Tag 1029 – Jobdings.

Heute waren ein par Jobdinge, die muss ich Ihnen erzählen.

Erst habe ich dem Mann neben der Chipsfabrik geschrieben, dass ich die Geschäftsidee interessant finde und mich gerne mit ihm treffen würde, um herauszufinden, wie wir zusammenkommen können.

Dann stolperte ich bei Facebook über eine Anzeige, dass ein lokaler Sportladen nach einem*r Fahrradmechaniker*In sucht. Und weil ichs kann, fuhr ich hin und fragte, wie das so aussieht mit dem Job. Ich hätte Interesse, mag Mechanik, kann gut mit Leuten, mag mit meinen Händen arbeiten und wer nach zwei YouTube-Videos sein Rad selbst voll gut wieder hinkriegt schafft das unter Anleitung jawohl dreimal habe schon immer alle meine Fahrräder selbst gewartet und repariert (it’s true! Dass ich zwischendurch etwa 10 Jahre lang kein Fahrrad besaß, muss der ja erstmal nicht wissen). Der Fahrradladenmann war ganz angetan und meinte, ich soll pro forma noch was schriftliches schicken und so überprüfte ich zu Hause noch schnell ein paar Arbeitslosengeld-Bedingungen* und schrieb dann meine bisher lustigste Bewerbung. Sie glauben gar nicht, wie man meine letzten 8 Arbeitsjahre, die wahrlich nicht viel mit Fahrradreparatur zu tun hatten, hinbiegen kann, um mein Interesse an Fein- und größerer Mechanik darzulegen**. Wir werden sehen, was draus wird. Finanziell wäre das ein Nullsummenspiel verglichen mit den Dagpenger, aber ich hätte was zu tun, was ich cool finde.

Dann war KiTa-Fest und die eine Mutter arbeitet jetzt beim NAV (also dem norwegischen Arbeitsamt) und erzählte, ihre Nachbarin habe auch nen Dr. in Neurobiologie und arbeitet jetzt als Kindergärtnerin, weil sie nichts gefunden hätte, und ob ich mir denn nicht sowas wie Alten- oder Krankenpflege denken könnte, da wäre ein wirklich großer Bedarf. Um es mit meinen gestrigen Worten zu sagen: Hahahahahahahahahahahahahaganzsichernicht. Ich hab doch nicht 10 Jahre lang studiert um dann einen Job zu machen, den ich nie machen wollte und auch weiterhin nicht machen will. Fahrräder reparieren definitiv ungleich alte Leute wickeln.

Und dann kam ich nach Hause und hatte eine Antwort vom Mann neben der Chipsfabrik, ich solle nächste oder übernächste Woche mir mal das ganze ansehen, ich läge ganz oben in seinem Stapel und er redet morgen mit dem Styreleder (Vorstandsvorsitzenden? CEO? Ich finde keine rechte Entsprechung dafür) über mich. Und dann fielen da noch die Worte „Gruppenleitung übernehmen“, „Probezeit“ und „Übergangswohnung“ und „wenn du schon im Sommer anfangen willst“ und „müsstest noch einen Lehrgang machen, vermutlich in Lissabon“ in der mail und vielleicht vermutlich ist das eine krasse Überreaktion, aber Herr Rabe und Ich haben schon das Internet nach dem besten Wohnort zwischen der Chipsfabrik und Herrn Rabes Osloer Office durchforstet.

Und ich bin jetzt so aufgeregt, dass ich bestimmt nicht schlafen kann.

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Auto-Lobhudelei: Möglicherweise den Fahrradjob klargemacht. Jedenfalls hingegangen und gefragt, nen netten Eindruck hinterlassen auch ganz sicher. Und vielleicht habe ich ja vielleicht echt bald nen Job neben einer Chipsfabrik.

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*Zum Beispiel, dass ich nicht befürchten muss, das jetzt drei Monate zu machen und dann wird neues ALG auf diesem letzten Verdienst berechnet.

**Damals, als ich angefangen hab zu studieren, war ich schockiert über die Bioverfahrenstechnik-Vorlesungen. Verschiedene Sorten von Sterilflanschen und Strömungsprofile von Rührern und… Zeug wurde da besprochen, dass ich mir vorkam wie ein besserer (weil immerhin steriler) Klempner. Aber so ne Ultrafiltrationsanlage zusammenbauen ist auch nicht so viel anders als nen Fahrradreifen ausbauen. Nur dass man nen kalibrierten und qualifizierten Drehmomentschlüssel dafür hat, zu dem es eine SOP gibt, in der steht, dass man den soundso lagern und reinigen und wasweißich muss und dass man den einmal im Jahr zur re-Qualifizierung der QA vorlegen muss und so. Ich weiß das, ich war Drehmomentschlüssel-Geräteverantwortliche damals.

Tag 1024 – Ich habe einen Bauzaun getragen.

Die Mutter von Michels bestem Freund, die ja auch meine Freundin ist, die ist dieses Jahr die Produzentin des Juba Juba-Kinderfestivals. Als solche ist sie natürlich für alles mögliche verantwortlich und weil das noch nicht reicht, hat sie die letzten Wochen noch ihre komplette Bekanntschaft* zur freiwilligen Mitarbeit zwangsverpflichtet. Aber weil wir ja grad auch einfach nicht sooo viel Geld haben, ich dafür viel Zeit und mir zu Hause auch gelinde gesagt die Decke auf den Kopf fällt, habe ich mich tatsächlich gerne da gemeldet. Man bekommt, egal wie viel man arbeitet, ein schmuckes** T-Shirt und den Festivalpass fürs ganze Wochenende, plus pro Schicht, die man arbeitet, 2 Tageskarten. Da Pippi ja noch nicht drei ist, zahlt die noch keinen Eintritt, weshalb ich mich für 2 Schichten gemeldet habe. Damit können wir alle vier beide Tage aufs Festival gehen und sparen ~1500 Kronen. Yeah!

Man konnte die Arbeit, die man machen will, priorisieren. Drei Bereiche (von ca. 20) müsste man angeben und da war von Aufbau/Abbau bis Kinderschminken wirklich alles dabei. Weil ich ja je nach Tagesform zur Zeit eher so mittelmäßig sozialkompatibel bin, habe ich mich mit 1. Priorität für „Arena“, also Aufbau/Abbau eingetragen. Die zwei anderen waren Bändchen-Bude und „Sonnenschein-Truppe“, das sind die, die die anderen Freiwilligen mit Essen/Trinken/GUDE LAUUUNE! bei Laune halten (immerhin nix mit Kindern). Ich bekam Arena und sogar meine Wunschtage Donnerstag und Freitag, dann fiel mir aber ein, dass Donnerstag ja das Einschulungsdings-Dings sein würde und außerdem war ich auch mit den Tagen für das Karriere-Dings durcheinander gekommen, deshalb habe ich zähneknirschend den Donnerstag gegen Sonntag (17:00 bis 23:30! Buhuhuuu!) getauscht. Immerhin ist der Sonntag dann kürzer, sonst ist nämlich jede Schicht 8 Stunden lang.

Arena also. Ich kann ja nicht raus aus meiner Haut, also kaufte ich gestern die ungelogen einzigen Montage-Handschuhe, die mir passten:

(Größe 8, da gab es schon mehr in der Größe, aber die saßen alle nur so mittel oder waren total steig oder sonst komisch.)

Dann holte ich mein Aufbauband und das T-Shirt und ein Umhängeschild mit meinem Namen und fett „Arena“ drauf ab:

Und machte mich heute dann fett mit Sonnencreme eingeschmiert, in einer ollen Jeans, die mir mal vor Jahren passte und jetzt leider viel zu groß ist, meinem Sport-BH und dem Juba-Juba-Shirt überpünktlich auf den Weg. Um dann festzustellen, dass ich das Umhängeschild vergessen hatte. Ich flitzte also wieder zurück und dann in einem Affenzahn den Berg hoch. Für die Ortskundigen: Buran – Festningen in 9 Minuten. Zu Fuß. So war ich im Endeffekt dann nur drei Minuten zu spät da, was leider aber trotzdem bedeutete, dass ich es nicht mehr geschafft habe, ein „Vorher“-Selfie zu machen und (schlimmer) dass die Einteilerei schon passiert war und niemand mehr am Treffpunkt zu finden war. Wen ich aber fand war meine Freundin, die dann die Freiwilligen-Verantwortliche anfunkte, die mich dann traf und einem Typen namens „Blitz“*** zuteilte. (Außerdem war sie sehr amüsiert über meine Handschuhe, also darüber, dass ich mir selbst welche mitgebracht hatte, wie so ein Vorbereitungskontrolletti halt, aber das ist eine andere Geschichte.) Zum Bühnenaufbau. Okay. Bühnenaufbau it is! Erstmal musste ich aber meine mit Bedacht gewählten Schuhe gegen Sicherheitsschuhe tauschen.

Ich habe dezente Probleme mit geliehenen Schuhen.

Blitz vermittelte mich dann an einen anderen Typen, mit dem ich das Misch-Zelt vor der Hauptbühne aufbaute. Das ging noch alles, auch die Gewichte auf die Füße des Zeltes legen und dann mit Heringen festmachen, ich war ja für körperliche Arbeit gekommen, nicht wahr? Dann wurde ich mit Kabel legen betraut. Von der Bühne zum Misch-Zelt. Vor den Kabeln kamen allerdings die Kabelkanäle. Diese verstärkten Hartgummi-Dinger, die auf Dorffesten und Festivals weltweit dafür sorgen, dass Kabel nicht einfach so herumliegen und eventuell ein LKW drüber fährt. Diese Teile sind überraschend schwer. Nach dreien bekam ich Hilfe, eine Kollegin meiner Freundin, die eigentlich das Toddler-Zelt einrichten sollte, aber noch auf Zeug wartete, das sie dazu brauchte. Nennen wir sie Ida. Ida und ich legten also die Kabelkanäle und dann das Licht- und die Soundkabel da rein, dann halfen wir beim Aufstellen der Subwoofer und schlossen diese an, schleppten noch Zeug auf die Bühne und dann war es plötzlich auch schon Zeit für Lunch.

Mein Dafuq-Gesicht. In durchgeschwitzt.

Nach der Pause, in der ich einen Liter Wasser exte und drei Scheiben Brot aß, ging es auf der Bühne weiter. Ich schraubte irgendwelche Platten fest, schleppte die unfassbar schwere Bühnenleiter herum, half beim Boxen aufhängen und zog gefühlte drei Kilometer Ketten durch einen Flaschenzug, um die Boxen hochzuziehen. Schleppte nochmal ein paar Bühnenteile von A nach B und dann wurde ich entlassen. Stand kurz herum und wurde einem Typ namens „OK“*** zugeteilt. Der mich nach draußen schickte, einem Mädel beim Befestigen der Molton-Planen am Bauzaun helfen. Das war dann die Scheißarbeit des Tages, es hätte voll gut gehen können, wäre dieses Mädel besser organisiert gewesen und hätten wir vor allem ein scharfes Cuttermesser gehabt. Denn dann wäre das voll gut gegangen: eine schneidet mit dem scharfen Messer Löcher in die Planen (möglichst direkt so an fünf, sechs Stellen), eine friemelt die Kabelbinder durch und zieht sie fest, die erste klipst die Kabelbinderenden ab, nächster Abschnitt. So war es dann nicht, sondern eher so: sie prökelt mit dem Messer Löcher in die Plane, hält das Messer in der Hand und friemelt den Kabelbinder durch und schneidet dann mit dem eh schon stumpfen Messer den Kabelbinder ab. Während ich dumm rumstehe, mit der Kneifzange in der Hand. Oder abgeschnittene Kabelbinderenden aufsammele, die da von gestern noch liegen und die mich wegen „Vermüllung der Meere“ wirklich wütend machen. Nun ja. Wegen ihrer Verweigerung gegen meinen Vorschlag, doch einfach ein besseres Messer zu holen, dauerte das alles ziemlich lange. Tjanun. Ich hatte danach grad noch Zeit, meine Freikarten abzuholen, bevor die Bude für heute schloss. Fand OK, berichtete ihm von unserer Accomplisheden Mission und fragte, was es noch so zu tun gäbe. Ach, in 25 Minuten gibt es ja eh Abendessen, meinte er, ich solle einfach relaxen. Ja, nee. Also echt mal: 25 Minuten Däumchen drehen und auf Pause warten? Crazy German cannot do that. Ich wanderte also ein bisschen herum und fand ein paar ordentlich schwitzende Damen, die Bierzeltgarnituren aufstellten. Auf Nachfragen stellte sich heraus: das war die „Dekor“-Truppe, die ein bisschen überrascht und überfordert davon war, dass man Tische, auf die man hübsche Blümchen stellen will, erst aufstellen muss. Und dass so Biertische halt auch schwer sind. Ich packte also da mit an und erntete sehr viel Dankbarkeit. Um Punkt vier mussten die aber zu Abend essen, also tat ich das einfach auch.

Schwitzig, aber mit Nudeln im Bauch.

Nach dem Essen war ich wieder ohne feste Truppe. Und wurde von einem Mädel abgeschleppt, das für die Turnhalle zuständig war. Sie hatte auch Ida und zwei junge Mädels aus der Dekor-Truppe zugeteilt bekommen. Als erstes fragte ich, ob ich dafür Sicherheitsschuhe bräuchte, weil meine Zehen langsam von schmerzend zu taub übergingen. Brauchte ich nicht, Hurra. In der Turnhalle sollten zwei Bühnen sein. Und beim Reinkommen ging mir auf, weshalb die Turnhallen-Verantwortliche so ein ganz kleines bisschen gestresst gewirkt hatte: da war noch gar nichts passiert. Sah halt aus wie ne Turnhalle mit reichlich Zeug in diesen großen Rollboxen drin. Schon bei „wir müssen diesen Mattenhaufen da drüben hinbringen“ wurde klar, dass die zwei jungen Dekomädels nicht so ganz in Idas und meiner Muskelliga spielten, denn die Matten (diese normalen blauen Turnmatten) konnten sie nur zu zweit tragen. Und als der Haufen überkniehoch wurde, kriegten sie die Matten selbst zu zweit kaum noch obendrauf gewuchtet. Ok, das konnte ja was werden. Die nächste Aufgabe war: die Wände verhängen. Auf einer Seite des Raums sollten Stoffbahnen mit einem Tacker an die Wand gebracht werden (in ca. 2,50 m Höhe), auf der anderen in der selben Höhe mit so riesigen Wäscheklammern an der Sprissenwand befestigt werden. Ich und Ida waren ein Team und hatten ratzfatz 5 Stoffbahnen an die Wand getackert. Ausrollen, Hoch auf die Leiter, Tack, tack, tack, Leiter verschieben, tack, tack, tack. Die ohne Tacker hielt die Plane hoch, damit die oben nicht zu viel Gewicht hochziehen muss. In der Zeit, in der wir die 5 Bahnen angebracht haben, schafften die Deko-Mädels Eine. Eine mickrige Plane. Kannste dir nicht ausdenken. Die waren nicht stark genug, diese überdimensionierten Wäscheklammern aufzudrücken. Und stellten sich auch ansonsten einfach unglaublich dämlich an. Naja. Wir waren ja auch mal 16, deshalb Übernahmen wir das weitere Aufhängen recht unemotional. Und auch den Fußboden für die eine Bühne verlegten wir schnell und ordentlich. Das Aufhängen dieser Stoffbahnen war übrigens ziemlich ätzend und ich hinterher komplett voll mit schwarzen Fusseln, also ein bisschen was hätten die Mädels ruhig auch machen können. Stattdessen schlugen sie Rad (war ja ne Turnhalle) und quietschten der Hyperventilation nahe auf, als ich mit einem geliehenen Klappmesser im Molton herumsäbelte, um die Lüftung freizulegen. „Oh Gott, leg das Messer weg!“ Hmmja.

Um halb sieben gab es nichts mehr zu Verhängen und auch sonst in der Turnhalle nichts zu tun****, also spazierte ich zum Freiwilligenzelt, trank einen halben Liter Fanta und ging dann wieder auf Wanderschaft, Arbeit suchen. OK hatte welche für mich: sechs Stücke Bauzaun waren irgendwie falsch gelandet und sollten jetzt zurück auf den Ständer.

Meine Fresse, sind Bauzäune schwer! Und unhandlich erst (ok, das war irgendwie offensichtlich). Und sind diese Ständer schwer zu verstehen. Für die 6 Teile und einen Weg von ca. 20 Metern brauchte ich gute 20 Minuten. Holte mir von OK ein „gut gemacht!“***** ab und schleppte mich danach mehr nach Hause, als dass ich ging.

Zu Hause. Komplett in Eimer. Aber irgendwie glücklich.

Jetzt sind meine Beine und Füße dick wie Baumstämme und ich freue mich schon voll auf Abbau. Öhömm. Nicht. Trotzdem war es schön, da mitzumachen, gebraucht zu werden und Ergebnisse zu sehen. Hachja.

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*und die ist groß

**naja

***warum haben so Bühnenleute gerne mal beknackte Spitznamen?

****gefragt habe ich schon, und bekam ein „Eigentlich nicht, vielen Dank, toller Einsatz!“***** zurück

*****quasi der norwegische Ritterschlag

Tag 1022 – Karriere-Event Tag 2 (Bei Punkt 4 musste ich weinen.)

Tag 2 des Karriere-Dingses war… auch nicht so viel besser als Tag 1. Erst gab es einen Vortrag von der Berufsvereinigung, in der ich ja schon bin und deren „Karrieretipps“-Seiten ich schon durchgelesen habe, das brauche ich dann echt nicht noch mal in faszinierend schlechtem Englisch („languishes (sic!) are important“) vorgelesen. Außerdem suuuuuuper viel Blödsinn von wegen tu dies und das und dann kriegst du schnell nen Job, weil: Hahaha, von dies bis das mache ich schon alles und obendrauf noch jenes bis welches, und… naja. Kein Job halt.

Vortrag 2 und 3 waren von einem Karriereberater und, wie nenne ich das, irgendwie sowas wie Berufsnetzwerk-Influencer. Das war etwa so: er trug vor, was man alles machen soll, ich hakte innerlich alles ab, und musste irgendwann fast lachen, weil ich hätte mich da genauso gut hinstellen können als abschreckendes „Und selbst wenn du all das machst, heißt das nicht, dass du einen Job bekommst!“-Beispiel. Halbes Jahr vorher kümmern, Check, Bewerbungen immer an Ausschreibung orientieren, Check, Lebenslaufpunkte nach Stellenanforderungen priorisieren, selektieren und sortieren, Check, Check, Check, fucking Check.

Dann Pause und danach LinkedIn-How-To, das war so ein bisschen „Why I Hate LinkedIn“ in a nutshell. Ehrlich mal: 5 Wochen lang dreimal täglich zu bestimmten Uhrzeiten was posten (nein, nicht irgendwas natürlich, auf gar keinen Fall sogar, sondern Sachen, die eine interessant und „Purpose Oriented“ erscheinen (sic!!!) lassen, ich kotze!) und dann „darf“ man mit irgendso einem Spruch wie „Bei XYZ habe ich so tolle Menschen getroffen und Erfahrungen gesammelt, aber jetzt ist es Zeit, weiterzuziehen, ich bin offen für Vorschläge!“ sein tolles, auf Fake (ich nenne „erscheinen lassen“ fake, so.) aufgebautes Netzwerk um einen Job anhauen. Ich kotze im Quadrat.

Der vierte Vortrag hatte es dann aber in sich. Auch wenn die Message „Never give up!“ eher sehr Standard als alles andere war und ich auch nicht so genau weiß, weshalb der Typ eingeladen war, die Geschichte, die er zu erzählen hatte (der LinkedIn-Typ wäre stolz gewesen vor lauter „make it personal!“) war unglaublich krass. Die Geschichte geht so: Zwei Typen, Anfang 20, beste Freunde seit immer, gehen an einem Samstag kurz vor Halloween feiern. Der beste Freund des Vortragenden übernachtet daraufhin spontan beim Vortragenden, weil, ach, beste Freunde seit immer, Taxigeld sparen, usw. Kaum eingeschlafen wird der Vortragende von Gebrüll wach, im Zimmer steht plötzlich ein dritter seit immer Freund in Unterhose und sticht mit einem 30 cm langen Messer auf den Freund des Vortragenden ein. Überall ist Blut, der Vortragende tritt nach dem Messermann, der wendet sich daraufhin gegen ihn und sticht ihm in die Brust, in die Lunge, ins Gesicht. Der Freund des Vortragenden schleppt sich aus dem Zimmer, der Vortragende schafft es irgendwie aus der Wohnung in den Hausflur, wo der Messermann aber weiter auf ihn einsticht, insgesamt 15 mal. Ein Nachbar ruft die Polizei, der Messermann verschanzt sich im Hinterhof und schreibt mit Blut „GUD“ (Gott) an die Haustür (hier ein Bild davon), der Vortragende schleppt sich aus dem Haus, an der Straße steht ein Taxi, er reißt die Tür auf, der Taxifahrer denkt erst „haha, Halloween“, merkt dann aber doch schnell, was Sache ist und fährt den Vortragenden mit 160 Sachen ins Krankenhaus, 4 Minuten. 11 Tage später wird der heute Vortragende wach, mehr tot als lebendig, mit drei Metern an Narben und fast 400 Stichen, der eine Arm nicht funktionierend, sein bester Freund tot und bereits beerdigt, ein weiterer Freund mit akuter Psychose im Hochsicherheitsgefängnis. Und das ist halt alles echt passiert und nicht von Jo Nesbø ausgedacht.

Der Rest des Vortrags handelte davon, wie er irgendwann aus seinem schwer traumatisierten Zustand herausgefunden hat (nicht überraschend konnte er danach monatelang nicht schlafen vor lauter Angst) und das Leben jetzt weitergeht. Sport ist die Lösung, gesunder Körper, gesunder Geist und so (und der sehr kleine Teil meines Gehirns, der nicht mit Verdauen dieser Geschichte beschäftigt war, lachte kurz auf und sagte: toll. Selbst das machste ja schon) und ein soziales Netzwerk, das braucht man auch. Das Leben ist immer bumpy, mal mehr mal weniger, aber man muss halt einfach irgendwie weitermachen. Sich nicht unterkriegen lassen. Auch wenn man vielleicht monatelang arbeitslos ist (oder von seinem Freund abgestochen wird), es geht weiter, solange man lebt. Smiley! Und dann zeigte er uns die Tätowierung an seinem Unterarm, ein Portrait seines getöteten Freundes. Und da war’s dann vorbei und ich musste kurz ein bisschen heulen.

Wahnsinnig positiv also, der Tagesausklang.

Herrje. Jetzt erstmal weiter Bewerbungen schreiben. Positiv denken! Netzwerken! Die Comfortzone verlassen! Und nicht an Psychosen denken!

Tag 1021 – Wooozaaaaa. (Wie ich mal auf einem Karriere-Event war.)

Es ist 10:09 Uhr. Ich sitze bei den Biotech Industry Career Days. Seit etwa fünf Minuten spricht der erste Speaker und ich könnte mich jetzt schon total aufregen. Warum? Weil der Industrie-Jobs bewirbt. DIE ES ZUR HÖLLE NOCHMAL GAR NICHT GIBT! Voll super in der Industrie. In Pharma. Jaja, ganz toll da. Wir sollen also alle in die Industrie, also alle, die sich nicht selbständig machen wollen. Was 1/3 von uns wohl machen sollen. There’s your chance! Kotzi.

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1. Vortrag: Macht euch selbständig. JAAAA, GENAU. Orr.

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2. Vortrag: Er hats begriffen. Wenige Jobs, viele Bewerber (in Norwegen). Fühle mich kurz nicht verarscht. Wissenschaftler sind halbwegs gefragt, aber extra Ausbildung in Business, Recht, Marketing, Tralala, wär schon gut. Tjanun.

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3. Vortrag: Erinnern Sie sich noch an meine Vorhersage, dass ich demnächst Fischfutter in den Lofoten vertreibe? Nun. Die Firma dieses Menschen entwickelt und produziert Fischfutter. Nichts gegen Fisch, aber… puh.

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4. Vortrag: Life Science Cluster. Bei der Hälfte der Firmen im Cluster habe ich mich bereits beworben. Bei manchen hatte ich sogar Vorstellungsgespräche. Vielleicht möchte ich kurz schreien, aber vermutlich kriegen schreiende Leute erst recht keine Jobs. Surprise, die sind da auch alle, wo die Osloer von neulich waren. Vielleicht heule ich auch einfach? Neinein, natürlich nicht, denn auch heulende Leute kriegen keine Jobs, heute (und morgen) bin ich positiv eingestellt und einfach gar nicht verzweifelt und kompetent bin ich ja eh und someone please shoot me alles wird gut. Oh! Die haben nächste Woche ein Matchmaking event. Hmmmm…

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5. Vortrag: Share Lab, Labore einrichten ist abartig teuer, wenn man jetzt ne tolle Idee hätte, mit der man sich selbständig machen könnte, könnte man bei denen Labspace mieten (ja, auch wieder im selben Gebäude wie die Osloer und das Cluster und…)… hab ich aber ja eh nicht also lassen wir das. Hab ich erwähnt, dass ich nicht gefrühstückt habe? Es ist 11:21 Uhr, ich esse gleich jemanden. Eigentlich mache ich seit einiger Zeit unbeabsichtigt Intervallfasten (dazu habe ich eigentlich keine Meinung, ist ja auch mal was neues), nur mit Kaffee. Im Kaffee ist Milch, also Kalorien, also kein Intervallfasten, aber essen tue ich im Moment irgendwie nicht vorm Mittag und das ist eigentlich nicht gut. Ich neige ja zum hangry sein, zu Unterzuckerung mit nachfolgenden Kopfschmerzen, also sollte ich eigentlich frühstücken, aber irgendwie klappt das grad nicht so besonders gut. Urgs, jetzt hat der was von „your new industry friends“ gesagt. Kotzi. „I wanna see you there!“ Ja, ich dich nicht. Danke.

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Endlich Pause.

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6. Vortrag: Die Organisatoren. Höre ich auch nicht das erste mal, ist ja alles mega klein hier, man kennt sich halt irgendwann. Neu: ein internationales Internship Programme für PhDs und PostDocs, fängt im Winter (ca.) an, das kann man im Auge behalten.

*Pling* Absage auf Bewerbung, die ich gestern Abend abgeschickt habe. Okayyyy…

Wegen „hab ich alles schon gehört“ den Leuten vom 4. Vortrag wegen des Events geschrieben. Ich bin ja so engagiert.

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7. Vortrag: Fertilitätsklinik. Mensch erzählt, PhDs sollen ihre Forschung doch an den Bedürfnissen der Industrie ausrichten, dann klappt’s auch mit dem Industrie-Job. DAS IST JA MAL EIN WERTVOLLER TIPP! Ich bin schon wieder auf 180. Mache lieber anderen Kram und schaue nach Projektmanagement-Kursen. Meine Berufsvereinigung bietet sowas an, aber das kommt mir sehr teuer vor und wären 5 x 2 Tage über mehrere Monate und natürlich alle in Oslo. Hmnaja. Mal weiter suchen.

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8. Vortrag: Ein Öl-Forschungs-Institut. Klingt erstmal alles sehr fern von allem was ich kann und was mich interessiert, aber plötzlich heißt es „wir machen Enzyme“ und „wir stellen ein“ und ich tippe quasi schon an der Bewerbung. Stavanger. Tjanun, irgendwas ist immer. Wenigstens sind da die Häuser billig.

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9. Vortrag: Ein Enzym-Produktions-Service-Dienstleister. Hmmhmmhmm. Klingt eigentlich voll gut, aber: Tromsø. Nein. Tromsø ist zu kalt und zu dunkel.

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10. Vortrag: Ein interdisziplinäres Forschungs-Institut mit Fokus auf Biotech für… Fisch. ZZZzzzZZZzzz. Aber hübsche Bilder von Würmern, die sich am Meeresboden von Knochen ernähren. Oh! Eine offene Stelle für PostDoc. „Engineering the smell of fish products“. Öhm… Ja, well, why not. (Hab dann noch mit der gesprochen, gefühlt dreimal meinen Namen gesagt, mich nicht getraut, meinen CV abzugeben (ICH. KANN. DAS. NICHT!) aber versprochen, eine meiner bekannt brillanten Bewerbungen zu schicken.)

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Es ist noch mingling, aber mein Sozialakku ist für heute leer. Ab nach Hause. Es ist 15:00 Uhr.

Tag 996 – Nach Hause telefonieren?

Also das heute lief sehr merkwürdig, bzw lief es mit dem 1., meinem potenziellen direkten Kollegen, sehr gut, dann wurden wir aber unterbrochen von der CTO/Gründerin, die, hmm, [ich sag nix über Klamotten, kann jede halten, wie sie will], hmm, sie sah zwischendurch aus dem Fenster. Nach exakt 30 Minuten war auch das merkwürdige Gespräch mit ihr vorbei, ich fühlte mich… wie nach den Fischleuten, inkompetent und eingeschüchtert und insgesamt als hätte ich grad einen Kampf verloren (was ich vielleicht, vermutlich, achwasweißich auch habe). Dann sprach ich nochmal 10 Minuten mit meiner eventuell zukünftigen Chefin, Gehaltsvorstellungen und so, „Pensionsordning“, so Zeug halt. Das war wieder sehr nett. Sie meinte zu mir, ich hätte einen sehr guten Eindruck gemacht, in spätestens zwei Wochen bekäme ich Bescheid, ob ich nochmal zu einem Interview kommen soll (das wäre dann das dritte), es wären noch zwei weitere (neulich war es noch eine) im Rennen und überhaupt, wie denn „der andere Bewerbungsprozess“ laufen würde? Tja, hab ich erklärt, fühlt sich trotzdem scheiße an und ich habe ein schlechtes, sehr schlechtes Bauchgefühl jetzt. Ich möchte das immernoch, glaube aber, es wird wieder an Kompetenz scheitern und „viel Glück mit dem anderen Prozess“ heißen. Ich will einfach nur nach Hause und vielleicht auch ne Flasche Wein umarmen.

Und als würd das alles nicht reichen bin ich total erkältet, meine Nase und meine Augen laufen und ich hasse verdammt noch mal die Welt heute.

Tag 994 – An experience.

Nun ja. Also: ich war bei diesem Test, ich habe vorher alles noch mal durchgelesen, was ich mir an Notizen gemacht hatte, ich war super früh wegen sehr starker Hummeln im Hintern im Grunde da, ich war gut vorbereitet, gebracht hat es… wenig. Aber von vorn.

Canary Wharf. Ich wusste gar nichts über diesen Ort und fand mich nach einem Spaziergang von meinem Hotel im erkennbar nicht-reichen Poplar zwischen glänzenden Hochhäusern, Sicherheitspersonal, Durchfahrtsperren für kleinere Panzer und unfassbaren Mengen an Anzugträgern wieder. „Nettes Café suchen“ war mein Plan, wär bestimmt auch gegangen, würde ich Cafés voller geklont aussehender Männer um die 40 irgendwie nett finden. Das ist ja Geschmackssache. Im Endeffekt kaufte ich mir dann im einem Feinkostgeschäft zwei Bananen und zwei 0,5 L-Flaschen Wasser und setzte mich mitten im Einkaufzentrum an so ein „Husch husch, schnell ein Salätchen in der Mittagspause holen“-Büdchen. Immerhin hatten die vernünftigen Kaffee.

Da saß ich dann und ging meinen Kram durch, checkte nochmal kleine Details („Public Health“ ist festgeschrieben in Title XIV, Article 168, TFEU) und beobachtete die Leute (wie gesagt: alle wie geklont, sehr strikter Dresscode, 75% Männer, ehrlich gesagt: furchtbar und keine Umgebung, in der ich überhaupt arbeiten wollen würde) und Zack, war es 13:00 Uhr und Zeit zu gehen.

Bei der Agentur bekam ich ein Besucherbändchen und wurde in den Warteraum gebracht, wo wir unseren Gruppen entsprechend sitzen sollten und auf Abholung zum Test warteten. Meine Gruppe bestand aus lauter Menschen, deren Vornamen mit R. anfangen. Wir dachten erst noch, haha, was ein witziger Zufall, aber dann wurde recht schnell klar: gar kein Zufall. (Und ich möchte schwören, dass die das immer anders machen, nächstes mal nach Geburtsdaten, wer weiß.) Der Raum wurde voller… und voller… und voller. Am Ende waren ca. 100 Leute drin. 100. Leute. Ich saß mit einem kleinen Teil der R-Menschen am Tisch und wir plauderten ein bisschen über unseren Hintergrund und wie wir uns vorbereitet hätten und ich war recht beruhigt, dass die anderen auch nicht mehr Ahnung hatten, was da auf uns zukommen würde.

Dann wurden wir abgeholt und in einen neuen Warteraum gebracht, wir wurden alle noch mal aufs Klo geschickt (ok, es wurde empfohlen, noch mal zu gehen) und es wurde gesagt, was wir mitnehmen müssen (nix), dürfen (Wasser, Snacks, eigene Kugelschreiber) und nicht dürfen (Handys, Laptops, Tablets…). Dann standen wir noch recht lange herum. Und wurden dann abgeholt und in den Test-Raum für unsere Gruppe gebracht.

Tja, und der Rest it’s Confidential, aber so viel kann ich vermutlich sagen:

Es war unfassbar schwer. Es wurde zum Teil Detailwissen auf einem Niveau abgefragt, das man vermutlich erst nach > 10 Jahren in genau dem Beruf erlangt. Multiple choice at its best. Antwortmöglichkeiten oft „A: 1, 3 und 5/ B: 1, 2 und 3/ C: 2, 4 und 5/ D: 1-5“. Gehirne am Kochen. Manches ließ sich durch Kombinieren von „sicher falschen“ und „sicher richtigen“ Antworten lösen (wie so ein Logikspiel) einiges musste ich raten. Educated guess zwar, aber halt geraten. Zwei Teile waren besonders schlimm: der „Choose your pain“-Teil, wo man aus 4 Themen eins wählen sollte, da wählte ich erst „GxP“ weil ich dachte, das wäre leichter und ich besser vorbereitet. Hahaha. Nachdem ich damit „fertig“ (im Sinne von: bei allen Fragen was mehr oder weniger sicher geraten) war, machte ich lieber noch den „Biostatistics“-Teil und siehe da: der ging sehr viel besser. Der zweite schlimme Teil war leider der EU-Teil, bei dem krasses Detailwissen zur EU abgefragt wurde, nichts aktuelles, nichts „menschliches“, nur Daten, Zahlen, Fakten, ich frage mich ehrlich gesagt, wie viele Leute in irgendeiner EU-Agentur diese Fragen hätten beantworten können.

Und schon waren die fast drei Stunden um, wir standen wieder draußen, alle so „Phew, that was… an experience!“, Karten wieder abgeben und Tschüss.

Jemand fragte noch, wie viele Leute denn getestet wurden. Über 600. und die besten 135 dürfen zum Interview kommen. Dafür hat es, in meinem Fall, nur mit sehr viel Glück gereicht*.

Danach mein Akku leer, Handyakku leer, Kopfschmerzen und Hunger. Bin dann in einem Pub und hab meinen Frust ersäuft. War schön.

Was man in London für 15£ kriegt. Wenn man gewillt ist, zwischen Anzugträgern zu essen.

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Auto-Lobhudelei: mein Bestes gegeben. All meine Kombinationsgabe, dazu ein bisschen gesunder Menschenverstand und eine Prise Intuition. Und, trotz allem, auch mein Wissen.

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*bitte nicht wieder alle sagen: „So schlecht war’s bestimmt gar nicht und die anderen hatten ja die selben fiesen Fragen.“ Ich bin relativ gut in Selbsteinschätzung, auch im Verhältnis zu anderen, meine Chancen in diesem Fall sind nicht non-existent, aber auch nicht gut. Alles „war bestimmt voll gut“ macht mir nur entweder ein verschrobenes Selbstbild, oder ich denke „ach, die haben ja alle gar keine Ahnung“.

UPDATE: Aus gegebenem Anlass. Dieser Job wäre mein Traumjob. Anzugmenschen hin oder her, krasses Aussiebungsverfahren am Fließband egal. Wenn die von mir verlangen würden, dass ich mir täglich eine Clownsnase aufsetze oder ein Businesskostümchen anziehe: ich würd’s tun. Also bitte auch nicht mehr sagen, dass ich das ja eh dann nicht wollen würde. Ich muss ja nicht mit den Bankmenschen von nebenan Mittag essen.

Tag 986 – Alltag einer Arbeitssuchenden.

Heute ein großes Auf und Ab. Morgens noch neben Pippi auf dem Laufrad hergehachzt, zu Hause dann aber doch erstmal gelernt und nicht direkt Sport gemacht – ein Fehler, weil ich so als die Recruiterin von vorletztem Freitag anrief, grad sehr konzentriert Zeug zu Guter Herstellpraxis las. Die hatte zwar gute Neuigkeiten, denn ich darf zu einem zweiten Interview nächste Woche kommen, und außer mir darf das nur eine weitere Person, was bestimmt in einem anderen Kopf als meinem total positiv klingt, aber es ist halt nächste Woche und mein Gehirn irgendwo in allgemeinen Aspekten zur Wichtigkeit von Qualitätsmanagementsystemen verloren, deshalb sagte ich etwas unbedacht, ich sei nächste Woche leider Mittwoch verreist und käme erst Donnerstag zurück. Oh wo ich denn sei, ach, London, wie schön, hmm, aber vielleicht könnte ich ja auf dem Rückweg, wenn ich eh nen Zwischenstopp habe, und überhaupt und by the way, was ich denn da machen würde, ob ich in anderen Bewerbungsverfahren weit gekommen wäre? Tja. Jemand(TM) ist ja „too honest for her own good“ und sagte also wies ist: Dass ich in London am Auswahlverfahren für eine Stelle bei einer Behörde teilnähme, dass das alles noch sehr in den Sternen stünde und ich aber total viel grad lerne, das ich auch bei der Stelle in Oslo gut einbringen könnte und gerne würde. Nunja, und danach fühlte ich mich ziemlich mies, das ging auch durch Sport nicht weg. Einmal diplomatisch geschickt sein und die glauben lassen, sie wären die einzig wahre Stelle für mich… Hrmpf.

Ich lernte noch irgendwie weiter und dann kam die Familie zurück, als ich grad aus der Tür und Spazieren gehen wollte, das war irgendwie vom Timing her auch blöd. Immerhin kochte ich dann sehr leckeres Abendessen und alles schien halbwegs ok, bis ich (Volltrottel, echt mal!) in Michels Hörweite zu Herrn Rabe sagte: „Weißt du was mir eingefallen ist? Wenn wir zu Ende Juli die Wohnung kündigen wollen würden, müssten wir das bis nächsten Montag tun.“ Dann hatte ich einen sehr aufgelösten Fünfjährigen auf dem Schoß, der einfach nur hier wohnen bleiben will, seine Freunde behalten will, auf die Stadtteilschule gehen will. Das bricht mir je-des-mal das Herz. Immerhin konnte ich selbiges dann nach dem Kinder ins Bett bringen bei Herrn Rabe ausschütten und dann gings wieder, da kam mir tatsächlich sehr gelegen, dass ein verabredeter Telefontermin sich etwas nach hinten schob. Dieser Telefontermin war dann sehr nett und überaus hilfreich, denn ich sprach mit jemandem, die auch in einer EU-Agentur arbeitet und die fragte mich viele Dinge, die sie in dem Test vermuten würde, vieles konnte ich beantworten, einiges aber auch nicht. Überraschung, bei der EU arbeiten Menschen und die leiten Ausschüsse und sind aus Ländern und so. Menschen, mit Namen. Sollte man vielleicht wissen, wer so wo für „public health“ zuständig ist und was dieses „public health“ eigentlich umfasst. *hüstel*. Nunja, ansonsten war das aber wirklich nett, ich bin einigermaßen beruhigt und weiß, wo ich nochmal was nachlesen sollte und hoffe jetzt für die nette Gesprächspartnerin, dass die Stimmzettel ganz schnell fertig werden.

(Stillleben Lernchaos.)

Jetzt aber Bett. Vielleicht nehme ich mir noch so ne kleine Guideline mit, als Nachtlektüre. Öhöm.

Tag 978 – Gemischtes.

Heute war ich beim NAV. Das kam so:

Ich habe seit inzwischen 5 Wochen kein Arbeitslosengeld bekommen. Es wurde mir ja von Anfang an klargemacht, dass ich in den zwei Wochen vor der Disputation kein Arbeitslosengeld bekäme, weil ich in der Zeit „in Ausbildung“ sei und deshalb ja keine Jobsuche betreiben könne (dass ich auch in der Zeit Bewerbungen abgeschickt hab: Schwamm drüber, ne?). Ich müsse das dann in den „Meldekarten“ entsprechend angeben. Die Meldekarten muss man alle zwei Wochen ausfüllen, aber online dauert das keine fünf Minuten, ist also echt kein großes Ding. Und normalerweise geht das dann auch fix, dass man das Geld bekommt, also so etwa 2-3 Tage. Nun. Ich füllte diese Meldekarten rund um die Disputation also entsprechend aus und halte für den Zeitraum zwei Wochen vor der Disputation „in Ausbildung“ an. Und dann gingen die zwei Meldekarten zur „manuellen Behandlung“. Ganz toll, vielen Dank auch, dachte ich mir, aber sonst auch nix weiter. Bis dann jetzt für die neue, ganz stinknormale Meldekarte auch kein Geld kam. Da sah ich heute morgen nach und fand heraus, dass die quasi in der Pipeline hinter den anderen beiden feststeckt, die nicht bearbeitet wurden. Ich grmpfte also und rief die Hotline an. Die Dame bei der Hotline teilte mir dann freundlich mit, dass die zwei Meldekarten „durchgefallen“ seien und deshalb auch die dritte nicht bearbeitet wurde. Moment, durchchgefallen? Ja, weil ich „in Ausbildung“ angekreuzt hatte. Das „in Ausbildung“ gilt nur für „vom NAV aberkannte Kurse und Studien“. AHA! Das hätte mir ja auch mal wer sagen können, nicht wahr? Ich hätte da, so die Dame weiter, „Abwesend“ anhaken müssen. Obwohl ich ja sehr anwesend war. Tjanun. Und da gäbe es jetzt leider nur die Möglichkeit, das zu korrigieren, indem ich persönlich da hinginge und mit meiner Betreuerin spräche. Ich grmpfte noch viel mehr, ging aber heute Mittag da hin. Und war schockiert. Ich kam direkt von der Eingangstür in einen Raum voller Leute, die scheinbar ungeordnet herumstanden. Einige sag ich an Computern mitten im Raum stehend Dinge tun, einige sitzend auf Sofas, zwischendrin auch welche am Drucker, und hier und da Leute mit roten Westen. Ich dachte zuerst, ich wäre in den abschließenden Mingling-Teil irgendeines Seminars geraten und wollte schon wieder umdrehen, aber irgendwie kam mir seltsam vor, dass die Leute so scheinbar gar nicht mingelten. Und auch nichts offenkundig gemeinsam hatten. Ich blieb also unentschlossen einfach stehen und besah mir das ganze. Die roten Westen (mit dem Charme einer Bauarbeiterkluft) hatten eine Aufschrift mit „NAV.no – 24/7 geöffnet“ (oder so), die schienen also hierher zu gehören. Und wuselten manchmal zielgerichtet herum, dann aber wieder nicht und guckten aufmerksam Leute an. An einem Ende des Raumes war so eine Art Tresen, an dem mehrere Leute standen und dahinter mehrere rote Westen, also schien es mir ratsam, mal zu schauen, ob das ein Empfang oder sowas war (ich suchte die ganze Zeit nach einer Gelegenheit, eine Nummer zu ziehen, weil das in Norwegen ja immerimmerimmer so ist, dass man einfach eine Nummer zieht und dann die Nummer aufgerufen wird und fertig). Und wie ich da so versuchte, die Schlange am Tresen zu erkennen, rief eine der roten Westen „Wir haben hier keine Schlangenordnung!“. WHAAAAAT? Keine Nummer, keine Schlange, soll man die im Ernst einfach ansprechen? Bis ich mich gesammelt hatte, war die rote Weste natürlich besetzt. Dann drängelte sich jemand vor (oder so, gab ja keine Schlange, aber ich bin ganz sicher, dass die nach mir gekommen sind) aber die nächste rote Weste war dann meine. Der erzählte ich also – mitten im Raum, umgeben von Leuten (!!!) – meine Geschichte und sie fragte nach meinem Ausweis. Ich habe keinen Lichtbildausweis mit meiner Personnennummer drauf, also zog sie dann mit meinem Führerschein plus Krankenversicherungskarte (meinem einzigen Ding mit der Personnennummer drauf, abgesehen vom offiziellen Registrierungsbeweis) von dannen. Bis sie wiederkam, hörte ich unfreiwillig die komplette Geschichte des sehr laut sprechenden, älteren Rumänen mit, der vorgestern erst angekommen ist und noch eine Personnennummer braucht. Weil er noch keine Arbeit hat, hat ihn der Skatteetaten schon weggeschickt und er verstand nicht, wieso ihm niemand eine Nummer zuteilen wollte, ohne die doch in Norwegen nichts funktioniert. Kurz bevor er wirklich sauer wurde, kam meine rote Weste zurück, mit zwei Zetteln zur Korrektur der zwei Meldekarten. Die füllte ich auf der Sitzfläche eines Stuhls aus und gab sie ihr unterschrieben und mit der falschen Jahreszahl (Hupsi, aber ist ja auch noch so neu, das Jahr…) versehen zurück, sie sagte Danke und dass das jetzt korrigiert wäre und das war’s. Dann war ich wieder draußen. Auf der Pro-Liste also eindeutig: Geht fix, deren System.

Trotzdem, liebes NAV: warum?!? Warum keine Nummern? Wir mögen Nummern ziehen! Das ist fair, das kann wirklich fast jede*r, selbst Leute mit richtig schlechter Sozialkompetenz schaffen es, ne Nummer zu ziehen und im Zweifel eben draußen oder in der Ecke eines der schicken Sofas sich unsichtbar machend darauf zu warten, dass sie dran sind. Dieses System, was ihr da habt, ist echt (wie jemand auf Twitter sagte) Apple Store gone wrong. Für Leute mit psychosozialen Problemen ein echtes Hindernis, für alle anderen mindestens unfair und total unübersichtlich, keine Privatsphäre, und dass die Mitarbeiter*Innen da nicht komplett irre werden, ist echt ein Wunder.

So.

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Pippi wollte heute nach der KiTa nicht nach Hause laufen. Aber auch nicht Laufrad fahren. Was ich also tragen musste. Plus die schwere und volle Tasche Kram aus der KiTa (unter anderem der Winteranzug, mit dem Michel, als ich kam, auf den Knien über den gestreuten Asphalt robbte und meine Fresse, das Ding hat über 100€ gekostet und hat jetzt Löcher in den Knien. War. (und bin) ich. sauer.). Also beide Arme voll und bockige Pippi, die einfach stehen blieb. Viele unserer Nachbarn aus dem Viertel kennen jetzt die deutsche Mutti, die ihr Kind anschreit. Und ein paar deutsche Flüche.

Nach sowas möchte ich echt immer gern aufn Arm oder direkt ins Bett.

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Sport gemacht und, weil ich ein neues Sportprogramm angefangen habe, den „Physical Fitness Test“ wiederholt, allerdings ohne Laufen, ich laufe ja nicht. (Ich gehe. 19256 Schritte heute.) Und ich muss schon sagen: ich bin stolz auf mich. Die >-Zeichen heißen, dass noch ein paar mehr gegangen wären, aber es mir zu blöd wurde.

(Ach ja: Push-ups sind Liegestütze, in dem Fall ganz normale und nicht auf den Knien, sondern auf den Füßen, Squats sind Kniebeugen, Plank heißt, dass man sich auf Unterarme und Zehen aufstützt und den Rest halt wie ein Brett macht, also vom Boden weg, aber flach, in einer Linie von den Schultern bis zu den Fersen abfallend ohne, dass der Po angehoben wird. Flexibility wird da bestimmt, indem man quasi eine Klappmesser-Übung macht und musst, wie weit man mit den Händen an den Fersen vorbei strecken kann (oder, wenn man nicht bis zu den Füßen kommt, halt -x cm). Ich glaube, das ist bei mir nah am maximal erreichbaren, bei dieser Übung bin ich schon sehr flexibel, ich lege den kompletten Oberkörper auf meinen Beinen ab und die Unterarme auf den Boden neben die Waden, was soll da noch groß gehen, wenn meine Arme nicht durch gewisse Laufradtragereien noch deutlich länger werden?)

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Ein lustig aussehendes Brot gebacken, nach einem Rezept von Ketex.

(Ich glaube, die Teiglinge lagen ein bisschen sehr nah aneinander, deshalb haben die beim Aufgehen im Ofen so eine Art Brücke gemacht und sich gegenseitig hochgedrückt. Aber sonst tadellos, wir werden sehen, wie es schmeckt, so schwierig, wie’s im Rezept klingt, fand ich es jetzt nicht.

Tag 975 – Ein kurzes Statement zum Stand des Humors.

Vorstellungsgespräch also. Mal wieder. Man wird ja tatsächlich entspannter dabei. Also, ich jedenfalls. Vielleicht war ich auch einfach müde, die Möglichkeit besteht durchaus. Aber es lief auch im Vorfeld alles gut und entspannt, keine abgesagten Flüge, alles ganz nach Plan. Im Endeffekt war ich dann 10 der Nervosität geschuldete Minuten zu spät vor Ort und staunte kurz über das super schicke Gebäude (Googeln Sie mal „Forskningsparken Oslo“, wenn es Sie interessiert), wurde dann aber von der Recruiterin eingesammelt und… kurz gebrieft. Kann man anders nicht nennen. Die hätten einen sehr guten fachlichen Eindruck von mir, ich solle dies und jenes noch betonen und dann würde das sicher gut laufen. Äh. Okay! Gut, mache ich, ganz beratungsresistent bin ich ja doch nicht.

Im Gespräch lernte ich dann meine eventuelle zukünftige Chefin (M.*) kennen (die live, in Farbe und zum Anfassen viel, VIEL weniger biestig netter ist, als sie auf Fotos und anhand ihres CV wirkt. Nach kurzem Geplänkel über das Wetter (warm) und das Wetter vor ein paar Tagen (kalt) ging es los. Und zwar damit, dass ich gefragt wurde, was die Firma denn so mache. Ich war da etwas, äh, überrascht von, aber meine Hausaufgaben hatte ich ja gemacht und umriss kurz die Firmenstruktur, die Produkte und die naturwissenschaftliche Idee dahinter. Alles, was ich nicht erwähnt hatte wurde von der M. ergänzt und ab da war es eigentlich ein ganz entspanntes Gespräch, ich kann das alles gar nicht mehr so wiedergeben, aber es ging zu 95% nicht um Fachliches, sondern um mich als Person. Ich hatte wirklich den Eindruck, dass es der M. hauptsächlich drum ging, herauszufinden, ob ich als Mensch ins Team passen würde. Wie meine Arbeitsweise so wäre. Wie ich damit umgehen würde, wenn meine schönen Pläne durch Feuerlösch-Notwendigkeiten durchkreuzt würden. Wie ich in einem, vorsichtig ausgedrückt, noch in der Strukturierung befindlichen System voraussichtlich klarkäme. Was ich davon halten würde, mit regulativen Behörden zusammenzuarbeiten**. Ob ich mich auch vors, sagen wir mal, PEI stellen würde, um eine von uns geplante Studie vorzustellen***. Oder nach China fliegen und den Lieferanten inspizieren****.

Gipfeln tat das ganze dann in einer Frage nach meinem Humor. Weil der Chef im Empfehlungsschreiben meinen „good humor“ betont. Ähäm. Joa, also mein Humor ist besonders lustig, quasi grandios witzig, best humor, it’s true. Sagte ich nicht, sondern dass mein Humor ziemlich ironisch und manchmal auch sarkastisch ist, ich aber auch und vor allem über mich selbst lachen kann. Ah, eine Frage kam noch: was ich denn, abgesehen von Arbeit und Kindern, noch so für Interessen hätte. Ja, echt, die hat mich nach meinen Hobbies gefragt! Und da saßen wir nicht erst seit 10 Minuten und sie wollte Zeit schinden, damit ich mich nicht allzu schlecht fühle, das war nach eineinhalb Stunden Gespräch.

Ich hänge übrigens gar nicht die ganze Zeit im Internet rum. Ich habe lange Ballett gemacht, mache gern lange Spaziergänge mit Ziel, nähe meine eigene Kleidung und backe unser Brot. Falls Sie demnächst mal von einer M. aus Oslo gefragt werden.

Vorsichtiges Fazit: So ähnliche Gespräche hatte ich ja auch schon (mit denen hier und mit der Kröte ja eigentlich auch*****), es ist natürlich möglich, dass sie wen haben, der/die fachlich besser geeignet ist, weil er/sie/* halt schonmal genau das gemacht hat. Das wäre für mich jetzt blöd, weil das wär schon echt cool****** da. Aber dann hätten sie vermutlich nicht nach meiner unglaublichen Witzigkeit gefragt.

P.S. Der Rest vom Tag war dann auch echt super, mit der Osloer Freundin A. nämlich und der absolut unfassbar niedlichen MM <3

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Auto-Lobhudelei: souverän gerockt.

Auto-Lobhudelei Nachtrag: Das auch erkannt und nicht kleingeredet und mich auch nicht dafür entschuldigt.

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*Alle heißen immer M., aber das sind echt alles unterschiedliche Ms!

**Äääähähähähä, you have no idea. Sagte ich nicht. Ich sagte „Denen gehts ja auch nicht drum, dass hier direkt zugemacht wird. Die Behörden wollen ja auch innovative, gute, wirksame und sichere Medikamente.“

***Ich habe den PhD-Vortrag überlebt, also… klar!

****Nicht beim ersten mal alleine, aber ganz grundsätzlich: warum nicht?

*****Habe endlich Nachricht bekommen und bin 2. in der „Liste“, was ziemlich genau das ist, was ich erwartet hatte und ich bin auch nicht traurig.

******Cool, weil viel Verantwortung, vielfältige Aufgaben und, ach, ich hab ja ein Herz für minikleine Firmen. Und super interessante Produkte, auch von der regulatorischen Seite her (siehe **) echt spannend. Risiko: Das *kann* alles in den klinischen Studien noch ordentlich in die Hose gehen.