Tag 44

Es gibt jetzt eine blogroll-Langform. Jucheh.

Ich bin aber auch müde und so, deshalb nur fix was heute und gestern so war:

  • Das Kind hustet und schläft schlecht, will auf mir drauf liegen aber das geht nicht, weil da schon das Baby liegt. Außerdem knirscht es mit den Zähnen.
  • Ich schlafe dementsprechend schlecht bis gar nicht.
  • Statistikkurs war eher so meh heute wieder. Außer das Kollegin A. aus dem Urlaub wieder da ist und jetzt mit mir leidet. Und das Baby bewundert, wie niedlich es die ganze Zeit schläft (an mir dran).
  • Möglicherweise haben wir endlich einen Schnuller, der vom Baby akzeptiert wird. Das heißt, wir müssen jetzt vielleicht nicht mehr ständig unsere kleinen Finger ins Baby halten.
  • Das Baby hat heute beim Abhalten ins Waschbecken gekackt und das Kind damit schwer beeindruckt (das Kind saß auf dem Klo, deshalb das Waschbecken).
  • Gestern Barselgruppentreffen. Meine Bullshittoleranz wird sehr auf die Probe gestellt von der einen. „Also ich arbeite ja im Kindergarten, und das ist sooo ein großer Unterschied zwischen Mädchen und Jungen, Mädchen sind halt ruhiger und Jungs haben mehr Energie…“ Ich wünsche mir Valium oder dass ich nochmal deutlich besseres norwegisch kann, damit ich der mal auseinandersetzen kann, wie solche Annahmen erstens zustandekommen und zweitens durch Leute wie sie die sozial konstruierten Geschlechterunterschiede für die nächste Generation wieder zementiert werden.
  • In meinem linken Ohr piepts immer noch.
  • Hab ich erwähnt, dass ich müde bin?

Tag 42 – Erdnüsse und Bier

Ich habe endlich ein Blogroll erstellt. Kann mensch in dem Menü oben sehen. Was ich auch heute erstellt habe. Ein Eintrag mit Erläuterungen zu den Blogs folgt… bald.

Da das mit den Menüs ziemlich lange gedauert hat (ich hatte mir das anders vorgestellt und dann sah das erst ganz scheiße aus, aber ich bin ja auch zu geizig, um für fancyere features hier zu bezahlen) und außerdem die vierte Maschine Wäsche läuft, davon die zweite mit kaum was drin, aber Flecken der Sorte „ach du Scheiße, das darf nicht eintrocknen, sonst geht das nie wieder raus!“ im 20-Minuten-Kurzprogramm, entschuldigen Sie mich bitte für heute. Ich geh jetzt Wäsche aufhängen und dann schlafen.

Tag 39 – „5 minutes of fame“ oder „You’re big on twitter“

Heute war eigentlich ein ganz normaler Tag, aber dann passierte was verrücktes. Ich bekam eine email.

Familienbetrieb Betriebsfamilie gefällt einer Deiner Tweets

Dazu muss man wissen, Familienbetrieb, das ist einer von den ganz Großen. Quasi ein Superstar der Familienblogs.
Anders kann es nicht sein, denn sonst hätte er ja keine Fans und ich, ja, ich bin ein Familienbetrieb-Fan.
Christian schreibt satirische Episoden aus dem Familienalltag, manchmal sogar als Mehrteiler. So darf man der Betriebsfamilie beispielsweise in den alljährlichen Bretagne-Urlaub folgen und ich muss sagen, das ist fast so gut wie selber in den Urlaub fahren. Nur lustiger. Über die Familienfeier hab ich mich schlappgelacht und ich weiß jetzt auch wieso ich nienieniemals Saftfasten werde.

Wenn also dem Familienbetrieb einer meiner Tweets gefällt, werde ich ein bisschen rot. Das muss so ähnlich sein, wenn man Musiker ist und dann gefällt deinem musikalischen Idol ein Song oder ein Album von dir. Ich habe einen sehr witzigen Menschen zum Schmunzeln gebracht! Hihi *verschämt wegguck*.

Soweit so gut, aber dann plingelte mein Handy plötzlich in einer Tour und hörte gar nicht mehr auf. Weil mit einem Mal lauter Leute diesen Tweet favten und retweeteten und mir folgten. Ich verstand gar nicht so recht was los war, bis ich auf die Idee kam, mir die Familientweets der Woche anzusehen. Hähä. Da war ja ich! Kann man nachträglich Lampenfieber bekommen? Es fühlte sich so an.

Ist das lächerlich, dass ich mich wie Bolle über ein paar likes und retweets und eine Handvoll neuer follower freue? Ja! Aber egal, ich freu mich so :D

Danke, Christian!

UPDATE: Uiuiui, jetzt werd ich doch direkt wieder rot, weil der liebe Herr Paul seine Leute hier herschickt. Was ein Tag. Vielleicht sollte ich mich zur Ruhe setzen, besser wird’s nicht. (Herr Paul les ich auch gerne! Kann ich auch nur empfehlen, ist was ganz anderes, auch mehr so ein Tagebuchblogger als ein Artikelblogger. Und er macht Essenspläne! Essensplangeschwister im Geiste…)

Note to self: Ich muss ganz dringend ein blogroll machen.

Tag 35

Morgen muss ich früh aufstehen. Also so um sieben. Ich weiß, für viele Eltern ist das Ausschlafen, für uns nach wie vor nicht. Dafür haben wir abends Mühe, das Kind vor acht neun ins Bett zu bekommen. Wenn das Kind es sich aussuchen kann, schläft es von 22:00 bis 10:00 Uhr. Da ist es ganz die Mama und der Papa. Leider geht das natürlich nicht mit unseren Arbeitszeiten, also müssen wir das ja wirklich noch kleine Kind zu seinem Rhythmus nicht entsprechenden Zeiten ins Bett und aus dem Bett wieder raus bekommen. Das tut mir oft sehr leid und ich hoffe für das Kind, dass es, wenn es mal groß ist, in der Gesellschaft eine größere Akzeptanz für verschiedene Tagesrhythmen geben wird. Sonst muss es eben DJ werden, oder Koch oder so.

Aber egal, ich schweife ja total ab hier. Morgen muss ich mit dem Baby zum Baby-TÜV, um 08:30. Und danach muss ich hier aufräumen, um 12 kommt nämlich eine  Kollegin vorbei, ihr Baby ist nicht ganz ne Woche älter als meins und sie hat sich gewissermaßen selbst eingeladen. Jetzt bin ich offen gestanden recht aufgeregt, erstens ist es für Norweger*Innen überaus unüblich, von sich aus Kontakt zu suchen, geschweige denn sich irgendwohin einzuladen, zweitens ist das hier ja meine comfort zone („mein Tanzbereich…“) und als solche heimelig-chaotisch* und drittens bin ich so enge zwischenmenschliche Interaktion nach zwei Jahren Norwegen gar nicht mehr gewohnt und befürchte, nur Quatsch zu faseln oder mich mit Kaffee zu übergießen oder gar die Kollegin. Andererseits kann man ihre Kontaktaufnahme vielleicht auch so deuten, dass sie dringend ein paar Mommy-friends sucht. Ich hoffe es. Aufräumen werde ich natürlich trotzdem. Aber der Winter wird kommen und er wird lang sein und grau und da macht es zu mehreren einfach mehr Spaß, mit dem Kinderwagen seine Runden zu drehen. Deshalb habe ich mir überlegt, dass ich mich einfach mal drauf einlasse. Yeah. Jetzt müsste ich nur noch weniger nervös sein…

*lies: überall liegt Kram und es ist grenzwertig dreckig

Tag 33

Fauler Samstag Ftw!

Wir haben heute nicht viel gemacht. Genau nach Plan. Da das Kind ja vom Besuch und dem Laufrad fahren noch nachhaltig geschwächt war, ließen wirs entspannt angehen heute. Das Kind bekam von Herrn Rabe die Haare geschnitten, dann kurze Tour zum Einkaufen und Herrn Rabes neuen Computer von der Post abholen. Herr Rabe hat dann mit dem Kind zusammen den Computer ausgepackt und dann offensichtlich so langweilige Sachen gemacht, dass das Kind weggebratzt ist. Während Herr Rabe seinen Computer eingerichtet hat, hab ich ein paar Folgen der großartigen, lustigen und berührenden Serie „Dag“ geguckt. Ich glaube nicht, dass es die auf Deutsch gibt, leider. Es geht um einen Paartherapeuten, der findet dass alle Menschen besser alleine dran sind. Alle Figuren der Serie sind ordentlich kaputt, das mag ich gerne. Ist so realistisch ;)

Das Kind war leider nicht wachzubekommen nach der normalen Mittagsschlafzeit. Als es dann wieder wach wurde war natürlich an baldiges Ins-Bett-Gehen nicht zu denken. Deshalb haben wir nach dem Abendessen (vegane Mac and cheese) dann noch Guacamole gemacht und uns diese mit Chips und How to train your dragon reingezogen.

Eins meiner liebsten norwegischen Wörter ist „potetgull“, Kartoffelgold, für eben jene frittierten Kartoffelscheiben :)

Und jetzt zackig ab ins Bett. Gute Nacht!

Tag 30 – Besuch

Wir hatten jetzt seit Freitagnacht Besuch. Meine Freundin C. war da, die ich seit dem Studium kenne (also schon 11 Jahre!!!Einself!), ihr Mann A. und Besuchskind M., im ca. gleichen Alter wie das Kind. Das letzte Mal gesehen hatten wir uns im Sommer 2013, da waren die Kinder noch Babies. Trotzdem war es ein ganz toller Besuch, stressig zwar auch aber insgesamt richtig toll. Toll. Hach.

Erstmal: Das Kind und das Besuchskind. Liebe auf den ersten Blick. Im Highspeed-modus wurde unsere Wohnung auf den Kopf und wieder zurück gestellt, alle Spielsachen mussten vorgezeigt und bewundert werden, das schuhschachtelgroße Kinderzimmer inspiziert und der Klositz probiert werden. (Im Übrigen: zwei Stoffwindelkinder und beide keinen Deut früher dran mit trocken werden als der gefühlte Durchschnitt.) Nur zusammen in einem Zimmer schlafen klappte nicht. Weil: das Besuchskind braucht ABSOLUTE RUHE und alleine sein zum einschlafen. Es singt sich dann selbst in den Schlaf. (*Insert extremes Staunen here*) Ich würde es nicht glauben, wenn ich es nicht durch die Zimmertür gehört hätte. Ein Teil von mir glaubt es auch immer noch nicht. Ein anderer Teil sitzt in einer Ecke und wiegt sich hin und her bei dem Gedanken, dass sich das Kind wahrscheinlich eines Tages aus der warmen Umarmung eines_r Partners_in befreien und in unser Bett kriechen wird. Dann wird es seinen bärtigen Kopf auf meinen legen und Herrn Rabe seine Füße Größe 45 in den Rücken schieben. Und nach Pitsch-Patsch-Pinguin zum Einschlafen verlangen. Egal, jedenfalls wegen dieser Diskrepanz an Einschlafritualen konnten die Kinder nicht in einem Raum schlafen. Aber geschenkt, dafür spielten sich die Kinder so dermaßen in Grund und Boden, dass wir schon glaubten, sie würden nie mehr schlafen. Oder irgendwann einfach umfallen und dann drei Tage durchpennen. Und das Ganze relativ streitarm, jedenfalls für Kinder diesen Alters. Und weil die Kinder sich so prima selbst beschäftigten (bzw. mit maximal einem Erwachsenen als Reittier/Streitschlichter/Zugbaumeister/Buchvorleser dabei), hatten auch wir Großen Zeit für Austausch von Informationen aller Art. War ja auch trotz Facebook und co. nötig, nach der langen Zeit.

Sonntag sind wir dann alle aufgebrochen in den Norden, zum Namsskogan Familienpark. Mit dem Zug hin, eine Übernachtung im nicht so ganz empfehlenswerten Hotel, am nächsten Tag in den Park, der auch wegen Nebensaison nur von 10-15 Uhr aufhat. Dann zurück wieder mit dem Zug. Der Plan ging auf, wir waren in dem Park. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf, weil das mit dem Familienzimmer („Doppelbett im Loft, geräumige Schlafcouch im Wohnzimmer“) sich irgendwie als sehr viel enger und einräumiger herausstellte als gedacht. Und die Schlafcouch war auch kaputt und hing an einer Ecke herunter. In Verbindung mit undichten Pull-ups und übermüdeten Wutzwergen nicht grad ein Spaß. Aber der Park war sehr schön und quasi leer außer uns. Man kann auch fast glücklich sein, dass alle Attraktionen außer der Tiere geschlossen waren denn für Klettergarten und so sind die Kinder ja eh noch zu klein aber im perfekten Alter für uneingeschränkte Uneinsichtigkeit. So konnten wir immer ehrlich sagen: Das geht leider nicht, das hat heute zu. Und uns denken: Schlau von uns, genau diesen Zeitpunkt auszuwählen, nicht wahr? Im Tierpark gibt es heimische Tierarten (Bären, Luchse, Elche, Rentiere, Wölfe…) und nicht ganz so einheimische (Strauße, Alpacas, Kanadische Minischweine…). Allen gemein ist dass sie riesig viel Platz und sehr schöne Gehege haben, mit Rückzugsmöglichkeiten und so. Fast schon artgerecht. Trotzdem erkennt man als erfahrener Sendung mit der Maus-gucker, dass z.B. die Wölfe sehr an Menschen gewöhnt sind. Oder vielleicht haben sie auch nur überlegt, welchen von den Mini-Menschen wir wohl als erstes über den Zaun werfen würden. Jedenfalls waren das Kind und das Besuchskind hellauf begeistert. Und wir hatten alle unseren Spaß an Erkenntnissen der Kategorie „Alle Tiere kacken!“.

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Willkommen im norwegischen Nichts.

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Suchbild mit Hase.

Nachdem es nach ausgiebigem Tiere gucken und Picknick auch irgendwie schon halb drei war, haben wir noch kurz den Spielplatz besichtigt und Minibagger gefunden. MINIBAGGER SIND TOTAL GEIL. Äh, sagen die Kinder. *Hüstel* Ein Bällebad gab es auch. Und keinen, der kontrolliert hätte, ob wirklich nur die Kinder ins Bällebad hüpfen. I <3 Nebensaison!

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Hell yeah, Minibagger.

Nach dem Park und einer klitzekleinen Warterei ging es zurück in einem Zug mit drehbaren Sitzen und einem Spielplatz innendrin. Die Kinder waren aus dem Häuschen. Verständlich. Trotzdem waren bei den beiden inzwischen die Akkus so leer, dass sie irgendwann einschliefen, eins kuschelnd, das andere im Buggy alleine. Problem nur: wie zwei schlafende Kleinkinder und ein Baby mit einem Kinderwagen und einem Buggy vom Zug nach Hause bekommen? Gut dass das Besuchskind kleiner und schlanker ist als das Kind, ich hatte schon „schweres Kleinkind Tragetuch“ gegoogelt und mich wegen der drohenden Rückenschmerzen bemitleidet, aber das Besuchskind passte mit heraushängenden Gummistiefelfüßen tatsächlich noch in den Kinderwagen. Und das Baby hatte ja schon den halben Tag im Kinderwagen geschlafen (Norwegen halt: Wollschlafi an, Kinderwagen mit Lammfell drin, Daunendecke drauf und dann draußen sein –> Baby schläft zwei mal drei Stunden wie ein Stein), da konnte es den Wagen entbehren. Zu Hause haben wir sie dann tatsächlich alle schlafend in Betten verfrachten können. So schön :)

Gestern waren wir dann shoppen. Das Besuchskind zeigte erste Erschöpfungssymptome und wollte ohne Abendessen ins Bett. Heute haben alle Schnupfen und Herr Rabe musste nach einer sehr kurzen Nacht nach Oslo auf eine Konferenz, aber der verbleibende Rest hat noch einmal den Fjord besichtigt und dann einen Spielplatz. Da badete das Kind sehr effizient in einer Pfütze und musste dann mit meiner Jacke als Rock um die nackten Beine gewickelt nach Hause transportiert werden. Dann war es auch schon an der Zeit, unsere Freunde zum Bus zu bringen. Das Kind hatte leider wenig Verständnis dafür, dass sein neuer Lieblingsmensch M. jetzt nach Hause fliegt, es selbst aber nicht Flugzeug fliegen darf. Ich erklärte dem Kind, dass wir sicher auch bald wieder mit einem Flugzeug fliegen. Ergebnis: beim Abendessen erklärte mir das Kind „Morgen Flugzeug fliegen Deutschland! Morgen nicht Kindergarten.“. Das wird noch ein Spaß.

Tag 25

Ein neuer Tag beginnt bekanntlich erst nach einer längeren Schlafepisode. Dementsprechend gilt das hier noch für gestern.

Der Bericht fällt auch kurz aus, da komplett fertig.

Muttisport Part II, Kondition. Trainerin schwanger. Keine Pippi diesmal. Mona. Wir hüpften auf Bällen. Interessant war das und anstrengend auch, aber nicht so doll anstrengend dass ich denke, joaaa, das hat nen Trainingseffekt. Naja, sehen wir mal wies weitergeht. Singen mussten wir auch, das Lied ist sehr norwegisch. Übersetzt geht es so:

Lauf im Wald, Lauf im Wald, Hacke Holz, Hacke Holz, Frier an den Füßen, Frier an den Füßen, Lauf lauf zur Mama heim.

Hmm ja.

Dann haben wir Freunde mit kleinem Baby besucht. Also, noch kleiner als unseres. Das war sehr nett, obwohl ich das Baby zweimal und mich einmal vorher umziehen musste wegen Babyverschmutzter Klamotten. Und sich das Baby dann auch noch bei den Freunden durchpillerte. Also mit geliehenen Klamotten nochmal umgezogen. Aber der Besuch war schön.

Dann zu Hause alles vorbereiten für den Besuch, der in diesen Minuten eintrudelt. Das ging so mäßig, weil das Baby am laufenden Band gebrüllt hat. Sogar im Tragetuch. Aber es hat irgendwie doch geklappt. Jetzt möchte ich aber gerne 8 Stunden am Stück durchschlafen, was nicht passieren wird.

Ach so: Marmelade kann anbrennen. Heute getestet. Ist nicht zu empfehlen.

Tag 24

Schon spät, deshalb Kurzversion.

  • Beim Statistikkurs gewesen, Einführung in SPSS. Zu spät gekommen, Raum nicht gefunden. SPSS ist Excel in besser und R für Arme.
  • Früher den Statistikkurs verlassen und zum Arzt. Baby mag nicht Auto fahren, am Maxi Cosi liegts aber nicht. Ich hab langsam den Eindruck, ich habe da ein kleines Mama-Kind (s.u.)
  • Beim Arzt gewesen:
    Ich: „Ich hab Rückenschmerzen.“
    Arzt: „Hmm.“
    Ich: „Und ich wüsste auch gerne, wie weit meine Bauchmuskeln wieder zusammengewachsen sind.“
    Arzt: „Soso.“
    Arzt: „Wie verhüten Sie denn jetzt eigentlich?“
  • Nach Hause gefahren. Zwischendurch kurz rausgesprungen und TK-Kirschen in dem einzigen Laden besorgt, in dem es die gibt. Noch Himbeeren mitgenommen, weil günstig.
  • Zu Hause Baby in den zweiten Stock geschleppt, Himbeeren in nen Topf geschmissen und gezuckert (morgen wird Marmelade gekocht), Baby gewickelt und fix wieder los.
  • Baby mag auch seinen tausendmillionen Kronen teuren Kinderwagen eher so nicht.
  • Gesundheitszentrum mit Baby: wiegt jetzt 5,2 Kilo. Ist aber sehr aufgeweckt und so. Ja, wusste ich schon. Sonst noch Fragen? Nein.
  • Auf dem Rückweg vom Gesundheitszentrum nen Kaffee geholt (ENDLICH!)
  • Versucht auf einer Bank zu sitzen und den Kaffee zu trinken. Baby says no.
  • Das Kind abgeholt. Mit dem Kind auf dem Spielplatz gewesen. Menschen getroffen. Davon überfordert gewesen (Kind fands aber gut). Ein Mädchen sagte freudestrahlend zu mir „Dein Kind ist ordentlich unheimlich!“. Ich versuche diese Aussage noch auszuwerten.
  • Nach Hause gegangen. Auf dem Weg beschlossen, heute nicht mehr zum Ballett zu gehen.
  • Wäsche zusammengelegt.
  • Abendessen: Fischstäbchen und Salzkartoffeln. Danke, Herr Rabe :)
  • Baby bespaßt. Baby ist wirklich sehr aufgeweckt. Wir führen angeregte Unterhaltungen:
    Ich: „Na du süße Speckmaus?“
    Baby: „Göh!“
    Ich: „Jaaa? Göh?“
    Baby: „Hrrggglll!“
  • Brownies mit Kirschen gebacken. Tausend Eier, ein Zentner Butter, ein Zentner Zucker, ein Zentner Schokolade, eine Prise Mehl. Babäääämmm. Ich hoffe sie sind so lecker wie sie riechen. Morgen gehts einen Arbeitskollegen besuchen, der einen Sohn im Alter des Kindes und eine Tochter von knapp zwei Wochen hat.
  • Das Baby lässt sich vom Papa quasi nicht beruhigen, er macht haargenau das Gleiche wie ich aber das Baby brüllt wie am Spieß. Um maternal gatekeeping wissend, nehme ich ihm irgendwann das Baby dann doch ab und es beruhigt sich sofort. Der Herr Rabe wird das baby wohl mal mehr im Tragetuch herumschleppen müssen, damit das besser klappt. Zumindest meinen Rücken wird’s freuen.
  • Den gefährlichen Abfall zum ersten Mal in zwei Jahren rechtzeitig an die Straße gestellt.
  • Jetzt. Bett.

Ansonsten glaube ich ich hab ein Loch im Zahn. Aber es tut nicht weh. Eigentlich merke ich gar nix. Zahnarzt ist hier so krass teuer, da bezahl ich lieber in Deutschland privat. Unser Weihnachtsurlaub füllt sich mit spaßigen Terminen, bevor wir überhaupt angefangen haben ihn zu planen.
Und in meinem linken Ohr piepts. Hmm. Warum wohl?

Tag 20

Wenn man eine natürliche Zahl mit neun multipliziert, ergibt die einstellige Quersumme immer neun*.

Sowas fällt mir beim Stillen auf.

*Jetzt haben Sie grade irgendwas mit neun multipliziert und die Quersumme ausgerechnet.

Mehr davon? Die Reihe der Quersummen von irgendwas mal 3 ist (3,6,9,3,6,9,3,6,9,…). Irgendwas mal 4: (4,8,3,7,2,6,1,5,9,4,8,3…). Faszinierend.

Tag 18

Es war ein langer und wirrer Tag, ich denke es wird ein langer und wirrer Blogeintrag, mal sehen.

Es ging los damit dass sich meine Kopfschmerzen von gestern Abend über Nacht in stärkere Kopfschmerzen verwandelt hatten, statt sich, wie ich gehofft hatte, in Wohlgefallen aufzulösen. Also rein mit den Ibuprofen. Das einzige was passiert, wenn ich in solchen Fällen keine Schmerzmittel nehme, ist dass ich am Ende Migräne bekomme und das gilt es unbedingt zu vermeiden. Nach dem Einwurf der Tagrettenden Pillen habe ich noch weitere 2 Stunden mit dem Baby zusammen herumgedöst, dann waren die Schmerzen weg und die Zeit schon recht knapp um es zu meiner freitäglichen Lunch-Verabredung zu schaffen. Ich schaffte es trotzdem irgendwie halbwegs rechtzeitig im Bus zu sitzen und schrieb eine Nachricht an meine Freundin: Bin in 15 min da. Antwort: Oh nein, ich habs vergessen, bin zu Hause mit krankem Kind. Gut, machste nix, ne? Dann wollte ich auf eine Maker Faire, die gerade stattfindet, in der Hoffnung für den Besuch, der nächste Woche kommt ein Geschenk zu erstehen. Die Messe war aber noch nicht wirklich in Gang, dafür waren da ca. 1000 Schulklassen, für die scheinbar Veranstaltungen angeboten wurden. Von so viel Menschen überfordert holte ich mir erstmal einen Kaffee und wollte dann eigentlich direkt zurück zum Bus und nach Hause fahren.
Ein Paar Schuhe, eine Strickjacke und ein paar Babysöckchen für eine schwangere Freundin später erreichte ich den Bus und fuhr nach Hause. Das Baby hatte Hunger und schlief nach dem Essen wieder ein (wie kann man so viel schlafen und am Ende des Tages trotzdem so überfordert vom Tag sein, dass man den Eltern die Ohren abbrüllen muss?) und ich setzte Brötchenteig an, den Vorteig hatte ich gestern schon gemacht, dann musste es ja heute weiter gehen. Das Baby wachte kurz auf, schlief aber bei dem Gebrumme der Küchenmaschine mit einem seligen Grinsen in der Wiege und ohne dass ich irgendwas getan hätte (!) wieder ein. Wenn das zuverlässig funktioniert, werde ich in der nächsten Zeit sehr viel backen. Dann gingen zwei mal dreißig Minuten rum ohne dass ich mich dran erinnern könnte was ich getan habe.
Nachdem ich den Teig im Kühlschrank geparkt hatte holte ich das Kind vom Kindergarten ab. Das Wetter war ganz schön scheiße, aber dem Kind macht das nix. Mir schon, aber das will man das Kind ja nicht merken lassen. Aber deshalb gabs heute nach dem Kindergarten keinen Spielplatzbesuch mehr, sondern stattdessen Zug bauen zu Hause. Wir haben Nudeln gebraten mit Ei, das ist das Lieblingsessen vom Kind, und hatten insgesamt einen netten Nachmittag, bis das Baby beschloss, dass es jetzt endlich an der Zeit wäre untröstlich herumzubrüllen.
In dem Moment kam auch Herr Rabe nach Hause, der sogleich die zwei Kinder in die Hand gedrückt bekam. Ich musste ja noch Brötchen backen. Und Kochen. Und Wäsche aufhängen.
All das tat ich und dann war schon fast jetzt. Gegessen haben wir noch, Suppe (ich Trottel, wie komme ich denn darauf, dass man mit Baby auf dem Arm, denn wo anders ist es abends ja leider nicht, gut Suppe essen kann?). Die Suppe war lecker aber das Kind müde und nervig und musste eigentlich seit ner Stunde im Bett sein. Auch das ist mir ein Rätsel: wieso kriegen wir das Kind nie pünktlich ins Bett? Jeden Abend verschwinden die Stunden zwischen sechs und acht einfach im Nichts und Hupsi! ist das Kind schon wieder voll drüber und macht nur Scheiß oder ist bockig wegen allem oder heult wegen jeder Kleinigkeit. Das müssen wir irgendwie noch üben, Herr Rabe und ich.

Jetzt geh ich meine neue Strickjacke waschen :). Und meinen Pulli :/.

Ach ja, die Brötchen:

2015-08-28 21.10.06
Werden dann morgen früh bis auf wenige, für den direkten Verzehr vorgesehene, eingefroren. Und dann backe ich in ca. 2 Wochen wieder die gleichen Brötchen. Ich bin ein Gewohnheitstier an der Grenze zum Neurotischen.