee, ich kann ja nicht.

Oh, und schon eine Woche gebloggt. Kann man sich dran gewöhnen :)

Tag 6

Heute auch wieder nur ein kurzer Eintrag, es ist schon spät und so.

Es war wieder ein sehr schöner Tag, der mich rundum zufrieden und selig zurücklässt. Es waren viele Grade auf der Temperaturskala involviert, Sonnenschein, „Ausschlafen“,  ein drei Kilometer langer Spaziergang mit Herrn Rabe, dem Kind und dem Baby, ein Eis und eine Waffel, ein drei Kilometer langer Spaziergang zurück zum Auto, Wald, Fjord, der Geruch von Sonnencreme und gemähten Wiesen, gebadete Kinder und dieses wunderbare Foto, dass ich von meinem kleinen Pelztierchen gemacht habe:

2015-08-16 19.40.23

Das Kind ist auf dem Hinweg UND dem Rückweg sogar 2/3 des Wegs auf seinem Laufrad gefahren. Das Baby hat, wie üblich, alles verschlafen.

Und ich habe sogar geschafft, endlich meine selbstgenähten Geschenke für eine gute Freundin fertig zu stellen, sodass ich die bald verschicken kann.

Hachz.

Aber jetzt ab ins Bett.